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5 statt 6 Chemos?

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  • 5 statt 6 Chemos?

    Hallo,

    bei mir wird neoadjuvant eine Chemotherapie durchgeführt (TAC). Ich bin 35 Jahre alt, invasiv-ductales Mamma-Carcinom, Ausgangsgröße ca. 3,8x3,4cm, triple negativ, G3, kein Lymphknotenbefall (Wächterlymphknoten wurde entfernt), keine Metastasen.

    Jetzt nach 3 Chemos ist der Tumor nicht mehr tastbar und auch im Ultraschall schwer zu finden, hat sich auf ca. 1x1 cm verkleinert. Lt. Aussage des Arztes wird brusterhaltend operiert werden können.

    Ich leide sehr unter der Chemo, vor allem psychisch geht es mir sehr schlecht (bin gottseidank in psychoonkologischer Betreuung). Meine Frage: wäre es eventuell auch möglich, anstatt 6 Chemos nur 5 zu machen? Ich weiß, dass die Chemo nicht nur der Tumorverkleinerung dient, sondern auch mögliche abgesonderte Tumorzellen im Körper killen soll. Trotzdem, wären "nur" 5 Chemos zu gefährlich? Ich weiß einfach nicht, wie ich noch 3 aushalten soll :-((


  • Re: 5 statt 6 Chemos?


    Am besten: Kopf runter und durch...
    (Das ist natürlich sehr einfach gesagt.)

    Da man die Erfolge nur nach vollständig verabreichten Chemotherapien statistisch beweisen kann, ist es nicht möglich zu sagen, was passiert, wenn wir eine oder zwei weglassen.

    Es sollte Ihnen Mut machen, dass der Tumor so schön anspricht. Ggf. ist es sogar möglich, dass er nach der 6. nicht mehr nachweisbar ist. Das würde eine zusätzliche Sicherheit bieten, da man davon ausgehen kann, dass dann auch die Tumorzellen an anderen Stellen im Körper vernichtet sein dürften.

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    • Re: 5 statt 6 Chemos?


      Danke für Ihre Antwort. Und auch danke, dass Sie mir Mut machen. Mein Onkologe hält sich immer so bedeckt und ist eh sehr wortkarg. Es tut mir sehr gut, wenn von ärztlicher Seite aus Mut gemacht wird.

      Ich habe einfach so eine Angst, dass ich nach den Chemos kein Kinder mehr bekommen kann. Da hormonnegativ, bekomme ich Ovarienschutz durch Enantone. Aber die Sorgen bleibt und auch, dass jede Chemo mehr mehr Schaden anrichtet. Ich weiß, dass es primär um mein Überleben geht, klar. Aber ein Kind zu bekommen ist ein Herzenswunsch von mir und meinem Mann und kurz bevor der Tumor vonmir getastet wurde, war ich schwanger und habe unser Kind in der 5. Woche verloren. Danach dann auch noch mit der Diagnose Brustkrebs fertig zu werden ist natürlich hart.

      Ich hoffe so sehr, dass nach den 6 TAC mein Ovarien wieder funktionieren und hab gleichzeitig so Angst, dass sie es nicht tun :-(

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      • Re: 5 statt 6 Chemos?


        Hallo Basilikum,

        ich habe Dir ja bereits geantwortet auf Deine anderen Beiträge...

        Schade, dass ich mich erst heute hier angemeldet habe, ich hätte Dir bestimmt mit meiner Erfahrung auch Mut machen können. Und ich kann so gut verstehen, was Du durchgemacht hast und noch durchmachst. Auch ich wäre ohne psychoonkologische Unterstützung verzweifelt - und letztendlich konnte ich mich auch für Antidepressiva entscheiden, die mir sehr geholfen haben. Denn außer diesem grausamen Krebs müssen wir ja auch noch den Verlust unserer Kinder verarbeiten.
        Wieviele TAC hast Du geschafft?

        Übrigens gibt es Studien die besagen, dass es ausreichend ist, vier Zyklen zu verabreichen. Weltweiter Standard sind aber derzeit sechs Zyklen TAC. Aber es ist durchaus möglich, dass in - z. B. als "Hausnummer" - vier Jahren der Standard bei vier Zyklen liegt.

        Früher wurde die Brust auch immer amputiert und heute wird - nach Möglichkeit - brusterhaltend operiert.

        Alles Liebe
        Martina

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        • Re: 5 statt 6 Chemos?


          Danke Dir!

          Habe nun 5 geschafft. Die 6. werde ich wohl mit Zähne zusammenbeißen auch noch hinter mich bringen. Ist echt die Hölle... aber wenns hilft...

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          • Re: 5 statt 6 Chemos?


            Man kann leider nicht vorhersagen, ob die Ovarien wieder funktionieren. Es ist aber Vorsorge getroffen. Von daher ist die Chance nicht schlecht.

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