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Mein Meteorismus bringt mich um meine Lebensfreude...

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  • Mein Meteorismus bringt mich um meine Lebensfreude...

    Sehr geehrte Frau Dr. Schönenberg,

    in meiner Verzweiflung wende ich mich an Sie mit der Bitte über eine Einschätzung Ihrerseits zu meiner nachfolgend kurz beschriebenen Problematik:

    Seit nun knapp 7 Monaten leide ich an diffusen Bauchschmerzen, die mich einen erheblichen Teil meiner Lebensqualität einbüßen lassen.
    Zu meiner Person, ich bin 26, männlich und ohne nennenswerte Krankheitshistorie.

    Angefangen hat alles mit jenem diffusen Bauchschmerz in der Dickdarmgegend an einem Morgen, der sich mit einem klassischen Blähbauch, regelmäßigen Darmgeräuschen, teils mittel bis starken Schmerzen und nur sehr selten abgehenden Blähungen beschreiben lässt.
    Gut und gerne auch mal über den Tag verteilt, muss ich hierzu explizit erwähnen, dass ich jenen Schmerz nun seit diesen 7 Monaten täglich bis kurz nach der ersten Mahlzeit verspürte, primär also morgens, mal erträglich, mal nahezu unerträglich - als würde sich der Meteorismus in Form einer dicken "Luftblase" bemerkbar machen, die sich in meinem Magen als auch Darm immer wieder andere Wege sucht, lokalisiert aber meistens zentral in der Nabelgegend.
    Hinzu kamen mit der zeit nun auch extreme Schmerzen am Abend mit einem ebenfalls sichtbar stark aufgeblähten Bauch nach Tagen und Abenden mit deftigen Mahlzeiten.

    2 Ultraschall, 1x beim Hausarzt, 1x beim Internisten haben nichts ergeben, als Massen an Luft im Bauch.

    Die Symptome entwickelten sich zwischenzeitlich weiter, teilweise auch rückläufig:
    -starke Schmerzen durch Meteorismus am morgen bis zur ersten Mahlzeit > absolut gleichbleibend
    -Meteorismus, klassische Bauchschmerzen und Magengrummeln über den Tag verteilt
    -Stuhlgang > zeitweise breiig ohne auffällige Verfärbungen
    -keine Übelkeit oder Erbrechen

    Fortlaufend dann Anfang des Jahres die Überweisung zum Gastroenterologen mit folgenden Ergebnissen gegen April diesen Jahres:

    -Stuhlprobe > ALLES OK (keine Indikatoren für Glutenunverträglichkeit, Bauchspeicheldrüse, Darmbakterien top in Schuss)
    -Großes Blutbild > ALLES OK (ohne Auffälligkeiten)
    -Laktoseinteroleranztest > POSITIV > Also das Ende des ganzen? Nein... leider nicht

    Nach Umstellung meiner Ernährung stellte meinen rückwirkend subjektiven Empfinden nach durchaus vorerst Besserung ein, ich war psychisch "beflügelt", da ich mir nahezu sicher war, nach fast einem halben Jahr Quälerei endlich eine Lösung für mein Problem gefunden zu haben, welches mich tagsüber stundenlang die Konzentration kostete, denn während der "Schmerzzeiten" war es mir nicht einmal mehr möglich, normale Dialoge mit meinem Mitmenschen zu führen, da mich jene Schmerzen so sehr vereinahmten.

    Ein darauffolgender Glukosetest beim selben Gastroenterologen sollte dann zeigen, ob meine Intoleranz eine DDFB nach sich gezogen hatte, da mein Ergebnis der pathologischen Laktoseintoleranz zu seiner Zeit erst nach knapp 60 Minuten ausgeschlagen ist.
    > auch hier NEGATIV

    Leider sollte sich die anfängliche Euphorie auch weiterhin nicht bewahrheiten, denn die Bauchschmerzen am Morgen bis kurz nach der ersten Mahlzeit (täglich!) sind bis heute geblieben, die Schmerzen durch die Luftansammlung in meinem Bauch tagsüber und auch abends treten mittlerweile unabhängig der morgentlichen Probleme in abgrenzbaren Schüben auf, die mich zeitweise 2-4 Wochen tagsüber ohne Schmerzen auskommen lassen, bis dann für einen Zeitraum von ungefähr 1-2 Wochen genau diese Schmerzen absolut unverändert wieder zurückkommen. Auftreten tun diese dann weiterhin primär zentral um den Bauchnabel (drücken führt dann zu auf Luft hinweisenden "Gluckern"), ab und an aber auch bis hoch in den Magen.
    Hinzugekommen ist während meiner "Schubzeiten" noch ein starker Nüchternschmerz, der sich bei 2-3 Stunden ohne Nahrungsaufnahme durch einzelne, sehr Laute "Knurrgeräusche" aus der Magengegend bemerkbar macht. Andere Symptome sind nicht vorhanden, ein zwischenzeitlich vollständiger Verzicht auf gluthaltige Nahrung brachte ebenfalls keine Besserung.

    Die gängigen Medikamente wie Iberogast, Sab Simplex oder Aktivkohle verschaffen leider keine Linderung bei meinen Beschwerden, einzig Fenchel/Kümmel/Anis-Tee in größeren Mengen helfen zeitweise ein klein wenig.


    Da meine 2 jetzigen Gastroenterologen (praktizieren im selben MVZ) der Meinung sind, dass eine Darmspiegelung oder weitere Testverfahren in meinem Fall "Zeitverschwendung" wären und ergebnislos bleiben würde, da ich ja nur an "Meteorismus und ggf. einem empfindlichen Darm" leiden würde, habe ich mich entschlossen, mir eine weitere Meinung einzuholen, denn die Schmerzen kosten mich immer mehr an Lebensqualität und wecken in mir Tag für Tag immer stärker den Wunsch, endlich einen Weg aus diesem Loch zu finden...

    Für Ihre Zeit möchte ich mich vorab ganz herzlich Bedanken!


    Freundliche Grüße





  • Re: Mein Meteorismus bringt mich um meine Lebensfreude...

    Da die Carminativa (Kümmel / Fenchel ) etc. ja helfen, würde ich zu einer Einnahme von Carmenthin raten, dies ist ein sehr hochdosiertes konzentriertes Karminativum.
    Weiterhin ist bei der Ernährung wichtig, Zucker, auch vesteckte Zucker so weit als möglich zu reduzieren, denn Zucker macht Gärung !
    MfG
    Dr. E. S.

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