• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Restharn / Reizblase

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Restharn / Reizblase

    Guten Tag
    Mein Gynäkologe hat bei der Routineuntersuchung Restharn festgestellt (2cl). Innerhalb von 8 Wochen hat er noch zwei Ultraschalluntersuchungen gemacht, bei denen Restharn in der Blase angezeigt wurde. Daraufhin hat er mich zu einer Urometrie geschickt. Bei der Untersuchung ist rausgekommen, dass ich eine Reizblase habe, aber keinen Harnverlust. Meine Blase fasst 520 ml und bei der Entleerung gehen rund 200 - 300 ml Urin ab.Nun hat mir der Arzt Detrusitol 4mg (Tolterodin) verschrieben. Meine Frage, warum ich dieses Medikament nehmen soll, nachdem meine Blase nicht bei geringer Füllung reagiert, sondern erst, wenn sie voll ist, hat er ignoriert. Ich weiss nicht, warum sich meine Blase nicht ganz entleert. Kann mir jemand eine Antwort geben ? Und ist es sinnvoll dieses Medi zu nehmen ? Ist Restharn gefährlich ? Habe eigentlich keine Beschwerden, ausser dass ich oft zur Toilette muss (stört mich nicht) und ich dieses Jahr eine Blasenentzündung hatte.
    Herzlichen Dank für den Feedback.
    Fran


  • RE: Restharn / Reizblase


    Es kann viele verschiedene Ursachen geben, weshalb die Blase sich nicht richtig entleert. Wenn jemand zum Beispiel beim Wasserlassen stark presst, wird die Restharnbildung provoziert. Andererseits können auch neurologische Ursachen dahinterstecken.
    Wie kommt er auf die Diagnose Reizblase? Welche Beschwerden hast Du? Das verstehe ich bei Deiner Beschreibung nicht.
    Wann sollst Du Detrusitol nehmen? Normalerweise nimmt man das dauerhaft. Es wirkt entspannend auf den Blasenmuskel, wodurch das Fassungsvermögen (was bei Dir mit über 500 ml aber eigentlich hoch ist bzw. in Ordnung ist) erhöht wird. Wenn man entspannt dadurch Wasser lassen kann, kann der Restharn minimiert werden. Allerdings besteht das Risiko, das der Restharn durch Anticholinergika erhöht wird, da die Kontraktibilität geschwächt wird. Ich habe sehr viel Restharn (1,5 Liter) und mir hat man anfangs ein Mi´ttel verschrieben, das den Blasentonus erhöht (Myocholine Glenwood und noch etwas widerliches, hatte massive Nebenwirkungen) - das Gegenteil von dem Dir verordneten Medikament.
    Restharn ist nicht gesund, da Bakterien sich leichter vermehren können und es so leicht zu rezidivierenden Infekten kommen kann. Weiter entstehen leichter Blasensteine.
    Über 200 ml Restharn ist viel. Bei meinem Urologen hättest Du Katheter verschrieben bekommen mit der Aufforderung wenigstens einmal täglich zu katheterisieren.
    Die beste Untersuchung zu Abklärung der Blasenfunktion ist die Video-Urodynamik.
    Ich verstehe nicht, wie man bei Dir zu der Diagnose gekommen ist.

    Kommentar


    • RE: Restharn / Reizblase


      Hallo Danyca
      Herzlichen Dank für Deine Infos - ist mehr, als ich vom Arzt erfahren habe...
      Vielleicht habe ich das Wort verwechselt und er hat eine Urodynamik gemacht.... er hat die Blase mit Wasser gefüllt, und am Monitor wurde angezeigt, wann die Blase den "ersten Wunsch" zur Entleerung signalisiert. Das war irgendwie bei 250 ml. Ich hatte aber erst bei 400 ml wirklich den Drang, die Blase zu entleeren. Ich habe eigentlich keine Symptome resp. erst, seit meine Blase zum Thema gemacht wurde. Ich muss tatsächlich 8 - 12 pro Tag Wasser lassen, manchmal muss ich sehr rasch eine Toilette aufsuchen und mir ist aufgefallen, dass ich gegen Ende des Wasserlassens tatsächlich presse, um die Blase noch weiter zu entleeren (was aber offensichtlich nicht clever ist, wenn ich Dich richtig verstanden habe).

      Was soll ich denn jetzt tun - die Pillen möchte ich nicht nehmen. Soll ich einen anderen Arzt aufsuchen oder bei meinem nachhaken ?

      Tschüss und Danke
      Fran

      Kommentar


      • RE: Restharn / Reizblase


        ´Ja, das ist eine Urodynamik. Dann kann ich die Diagnose doch nachvollziehen. Vor allem, wenn Du oft auf die TOilette olötzlich rennen mußt, dann hast Du charakteristische Anzeichen.

        Pressen ist sehr ungesund! Außerdem kann man, wenn man preßt den Urin-Rückfluß in die Nieren, falls vorhanden, verstärken.

        Detrusitol ist ein absolut geeignetes Medikament. Falls Du es gut verträgst, ist es in Ordnung. Besser verträglich (wirkt sehr selektiv), ist Emselex.
        Viel Erfolg, das so Dein Restharn reduziert wird. Das mit den häufigen Toilettengängen sollte sich legen.

        Eines verstehe ich allerdings nicht. Du sollst die Tabletten nur manchmal nehmen, oder habe ich das falsch verstanden. Eigentlich wirken die nur richtig, wenn man sie regelmäßig nimmt und die volle Wirkung tritt auch erst mit der Zeit ein.

        Man kann übrigens auch Restharn mit dem Ultraschall kontrollieren. Das wäre gar nicht so unverständlich gewesen. Aber nur damit kommt man eigentlich es nicht auf die Diagnose Reizblase, wenn Du meinst keine Beschwerdne zu haben.

        Kommentar



        • RE: Restharn / Reizblase


          Hallo fran,

          das Problem bei Deinem Problem ( was für eine tolle Satzstellung, hi,hi ) ist, dass es bei einer Reizblase keinen ursächlichen Grund gibt.

          Eine Reizblase ist lediglich ein Beschwerdebild und kennt keine Altersunterschiede.
          Oft lässt sich kein eindeutiger Grund für die Beschwerden finden.

          Die Betroffenen klagen über einen sehr starken Harndrang und müssen sehr oft Wasser lassen. Dabei sind die Urinmengen jedoch gering. Kann das Dranggefühl nicht mehr unterdrückt werden, kommt es zu einem unwillkürlichen Urinverlust.
          Diese Form der Inkontinenz (die verloren gegangene Fähigkeit, den Urin zu halten) nennt man Drang-Inkontinenz oder auch Urge-Inkontinenz.

          Grundsätzlich hat aber auch jeder Betroffene, welcher unter einer Blasenentzündung leidet, eine Reizblase.
          Ich nehme an, Deine Blasenentzündung ist noch nicht richtig ausgeheilt, daher auch der häufige Pinkeldrang.
          Daher sollte hier schnellstens eine nochmalige urologische Untersuchung stattfinden.
          Eine Ultraschall oder besser eine Spiegelung werden hier sicherlich hilfreich sein.

          Besser jetzt als später, denn eine Blasenentzündung kann chronisch werden und zu einer dauerhaften Inkontinenz führen.

          Hinsichtlich des Restharnes solltest Du einmal versuchen, beim Urinieren eine andere Position einzunehmen. Lach nicht, es ist wirklich auch von der Pinkelposition abhängig.
          Die Lage der Blase verändert sich und plötzlich kannst Du mehr rauslassen als im Sitzen oder Stehen....

          Ich z.B. habe - nach einer Blasenkrebsoperation - eine Illeum-Neoblase ( eine neue Blase aus einem Darmstück ). Selbst wenn ich mich vor dem abendlichen Bad soweit wie möglich ( im Sitzen auf der Toilette ) geleert habe ( und ich bin inkontinent, d.h., ich kann meinen Harn nicht halten ), kann ich in der Wanne, so halb sitzend und halb liegend, noch eine gehörige Menge Harn ablassen, meistens so zwischen 600 ml und 1.000 ml.
          Dies wiederum deutet auf eine starke Hyperkontinenz hin, obwohl ich ja inko bin und des Nachts Urinalkondome verwenden muss. Da beisst sich die Katze in den Schwanz...
          Natürlich ist dies wohl mehr auf meine neue, dünnere und schlaffere Blase zurückzuführen, da diese jetzt ja viel mehr Raum zur Verfügung hat, sich anders zu legen als eine normale Blase.
          Aber bei 200 ml Restharn ist die Sache nicht ganz so tragisch. Diese wirst Du kaum durch die Harnleiter zurück in die Nieren drücken können, da die Harnleiter an den Einmündungen in die Blase ein "Rückschlagventil" haben, welche gerade dies verhindern sollen.
          Bei mir sind diese Ventilklappen nicht mehr vorhanden, daher ist bei mir der Restharn ungleich gefährlicher.
          Also lass Dich nicht verrückt machen.
          Vertrau Deinem Urologen oder konsultiere, falls es Dir mehr Sicherheit gibt, noch einen zweiten Facharzt.
          Und frag den Urologen, ob er eine ALA - Untersuchung macht.
          Urologen, die bei einer Untersuchung auf eine ALA (Farbstoff auf Amino-Basis) setzen, sehen in der Regel bis zu 30 Prozent mehr in der Blase als andere Urologen, die mit der herkömmlichen Kameraführung etwas entdecken wollen.
          Nach Prof. Dr. Dr. Hofstetter (ehemaliger Leiter Urologie im Klinikum Großhadern in München) ist es wissenschaftlich erwiesen, dass eine Einfärbung mit Aminolävulin bei einer Untersuchung der Blase einen signifikanten Vorteil bildet.

          Schönen Sonntag noch wünscht
          Flabes

          fran :
          -------------------------------
          Guten Tag
          Mein Gynäkologe hat bei der Routineuntersuchung Restharn festgestellt (2cl). Innerhalb von 8 Wochen hat er noch zwei Ultraschalluntersuchungen gemacht, bei denen Restharn in der Blase angezeigt wurde. Daraufhin hat er mich zu einer Urometrie geschickt. Bei der Untersuchung ist rausgekommen, dass ich eine Reizblase habe, aber keinen Harnverlust. Meine Blase fasst 520 ml und bei der Entleerung gehen rund 200 - 300 ml Urin ab.Nun hat mir der Arzt Detrusitol 4mg (Tolterodin) verschrieben. Meine Frage, warum ich dieses Medikament nehmen soll, nachdem meine Blase nicht bei geringer Füllung reagiert, sondern erst, wenn sie voll ist, hat er ignoriert. Ich weiss nicht, warum sich meine Blase nicht ganz entleert. Kann mir jemand eine Antwort geben ? Und ist es sinnvoll dieses Medi zu nehmen ? Ist Restharn gefährlich ? Habe eigentlich keine Beschwerden, ausser dass ich oft zur Toilette muss (stört mich nicht) und ich dieses Jahr eine Blasenentzündung hatte.
          Herzlichen Dank für de....

          Kommentar


          • RE: Restharn / Reizblase


            Nach den mitgeteilten Messwerten haben Sie eine völlig normal Blasenfunktion im Sinne der Blasenfüllung - also keine Reizblase, bei der typischerweise geringe Blasenvolumina toleriert werden - meist 100-250ml - gefolgt von einem zwanghaften Harndrang. Dies liegt offenbar bei Ihnen nicht vor. Im Gegenteil. Sie haben eine völlig normale Blasenkapazität. Die Blasenentleerung ist bei Ihnen gestört, daher die Restharnbildung. Dies kann an einer Abflußbehinderung (z.B. enge Harnröhre) oder an einer schwachen Blasenmuskulatur liegen. Ein Urologe sollte, ggf. in Zusammenarbeit mit einem Neurologen, eine Erklärung finden und entsprechende Therapievorschläge machen können. Detrusitol ist ein Medikament, das die Blasenmuskulatur dämpft und damit schwächt und ist bei einer Störung der Blasenentleerung mit z.B. Restharnbildung kontraindiziert, d.h. es sollte nicht eingesetzt werden!
            Viele Grüße
            Dr. Hollberg

            Kommentar


            • RE: Restharn / Reizblase


              @eckhard11
              Entschuldige, das ich Dir jetzt etwas wiedersprechen muß ;-);
              Ich will mal behaupten, das ein Urologe eine nicht ausgeheilte Blasenentzündung erkannt hätte! Vor allem beschreibt sie, das sie KEINE Beschwerden hat, den häufigen Harndrang also gar nicht als Symptom angegeben hat, weil sie es nicht als krankhaft empfunden hat. Ohne Beschwerden gibt es auch keine Blasenentzündung, max. eine Besiedlung der Blase. Normalerweise untersuchen sie automatisch den Urin (gerade wenn eine Urodynamik gemacht wurde und dann eh ein Katheter eingeführt wird - dabei wird auch simultan der Restharn per Katheter gemessen, das heißt optische Probleme wie beim Ultraschall, gibt es nciht).

              In der Urodynamik wurde frühzeitig, also bei gringer Blasenfüllung eine Aktivität, Verkrampfung der Blasenmuskulatur gezeigt, was eigentlich ein gutes Argument dafür ist, das die Blase überaktiv ist. Das eigentliche Problem ist der Restharn!
              Wenn ein Reflux vorliegt, kann man auch bei 200ml Urin zurück in die Nieren pressen, da eben dann der SChließMuskel der Harnleiter nicht funktioniert. Ob ein Reflux da ist, kann aber nur eine MCU zeigen (Miktionscystourogramm, Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel), oder eine Video-Urodynamik, da dort simultan zur Füllung der Blase auch Röntgenbilder gemacht werden.
              Dauerhaft Urin in der Blase zu Sammeln ist ungesund, weil das ein Grund für rezidivierende Infekte sein kann, bzw. Steinbildung. Dauerhaft Bakterien in der Blase führen nicht unbedingt dort immer zu Entzündungen (Besiedelung), können aber auch mit der Zeit in die Nieren aufsteigen und das ist alles andere als harmlos.
              Meinem Urologen wären 200ml deutlich zuviel. Faustregel sind glaube ich 10% der Blasenkapazität ist normal, aber auf jeden Fall unter 50ml. Wenn der Restharn bei 200ml bleibt, würde mein Urologe zum Selbstkatheterisieren plädieren (zumindest einmal am Tag).
              Mit einem Ultraschall kann man übrigens keinen Infekt feststellen. Den sieht man in der Spiegelung und am besten und zuverlässigsten, indem man eine Kultur anlegt.

              Übrigens gibt es auch Blasenentzündungen ohne Reizblase (mich als Beispiel: neurogene Blase, Muskel kontrahiert überhaupt nicht, also auch keine Reizblase, vor Entzündungen schützt mich das leider nicht), ohne andere Beschwerden leider nicht. Zugegeben, das ist wohl eine Ausnahme.


              @fran
              Übrigens habe ich einen Interessanten link gefunden. Dort meinen sie, ein Östrogenmangel könnte eine Ursache sein:

              http://www.vitanet.de/gesundheitsrat...rkennen/alter/

              Das Detrusitol ist schon ok. Hoffentlich reduziert sich auch der Restharn. Du solltest vor allem versuchen entspannt Wasser zu lassen und auch entspannt zu sitzen (eine einfache Ursache für Restharn; andere Ursachen sind neurologische Probleme, also wenn der Muskel zu schwach ist um sich komplett zusammenzuziehen oder Abflußhindernisse). Woher der kommt, sollte ansonsten untersucht werden. Allem voran eine simple Blasenspiegelung
              Es gibt übrigens auch Gynäkologen, die sich auf Urologie spezialisiert haben. Ein solcher Gynäkologe ist in Alzey. ER macht auch eine Urodynamik, wobei er zusätzlich den Druck in der Harnröhre mißt, da dortige Probleme auch zu einer Restharnbildung bzw. Blasenfunktionsstörung führen können. Mein Gynäkologe will mich da unbedingt hinbekommen...
              Im Prinzip ist das alles nichts dramatisches, wenn es behandelt wird. Naja, aber unangenehm sind wohl alle urologischen Untersuchungen und Krankheiten.

              Kommentar



              • RE: Restharn / Reizblase


                Sorry, hab gerade den Beitrag des Arztes gelesen - dann ist wohl Detrusitol doch nicht so dolle.
                Na denn sollte man wohl die Ursache des Restharns finden.

                Kommentar


                • RE: Restharn / Reizblase


                  Hallo fran,

                  ich habe -wie danyca- eine neurogene Blasenstörung, sprich schlaffe Blasenlähmung und muß auch noch katheterisieren. Bei mir hat sich die Störung im Rückenmark in der Anfangszeit ähnlich gezeigt: ich mußte immer mehr pressen, um die Blase zu entleeren und hatte große Restharnmengen, die zu Infekten geführt haben. In der Urologie Mannheim, wo ich jahrelang in Behandlung war, gelten 200 ml als deutlich zu viel, du solltest dich an den Gedanken mit den Kathetern gewöhnen. Das Risiko, das von Infekten ausgeht wird häufig unterschätzt. Mein damaliger Urologe hat mich mit Destrusitol und anderen Präparaten behandelt, was sich im Krankenhaus als völlig falsch rausgestellt hat. Hast du dich schon mal in der neuro-urologischen Sprechstunde vorgestellt? Denn wenn du die Füllung der Blase nicht fühlst, stimmt ja irgendwas mit der Nervenleitung nicht. Vieleicht solltest du einen Neurologen konsultieren.
                  Gruß
                  Daniela

                  Kommentar


                  • RE: Restharn / Reizblase


                    Also ich bekam wegen der Blasenlähmung widerliches (sorry, aber mir ging es mit dem Zeug echt nicht gut) Ubretid und Myocholine Glenwood. Die sol´len den Tonus erhöhen und so eine Entleerung ermöglichen. Bei mir persönlich hat es nicht funktioniert, aber ich hatte mächtige Nebenwirkungen (mir war über Wochen dermaßen übel und schwindelig, brrrrrrrrrrrrr). Irgendwann habe ich mich geweigert das Zeug weiter zu nehmen, da sich am Katheterisieren eh nichts geändert hat. Aber eine gewisse Weile muß man es wohl nehmen, da es wohl eine Zeit dauern kann, bis eine Wirkung eintritt.

                    Also, falls man dir sowas verschreibt, ganz vorsichtig die dosis erhöhen (langsam einschleichen)! Die Nebenwirkungen können echt unangenehm sein.

                    Kommentar



                    • RE: Restharn / Reizblase


                      Ich habe z.B. eine Reizblase und keine Blasenentzündung.
                      Und ich finde es sehr unangenehm, laufend zur Toilette zu rennen oder nur an die Toilette zu denken. Meine Gedanken kreisten ja nur noch darum bis ich ein Physiotherapie mitmachte von 3 Monaten. Auch ich habe Restharn in der Blase aber weiß jetzt damit umzugehen.

                      Kommentar


                      • RE: Restharn / Reizblase


                        Hallo Herbstblume
                        Was heisst, Du hast eine Physiotherapie gemacht ? Was hast Du genau unternommen und wie hilft Dir das ? Weisst Du, woher Dein Restharn kommt und was tust Du dagegen.
                        Wäre froh um ein paar Antworten.
                        Danke und tschüss
                        Fran

                        Kommentar


                        • Blasenentzündungen


                          Seit 6 Jahren habe ich das primäre Sjögren-Syndrom, aber schon viel länger immer wieder Blasenentzündungen, mal mit, mal ohne Beschwerden. Dieses Jahr allerdingst war ich höchstens mal 14 Tage Beschwerdefrei, sonst habe ich meistens Leukos im Urin, trotz einer Trinkmenge von ca 3-4 Liter, verschiedene Tees,
                          Was kann ich noch nehmen, außer Antibiotika (hält nicht lange an) und das ganze muß doch eine Ursache haben. Wie komme ich an die dran und hat jemand Erfahrung mit der traditionellen chinesischen Medizin?

                          Wie wirkt das Medikament Pentosanpolysulfat und hilft Kolloidale Silberlösung?
                          Danke

                          Dr. Dill&Dr. Hollberg :
                          -------------------------------
                          Nach den mitgeteilten Messwerten haben Sie eine völlig normal Blasenfunktion im Sinne der Blasenfüllung - also keine Reizblase, bei der typischerweise geringe Blasenvolumina toleriert werden - meist 100-250ml - gefolgt von einem zwanghaften Harndrang. Dies liegt offenbar bei Ihnen nicht vor. Im Gegenteil. Sie haben eine völlig normale Blasenkapazität. Die Blasenentleerung ist bei Ihnen gestört, daher die Restharnbildung. Dies kann an einer Abflußbehinderung (z.B. enge Harnröhre) oder an einer schwachen Blasenmuskulatur liegen. Ein Urologe sollte, ggf. in Zusammenarbeit mit einem Neurologen, eine Erklärung finden und entsprechende Therapievorschläge machen können. Detrusitol ist ein Medikament, das die Blasenmuskulatur dämpft und damit schwächt und ist bei einer Störung der Blasenentleerung mit z.B. Restharnbildung kontraindiziert, d.h. es sollte nicht eingesetzt werden!
                          Viele Grüße
                          Dr. Hollberg

                          Kommentar


                          • RE: Restharn / Reizblase


                            Hallo @fran,
                            ich habe leider erst heute auf die Seite gesehen und konnte Deine Frage nicht früher beantworten.
                            Meine vorhergehenden Schreiber haben schon etliche Fragen beantwortet. Vor allem Dr. Dill&Dr. Hollberg. Wenn es eine Reizblase ist, dann muss das mit einem Neurologen oder wie in meinem Fall in der Physiotherapie therapiert werden. Östrogenmangel kann es auch sein, war es aber ebenfalls in meinem Fall nicht, da ich Östrogene nehme. Mein Frauenarzt überwies mich zum Beckenbodenzentrum. Das ist ganz neu in Berlin eingerichtet worden für Inkontinent. Der Urologe/Frauenarzt hat mich ganz genau untersucht und mein Beckenboden getestet. Dabei merkte er, dass ich Restharn habe. Wenn man immer Restharn hat, dann meldet die Blase ans Gehirn: Hallo, ich muss mal! Somit musste ich immer und meine Gedanken kreisten nur um die Toilette und ich musste nach 5 Minuten aus dem Haus schon wieder ganz nötig. Und somit ist die Blase immer im Stress.
                            Der Arzt hat mir ein "Kentera-Pflaster" verschrieben zur Beruhigung der Blase. Wirkt super! Weiterhin musste ich ein viertel Jahr zum Beckenbodentraining. Und mit Hilfe von 2 verschiedenen Therapiegeräten für zu Hause, habe ich es geschafft.
                            Aber das Beckenbodentraining muss man trotzdem immerzu machen. Einer Operation von diesem Band an der Blase bin ich somit erstmal aus dem Weg gegangen.
                            Vielleicht habe ich es um ein paar Jahre hinauszögern können, währe prima. Leider ist dieses Thema in der Bevölkerung Thabu und man kann es eigentlich niemanden erzählen. Aber die Dunkelziffer soll enorm sein.

                            Kommentar