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Kinderwunsch nach hormonabhängigen Brustkrebs

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  • Kinderwunsch nach hormonabhängigen Brustkrebs

    Hallo Hr. Dr. Glöckner,

    Bei mir wurde Ende 33 ein Brusttumor festgestellt: N. mammae re p T1 c G3 N0, M0,
    ER ++ PgR ++ Her2 neu +++.
    Mir wurde der Tumor sowie die Lymphe in d rechten Achsel entfernt. Danach folgte eine Chemotherapie (6 Zyklen FEC) die ich gut vertragen habe. Weiters eine Strahlentherapie über 6 Wochen. Gleichzeitig begann ich mit Nolvadex u. Zoladex (ist auf 5 Jahre geplant); Danach folgte eine Herzeptintherapie die nach 16x im Juni 09 abgeschlossen ist. Zusätzlich bekam ich bereits 2x Zometa - alles dient der Vorbeugung da der Tumor ganz entfernt wurde u. die Lymphe frei war.
    Da ich nun 35 bin u. der Kinderwunsch da ist, möchte ich wissen ob es wirklich notwendig ist die Hormontherapie so lange durchzuführen?
    Der Verlauf der ganzen Krankeit war von Anfang an sehr gut , es wurde nirgends etwas mehr festgestellt (Mammographie nach 12 monaten) u. ich war auch immer sehr positiv. Da ich schon so viele Medikamente erhalten habe u. die Hormontherapie seit ca. 1 Jahr läuft wollte ich wissen, ob es nicht reicht diese Therapie nur 2-3 Jahre zu machen?
    Übrigens: ich habe mir vor der 1. Chemo 1/2 Eierstock entnehmen u. einfrieren lassen - falls es auf natürl. Weg nicht funktionieren sollte (was ich nicht glaube ) habe ich mich abgesichert.

    Vielen Dank für die Antwort

    violetta


  • Re: Kinderwunsch nach hormonabhängigen Brustkrebs


    Die Kryokonservierung des halben Eierstocks war eine, aus meiner Sicht, gute Maßnahme, da Sie damit tatsächlich eine Möglichkeit haben sollten, falls die Eierstöcke die Chemotherapie übelgenommen haben sollten.

    Was die Hormontherapie angeht, so ist sie letztlich eine Behandlung, die nur in dem bekannten Zeitrahmen bezüglich ihrer Wirksamkeit sicher untersucht ist.
    Inwieweit kürzere Zeiträume reichen, lässt sich nicht sicher abschätzen. Es gibt keine sicheren Daten dazu.
    Von daher würde ich eher raten, die Therapie doch vollständig durchzuführen und danach zügig den Kinderwunsch zu erfüllen, heißt auch, dann frühzeitig Hilfe eines Kinderwunschzentrums in Anspruch zu nehmen.

    Kommentar


    • Re: Kinderwunsch nach hormonabhängigen Brustkrebs


      Danke für Ihre Antwort. Ja ich weiß, dass es zur Zeit noch keine einschlägigen Studien gibt.
      Ich hoffe aber trotzdem, dass es in Zukunft, also in den nächsten 2-3 Jahren, noch zu neuen Erkenntnissen kommen wird u. mir daher die Zeit etwas verkürzt werden kann.

      Aber prinzipiell meinen Sie schon das einem Kinderwunsch nichts entgegenzusetzen ist? Mir wurde von einigen Ärzten schon abgeraten (wegen der Erhöhung des Östrogenspiegels in der Schwangerschaft).

      Durch Zufall arbeite ich seit ein paar Monaten bei einem Kinderwunschzentrum (Fügung des Schicksals?) - also das ist dann kein Problem.

      Eine andere Frage: ich habe seit ca. 6 Monaten eine Morgensteifigkeit in den Fingern von beiden Händen - kann dies von der Hormontherapie herrühren oder hat das mit der Entfernung der Lymphe zu tun (oder beides?)

      Seit ich das Herzeptin bekomme habe ich am Tag nach der Therapie immer eine gerötete leicht entzündete Brust - kann dies eine nachteilige Wirkung haben?

      Wie zuverlässig sind Tumormarker?

      liebe Grüße

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      • Re: Kinderwunsch nach hormonabhängigen Brustkrebs


        Tumormarker sind nur dann verwertbar, wenn sie mal erhöht waren.

        Was die Schwangerschaft angeht, so gibt es viele Studien, die zeigen, dass eine Schwangerschaft kein so hohes Risiko für Rezidive mit sich bringt, wie man das befürchtet hatte:
        "Die Datenlage zur Rezidivhäufigkeit nach einem therapierten Mammakarzinom und einer darauf folgenden Schwangerschaft ist etwas besser, da gemäß mehrerer Studien ca. 5% der Frauen nach Brustkrebs eine Schwangerschaft austragen. Nach einem Mammakarzinom wäre theoretisch aufgrund seiner Hormonabhängigkeit am ehesten von einer Verschlechterung der Prognose durch eine Schwangerschaft auszugehen. In mehreren Studien mit über 700 entbundenen Patientinnen im Z.n. einem Mammakarzinom wurde jedoch keine Verschlechterung der Prognose festgestellt (Kroman et al., Lancet, 1997, 350:319-22). Allerdings muss bei der Interpretation der ermutigenden Zahlen berücksichtigt werden, dass keine detaillierte Auswertung bei Frauen mit hormonrezeptorpositivem Tumorgewebe vorliegt und dass ein Rezidiv, auch wenn es bei schwangeren Frauen nicht häufiger zu sein scheint, bei jungen Müttern eine andere ethische Dimension hat. " (Quelle: Fertiprotekt: http://www.fertiprotekt.de/index.php...lang=de&id=101 )

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