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brustamputation....

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  • brustamputation....

    und niemand ist schuld????????
    Bin 33J. und seit 4 Tagen weiss ich, dass ich nicht nur einen ausgedehnten DCIS habe, sondern auch einen invasiven duktalen Anteil und eine Lymphangiosis carcinomatosa. Meine Brust wird amputiert, dann Chemo und Bestrahlung, Tamoxifen und Kinderlosigkeit, Einsamkeit und Sinnlosigkeit. Mein Leben wird von nun an nur ein Müllhaufen sein und ich habe auf dieses Leben keine Lust. Eine Frau ohne Brust hat dieselbe erotische Ausstrahlung wie ein Mann mit amputierten Hoden und nur der Gedanke daran ruft in mir Übelkeit hervor. Was mich aber richtig wütend macht, ist, wie konnte das passieren? Wie konnte eine Frauenärztin in der Vorsorge beim Ultraschall einen DCIS 7 auf 3 cm übersehen? Wie konnte ein Radiologe 14 Monate vor der Diagnose den in der Mammographie nicht sehen?!!!! Das Ding braucht mindestens 10 J., um zu wachsen und ich habe extra auf eine Mammographie bestanden, weil meine Großmutter BK hatte. Aber mit 70!!! Wie so erfahre ich auf den Operationstisch, dass gar nicht der Chirurg, der mir zugesagt hatte, operiert, sondern irgendeiner, dessen Namen ich nie vorher gehört habe. Alle herum grinsen, aber keiner hält es für nötig, es mir zu sagen. Kassenpatienten haben eben nichts zu sagen. Mag sein, dass ich paranoid werde, aber irgendwie haben sich die kleinen "Unfälle" angehäuft. Niemand ist für mein verpuschtes Leben verantwortlich; ich soll zusehen, wie ich damit zurecht komme. Da gibt es ja so tolle Möglichkeiten, wie das Schreiben eines Buches "Wie ich den Krebs besiegt habe". Als Alternative für das Dahinvegetieren, sozusagen. Ah ja, ich bin ein undankbares Biest, da ich es vielleicht doch überleben kann. Niemand interessiert, ob ich das auch will.


  • RE: brustamputation....


    Hallo Anabell !

    Ich hatte dasselbe "Theater" Anfang des Jahres. Dieselben Fragen,dieselben Ängste.
    Krebs wächst schneller als man glaubt. Ja leider, auf einmal ist er da und niemand ist schuld. Man muss es einfach akzeptieren.Bei der Diagnose zieht es einem den Boden unter den Füßen weg."Warum ich?" ,das fragen sich alle. Auch ich,manchmal heute noch.Bin seit ein paar Tagen erst mit der Bestrahlung fertig und schon kommt die nächste Therapie. Ein ganzes Jahr lang, alle 3 Wochen ins Spital. Aber, ich bekomme jetzt das Supermedikament Herceptin,damit der blöde Brustkrebs nicht wieder kommt.Mir fehlt die rechte Brust und ich bin auch ziemlich verzweifelt deswegen,aber ich lasse auf jeden Fall in ein par Monaten einen Brustaufbau machen,die Möglichkeit ist ja heut zutage Gott sei Dank gegeben. Ich habe oft während der Chemo "aufgeben"wollen,und hatte meine Hochs und Tiefs,aber ich habe es geschafft.Das Leben geht weiter,wenn auch etwas anders als vorher.Gib micht auf Anabell,hier gibt es soviele,denen es genauso geht und alle haben dieselben Ängste und Fragen. Mir hat das Chatten im Krebsforum sehr viel geholfen und habe sehr liebe Freundinnen damit gewonnen.www.Krebs-Kompass-Forum.de
    Ich wünsche Dir alles Gute und Kopf hoch
    Marion

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    • RE: brustamputation....


      Schuld ist tatsächlich niemand.

      Brustkrebserkrankungen kann man zuweilen weder im Ultraschall noch in der Mammografie sehen, erst recht, wenn das Gewebe vielleicht recht dicht ist, wie in Ihrem Alter üblich.

      Was den Operateur angeht, der nicht selbst operiert hat, so sollten Sie ihn einfach direkt ansprechen, warum er seine Zusage nicht eingehalten hat.
      Es gibt unterschiedlichste Gründe für solch ein Vorgehen.
      Man "darf" das aber seinen Patientinnen durchaus auch erklären, finde ich.
      Oder man verspricht besser erst gar nicht solche Dinge, wenn man weiß, dass man sie nicht halten will oder kann.

      Ihren Lebensfrust kann ich gut verstehen.
      Die tägliche Arbeit mit betroffenen Frauen zeigt aber, dass man sich auch mit dieser Situation auseinandersetzen und später (!) arrangieren kann.
      Auch ein Kinderwunsch ist durchaus erfüllbar, wenn man dies unbedingt will.
      Und was die ästhetische Seite angeht, so kann man die Brust durchaus wieder aufbauen. (Selbst bei Männern gibt es für den, von Ihnen angesprochenen Fall, Implantate...)

      Ich wünsche Ihnen, dass Sie aus diesem Tief bald herausfinden.

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      • RE: brustamputation....


        Sehr geehrter Herr Glöckner,

        vielen Dank für Ihre Antwort. Vielleicht liegt es an dem dichten Parencym und nicht an der Unfähigkeit der Ärzte, Mammo- oder Sonographiebilder auszuwerten. Der Chirurg in der Klinik habe aber "es gleich gesehen". Fülle mich ein bisschen bestätigt, wenn alle, die ich bis jetzt angesprochen haben, die Geschichte mit der OP überhaupt nicht in Ordnung fanden. Wofür aber die Ärzte sicherlich was können, ist das Ausbleiben der Entfernung des Wächterlymphknoten, obwohl es auf dem Papier, was ich unterschrieben habe, stand. Auf die Frage warum, konnte keiner eine plausible Antwort geben. Das hätte mir eventuell die Entfernung von mindestens 10 Lymphknoten erspart. Sogar die Schnittführung war anders als besprochen, obwohl ich sagen muss, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.
        Ich muss es vielleicht doch sagen, dass mir die Art des Umgangs der Ärzte in dieser Uniklinik gar nicht gefällt. Jede Art von Frage scheint zu irritieren; alle halten sich für grossartige Spezialisten; sogar die Krankenschwestern finden Gefallen an einem belehrenden Ton. Kann sein, dass ich durch diese Geschichte völlig traumatisiert bin und mich wie eine undankbare Ausländerin bevormundet fühle. Aber ich habe schon mal jemanden ein Papier mit Teilnahme an einer Studie gezeigt, bei der erhebliche ethische Bedenken meinerseits entstanden, einem habilitierten Arzt gezeigt, der es auch empörend fand. Als ich die Teilnahme verweigert habe, alle waren plötzlich weniger nett. Ich konnte leider zu keinem Arzt Vertauen entwickeln; zu einem ein wenig, aber heute hieß es: "ich habe mir nicht mal mit Privatpatienten so viel Zeit genommen". Vielleicht ist das überall so. Leider fällt mir das Geld, es anderswo ausprobieren.

        Mit freundlichen Grüßen,
        Anabell

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        • RE: brustamputation....


          Hallo , ihr lieben mein richtiger Name ist Hilde, ich bin im Juli 2004 an der LINKEN Brust operiert worden, amputiert, habe Chemo, die aber abgebrochen wurde wegen totaler Unverträglichkeit, war dann auch gleich auf Reha. Dann gings mir eine Weile ganz gut, obwohl ich einigemale sterben wollte, jetzt habe ich Krebs im Becken,Kreuzbein. Alle Untersuchungen und die Strahlentherapie machen wieder alles kaputt aber ich bin wie versteinert, kann nicht laut diese Ungerechtigkeit rausschreien aber auch nicht mehr weinen, was so gerne einmal machen würde aber es kommen keine Tränen, könnt ihr das verstehen? viele Grüße an alle , vielleicht schreibt mir mal jemand .

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