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Angst und Wasser lassen

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  • Angst und Wasser lassen

    Hallo, ich weiss nicht,ob meine Frage mir hier beantwortet werden kann,da sie nicht direkt etwas mit Blasenschwäche zu tun hat.

    Ich habe das Problem,dass ich eine Angststörung bezüglich des Wasser lassens habe. Ich habe panische Angt in einer ungelegenen Situation auf die Toilette zu müssen. Deshalb trinke ich in manchen Situationen weniger. Aber das hilft oft nicht,weil ich dann aus Angst auf die Toilette muss.
    Meine Frage: Wenn man Angst hat,muss man dann öfter auf die Toilette,weil die Blase empfindlicher ist oder weil auch mehr Urin gebildet wird und die Blase wirklich voll ist oder trifft beides zu?
    Sie würden mir mit der Beantwortung der Frage sehr helfen,da mein Freund meint, wenn ich aus Angst müsste,dann könnte nix in der Blase sein,es wäre nur so ein Gefühl, ich aber dann trotzdem eine grosse Menge Wasser lassen muss.Und wenn er mir dann nicht glaubt,dass ich wirklich muss, ich wieder Panikattacken bekomme.
    Mit ihrer ärztlichen Aussage könnte ich ihn vielleicht überzeugen.

    Danke im voraus.
    MFG.


  • RE: Angst und Wasser lassen


    Hallo,
    Du bist nicht alleine, ich kenne das Problem nur zu gut!
    Und auch mir glaubt keiner, dass ich ich wirklich muss.. dass es also nicht nur ein Gefühl ist, sonder wirklich die Blase nach kurze Zeit wieder voll ist!
    Ich habe auch richtige Angst, wenn ich in Vorlesungen sitze oder wenn ich im Auto bin... ich habe immer Angst davor aufs Klo zu müssen und es ist keins in der Nähe oder die Anderen bekommen es mit, dass ich so oft rennen muss.
    Ich meide daher viele Situationen, wie Kino oder Theater...

    Wäre auch an einer Antwort sehr interessiert.... und, bitte nicht antworte, es ist eine Reizblase, denn dabei ist die Blase ja nicht alle 20-30 Minuten voll, sondern man hat lediglich das Gefühl, dass es so ist...

    Susi

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    • RE: Angst und Wasser lassen


      Da irrst Du Dich aber gewaltig. Woher weißt Du, was eine Reizblase ist, wenn Du angeblich keine hast?

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      • RE: Angst und Wasser lassen


        Hallo @fitnesshase, wir haben gerade über dieses Thema schon desöfteren hier im Forum geschieben und geantwortet. Vielleicht blätterst Du mal und dann findest Du viele Antworten.
        Denn gerade, so wie Du es beschreibst, ging es mir. Da mußt Du einen Arzt aufsuchen und das Problem schildern. Die Streßblase spielt sich im Kopf ab. Man kann aus vielerlei Gründen eine Streßblase haben. Die bekommt man nicht, weil man Streß hat, sondern weil man seine Blase dazu erzieht. Und weil man nur die Blase/Toilette im Kopf hat und laufend rennt, ist die Blase getreßt. Und ich mußte sehr wohl alle halbe Stunde auf die Toilette Wasser lassen. Nicht wie @Susi125 schreibt: man hätte nur das Gefühl. Ich war ein halbes Jahr bei der Physiotherapie zur Beckenbodengymnastik und allem, was noch dazu gehört. Bei mir war das Problem, dass immer Restharn in der Blase blieb und somit meldete die Blase nach einer halben Std.: -wieder voll-. Ich konnte mich dann kaum halten. Meine Krankenkasse unterstützt diese Therapie, andere KK sollen das nicht tun, habe ich gehört. Aber diese ganze Mühe hat was gebracht bei mir. Man braucht Geduld. Begleitend dazu kann der Arzt ein Medikament verschreiben, welches die Blase beruhigt.
        Übrigens weißt Du sicher, dass dieses Problem viele Frauen haben und sich nicht zum Arzt trauen und das ist altersunabhängig.
        Alles Gute

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        • RE: Angst und Wasser lassen


          Ist ja super, dass Du so viel über mein Problem weißt!
          Also wenn ich jede 30 - 40 Minuten auf die Toilette muss in Stresssituationen wo dann auch ca 500 ml jedesmal "raus" kommen und zwar klares Wasser.... hat dass ja wohl kaum etwas mit einer Reizblase zu tun. Auch ich kann lesen und habe mich schon sehr viel informiert... eine Reizblase hat man, wenn man ständigen Harndrang hat ohne dass die Blase wirklich voll ist...

          Ich denke Du hast das Problem nicht erfasst, denn es geht um die Angst ständig aufs Klo zu müssen und das Phänomen, dass man dann auch wirklich "muss".

          Wirklich toll, wenn man hier als "blöd" hingestellt wird!

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          • RE: Angst und Wasser lassen


            Hallo ihr beiden!

            Bitte nicht streiten!

            Also ich muss hier mal so einiges richtig stellen! Meine Blase ist vollkommen ok. Ich war/bin beim Urologen in Behandlung. Hatte vor zehn Jahren eine Harnröhrenverengung,die operiert wurde. Jetzt habe ich eine Kontrolluntersuchung machen lassen. Ich habe ein bischen zuviel Restharn,aber ich merke nix davon.In meine Blase passen 900ml,wenn ich so lange einhalte wie es geht.Ich gehe nicht oft auf die Toilette.Also alles in Ordnung und laut Urologe nicht behandlungsbedürftig,da ich keine beschwerden habe.

            Meine Frage bezog sich auf Angst. Also Angst bezüglich vieler Dinge. Zum beispiel Prüfung,wichtige besprechung auf der Arbeit. Angst auf eine Achterbahn zu gehen usw.In diesen Situationen und nur in diesen habe ich verfrühten Harndrang (was ja nicht unnormal ist bei Angst) und ich muss zusätzlich sehr viel Wasserl assen.
            und meine frage ist jetzt,ob es sich erklären lässt mit hilfe von stresshormonen oder sonstwas.

            @susi:würde mich gerne per mail mit dir austauschen:fitnesshase@web.de.

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            • RE: Angst und Wasser lassen


              Richtig ist, dass das Thema nicht in dieses Forum passt.
              Aber es erscheint - angesichts der Emotionen, die geweckt werden - doch wichtig zu sein. Wie meistens haben alle Beiträge mehr oder weniger Recht. Vielleicht helfen ein paar Anmerkungen meinerseits.
              Die Harnblasenfunktion kann in 2 Phasen unterteilt werden, zum einen die Füllungsphase, zum anderen die Entleerungsphase. Beide Phasen sind durch das vegetative Nervensystem gesteuert mit übergeordneter Kontrolle durch das Großhirn.
              Diese "Großhirm-Kontrolle" sorgt dafür, dass wir - einmal dem Windelalter entwachsen - unsere Harnblase nicht automatisch (reflexartig) sondern kontrolliert (wann und wo) entleeren können. Vielfach wird diese Kontrolle übertrieben.
              Bei der Füllungsphase füllt sich die Harnblase allmählich mit Urin - abhängig von der Filteraktivität der Nieren. Hierbei entspannt sich die Blasenmuskulatur allmählich, so dass in der Harnblase kein hoher Druck entstehen kann. Ein zu hoher Druck in der Harnblase kann einerseits zu den Nieren weitergeleitet werden, was diesen sehr schlecht bekommt, andererseits würde ein zu hoher Druck in der Harnblase dazuführen, dass der von den Nieren produzierte Urin nicht mehr frei zu der Harnblase fließen könnte. Diese wiederum würde zu Einschränkung der Urinproduktion durch die Nieren führen.
              Während der Entleerungsphase wird der Urin durch das Zusammenziehen der Blasenmuskulatur und Entspannung des Beckenbodens aus der Harnblase gedrückt.
              Jetzt zu der/den Fragestellungen: wenn ein häufiger Harndrang beklagt wird kann dies einerseits an einer Fehlfunktion der Füllungsphase liegen, dass heißt aus irgendeinem Grund - organisch oder psychisch - verweigert die Harnblase eine größere Füllung. Andererseits kann der häufige Harndrang einfach darin begründet sein, dass die Nieren in kürzerer Zeit sehr viel Urin filtern und zur Blase schicken. Auch hier können psychische Belastung indirekt eine Rolle spielen auch ist an eine Fehlfunktion der Nieren denkbar.
              Also für "fitnesshase" ist es wichtig über eine Einfuhr (Trinkmenge) - Ausfuhr (Urinmenge) - Messung über 2-3 Tage festzustellen, wann sie wieviel und was trinkt und ob sie mehr Flüssigkeit ausscheidet als aufnimmt. Mit der Messung zum Urologen oder Nephrologen (Nierenarzt) gehen und sich beraten lassen.
              Ich halte eine generelle Blasenkapazität von 900ml für gefährlich. Zum einen wegen des möglichen "Rückstaus" zu den Nieren. Zum anderen wird durch die dauerhafte Überdehnung der Blasenmuskulatur diese sich immer schlechter zusammenziehen können - Folge ist die Restharnbildung, d.h. die unvollständige Blasenentleerung.
              Ich hoffe ich habe zur Klärung und nicht zur Verwirrung beigetragen.
              Viele Grüße
              Dr. H. Hollberg

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              • RE: Angst und Wasser lassen


                Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Also mir konnten sie damit helfen,es besser zu verstehen.

                Noch eine kurze Frage: diese 900ml Blasenkapazität habe ich nur,wenn ich meine Blase voll ausreize,also so lange warte bis ich schon Schmerzen bekomme. Oft kommt soetwas nicht vor.es ist also nicht so,dass ich ständig so lange einhalte und meine Blase so strapaziere.vielleicht einmal im monat. ansonsten sind es eher volumina von 500 bis 600ml.Dieses Verhalten ist doch dann nicht gefährlich für die Blase,oder?

                zu den messungen,die sie mir empfohlen haben: muss ich da jeden toilettengang einzeln messen oder die gesamtmenge pro tag?und wie ist es mit der trinkmenge?wenn ich ständig jeden schluck wasser messe,wird es ein wenig kompliziert,oder?

                Danke für das Bemühen und schöne Grüsse,fitnesshase.

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                • RE: Angst und Wasser lassen


                  Blasenvolumina bis zu 500-600ml sollten unproblematisch sein.
                  Sinnvoll wäre es jedes einzelne Miktionsvolumen zu messen, da diese - bei restharnfreier Miktion - die Blasenkapazität wiederspiegeln. Die Gesamtmenge des Tages ließe sich durch einfache Addition errechnen.
                  Das Messen der Trinkmenge sollte nicht so schwer sein. Sie trinken vermutlich mehr als nur ein Schluck/Stunde. Nehmen Sie Glas das 100 oder 150 ml fast, trinken Sie auf einmal alles aus o.ä. Bei der ganzen Aktion sollte Sie nicht päpstlicher sein als der Papst.
                  Viele Grüße
                  Dr. H. Hollberg

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