#}
  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Diagnose-Brustkrebs

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Diagnose-Brustkrebs

    Hallo, ich bin neu hier im Forum. Ich bin 52 Jahre alt.
    Habe am 30.07.08 nach einer Biopsie die Diagnose Brustkrebs bekommen,und das 14 Tage vor unserem Urlaub. Bin noch ziemlich durcheinander, weil mein Frauenarzt davon ausging, es wäre eine Zyste. Ich habe einige Untersuchungen schon hinter mir. Lunge - kein Befund, Lebersonographie - kein Befund. Die Knochensintigraphie habe ich heute gemacht bekommen. Das Ergebnis steht noch aus.
    Meine Vorerkrankungen Lupus Erythermatodes ( Haut ), seit 4 Jahren keine Anzeichen mehr. Seit 2 Jahren Bluthochdruck.
    Meine Frage ist zu dem Befund, den ich im Krankenhaus bekommen habe.
    Die Diagnose lautet - invativ dubales? Mammakarzinom links medial / paramamillert ?
    CT 1c/2 G2 c No Mx
    Was bedeutet das und wie wird weiter verfahren? Kann meine Vorerkrankung irgendwie den Befund beeinflussen?
    Ich hatte im Krankenhaus vergessen mitzuteilen das ich SLE habe.
    Ich habe keine Ahnung wie jetzt alles weitergeht. und ziemlich viel Angst.
    Muss sofort operiert werden ? Ich frage dies wegen unserem Urlaub, da ich diesen sonst sofort stornieren werde.
    Wäre sehr dankbar für Ihre Antwort.


  • Re: Diagnose-Brustkrebs


    Liebe PetraK,
    ich kann mich gut in die Situation hineinversetzen, in der Sie gerade stecken. Auch ich (44) bekam im letzten Sommer die Diagnose ca. 6 Wochen vor meinem Urlaub. Da auch ich ziemlich geschockt war, war mein erster Gedanke: Urlaub stornieren. Ich habe es am Ende auch getan. Allerdings war es ziemlich aufwendig, was man da von der Versicherung bekommt und ausfüllen muss und vor allem, was die alles wissen wollen (die gehen sehr ins Detail!). Das kann man dann tatsächlich erst nach der OP machen, weil ja eine Bedingung für die Rückzahlung u.a. ein Krankenhausaufenthalt ist.
    Aber mal zum Fakt: mir sagte man nach der OP, dass ich doch vorher hätte fahren können. Ob ich allerdings den Kopf für den Urlaub frei gehabt hätte, steht für mich in Frage. Ich glaube nicht, dass ich ihn hätte genießen können. Außerdem stand ja noch nicht fest, was es für ein Krebs ist. Wäre es ein aggressiver Typ gewesen, hätte ja jeder Tag gezählt.
    Inzwischen ist schon wieder ein Jahr um und ich habe vor 2 Wochen den Urlaub mit meiner Familie nachgeholt. Ich bin froh, dass ich mich so entschieden habe.
    Am Ende muss jeder selbst wissen, wie er sich dabei fühlt. Wenn die Ärzte nicht wegen der OP drängeln, kann man sicher in den Urlaub fahren (meist sind die Krankenhäuser in der Urlaubszeit froh, da auch Ärzte Urlaub machen). Wenn Sie aber ständig nur an diese Diagnose denken, ist die Frage, ob Sie den Urlaub genießen können.
    Zu den o.g. Werten möchte ich mich nicht äußern, da ich mich damit nicht auskenne.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute für die OP und alles, was danach noch kommt.
    connymaus

    Kommentar


    • Re: Diagnose-Brustkrebs


      Die Diagnose lautet am ehesten:
      invasiv duktales Mammakarzinom links medial / paramamillär
      cT 1c/2 G2 cNo Mx :

      - klinisch besteht ein Stadium 1c oder 2
      - der Tumor ist mäßig differenziert
      - klinisch sind keine Lymphknotenmetastasen und keine Fernmetastasen nachweisbar

      Wenn die Operation erfolgt ist, fällt das c weg und kommt ein p dafür.
      Das ist das Zeichen, dass der Befund feingeweblich (histologisch/pathologisch) gesichert ist.

      Den Lupus sollten Sie erwähnen.
      Die OPeration muss nicht sofort, aber bald erfolgen.
      Ob allerdings ein Urlaub noch wirklich erholsam ist, kann man nur selbst entscheiden.
      Aber wahrscheinlich hat sich das Thema schon erledigt...

      Nach der Operation steht noch eine Nachbehandlung an, die man aber jetzt noch nicht genau bestimmen kann.
      Möglich sind Chemotherapie, Hormontherapie, Strahlentherapie und ggf. auch eine Immuntherapie.

      Kommentar


      • Re: Diagnose-Brustkrebs


        Hallo bin wieder da. Bin jetzt seit 3 Tagen wieder zu Hause. Die OP ist gut gelaufen. Bei mir wurde brusterhaltend operiert. Latissimusabdeckung. Habe keine Schmerzen und fühle mich auch ganz wohl.
        4 Lymphknoten wurden mir entfernt, keine Anzeichen von Befall. Habe mich natürlich gefreut, dass es so gut gelaufen war.
        Doch bei der Entlassungstumorkoferenz wurde mir dann mitgeteilt, das es besser für mich wäre vorsorglich eine Chemo ( 6xFEC) und Strahlentherapie zu machen, da mein PAI-1 zu hoch für mich ist (5,50 ng/mg). Er liegt trotzdem noch im Grenzbereich. Der UPA Wert liegt bei 0,69 ng/mg. Ist in Ordnung.
        Ich wusste ja, das bei einer brusterhaltenden OP noch eine Strahlentherapie kommen wird, aber eine Chemo wurde eigentlich ausgeschlossen. Das hat mich dann doch sehr geschockt. Ich habe vor meiner OP gebeten bei mir eine Proteasenbestimmung, eine Kyrokonservierung und einen ATP-Test zu machen. Hoffe jetzt nur, das man dadurch wirklich die Chemo besser auf mich abstimmen kann. Denn ich habe ne Menge Angst vor den Nebenwirkungen. Hat jemand von euch sowas auch schon gemacht? ( den ATP-Test)
        Würde mich über Antworten sehr freuen.(8))
        Liebe Grüße PetraK

        Kommentar



        • Re: Diagnose-Brustkrebs


          Hallo Petra, ich habe kein ATP-Test machen lassen, aber ich habe auch 6xFEC bekommen. Ich hatte , außer Haarausfall, gar keine Nebenwirkungen. Die erste Chemo hatte ich gebrochen, habe aber sofort mit meine Onkologien geredet und beim nächsten Mal habe die Medikamente gegen Übelkeit zu Hause früher eingenommen und ich habe nicht mehr gebrochen. Du brauchst keine Angst vor der Chemo zu haben. Auch wenn es am Anfang nicht glaubt, aber die Zeit vergeht schnell und man es überstanden. Die drei Wochen zwischen jeder Chemo waren schnell vorbei und man saß wieder in der Onkologie. Ich fange nächsten Montag mit der Bestrahlung an und ich lasse alles auf mich zukommen und mache das Beste daraus. Also Kopf hoch und keine Panik, vor dir haben es schon viele Menschen vor Dir geschafft. Liebe Grüße Hoffnung

          Kommentar


          • Re: Diagnose-Brustkrebs


            Letztlich wird die Chemotherapie insgesamt besser vertragen, als ursprünglich meist befürchtet.
            Die Therapie erhöht Ihre CHancen, indem sie das Risiko für ein Rezidiv senkt.
            Von daher sollten Sie versuchen, die Therapie eher als Verbündeten zu sehen, denn als Gegner und im Moment nahezu unüberwindbares Hindernis.
            Sie schaffen das!

            Kommentar


            • Re: Diagnose-Brustkrebs


              Vielen Dank, für die Antwort. Werde versuchen dies auch so zu sehen. War natürlich nach dieser Nachricht geschockt. Habe mich aber wieder gefangen, und werde wieder genauso kämpferisch sein wie nach der ersten Diagnose. Ich weiß, dass dies für meine Vorsorge das einzig Richtige ist.
              PetraK

              Kommentar


              Lädt...
              X