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Hämatom und Verfärbung der Brust nach Brust OP & Bestrahlung

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  • Hämatom und Verfärbung der Brust nach Brust OP & Bestrahlung

    • Ich wurde am 8.7.2015 wegen hormonellem Brustkrebs an der linken Brust operiert. In der selben Nacht erfolge eine Not-OP wg. Blutungen durch eine geplatzte Vene. Die Brust war um das Vierfache angeschwollen, es bildeten sich an der verödeten nekrotischen Stelle, an der der Tumor saß, auch noch Blasen. Aus meiner Sicht und im Nachhinen betrachtet bin ich der festen Auffassung, dass die Erst-OP fehlerhaft erfolgte, eine falsche Drainage ohne Zug gelegt wurde und auch die Maßnahmen der nächtlichen Not-OP viel zu lange dauerten und wertvolle Zeit verloren ging, bis das OP-Team zusammengestellt war und sich überhaupt jemand um mich gekümmert hat.
      Meine Brust war blau-schw​arz, dick geschwollen. Dem Drängen der Radiologie zum Beginntermin der Bestrahlung konnte ich mich auch nur mit persönlich größtem Stress widersetzen. Es wäre Wahnsinn gewesen, diese Brust in dem Zustand nach 4 oder 6 Wochen auch noch zu bestrahlen! Ich habe mich dann letztlich bei der DKFZ selbst erkundigt, wie lange man mit der Bestrahlung warten kann, bis die Wundheilung einiger Massen erfolgt ist. Erst da bekam ich dann die Antwort, dass es bis zu 20 Wochen noch absolut Sinn macht nach einer OP zu bestrahlen, wenn es die Situation erforderlich macht, solange zu warten.

      Ich habe nun seit 2 Wochen die 6-wöchige Bestrahlungstortour hinter mir. Es ist und war schrecklich belastend. Meine Brust ist nun immer noch dunkelbraun verfärbt, die Warze zieht sich ständig zusammen-auch nachts- was sehr unangenehm ist. Die Brust ist hart und dicker als die rechte Brust und an der Stelle, an der der Tumor saß, an der Außenseite nun auch noch eine sichtbare Narbe wegen der dortigen Nekrose durch die Verödung und das Gewebe ist steinhart.

      Fast jeden Tag ist auch die Seite unter dem Arm geschwollen und dies wird schlimmer, wenn ich einen leichten nicht engen Sport-BH anziehe. Also lasse ich den überwiegend weg, damit das Gewebewasser ablaufen kann. Lymphdrainage ertrage ich nicht auch noch im Moment. Ich will einfach meine Ruhe und nicht schon wieder jemanden Fremden, der an mir rumfummelt.

      Alles ist für mich eine große Katastrophe. Schlimmer hätte es aus meiner Sicht nicht laufen können.

      Meine Frage: Die Brust hat starke braune Hautverfärbungen und ist wie ein Quadrat von der Bestrahlung zusätzlich verbrannt.

      Gehen diese Symptome wieder weg? Wie lange muss ich noch warten? Weder von den Radiologen noch sonst wem habe ich dazu eine echte Auskunft erhalten. Ausser immer wieder, dass ich Geduld haben soll und muss. Das sein das Bindegewebe, dass sich zusammenziehe und lange brauche, bis es wieder normal würde. Auch das Niveau der Brust ist nicht identisch mit dem der anderen Seite.

      Was soll kann ich tun und wie wird das wohl alles letztlich ausgehen?
      Ist es wirklich eine Frage der Zeit-wenn ja wie lange- bis sich die Situation noch normalisiert?



  • Re: Hämatom und Verfärbung der Brust nach Brust OP & Bestrahlung

    Hallo Fresie,

    das klingt so, als bräuchtest du vor allem psychologische Hilfe. Die "Schuldfrage" wird sich nicht lösen lassen, es gibt keine Schuld. Leider ist es halt so, dass es in Deutschland jede 8. Frau erwischt.

    Was die Bestrahlung angeht, das habe ich nicht so schlimm empfunden. War einfach heilfroh, dass ich keine Chemo machen musste und die Brust noch da war. Die Hautverfärbung geht mit der Zeit wieder weg, das ist wie ein schwerer Sonnenbrand. Auch das Gewebe wird mit der Zeit wieder weicher.

    Den Lymphstau hatte ich auch und bin ca. 1 Jahr zur Lymphdrainage und Narbenmobilisation gegangen. Aber es hat geholfen.

    Aber trotz aller Komplikationen, mit denen du zu kämpfen hattest: eine Aussage wie "alles ist für mich eine große Katastrophe" und dass es nicht hätte schlimmer kommen können, ist einfach daneben. Natürlich hätte es schlimmer kommen können: Du hättest deine Brust verlieren können, es hätten schon Metastasen da sein können ... . Die Vorsorgeuntersuchung dient dazu, den Krebs möglichst früh zu erkennen, verhindern kann sie ihn nicht.

    Also wie schon eingangs gesagt, würde ich dringend raten, psychologische Hilfe zu suchen. Ich kenne dieses schwarze Loch sehr gut, aber man kann da auch wieder raus.

    Übrigens: bei mir ist es jetzt 6 Jahre her.

    Wünsche dir alles Gute!

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