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verdickte Blasenwand?

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  • verdickte Blasenwand?

    Vor ein paar Wochen hatte ich ihnen wegen diesem Schleimhautwulst an der unteren Seite des Harnröhreneingangs geschrieben.

    Heute war ich beim Urologen, er hat nicht viel dazu gesagt, außer daß es schon so ein kleiner Schleimhautpolyp sein könnte, obwohl das eigentlich eher ältere Frauen bekommen, meinte auch er. Viel mehr hat er dazu nicht gesagt. Kann ich diesen Schleimhautwulst also einfach ignorieren?

    Da ich ja im letzten Jahr auch mehrere Probleme mit Scheideninfektionen hatte, wobei auch immer in der Harnröhre Bakterien gefunden wurden (vor allem Ureaplasmen) und ich auch oft ein Brennen beim Urinieren hatte, wurde auch ein Harn-Schnelltest und ein Ultraschall gemacht. Beim Harntest kam bis auf ganz geringe Mengen Blut (die ich auch bei älteren Tests vor Jahren schon hatte, meinte er) war er vollkommen in Ordnung. Keine Leukozyten, kein Eweiß, kein Nitrit. Doch bei der Ultraschalluntersuchung der Blase wurde er ein wenig nachdenklich und meinte das sähe nicht in Ordnung aus, die Blasenwand würde irgendwie verdickt aussehen. Er sprach davon daß sie nun eine Harnkultur anlegen würden, und wenn das Ergebnis da wäre müsste ich mir einen Termin für eine Blasenspiegelung ausmachen.

    Nun bin ich wieder ziemlich verunsichert. Ich nehme fast an, daß bei der Harnkultur keine bzw. kaum Bakterien wachsen werden, da ich im letzten halben Jahr (wegen des Brennens beim Urinieren) 2 mal bei anderen Ärzten so eine Kultur anlegen ließ, und da waren die Befunde unauffällig. Außerdem sind die Beschwerden in den letzten Wochen besser geworden und eigentlich schon ganz verschwunden. Was kann da mit der Blasenwand los sein? Was verursacht eine verdickte Blasenwand? Und was erwartet der Arzt mit einer Blasenspiegelung zu finden? Er meinte zwar, ich solle mir keine Sorgen machen, es ginge um nichts bösartiges, aber es verunsichert mich eben, daß er gleich beim Ultraschall gesagt hat daß er "da mal reinschauen muß". Was erwartet mich?

    Vielen Dank.


  • RE: verdickte Blasenwand?


    Eine Blasenwandverdickung ist zunächst einmal nur ein Ultraschallbefund und ist abhängig von dem Grad der Blasenfüllung. Eine wirkliche Blasenwandverdickung kann verursacht sein durch Zuwachs der Blasenmuskulatur als Folge von einer Abflußbehinderung des Urins durch die Harnröhre. Auch eine Entzündung - chronisch oder akut - kann zu einer Schwellung der Blasenschleimhaut führen.
    Was bezweckt man nun mit einer Blasenspiegelung? Es geht zum einen um die Beurteilung der Harnröhrenweite und -elastizität. Zum anderen will man die Struktur der Blasenwand (Schleimhaut und Muskulatur) anschauen.
    Versuchen Sie einigermaßen entspannt in die unproblematische Untersuchung zu gehen.
    Viele Grüße
    Dr. H. Hollberg

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    • RE: verdickte Blasenwand?


      Hallo, vielen Dank für die Antwort.

      Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein daß der Arzt vom Blasenboden gesprochen hat, und daß dort die Verdickung wäre. Gibts das auch, und wenn ja, bedeutet das irgendetwas bestimmtes?

      Eine bakterielle Entzündung halte ich für eher unwahrscheinlich, aufgrund des Urinschnelltests und auch der vergangenen Urinkulturen im Herbst. Auch sonst fällt mir momentan beim urinieren nichts besonderes auf. Ich verstehe daher auch garnicht so wirklich, daß da irgendetwas "nicht stimmen" sollte. Das einzige ist eben dieses leichte Brennen beim Urinieren, welches im letzten Jahr immer mal wieder auftritt, was aber in den letzten Wochen eigentlich nicht mehr zu merken war, und was ich damals eher als Brennen in der Harnröhre lokalisiert hatte. Es war ja auch nur während der Harn durchfloss, und daher dachte ich es hängt eher mit den vaginalen Entzündungen zusammen.
      Was mir noch auffällt, aber wahrscheinlich auch nur weil ich extra drauf achte: manchmal ist der Urinstrahl trotz Pressen gleichbleibend "normal" und wird nicht stärker. Das heißt ich habe das Gefühl das Pressen bewirkt nichts. Ein anderes mal aber, kann ich wieder Pressen und der Strahl wird dementsprechend stärker. Vielleicht hängt das aber auch mit einem entsprechend hohen Füllzustand der Blase zusammen? Also daß ein Rauspressen nur dann was bewirkt, wenn die Blase recht voll ist?

      Aber ansonsten merke ich wie gesagt nichts ungewöhnliches in den letzten Wochen.
      Kann die Blasenwand eigentlich auch nach einer vorangegangenen heftigen Blasenentzündung dauerhaft verdickt sein, oder ist sie das nur wenn akut eine Entzündung vorliegt? Habe im Internet auch von dieser chronischen abakteriellen Entzündung (IC) gelesen, das scheint ja richtig schlimm zu sein. Und da ja bei mir scheinbar keine Bakterien im Spiel sind, hab ich vor soetwas nun richtig Angst. Und natürlich vor etwas bösartigem.

      Hab wahrscheinlich noch einige Wartezeit bis zu dem Termin, darum ist diese Ungewissheit besonders schlimm.

      Danke für die Mühe,
      Oceloty

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      • RE: verdickte Blasenwand?


        Was zu IC im internet zur Zeit geschrieben wird, halte ich für ziemliche Panikmache. Auch IC läßt sich behandeln und lindern, wenn die Diagnose gestellt ist. Ein Grund für die entstehung von IC sind chronische Bakterielle Infektionen - als Stressreaktion des Gewebes darauf. Wenn Sie aber eine bakt. OInfektion für unwahrscheinlich halten und auch keine Beschwerden haben, wie sollen Sie dann IC haben? Die patienten klagen bei IC über starke Schmerzen.

        Übrigens soll man beim Wasser lassen nicht pressen. Das ist ungesund für die Blase. Wenn jemand Pressen muß um überhaupt Wasserlassen zu können, dann kann das ein Hinweis sein, dafür, das zum Beispiel die harnröhre verengt ist. Das wäre ein harmloses Beispiel.

        Alles Gute

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