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Rezidivierende Verdauungsprobleme

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  • Rezidivierende Verdauungsprobleme

    Sehr geehrte Frau Dr. med. Elisabeth Schönenberg,

    erst einmal vielen Dank für Ihre Mühen, sich den Fragen in diesem Forum zu stellen. Ich (weiblich, 18) habe seit nun einem Jahr mit anhaltenden Verdauungsbeschwerden zu kämpfen, die mal abschwächen und mal stärker sind. Meine Hausärztin hat inzwischen aufgegeben, beim Facharzt habe ich einen Termin in drei Monaten.

    Zu meiner Symptomatik:

    Grundsätzlich habe ich Wechselstühle - Auf mehrere Wochen Verstopfungen folgen meist einige Tage Durchfall. Dazu kommen ein unangenehmes Druckgefühl im Unterbauch, das nahezu täglich direkt nach dem Aufstehen und abends auftritt, alternativ mit Blähungen. An sehr schlechten Tagen bekomme ich außerdem kaum Essen herunter, weil mir nach geringen Mengen schlecht wird.

    Besonders beunruhigend sind für mich die Höhepunkte. Dabei bekomme ich plötzlich Schmerzen, die sich krampfartig alle paar Minuten durch den gesamten Bauch ziehen. Mir wird übel, manchmal erbreche ich mich infolgedessen. In allen Fällen ist mir bisher schwindelig geworden und dreimal bin ich sogar ohnmächtig geworden. Sobald die Krämpfe zu Stuhlgang geführt haben, meist ein bis zwei Stunden nach dem ersten Krampf, ist der Albtraum schlagartig vorbei. Solche Anfälle endeten immer mit Durchfall.

    Aufgetreten ist das im Lauf des vergangenen Jahres sechsmal. Mal liegen Monate dazwischen, mal nicht einmal zwei Wochen. Viermal abends, einmal mittags, einmal morgens. Die einzige Gemeinsamkeit war, dass ich in der Stunde davor etwas gegessen hatte - Jedoch waren es stets Mahlzeiten, auf die ich weder davor noch danach so reagiert habe (bei der morgendlichen Attacke praktisch nur zwei Scheiben Toast).

    Die bisherigen Ergebnisse:

    Meine Blutwerte sind ständig unauffällig, inklusive der Marker für eine Zöliakie und Glutenunverträglichkeit. Meine vor 10 Jahren diagnostizierte Laktoseintoleranz konnte ebenfalls als Ursache ausgeschlossen werden, nachdem ich monatelang komplett auf Milchprodukte verzichtet habe.

    Bei der Stuhlprobe war allerdings mein Calprotectin-Wert erhöht (450). Die anschließende Darmspiegelung brachte in unregelmäßigen Abständen leicht entzündete Darmabschnitte zutage. Tests auf CED fielen negativ aus. Daraufhin ging es zum MRT des Abdomens, wobei erneut nichts gefunden wurde. Ein gynäkologisches Problem wurde nach einer Untersuchung beim Frauenarzt von der Liste gestrichen.

    Wegen des Verdachts eines Reizdarms (eine der ersten Vermutungen zu Beginn des Jahres) habe ich wochenlang Tabletten genommen, die keine Besserung gebracht haben. Inzwischen bin ich so ziemlich im Stadium der Verzweiflung angekommen, weil mir keiner mehr zu helfen weiß. Der Facharztbesuch steht im Dezember an.

    Ferndiagnosen sind natürlich eine sehr unsichere Sache. Aber vielleicht fällt Ihnen ja etwas ein, was ein Arzt noch prüfen könnte. Mittlerweile nehme ich praktisch Hinweis, den ich kriegen kann, mehr als dankbar an.


    Mit freundlichen Grüßen

    SoMaLu


  • Re: Rezidivierende Verdauungsprobleme

    Achten Sie genau auf Ihre Ernährung, meiden Sie alle Fertigprodukte (die Zusatzstoffe sind meist unübersichtlich und in ihrer Wirkung nicht abzuschätzen). Achtung: Toastbrot, Brot vom Billigbäcker, bunte Süssigkeiten u.v.m., alles versteckte Fertigprodukte !!!!
    Gegen die Krämpfe würde ich Krampflöser wie Carminativum etc. empfehlen, evtl. auch Buscopan bei Bedarf. Die Beschreibung, daß sich alle Beschwerden nach dem Toilettengang lösen, spricht stark für funktoinelle, also eher Reizdarmbeschwerden.
    MfG
    Dr. E. S.

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