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Glaukom nach Unfall

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  • Glaukom nach Unfall

    Hallo!
    ich bin 26 und vor 1 1/2 Jahren hatte ich einen Sportunfall bei dem mein rechtes Auge mit einem Squash-Ball stark verletzt wurde. Die Iris wurde teilweise gelähmt (sie hat sich aber in der Zeit stark verbessert - also falls euch ähnliches zustöst - die Lähmung braucht Zeit und kann sich auch im Abstand von einem Jahr und mehr bessern) . Zugleich wurde die Iris leider zu etwa 1/6 aus der "Verwurzelung" herausgerissen (etwa wie zwischen 12 und 2 Uhr am Uhrzeiger) , sietdem leide ich an dem verletzten Auge an Hochdruck der bei 19-24 liegt trotz Behandlung mit Xalatan, da der Abflussapparat nicht intakt ist, das Augenlicht ist aber laut Untersuchung und auch subjektiv voll da. Sonst ist vielleicht noch wichtig, dass ich Kurzsichtig bin mit 2,5 Dp.
    Nun habe ich folgende Fragen und hoffe, dass jemand von euch im Forum mir weiter helfen kann:

    1. An dem anderen unverletzten Auge zeigt sich in der letzten Zeit auch ein Hochdruck von ca. 24, kann es irgendeine Verbindung mit dem verletzten Auge haben oder ist mir Glaukom auch noch angeboren?

    2. An manchen Tagen merke ich nichts von der Verletzung und an manchen Tagen kann ich vom schmerzenden Auge und schlechter Sicht kaum lesen und mich konzentrieren, habe bis jetzt keine Ursache dafür finden können, Hat jemand Erfahrung damit was in der Lebensweise ein verletztes Auge beeinflussen kann?

    3. Wie sind euere Erfahrung mit chirurgischen Eingriffen, hat sich die Lage bei euch nach OP gebessert? Was sind die Gafahren? Meine Ärzte sind sich uneinig, meinen auch dass ich noch für eine Oparation zu jung bin.

    Am Schluss möchte ich mich noch bedanken für die Arbeit und Hilfe die Medicine Worldwide leistet.

    Tschüss
    Roman aus Prag


  • RE: Glaukom nach Unfall


    Hallo Roman,
    der Augeninnendruck am nicht verletzten Auge hat keinen Zusammenhang mit dem des verletzten Auges. Sie scheinen also aus anderen Gründen (z.B. erblich) an einem erhöhten Augeninnendruck zu leiden. Da Sie noch recht jung sind, ist es wichtig, den Augendruck gut zu kontrollieren und regelmäßig das Gesichtsfeld und den Sehnervenkopf zu überprüfen. Wenn sich irgendein Anhalt für ein Fortschreiten der Erkrankung ergibt, sollte ausreichend therapiert werden, wobei sicherlich Augentropfen (hiervon gibt es viele) die erste Option darstellen, aber wenn sie nicht ausreichen, muss eine Operation durchgeführt werden. Tatsächlich ist es auch für eine Operation ihr junges Alter nicht günstig, da das Auge dann eher zur Vernarbung neigt und Operationen gegebenenfalls wiederholt werden müssen. Das Wichtigste also: Engmaschige, zuverlässige Kontrollen Ihrer Befunde durch den Augenarzt und wenn nötig ausreichend und frühzeitig therapieren!
    Mit freundlichen Grüßen,
    Dr. A. Liekfeld.

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    • RE: Glaukom nach Unfall


      Hallo Roman,

      endlich habe ich jemanden gefunden der etwas ähnliches hat, wie ich.
      Ich bin 23 und hatte vor ca. 1/2 Jahr auch eine Augapfelprellung, allerdings durch einen Sektkorken. Bei mir sieht man von außen zwar nichts und ich habe auch keine Lähmungen, allerdings sehe ich seitdem auf diesem Auge nur noch 20% und das wird auch so bleiben (Aderhautruptur). Das mit dem Augendruckanstieg war bei mir zuerst auch ein riesiges Problem, weil auch der Kammerwinkel eingerissen ist. Deshalb war der Druck ziemlich lange danach immer wieder fürchterlich hoch (bis zu 52mmHg), weshalb die Ärzte mich operieren wollten. Mein Augenarzt, bei dem ich ambulant in Therapie bin, riet mir aber davon ab, weil ich noch so jung bin und es war das richtige. Ich musste eine Zeit lang hoch dosiert drucksenkende Medikamente (Diamox und Cosopt Tropfen) nehmen und nach einiger Zeit blieb der Druck dann auch ohne Medikamente konstant auf 18-19mmHg.
      Ich bin total froh, dass ich mich nicht operieren habe lassen, da es sonst sein hätte können, dass der Druck dauerhaft zu niedrig gewesen wäre und dann löst sich nach einiger Zeit die Aderhaut ab! Bei dir liegt der Fall allerdings ein bisschen anders, weil das ja schon 1 1/2 Jahre her ist. Hast du seitdem permanent einen zu hohen Druck oder nur zeitweise? Allerdings ist so weit mir das gesagt wurde ein Druck von 19-24mmHg auf mittlere Sicht nicht allzu problematisch. Was genau bewirkt dieses Xalathan? Hemmt es die Kammerwasserproduktion, oder verbessert es den Abfluss?
      Viele Grüße
      Jutta

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