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Spätfolgen Chemotherapie

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  • Spätfolgen Chemotherapie

    Im Jahr 2004 erkrankte ich an Brustkrebs und erhielt im Rahmen der EC-Doc Studie Chemotherapie 4x EC, dann Bestrahlung, anschließend 4 x Taxotere (Docetaxel).
    Im Anschluß wurde Tamoxifen verordnet.
    Bereits direkt nach Ende der Chemotherapie bekam ich starke Muskelschmerzen, es wurde (nach 1 Jahr...)eine Polyneuropathie diagnostiziert und behandelt. Nach einigen schmerzfreien Monaten begannen die Schmerzen erneut, zusätzlich trat eine sich steigernde Muskelschwäche in den Beinen und Armen auf.
    Seit Jahren werde ich zwischen den Ärzten herumgereicht, es gibt keine konkrete Diagnose.
    Aktuell ist die Lage so, dass ich häufig falle, Treppen gehen und überhaupt längere Strecken laufen sehr mühsam ist,
    der Alltag und die Lebensqualität ist enorm eingeschränkt. Frauenarzt und Orthopäde sind sich ziemlich sicher, dass es sich um eine Muskelschwäche/Polyneuropathie aufgrund der Chemotherapie mit Taxotere handelt. Die Frauenklinik findet das ungewöhnlich. Gibt es Erfahrungen über die Spätfolgen von Taxotere und Tamoxifen? Ich verzweifle langsam! Aktuell ist eine stationäre Aufnahme in der Neurologie geplant.
    Danke für Erfahrungen und Tipps!


  • Re: Spätfolgen Chemotherapie


    Die Folgen klingen meist spätestens 2 Jahre nach Therapieende ab. Aber es ist natürlich nicht ausgeschlossen, daß es sich hier dennoch um die Taxotere - Folgen handelt. Sinnvoll ist, daß jetzt andere mögliche Ursachen neurologisch ausgeschlossen werden. Therapeutisch können insbesondere Neurontin sowie B-Vitamine die Folgen lindern.

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    • Re: Spätfolgen Chemotherapie


      Hallo, habe heute deine Zeilen gelesen und wollte mal nachfragen, wie es dir heute geht und ob man was gefunden hat. Ich habe die gleichen Probleme, viele Ärzte besucht, auch in der Neurologie habe ich alles durchgemacht, Nervenmessungen, Lumbalpunktion alles schmerzhaft, hat aber nichts gebracht. Die Vermutung ist auch Polyneuropathie. Das einzige was hilft sind Infusionen mit Procain. Das lindert die Schmerzen für ein bis zwei Monate. Leider geht es dann wieder von vorn los. Das Procain muss ich selbst bezahlten und kann das halt nur ein bis zwei Mal im Jahr, da ich das Geld eigentlich nicht habe. Mich würde interessieren, ob du neue Erkenntnisse hast bzw. wie du die Schmerzen in den Griff bekommst.

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      • Re: Spätfolgen Chemotherapie


        Hallo Susi1,
        bei mir wurden in der Neurologie Muskelschwund und Muskelveränderungen gefunden, außerdem wurde (nach 6 Jahren!) festgestellt, dass ich Polymyalgia Rheumatica habe.
        Erst ein Hausarztwechsel hat bei mir die Diagnose gebracht. Die neue Ärztin war anfangs auch skeptisch, da mein alter Hausarzt mich immer als "Psycho" behandelt hat, hat aber nach kurzer Zeit gemerkt, dass es tatsächlich organische Ursachen geben muss.
        Sie hat mich also zu einer Neurologin geschickt, die anfangs auch etwas hilflos war, mich aber stationär in die Neurologie geschickt hat. Dort wurden die Muskelveränderungen festgestellt. Mir fehlt auch das Gefühl für Beine und Füße, deshalb stolpere und falle ich sehr oft. Ein Arzt wertete dies sofort als Spätfolge der Behandlung mit Taxotere, da jede Vergiftung progressive neurologische Probleme verursachen kann. Außerdem gab es wohl kurz vorher eine Patientin mit gleicher Chemo und Bestrahlung und genau den selben Beschwerden.
        Andere Ärzte streiten diese Möglichkeit vehement ab, wohl auch, weil für Patienten in dieser Medikamentenstudie Versicherungen abgeschlossen wurden - und die Studie, wie es meistens ist, genau vom Hersteller dieses besagten Medikaments bezahlt wurde.
        Wie auch immer, die Therapie bei mir ist konservativ: ständiges Muskeltraining, damit die Muskulatur nicht weiter schwindet, neurologische KG (Boppart u.a.), Langzeittherapie mit Kortison, außerdem Rheumamedikamente, etc.
        Eine Reha in der Schmieder Klinik Konstanz (sehr zu empfehlen !)
        hat zumindest gebracht, dass ich auf Empfehlung der Klinik relativ problemlos in vollständige Erwerbsminderungsrente gehen konnte.
        Das ist eine grosse Erleichterung, da Muskelerkrankung, Rheuma und Fatigue doch ein ziemliches Päckchen sind.

        Wenn Du magst, schreib mir unter tipphex@t-online.de. Vielleicht kann ich dir noch den einen oder anderen Rat geben.
        Gruß
        Tipphex

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        • Re: Spätfolgen Chemotherapie


          Ich bin 2009 an einem Mammakarzinom operiert und anschließend 6 x chemotherapiert worden. Anschließend erhielt ich 36 Bestrahlungen. Alles habe ich gut überstanden und es ging mir die ersten beiden Jahren soweit gut, außer einer Karpaltunnel-OP. Aber dann plötzlich über Nacht konnte ich mit dem li. Bein (Knieprobleme) und 4 Wochen später re. kaum noch laufen, alle Untersuchungen und Kniespiegelungen brachten nichts. Jetzt schlafen mir die Zehen ein und brennen oft wie Feuer, die ganzen Beine ab Knie sind wie taub. Plötzlich im Februar spielte mein Herz "verrückt" Vorhofflimmern und 2 kleine Schlaganfälle. Daraufhin habe ich sofort mein Femara abgesetzt. Am ganzen Körper habe ich nässende Wunden gehabt, jetzt nur noch am re. Bein (Wade). Nun endlich sagen mir die Ärzte es sind Spätfolgen der Chemo und der Bestrahlung. Mittlerweile nehme ich ein Mittel gegen Fibromyalgie, Hoffe, es bringt mir Besserung. Im Moment probiere ich Akupunktur und Osteopathie aus. Am besten haben mir bisher Erleichterung geschafft, wenn mir meine Therapeutin Tapes geklebt hat.

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