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Massives Darmknurren, Blähungen, Flatulenuen und Durchschlafstörungen

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  • Massives Darmknurren, Blähungen, Flatulenuen und Durchschlafstörungen

    Guten Tag,

    ich muss leider "ein wenig" ausholen:

    Ende August diesen Jahres begannen von einem Tag auf den anderen sehr laute Darmgeräusche und Flatulenzen, ich fühlte mich aufgebläht. In den folgenden Tagen nahm dieser Zustand zu, 3 Tage später hatte ich Durchfall, der zunächst dünn, dann wässrig, dann wässrig-blutig (hell) war.

    Ich ging zum Internisten, welcher nach der Anamnese und Abtasten ohne Druckschmerz einen Infekt vermutete ("da grade eh wieder was umginge") und verschrieb mir Perenterol Forte und Loperamid. Da ich seit 3 Jahren ein Hämorrhoiden-Leiden habe, welches sich mal besser, mal schlechter darstellt, vermutete er, dass das Blut auf die ständigen Durchfälle und abgehenden Darmwinde und damit die Reizung der Hämorrhoide zurückzuführen sei. Ansonsten fühlte ich mich gut; kein Erbrechen, keine Übelkeit.

    Die Symptome wurden anfangs nicht besser, d.h. ich hatte Durchfall und weiterhin knarrendes Bauchgrummeln sowie Blähungen. Zwischenzeitlich verbesserten sie sich jedoch und das Bauchgrummeln wurde weniger, der Stuhl festigte sich einigermaßen.
    Ein, zwei Tage später ginge es wieder los: Wenn auch mein Stuhlgang nicht mehr flüssig war, so war er jetzt wechselnd fest und weich-schleimig, oft auch mit Blut vermengt bzw. mit Auflagerungen, ich hatte Blähungen und ganz selten minimales Ziehen im Bauchraum.

    Mein Internist verschrieb mir wiederum nach Abtasten und Befragung Tannacomp und Probiotic Pemium 7 mit Verdacht auf Gastroenteritis und ordnete ein Blutbild an. Das kam mit einem erhöhten CRP-Wert von "10+" zurück. Ich fragte nach, ob ich zum Spezialisten gehen sollte, aber man teilte mir mit, ich solle die aktuelle Therapie weiterführen und wieder kommen, wenn es nicht besser würde - insbesondere, da ich ja eh frühestens in ein bis zwei Monaten einen Termin beim Gastroenterologen bekäme.
    Es wurde zunächst besser, kurz darauf aber auch wieder schlechter; mal mit schleimig-dünnem, dann weichem, dann härterem Stuhlgang, dazu Bauchblubbern und -Knarren. Ich fühlte mich weiterhin ansonsten okay, ohne Druckschmerz oder Übelkeit.

    Die Symptome verschlechterten sich wieder. Ich konnte es nicht genau erkennen, aber das Blut schien zwischenzeitlich dem Stuhl eher beigemengt als aufgelagert, das Bauchgrummeln mit Blähungen war jetzt so akut, dass mir das Durchschlafen immer öfter schwer fiel, da ich davon teils um 03:00 Uhr, teils um 5:00 Uhr davon wach wurde und nicht selten aufgrund der "Erschütterungen" durch das Grummeln und durch die Lautstärke nicht wieder einschlafen konnte.

    Ich fragte erneut, ob ich nicht mit einer Überweisung zum Gastroenterologen gehen sollte. Dies könne man mir ausstellen, es wurde aber wieder (m.E. nicht ganz zu Unrecht) argumentiert, dass es dauern würde, bis ich da einen Termin bekäme. Alternativ könne man mir eine Einweisung ins Krankenhaus geben, wenn die Symptome wieder so akut wären. Da die Symptome nun tatsächlich sehr akut waren, auch bzgl. des klar ersichtlichen Blutes auf dem / im(?) Stuhl, stimmte ich zu.
    Die Kurzfassung des dortigen Befunds vom 09.09.2019:
    "CRP 1.8, kein Druckschmerz, keine Resistenzen, kein Peritonismus, Hb normwertig Wir sehen die Beschwerden im Rahmen einer viralen Gastroenteritis, DD bekannter Hämorrhoiden. Ggf Koloskopie anordnen, proktologische Untersuchung evtl. sinnvoll."

    Da am 05.06.2019 bereits im Rahmen der Darmkrebsvorsorge eine Darmspiegelung durchgeführt worden war (Befund: Inspektorisch und digital unauffällig, Sigmaverlauf elongiert, unauffällige Colonschleimhaut, Hämorrhoide II. gradig) schien mein Internist eine erneute Darmspiegelung 3 Monate später als nicht sinnvoll anzusehen.

    Da es wieder besser wurde, hoffte ich, die Sache sei ausgestanden.
    War sie leider nicht; ich hatte oft das Gefühl, wenn ich jetzt "Luft entweichen lasse" mache ich mir in die Hose - was dann auch ein tatsächlich passiert ist, zum Glück aber zuhause: Ich hatte beim Blähen mit durchfallartigem Stuhlgang eine Boxershorts ruiniert..
    Mein Internist verschrieb mir daher Mitte September erneut ein Probiotikum und nun auch Duspatal. Es wurde etwas besser, abgesehen vom ständig wiederkehrenden, mal weniger, mal sehr akutem Bauchgrummeln und Blähungen. Ich fing an, ein Ernährungstagebuch zu führen.

    Der Stuhlgang hatte sich im weiteren Verlauf relativ normalisiert - aber der Drang, aufs Klo zu gehen, schien mich immer öfter plötzlich zu überkommen; Meist innerhalb weniger Minuten wand/winde ich mich und muss zum großen Geschäft. Dieses ist erleichternd, d.h. eine Darmentleerung ist möglich und ich habe nicht das Gefühl, dass diese nicht vollständig ist.

    Der aktuelle Stand ist nun dieser:

    Nach fast eineinhalb Monaten herrscht in meinem Darm weiterhin "Krieg", er hört nicht mehr auf zu Grummeln, Knarren, Brummen. Diese Geräusche treten im gesamten Bauchraum auf, mal im Dick-, dann im Dünn- und auch oft Richtung Mastdarm; dort fühlt es sich oft an, als würde Flüssigkeit(?) irgendwo mit Druck hindurchgepresst. Ich muss sehr sehr oft Blähen, teilweise 100 mal am Tag - dabei muss ich nicht selten vorsichtig sein, weil es nicht bei einem Wind bliebe, wenn ich mich nicht konzentriere - sehr regelmäßig fühlt es sich Richtung After leicht schmerzend an, wenn ich versuche zu blähen, im Zweifel kommt dann übelriechende Flüssigkeit statt einem Wind (?).

    Diese Symptome lassen nur noch beim Schlafengehen nach, wecken mich aber seit einer Woche jeden morgen mehrere Stunden zu früh auf. An Schlaf ist dann nicht mehr zu denken; es rattert und vibriert alle paar Sekunden - mal sind die Geräusche langgestreckt, mal ist ein einzelnes "Blubb" zu hören. Mal habe ich auch ein paar Minuten relative Ruhe.

    Ich hatte während der gesamten Zeit eigentlich keine Schmerzen im Bauchraum; sehr selten mal durchs Aufgeblähtsein. Ich leide nicht an Übelkeit oder Fieber oder soweit ich das beurteilen kann Abgeschlagenheit. Was ich festgestellt habe, ist das ich öfter das Gefühl habe, dass beim Schlucken mein Magen direkt hörbar knurrt (?) und mir das Schlucken etwas schwerer fällt, aber ich würge nichts hoch und habe keine Schluckschmerzen.

    Ich wäre Ihnen für Tipps oder Anregungen, was die Ursachen sein könnten oder wie man Ihrer Ansicht nach weiter verfahren sollte.

    Vielen Dank und mit freundlichem Gruß

    SR


    Zu mir:
    Ich bin 35 Jahre, männlich, 1,93m groß, wog zu Beginn der Symptome 95kg (jetzt 93) und mein Bauchumfang lag bei 110 (jetzt 108cm). Ich bin nicht besonders muskolös, gehe aber regelmäßig Joggen.
    Man beschreibt mich als schlank, jedoch habe ich einen sehr ansehnlichen Bauch. Diesen kaschiere ich meist wegen Eitelkeit durch Kleidung und Luftanhalten.
    Ich leide seit einigen Jahren an wiederkehrendem Sodbrennen, dies ist jedoch selten bemerkbar und ich nehme dagegen keine Medikamente.

  • Re: Massives Darmknurren, Blähungen, Flatulenuen und Durchschlafstörungen

    Die unauffällige Darmspiegelung vor wenigen Monaten ist auch jetzt noch ein beruhigender Befund !
    Infekt können manchmal sehr verzögert ablaufen, deshalb würde ich jetzt zunächst zu einer Diät raten, nur ganz leichte Kost, Zucker möglichst komplett vermeiden , keinerlei Fertigprodukte essen, auch die versteckten Fertigprodukte, z. B. Billigbackwaren beachten.Die verordneten Arzneimittel wie Duspatal sind sinnvoll, kein Loperamid !! Einen Versuch gegen Blähungen können Sie auch mit Carminativum Tropfen machen.
    MfG
    Dr. E. S.

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    • Re: Massives Darmknurren, Blähungen, Flatulenuen und Durchschlafstörungen

      Haben Sie sich schon mal auf eine Magenspiegelung mit
      Gewebeprobe eingelassen ?
      Wäre eine Alternative um zumindest ein Spektrum wie
      Helio Bakter als Reizfaktor auszunehmen
      Für veschiedene Beschwerden auch Verdauungstörungen
      auszunehmen ? Diese können individuell vielfältig sein.

      Andererseits kann auch eine Nahrungsmittelintoleranz
      ein möglicher Auslöser für Komplikationen sein !
      Teils mit od. ohne Zusammenhang ?

      Frage wäre hier:
      Wenn zuvor nicht bestanden, was könnte diese Intoleranz
      verursachen ?
      Gibt es kritische Gesundheitaspekte wie z. B Zähne,
      wurzelbehandelte Zähne etc. ???

      Was auch immer Ihre Beschwerden verursacht, sollten
      Sie einen Internisten für Gatroenterologie aufsuchen,
      eine Magespigelung machen u. je nach Befund auch eine
      Diagnose betreff möglicherweise Nahrungsmittelunverträglichkeit
      machen lassen !
      MfG

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      • Re: Massives Darmknurren, Blähungen, Flatulenuen und Durchschlafstörungen

        Vielen Dank für.

        Eine Unverträglichkeit hielt und halte ich auch für möglich insbesondere aufgrund der schwankenden Symptome. Allerdings hat meine eigene (natürlich laienhafte) Analyse meines Ernährungsplans im Abgleich mit dem Auftreten der Symptome kein eindeutiges Bild ergeben - wenn ich auch weiß, dass solche Symptome tlw. oft erst Stunden später auftreten kann, u.a. je nach Anfälligkeit, Tagesform und Lebensmittelbestandteilen.

        Reizdarm kann ich nicht ausschließen, allerdings sind die Symptome so unspezifisch und unausgeprägt (keine Übelkeit, kein direkter Stuhldrang nach dem Essen, inzwischen selten durchfallartigen Stuhlgang, keine Abgeschlagenheit usw.), dass mich das doch wundern würde. Ich meine über eine Studie gelesen zu haben, dass Magen-Darm-Infekte Reizdarm auslösen können.. habe hier den Link: https://www.gesundheitsstadt-berlin....eufiger-11651/ ; vielleicht könnte es damit zusammen hängen?

        Nein, eine Magenspiegelung wurde in den letzten Jahren nicht durchgeführt. Ich werde mich diesbezüglich an einen Facharzt überweisen lassen.
        Mein Zahnarzt hat vergangenes Jahr einen Zahnkavität mit Amalgam gefüllt, allerdings traten hier bislang keine (merklichen?) Beschwerden auf.

        Danke und Gruß

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