• *** Aus aktuellem Anlass ***

    Haben Sie Fragen zum Coronavirus, die Sie gerne von einem Experten beantworten lassen würden? In unserem neuen Corona-Forum beantwortet unsere Expertin Frau Dr. med. Athanassiou kostenlos all Ihre Fragen zum Thema!

  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Helicobacter - oder doch nicht?

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Helicobacter - oder doch nicht?

    Hallo zusammen.

    Nach 6 Monaten täglicher Qualen sitz ich nun hier total aufgelöst vorm Rechner und hoffe auf diese Weise etwas Hilfe zu bekommen.

    Ich habe schon seit Jahren Probleme mit Blähungen und mit meinem Magen. Die Blähungen habe ich damals als lästig aber nicht als massiv störend empfunden. Hauptsächlich war ich vor ein paar Jahren beim Arzt, weil ich immer ein "komisches" Gefühl im Magen hatte. Durch eine Magenspiegelung wurde dann festgestellt, dass ich Helicobacter habe. Daraufhin wurde Zac Pac verordnet, was ich auch genommen habe. Danach habe ich mich aber genauso gefühlt wie davor, habe es aber irgendwann abgetan, da ich dachte, dass die Bakterien ja nun weg seien.

    Im August letzten Jahres fing es dann an mit übelriechenden Blähungen, nur abends. Erst jeden 2. Tag, dann ständig - bis heute.

    Es fühlt sich an, alsob mein Magen nichts wirklich verdaut, nach einem leichten Feldsalat zum Mittag, fühle ich mich, alsob ich einen Stein im Magen habe. Ich muss Luft aufstoßen, nichts saures. Und Abends dann nach dem Abendessen kann ich es ganz vergessen was mit anderen Menschen zu machen, da ich mich schon fast selbst vergase. Morgens fühle ich mich wie erschlagen, quäle mich mit dem Stein im Magen zur Arbeit. Dann geht es so langsam bergauf (ich muss generell sagen, es ist EGAL was ich esse, ob Joghurt, Brote mit verschiedenem drauf, keine Probleme). Bis zum Mittag geht es mir eigentlich ganz gut und dann nach dem Mittagessen wieder total schlecht. Da fangen die ersten Blähungen wieder an. Und sobald ich dann Abends zu Hause etwas zu mir nehme, platze ich vor Luft im Bauch, ich sehe aus wie eine Schwangere teilweise und habe schmerzen beim Schlafen auf dem Bauch zu liegen.
    So, nun zu meiner Diagnose: Ich war damit bei einer Internistin, die
    - einen Ultraschall des Bauchraumes gemacht hat (ohne Befund)
    - mich einen Stuhltest auf Candida und Parasiten machen lassen hat = negativ
    - und einen Blutabnahme gemacht hat, wobei die Ergebnisse auch nichts auffälligen aufwiesen
     
    Die Internistin vermutete dann einen Bewegungsmangel und gegen die Magenprobleme verschrieb sie Pantoprazol. Damit wollte ich mich aber nicht zufrieden geben und begab mich zum Internisten, der damals den Helicobacterbefall festgestellt hat.
    Nunja, ich fasse es kurz:
    -Stuhltest auf Entzündung im Darm = Negativ
    - Bluttest auf Schildrüse = Eher Unterfunktion als Überfunktion sagte er, aber noch im Normbereich
    - Magenspiegelung = Rötung im unteren Magenbereich (Gastritis Typ B) mit Helicobacterbefall
    - erneute Eradikation mit Zac Pac
    - keine Besserung nach Einnhame
    - Atemtest auf Helicobacter, Ergebnis = hoch positiv, Wert 16,2 Promille, anscheinend hat sich eine Resistenz gebildet
     
    Zur Zeit nehme ich Pylera, eine Antibiotikamischung mit Bismutzusatz. Das Medikament ist schecht verträglich, mein Stuhl ist schwarzgefärbt und riecht chemisch, davon sind die Blähungen nun auch geruchlos, jedoch in der Anzahl nicht weniger, ebenso die Magenprobleme.
    Ich bin echt verzweifelt. Ich weiß, dass man, wenn das nicht klappt, eine Kultur anlegen müsste, um zu sehen, welches Antibiotikum anschlägt aber ich bin seelisch und körperlich einfach am Ende, diese Krankheit bestimmt seit einem halben Jahr mein ganzes Leben und grenzt mich davon aus. Ich lebe nur noch, um mich bei der Arbeit durchzuquälen und dann erschöpft in mein Bett zu fallen.
    Hat jemand vielleich einen Rat?
     


  • Re: Helicobacter - oder doch nicht?

    Ergänzung: Ich habe vor Jahren mal einen Laktose-/Fructoseintoleranztest gemacht, der war negativ.

    Mein Arzt sagte auch am Anfang, dass er "einen Teufel tun werde, bei einer so jungen Patientin eine Darmspiegelung vornehmen zu lassen, da er nichts finden wird". Ich bin 24 Jahre alt. Ich habe in Erwägung gezogen, dass es sich auch um ein Zwölffingerdarmgeschwür handeln könnte und daher die starken Blähungen kommen. Wie behandelt man so etwas?

    Kommentar


    • Re: Helicobacter - oder doch nicht?

      Eine Helicobacterbehandlung kann man in Ihrer Situation durchführen, aber nur ca. 10% der Betroffenen erfahren eine Besserung nach der Eradikation des Bakteriums. So einfach ist das also nicht, denn Helikobacter ist nicht zwingend für Ihre Beschwerden verantwortlich !!
      Wie ernähren Sie sich ??
      Oft werden solche dyspeptischen Beschwerden ausgelöst durch Fertigprodukte, Fast Food, Zucker- und vor allem Zuckerersatzstoffe (Light produkte, Kaugummi mit Sorbit etc.). Weiterhin sollte eine Laktose-und Fruktoseintoleranz ausgeschlossen werden, Sorry, lese gerade, ist schon erfolgt.... . Ein Zusammenhang zur Ernährung erscheint in Ihrem Fall deutlich wahrscheinlicher als ein Helikobacterproblem.
      Als Therapie können Sie bedarfsweise Carminativum Tropfen oder Iberogast versuchen, gegen Gasblähung Sab simplex o.ä.
      MfG
      Dr. E. S.

      Kommentar