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Latissimus-dorsi_plastik 3

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  • Latissimus-dorsi_plastik 3

    Hallo,
    das ist der letze Teil meines OP_Reports über diese neuartige OP-Methode für atone (schlaffe) Blasenlähmung:
    Wie man aus den vorhergehenden Berichten entnehmen konnte, mußte ich letzte Woche nach Tübingen zur Untersuchung, ob die OP erfolgreich war. Sprich, ob der implantierte Rückenmuskel nun meine Blase zum kontrahieren bringt. Um es kurz zu machen...es funktioniert. Jetzt muß ich Beckenbodengymnastik machen, damit mein Gehirn lernt, daß es beim Wasserlassen den Beckenboden entspannen muß. Nächste Woche bekomme ich ein Biofeedback auf Rezept der Klinik nach Hause gebracht, mit welchem ich 3 Monate üben darf. Wenn sich jemand für die OP-Methode interessiert, weil er/ sie ebenfalls eine schlaffe Blasenlähmung hat, z. B. aufgrund eines Unfalls, kann ich nur sagen: ich bin eine sehr zierliche Person und ich war nach 12 Tagen wieder zu Hause und ich würde es jederzeit wieder tun! !
    Gruß
    Dani


  • RE: Latissimus-dorsi_plastik 3


    Zu der Operation habe ich eine Frage:
    Wie funktioniert das Wasserlassen? Wie kannst Du die Kontraktion steuern? Geht das über Knopfdruck?
    Ich habe gelesen, das eine Schwierigkeit sei, das der im Rücken fehlende Muskel dort zu Problemen führen könne. Dort war vor allem von Rückenschmerzen infolge der Dysbalance und von Bewegungseinschränkungen die Sprache. Merkst Du etwas davon?

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    • RE: Latissimus-dorsi_plastik 3


      Hi Danyca,
      ich steuer jetzt meine Blase über den Kopf und den Bauchmuskel: Der implantierte Muskel ist mit dem Nerven des Bauchmuskels verbunden, ebenso die Blutversorgung. Wenn ich Wasserlassen will und muß, dann muß ich den Beckenboden entspannen und die Bauchmuskeln willentlich nach unten anspannen. Dadurch wird der implantierte Muskel dazu veranlaßt, daß er sich zusammenzieht und die Blase auspreßt. Im Ultraschall sieht man wie die Blase schmal von links und rechts zusammengedrückt wird-das ist auch der Beweis, daß er arbeitet.
      Zu den vermeintlichen Rückenmuskelproblemen kann ich nur sagen, ich hab eigentlich keine Probleme. Ich konnte den Arm ohne Probleme sofort bewegen, klar anfangs hat die Kraft ein bißchen nachgelassen, aber Schmerzen absolut keine. Mit mir wurde noch ein Patient operiert, der hatte in der ersten Woche Probleme mit Lähmungen. Aber nach 5 Tagen war alles wieder ok und letzte Woch war er mit mir auch in Tübingen und bei ihm ist alles ok. Außerdem habe ich eine starke Skoliose, deshalb habe ich mir den "überentwicklten" rechten Muskel rausreissen lassen und meine Skoliose hat sich verbessert! Und wirkliche Schmerzen hat man nach der OP auch nicht, es ist unangenehm und brennt eher, außerdem hat man einen Kompressionsverband, damit sich kein Serom bildet. (man sieht aus wie eine Mumie) Wichtig ist, daß man die Gymnastik macht, die man gezeigt bekommt für den Arm und jetzt natürlich für den Beckenboden, denn es liegt nun an mir wie schnell sich meine Blase bessert. und morgen bekomme ich dafür das Biofeedbackgerät.

      Gruß
      Danie

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      • RE: Latissimus-dorsi_plastik 3


        Mein Urologe hat zu mir gesagt, pressen beim Wasserlassen sei ungesund, da es einen Reflux in die Nieren provoziert.
        Wie wird dieses Problem umgangen?
        Im Krankenhaus nervt man mich weiter mit dem Vorschlag einen Schrittmacher zu implantieren.

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        • RE: Latissimus-dorsi_plastik 3


          Im Normalfall ist das mit dem Refluy richtig, aber...dabei ist der Schließmuskel ja zu, d.h. logisch drückst du dann den urin in den harnleiter/Niere zurück. Hier hast du 1.) den implantierten muskel der durch seine direkte Einwirkung aus die Blase diese vehindert und 2.) entspannst du den beckenboden, so kann der urin sofort rausfließen wie das in eigentlich sein sollte. Und genau das Entspannen des BBMs und gleichzeitiges anspannen der Bauchmuskeln uß ich jetzt lernen.

          Zum Implanta hatte ich dir ja schon mal was geschrieben: ich hab das Info-Prospekt (www.interstim.com) daheim, hab den Test selbst zweimal mitgemacht und grundsätzlich absolut tolle Lösung. Manche Kliniken setzten das Impl. sogar ambulant ein, würde ich aber persönlich nicht machen. Dauer der OP ist 20 min-1h, d.h. Narkoserisiko gleich 0. Die Batterie hält mittlerweile 10 Jahre! Und die Funktion ist sofort gegeben. Einziger Nachteil ist, daß bei einer Schwangerschaft das Gerät sofort entfernt werden muß, weil sonst der Fötus in der Entwicklung geschädigt werden kann. Ganz wichtig falls du es machen lassen willst, das hat mir der Proffessor in Mannheim ans herz gelegt: frag vorher bloß nicht die Krankenkasse, ob sie es bezahlt! Die lehnen es womöglich aus Kostengründen ab und du kannst für die nächsten 10 Jahre vor das Bundssozialgericht ziehen. Sollte die Ka. nach der OP Schwierigkeiten machen, über nimmt ide Kosten für die OP eine spezielle Versicherung des Krankenhauses die Kosten.

          Gruß
          Danie

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          • RE: Latissimus-dorsi_plastik 3


            Mhh, das alles begeistert mich nur wenig. Eigentlich geht es mir gut - ich spüre die Infekte der Blase kaum. Aber das Antibiogramm ist fürchterlich und irgendwann wird der Infekt wieder auf die NIeren gehen.
            Das Krankenhaus hier will mich nach Mannheim schicken und ich hoffe auf eine Lösung der Infekte ohne Operation. mal schaun, was sie in der Ambulanz nächste Woche sagen.
            Laut meinem Urologen gibt es wohl noch eine ganz neue Operationsmehtode, bei der Nerven aus dem Oberschenkel umgeleitet werden.
            Das mit der Schwangerschaft ist in der Tat ein Problem - ich weiß, das ich Kinder möchte.
            Was Du über den Schrittmacher schreibst klingt ansonsten weniger invasiv, als das, was mein Urologe es mir geschildert hat. Andererseits ist es gar nicht klar, ob meine BLase noch restaktivität hat - was ja eine voraussetzung wäre.
            Wieso hast Du Dich gegen den Schrittmacher entschieden? Oder war es auch nicht möglich.
            Was mich noch stört, ist, das ich drei Personen mit Schrittmacher kenne. Und alle katheterisieren trotzdem... Das macht mich alles skeptisch und irgendwie ist mein Leidensdruck wegen der Katheter nicht wirklich hoch. Es ist eigentlich nur, das mir das Antibiogram angst macht.

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            • RE: Latissimus-dorsi_plastik 3


              Das hier ist glaube ich das, was mein Urologe gemeint hatte:

              http://www.handicap-network.de/handi.../queri.htm#qu7

              Ohje, ich habe außerdem angst davor, zu einem Versuchsobjekt zu mutieren und das dabei mehr kaputt als gut gemacht wird. Und das ist eigentlich auch etwas, wovor mein Urologe mich immer gewarnt hat.
              Er meint, er hat aber lkeinen Patienten mit sovielen Infekten und daher sucht er jetzt doch nach einer ALternative zu Kathetern.
              Wovor ich außerdem angst habe ist, das dann trotzdem die Infekte bleiben könnten.

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              • RE: Latissimus-dorsi_plastik 3


                Also, ich kann dir zumindest mal sagen, was ich gegn meine chronischen Harnwegsinfekt gemacht habe:
                ich hab angefangen meinen Darm aufzubauen: mit Symbioflor, Joghurt, Actimel und Schwarzkümmelöl
                Gegen die Bakterien habe ich das UroVaxom, Methionin und den Cranberry-Saft genommen. Dazu noch Vitamin c+Zink
                Außerdem habe ich eine alte chinesische Heilmethode ausprobiert, die zwar zeitaufwendig, aber sehr wirkungsvoll war: Hühnersuppe von einem frischen Suppenhuhn mit Gemüse. Ich war körperlich total am Ende und das hat wirklich geholfen. Das Eisenblut von Floradix bringt ebenfalls sehr viel. Ich kann dich beruhigen, außer dem UroVaxom sind die Sachen nicht teuer.
                Sicher dauert es einige Zeit bis es anschlägt, ich habs jedoch damit 100% in Griff bekommen und fühle mich sehr viel besser.

                In Mannheim wurde ich 2 Jahre lang betreut und die Ärzte /Schwestern sind sehr kompetent und nett, außerdem ist das Gebäude relativ neu, d.h. du bekommst ein schönes 2 Bettzimmer mit Bad, das Essen ist auch ok.
                Gruß
                Danie

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                • RE: Latissimus-dorsi_plastik 3


                  nene, das Implantat gibts schon ein paar Jahre und ist seither stark verkleinert und verbessert worden. Allerdings muß deine Blase selbst Druck aufbauen können, wenn auch nur minimal, das werden sie in Mannheim als erstes untersuchen und die Blasendruckmessung ist nicht schlimm. Sollte das leider, wie bei mir, nicht der Fall sein, dann wärst du ein Fall für meine besagte Latissimus-Dorsi-Plastik. Ich nehme aber an, daß dir die Ärzte in Mannheim diese OP vorschlagen werden oder du sprichst sie selbst darauf an.
                  Gruß
                  danie

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                  • RE: Latissimus-dorsi_plastik 3


                    Die Urodynamik hatte ich schonmal - eigentlich bei einem absoluten Spezialistz, aber er hat den Carbacholtest vergessen....damit ist nicht klar, ob eigenaktivität vorhanden ist oder nicht. Ich kann zwar eine geringe Menge selbst entleeren, aber das kann laut dem hiesigen Chefarzt auch schlicht Bauchpresse sein.
                    Ich fand die Urodynamik Horror - hatte einen akuten Infekt und dementsprechend hat das ganze schon ziemlich weh getan.

                    Über den Chef in Mannheim habe ich schon viel Gutes gehört (ein Freund von mir ist Assistenzarzt in der Urologie). Mein Urologe steht irgendwie eher darauf mich nach Murnau oder Tübingen zu schicken. NÄchsten Montag geh ich hier in s Krankenhaus. Ohhhje.
                    Ich versuche jetzt Blasenspülungen, denen ein Antibiotikum zugesetzt wurde und zusätzlich noch Nitrofurantoin.
                    L-Methionin, Zink, Vitamin C, Cranberry und alle möglichen Antibiotika (inkl. mehrerer IV-Antibiosen mit Gentamycin - ja sehr gesund :-( ) habe ich durch.

                    Zumindest arbeite ich wieder und genieße es.

                    Ach, ich miente nicht das das Implantat neu sei, sondern diese Nervenumleitung.

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