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Analpapille?

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  • Analpapille?

    Sehr geehrte Frau Dr.,

    ich (41, m) habe sei mindestens 1 Jahr einen kleinen tastbaren Knubbel im After, ca. 6 h. 2009 hatte ich eine Analfissur-Op, auch bei 6 h.

    Schon vor einem Jahr hatte mein Proktologe die Diagnose "Analpapille" bzw. Anapolyp (Gibt es da einen Unterschied?) gestellt. Ich verspüre beim Stuhlgang bzw. beim Anspannen nach dem Stuhlgang immer wieder mal (nicht immer) ein Zwicken, ansonsten keine Schmerzen. Blut nur selten, aber auch nicht als Tropfen, sondern sehr leichte Spuren (hell) am Papier. Da das Zwicken jetzt wieder aufgetreten ist, war ich bei meinem Proktologen und er hat die Analpapille wieder bestätigt (sonst sei alles völlig ok) und auch gesagt, sie habe sich in den letzten 6 Monaten nicht verändert. Er sagt, ich könne das ignorieren, wenn ich weiter keine Schmerzen hätte.

    Ich habe mir daraufhin aber noch eine zweite Meinung eingeholt, da ich kein Risiko eingehen möchte, dass es sich doch um etwas Bösartiges handelt. Der zweite Proktologe hat ebenfalls die Diagnose "Papille" bestätigt und gesagt, diese sei sehr klein und nur "untypisch etwas verhärtet", aber - auf eine Nachfrage - eindeutig eine Papille. Auf Nachfrage hat er auch bestätigt, dass das nicht bösartig werden könne. So etwas würde ganz anders aussehen. Ich solle sie aber jährlich kontrollieren lassen.

    Die "untypische" Verhärtung und seine Aussage, ich solle jährlich kontrollieren lassen, verunsichert mich jetzt doch wieder. Frage 1: Warum kontrollieren, wenn es nicht bösartig werden kann?

    Und 2. Frage: Kann man eine Analpapille von einem Karzinom durch Proktoskopie und Tasten hinreichend sicher unterscheiden?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe und (hoffentlich) Beruhigung.

  • Re: Analpapille?

    Eine betonte Analpapille kann sich zu einem Fibrom weiterentwickeln, einfach in dem es größer wird.
    Eine Unterscheidung zu einem bösartigen Befund ist eigentlich sicher, ich vestehe auch nicht,
    warum der Kollege jetzt jährliche Kontrollen empfiehlt. Machen Sie sich nicht zu große Sogen, stellen Sie sich aber bei Ihrem Arzt vor, wenn der Befund sich irgendwie verändern würde.
    MfG
    Dr. E. S.

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    • Re: Analpapille?

      Vielen Dank! Die Verhärtung ist also nicht seltsam? Und eine Papille kann man also eigentlich nicht mit einem Karzinom verwechseln? Vielleicht hat er ja auch gemeint, dass er kontrollieren will, ob die Papille größer wird (was seit einem ca. Jahr ja nicht der Fall war)

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      • Re: Analpapille?

        Liebe Frau Dr. Schönenberg:

        Eine Frage noch zusätzlich zu den Fragen oben: Dass diese Stelle nach dem Stuhlgang kurz brennt oder zwickt und manchmal ganz leichte Blutspuren am Papier hinterlässt (kein Tropfen, mehr wie wund), ist nicht beunruhigend? Vielen Dank nochmals für Ihre Antworten!

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        • Re: Analpapille?

          Eine Papille kann "nach menschlichem Ermessen" nicht mit einem Karzinom verwechselt werden. Die Symptome, die Sie schildern, sind ehr typisch für eine gereizte Analhaut, einen Zusammenhang zu dieser Papille kann man aber nicht beweisen und auch nicht ausschließen , wenn man den Befund nicht kennt.
          MfG
          Dr. E. S:

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          • Re: Analpapille?

            Gut, vielen Dank! Das beruhigt mich etwas. Denn dass dann zwei Fachärzte gleichermaßen schief liegen, ist ja dann noch unwahrscheinlicher. Ich werde es also beobachten und nur bei einer Veränderung der Symptome wieder zum Proktologen gehen. Da verstehe ich so richtig, oder?

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