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Blasenspiegelung

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  • Blasenspiegelung

    Ich habe im Urlaub eine Blasenentzündung verschleppt und am Ende eine Nierenbeckenentzündung mit sehr heftigen Rückenschmerzen als Begleiterscheinung gehabt. 10 Tage Krankenhaus (Infusionen mit Tramal und Buscopan und Ampicillin) waren angesagt und nun soll 14 Tage später eine Blasenspiegelung erfolgen. Ich kann mich jedoch nicht damit anfreunden.
    Nach meinen Informationen soll man vor einer Blasenspiegelung nüchtern bleiben, dies wurde mir nicht gesagt.
    Leider habe ich das Gefühl, dass ich als Privatpatientin ein wenig das Buged des Chefarztes aufbessern soll.
    Ist es wirklich üblich, nach einer Nierenbeckenentzündung diese Maßnahme zu ergreifen?

    Wäre sehr nett, wenn sich Dr.Dill & Dr.Hollberg auch dazu äußern würden, ich bin stark verunsichert und tendiere schon fast dazu, den Termin am 9.9. zu kippen.

    Lydia


  • RE: Blasenspiegelung


    Vor Blasenspiegelungen muß man nicht nüchtern sein. Mein Urologe macht die immer ganz spontan ohne Vorwarnung, sodass man sich vorher auch nicht verrückt machen kann. Im Krankenhaus wurde sie bei mir auch unmittelbar nach dem Mittagessen gemacht.
    Es ist nämlcih gar nicht schlimm. Wenn man sich entspannt, ist es harmloser als eine gynäkologische Untersuchung. Allerdings würde ich drauf achten, das der Arzt Gleitmittel verwendet - es gibt Idioten, die meinen, bei Frauen sei das nicht nötig.
    IM Krankenhaus hattest Du doch sicher bei der Entzündung der Niere auch nen Dauerkatheter, oder? Die Blasenspiegelung ist nicht schlimmer, als wenn ein Katheter gelegt wird.
    Ich habe ständig Blasenentzündungen und Blut etc. im urin. Daher steht bei mir regelmäßig die Spiegelung an. Es dauert nicht länger als drei Minuten... .

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    • RE: Blasenspiegelung


      Ich habe keine Angst vor der Blasenspiegelung an sich, es geht mir eigentlich mehr ums Prinzip: Ich habe nicht ständig Blasenentzündungen, habe noch nie etwas an den Nieren gehabt, habe diese Geschichte eindeutig verschleppt. Vor der Entlassung aus dem KH ist eine Sonographie der Blase bezgl. Restharn und eine Harndruckmessung durchgeführt worden, die beide gute Resultate gezeigt haben.
      Eine Blasenspiegelung birgt doch m.E. immer auch das Risiko einer erneuten Entzündung und die würde ich mir gerne ersparen.
      Im Übrigen habe ich mir sagen lassen, dass man auch eine leichte Narkose bei Blasenspiegelungen (bei jungen Männern) geben kann, und daraus resultiert, dass man möglichst nüchtern ist.
      Danke für Deine beruhigenden Worte, mich treibt eher das Mißtrauen als die Angst

      Lg Lydia

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      • RE: Blasenspiegelung


        Dann finde ich die Blasendruckmessung bei einer einmaligen Geschichte aber übertriebener! Wurde sie als Video-UD gemacht, um einen Reflux in die Nieren auszuschließen, das fände ich nämlich noch nötig, wenn die Nieren mitbetroffen waren. Alternativ kann man das auch in einer Röntgenuntersuchung feststellen, bei der die Blase mit kontrastmittelhaltigem Wasser gefüllt wird.
        Bei mir wurde im Krankenhaus auch nach einer starken entzündung eine Blasenspiegelung gemacht, um zu schauen, ob die Entzündung unter der Behandlung weggegangen ist.
        Du kannst natürlich auch abwarten, ob eine neue Entzündung der Blase kommt. Dann würde ich die Spiegelung auf jeden Fall machen lassen.
        Eine Narkose für eine Spiegelung finde ich absolut übertrieben, es sei denn, es ist ein kleines Kind. Für die Spiegelung bei Männern gibt es mittlerweile auch flexible Geräte und laut meinem Freund ist es damit auch nicht schlimmer, als das Legen eines Katheters.

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        • RE: Blasenspiegelung


          Zur Abklärung einer Blasenentzündung ist eine Spiegelung sicherlich nicht erforderlich. Sie sollte aber durchgeführt werden bei sich häufig wiederholenden Entzündungen. Die Indikationsstellung ist Sache des behandelnden Arztes. Die Blasenspiegelung bei der Frau ist völlig harmlos. Eine Narkose ist übertrieben und birgt mehr Risiken als die eigentliche Spiegelung. Eine örtliche Betäubung mit einem Gleitgel ist zu empfehlen.
          Wenn Sie so voller Skepsis bzgl. der Indikation sind, sollten Sie Ihren Urologen vor der Spiegelung ansprechen um die offenen Fragen zu klären.
          Viele Grüße
          Dr. Hollberg

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