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augenthrombose

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  • augenthrombose

    hallo,

    mein mann (39 jahre) hat vor 5 tagen eine augenthrombose am rechten auge diagnostiziert bekommen und sieht auf diesem auge nur noch sehr unscharf.
    in der uniklinik konnte man keine ursache für thrombose finden: alle blutwerte in ordnung, kein bluthochdruck, keine diabetes, keine gerinnungsstörung. er wurde mit infusionen (trentan) behandelt, es wurde mehrmals aderlass gemacht,, alles ohne erfolg. morgen soll er entlassen werden. meine frage: hat jemand nach einer augentrombose wieder besserung der sehrschärfe erhalten? gibt es noch andere behandlungsmöglichkeiten?

    für infos wäre ich sehr dankbar.
    verena


  • RE: augenthrombose


    Hallo Verena,

    meines Wissens ist eine Augensthrombose vergleichbar mit einem Hörsturz. Der Verschluss eines Gefäßes führt zur Erkrankung.

    Auch nach Hörstürzen werden oft ein Leben lang Einbußen im Hörvermögen beobachtet. Sicher muss er das Trental noch zu hause eine Weile weiternehmen. In der Regel etwa 12 Wochen.

    Ich wüßte nicht, was man außer der Blutverdünnung noch versuchen kann. Schließlich ist das Auge sehr schwer zugänglich. Und bevor man vielleicht mit irgendwelchen Maßnahmen am Ende mehr Schaden als Nutzen anrichtet, geht man da lieber gar nicht erst ran.

    Die Ursache solcher Infarkte bleibt oft ungeklärt. Mein Hörsturz z.B. kam auch aus heiterem Himmel. Kein Streßß, kein Alkohol, kein Nikotin. Zum Glück konnte er folgenlos austherapiert werden.

    Ich wünsche Ihrem Mann gute Besserung und das er mit der Einschränkung einigermaßen gut zurechtkommt.
    Ihnen beiden alles Gute!!!

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    • RE: augenthrombose


      Hallo Verena,

      die Aussichten, daß das Sehvermögen nach einer Augenthrombose wieder besser wird, sind so gut wie ausgeschlossen.

      Trental ist übrigens das in Deutschland und Österreich am meisten verordnete Medikament bei Durchblutungsstörungen ohne Wirkung, auch bei Tinnitus. Es nützt nur dem Hersteller :-(

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      • RE: augenthrombose


        Hallo Verena,
        unter Umständen kann sich die Sehschärfe in den nächsten Wochen noch etwas verbessern, in der Regel hinterlassen Gefäßverschlüsse am Auge jedoch bleibende Schäden. Sinnvoll ist dauerhaft vor allem eine Prophylaxe, z.B. durch ASS-Tabletten täglich, damit ein solches Geschehen sich nicht andernorts im Körper wiederholt. Natürlich sollten möglichst alle Risikofaktoren ausgeschlossen werden.
        Mit freundlichen Grüßen,
        Dr. A. Liekfeld.

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        • RE: augenthrombose


          Hallo Verena,
          durch Zufall bin ich heute auf dieses Forum und Ihren Beitrag gestoßen. Als ebenfalls Betroffene möchte ich Ihnen gerne meine Erfahrungen mitteilen. Ich bin 43 Jahre alt und hatte im Juni letzen Jahres eine Augenthrombose im linken Auge. Auch bei mir war der Grund der Thrombose nicht erkennbar, sie kam von einer Sekunde auf die andere ohne Vorwarnung. Nach 10 Tagen Augenklinik, an denen ich ständig an den Perfusor angehängt war und täglich Infusionen mit Trental bekam, konnte nichts festgestellt werden. Mir haben allerdings unzählige Schutzengel beigestanden. Obwohl ich unmittelbar nach meiner Thrombose auf den linken Auge fast nichts mehr gesehen habe, habe ich nach relativ kurzer Zeit meine volle Sehkraft wiedererlangt und behalten. Die Augenärzte sprachen bei mir von einem kleinen Wunder. Ich hatte zum Zeitpunkt meiner Klinikeinweisung mehr als 100 Blutstauungen im Auge, Wochen später waren es noch 50 bis 60. Seither nehme ich jetzt täglich eine halbe Ass300 und kann damit recht gut leben. Das einzige, was an m.E. nach einer derartigen Thrombose tun kann, ist das Leben einfach darauf einstellen, sich in manchem umstellen, jeden unnötigen Stress, jede unnötige Anstrenung vermeiden und vor allem ganz deutlich auf die inneren Hinweise des Körpers hören und achten. Ich habe bei mir einiges geändert, merke aber auch heute noch sehr deutlich, wenn ich mir mal zuviel zugemutet habe, zu sehr unter Stress stehe, dass es mir vor den Augen flimmert. Dann gönne ich mir allerdings die Ruhe, die ich brauche, egal was irgendwo ansteht. Ich habe letztes Jahr unendlich viel Glück gehabt und mir seither geschworen, dass ich meine Schutzengel nicht über Gebühr sprapazieren möchte. Ich hoffe, dass es Ihrem Mann wieder besser geht und wüsche ihm alles Gute.
          Beate W.

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          • RE: augenthrombose


            Hallo Verena,
            ich, 44 Jahre alt, hatte auch im Dezember 04/Januar 05 eine Augentrombose. Ganz genau kann ich den "Trombosetag" nicht benennen. Nach einer Behandlungs- und Wartezeit - eher Wartezeit als Behandlung - von 9 Monaten, meine Sehkraft war inzwischen bei 10 %, habe ich mich für eine Operation entschieden. Die Operation, bei der ein Einschnitt am Sehnerv vorgenommen wurde, ist in der Augenabteilung der Tagesklinik in Bremen durchgeführt worden. Ich warte jetzt auf Besserung, habe diesen Eingriff aber als "letzte Chance" gesehen und bin noch voller Hoffnung. Ihr solltet Euch, wenn es noch aktuell ist, in einer Augenklinik nach einer o.g. Eingriffsmöglichkeit erkundigen. Ich wünsche Gute Besserung und einen guten "Durchblick".

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