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Blasenentzündung ohne Bakterien

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  • Blasenentzündung ohne Bakterien

    Mein Leidensweg ist wie bei den meisten Betroffenen hier ziemlich lang, demnach versuche ich meinen nun schon seit 2 Jahren persistierenden
    Krankheitsverlauf kurz zu umreißen:

    -Januar 2016 hatte ich das erste mal mit meinem Freund GV. Das gesamte Jahr über hatte ich 20 Blasenentzündungen, welche inmer mit Antibiotikum behandelt wurden.

    -Anfang Januar 2017 kam mein Hausarzt auf die glorreiche Idee, dass ich bei einem Urologen wohl besser aufgehoben sei.
    Zu diesem Zeitpunkt überprüfte ich bereits fast täglich meinen Urin mithilfe der Teststreifen, es waren auch in Phasen keiner akuten Infektion dennoch immer Erythrozyten vorhanden. Dies teilte ich meinem Urologen mit, welcher mich jedoch mit folgender Aussage vertröstete: Die Teststreifen würden des Öfteren Kreuzreaktionen mit bspw. Vitamin C eingehen, demnach beruhe meine Behauptung höchstwahrscheinlich auf einen falsch positiven Test. Des weiteren könne ich mir ja nicht vorstellen, wie viele junge Paare täglich bei ihm mit gleichem Problem säßen, ich sollte mir keine Sorgen machen, viele Frauen reagieren so auf GV.

    -Ich bettelte nahezu um eine Blasenspiegelung, woraufhin mir der Urologe nach erfolgter Blasenspiegelung gestand, dass sich meine Behauptung mit den Erys im Urin verifiziert habe und nicht nur die Lamina basalis, sondern auch die tiefliegenden Muskelschichten extrem entzündet seien. Es folgte eine dreimonatige Therapie mit Nitrofurantoin und anschließender Strovac Impfung.
    Zudem wurden meinem Freund diverse Abstriche aus der Harnröhre/ Prostata entnommen.

    -nach einer knapp dreimonatigen Ruhephase und der stetigen Hoffnung dem Schrecken ein Ende genommen zu haben, wieder rezidivierende Harnwegsinfekte, welche immer nach dem GV auftraten. Vorstellung beim Urologen, jedes Mal wurde eine Urinkultur angelegt, die Mikrobiologie war negativ, Erythrozyten und Leukozyten jedoch stark erhöht. Fazit: eine bakterielle Infektion lag nicht vor, da die Entzündung aber akut war, wurde mir jedes mal Cotrim verschrieben, die Beschwerden verschwanden jedes Mal.

    Nun habe ich folgende Fragen:

    -wie kann es sein, dass kein bakterieller Infekt vorliegt, das Antibiotikum jedoch anschlägt?

    -liegt womöglich eine Chlamydieninfektion vor, welche immer nach dem GV eine Blasenentzündung hervorruft? Kann es sein, dass die mir verabreichten Antibiotika Cotrim, Ciprofloxacin, Nitrofurantoin die akute Entzündung bekämpfen, die vermeintlich in der Blase/Harnröhren sitzenden Chlamydien jedoch nicht? Oder würden sich die Beschwerden der durch Chlamydien ausgelösten Harnwegsinfekte bei Gabe der oben genannten Antibiotika nicht bessern? (Normalerweise erfolgt ja die Behandlung der Chlamydien mit Doxycyclin oder Erythromyzin)

    -Der Laborbefund meines Freundes war negativ, unter anderem wurde er auf Chlamydien getestet. Kann es jedoch sein, dass er nur 'Wirt' der Erkrankung ist und ich mich angesteckt habe und daher meine Harnwegsinfekte rühren? (Natürlich kam mein Urologe vorher nicht auf die Idee, mich darauf zu testen...)

    -ich warte nun auf das Ergebnis der letzten Urinprobe, es wurde auf Chlamydien getestet. Kann es sein, dass der Urin negativ ist, jedoch Chlamydien in der Harnröhre sitzen und diese nur mittels eines Harnröhrenabsriches nachgewiesen werden können? Oder ist der Urintest ausreichend?

    Vielen Dank für eure Antworten im Voraus!