• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Reizblase

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Reizblase

    Hallo,

    ich habe ein paar Fragen zur Reizblase... Ich war heute beim Urologen, weil ich seit Wochen relativ starke Beschwerden habe: Schmerzen im Unterbauch und häufiger Harndrang nach einer leichten (und für mich ersten) Blasenentzündung. Das hatte ich ja auch schon in einem früheren Beitrag geschrieben. Ich muss zwar nicht jede halbe Stunde aufs Klo rennen und habe auch keine Probleme mit "ungewolltem Abgang", aber es ist trotzdem zu häufig und vor allem habe ich schreckliche Angst, dass Harninkontinenz eben doch irgendwann dazukommt, wenn sich nicht bald etwas tut. Der Arzt meinte, dass ich demnächst eine Blasenspiegelung machen soll um organische Ursachen auszuschließen und dass, wenn da nix gefunden wird, wohl eine Reizblase die Ursache sei. Ist es denn für eine Reizblase wirklich typisch, dass da auch Schmerzen auftreten? Ich hab bisher immer nur von gesteigertem Harndrang und Inkontinenz gelesen.

    Was noch dazukommt sind die psychischen Probleme, ich kriege schon bei dem Gedanken, dass die Beschwerden nicht weggehen oder sich sogar verschlimmern regelrechte Panikzustände und Heulkrämpfe. Außerdem bin ich in vielen Situationen, wenn ich unterwegs bin, unglaublich angespannt und habe das Gefühl, dadurch alles noch viel schlimmer zu machen. Zudem traue ich mich nicht, viel zu trinken, wenn ich nicht zu Hause bin, obwohl das ja ein absolutes must ist.

    Ist bei jemandem von Euch auch eine Reizblase oder überaktive Blase diagnostiziert worden, und wie hat sich das bei Euch geäußert? Wie wird das therapiert, und wie erfolgreich ist die Behandlung?


  • RE: Reizblase


    Eine Reizblase verursacht einen zwanghaften Harndrang, z. Teil auch schmerzhaften Harndrang.
    Eine organische Ursache sollte umbedingt ausgeschlossen werden.
    Die weitere Vorgehensweise besteht dann in einem Blasentraining, ggf. mit Unterstützung von krampflösenden, die Blase bremsenden Medikamenten. Um ein Gelingen der Therapie zu ermöglichen müssen Sie erheblich mitarbeiten, denn Sie müssen Ihre Blase trainieren eine höhere Blasenfüllung zu tolerieren. Wichtig ist insbesondere ausreichend Flüssigkeitszufuhr - zumindest wenn Sie sich zu Hause aufhalten. Dann sollten Sie Ihr seelisches Gerüst stabilisieren, denn seelische Probleme, Stress, Ängste, etc. wirken sich negativ auf eine Reizblase aus.
    Viele Grüße
    Dr. H. Hollberg

    Kommentar