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Graue Star OP: gut planen und abwägen

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  • Graue Star OP: gut planen und abwägen

    Bin vor zwei Jahren operiert worden, und für das Arbeiten im Büro eigentlich aufgrund von Blendungen nicht mehr geeignet. Ich muss aber noch 10 Jahre gehen!
    Bei meiner zweiten Bildschirmbrille habe ich jetzt eine 15 % Toenung, diese reduziert Schmerzen. Das geht nur eine bestimmte Zeit lang, eine höhere Toenung vertrage ich auf Dauer nicht. Für das Autofahren greife ich auf eine Gleitsichtbrille von Hoja zurück, die spezielle Gläser zur Reduzierung von Auto Licht Blendungen hat. Im Büro bringt die nichts. Für die absolute Not werde ich mir noch eine Gleitsicht Sonnenbrille machen lassen. Hätte ich gewusst dass ein solches Risiko bestehen kann, hätte ich noch gewartet. Es sind prinzipielle Risiken der OP, die auch mit Standard Linse auftreten können. Es nervt, massiv, immer. Vielleicht sollte ich auf Bademeister, oder im Winter Skilehrer umsatteln. Linsentausch kommt nicht in Frage. Also: nicht leichtfertig einen solchen Weg einschlagen, wenn man noch im Berufsleben steht.Augenärzte erhalten Provisionen, wenn Sie Patienten vermitteln! Unanständig ist so etwas. Oft werden von OP Zentren auch Praxen gleich gekauft.


  • Re: Graue Star OP: gut planen und abwägen

    Guten Tag, Peter66,
    danke für den Hinweis. Sicher sollte man die Indikation für eine Operation gut abwägen. Aber in der Regel erhält eine Operation die Berufstätigkeit, nicht umgekehrt. Auch sollten Sie nicht den Eindruck vermitteln, dass bei jeder Überweisung an einen Operateur Geld fließt. Das ist illegal und mag in Ausnahmefällen passieren, ist aber nicht die Regel!
    Es ist sicher manchmal sinnvoll, auch eine weitere Meinung einzuholen, aber grundsätzlich können wir in Deutschland und Europa froh sein, dass wir medizinisch und operativ so gut versorgt sind. Weltweit ist nach wie vor der Graue Star die Haupt-Erblindungs-Ursache!
    Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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    • Re: Graue Star OP: gut planen und abwägen

      Guten Tag Frau Dr. Liekfeld, Sie haben vielleicht gesehen, dass ich früher hier gepostet habe. Diesen Beitrag gäbe ich sehr abgewogen formuliert. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass häufiger der Profit dominiert und zu früh operiert wird. Ich konkretisiere meinen Ratschlag: solange es bei grauem Star nicht ärztlich zwingen erforderlich ist, würde ich vor dem Rentenalter die Finger weg lassen. Lieber noch ein paar Brillen mehr kaufen. Auch bei anderen Augen Ops, die man macht, um weniger Unannehmlickeiten zu haben. Ich wurde nicht richtig aufgeklärt: man sagte nichts zu einer konkreten Fehlerquote, z.B 1/100 oder 5/1000, man sagte auch nichts dazu, dass man berufsunfähig werden kann. Die Aufklärungsbögen heute sind wenig deutlich und wenig treffend: ein Rezept in der Apotheke ist besser! Schlechte oder keine Beratung heisst das bei mir. Dankenswerterweise habe ich hier Hinweise gefunden, drei weitere Arztmeinungen eingeholt, danach, um fuer mich zu entscheiden, ob ich am Auge zu Behebung eine weitere OP machen lasse. Nur soviel: über die dauernden Spiegelungen bei Tageslicht sage ich schon gar nichts. Wenn mir aber der Teppich unter dem Boden weggezogen wird, trotz Vorbereitung zum Thema, dann muss ich deutlich werden.

      Fazit:
      es geht in den meisten Fällen gut. Es sollte auch gemacht werden, und nicht zu spät. Es sollte sich jeder bewusst sein, dass ein Fehler das berufliche Aus sein kann.

      Ein Kollege von Ihnen, von der Uniklinik Homburg, hat einen Bericht zu den Problemen der modernen Kateraktchirurgie verfasst, aus seinem Forschungsgebiet. Dort stehen die Leiden wissenschaftlich erfasst drin, die ich ertragen muss. Ich war dort nie. Der Bericht war Teil eines Kolloquiums eines Brillenherstellers, der nach Lösungen zu dem Thema suchte. Es gibt nichts Handfestes. Deshalb musste ich auch zwei Jahre suchen und mich vortasten.

      diese Themen gehören im Vorfeld mit einem Patienten sauber besprochen - sowie auch ein Hinweis auf die Gefahren. Sie wissen dass das ab 65 altersbedingt so nicht mehr die Rolle spielen wird, da sich das Auge verändert.

      ich hatte den grauen Star 6 Jahre, und sah nur schlechter, mit minus 6. Jetzt habe ich zahlreiche Probleme, und auch die fehlende Akumodation nervt.

      Somit sollte den Intention meines Beitrages sehr deutlich sein. Die Krankenkasse hatte dankenswerterweise bei der Lösungsfindung mitgeholfen.


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      • Re: Graue Star OP: gut planen und abwägen

        Zu ergänzen ist wie folgt: die Blendungen/Lichtphänomene treten an beiden Augen auf, die im Abstand von 3 Monaten gemacht wurden, links sehr stark, rechts stark. Da die OP im Sommer war, fiel es zuersr nicht auf. Im Winter ist die Pupille weiter auf, und auch mehr Kunstlicht vorhanden. Das Produkt war als Medizinprodukt zwei Monate zugelassen, in England sowie Deutschland, aber noch nicht USA. Probleme von Oktober bis April, behindert sark, geht auf den Geist. Erste Aussage des OP war: Ihre Augen sind trocken. Ein Prof. meinte: wenn es Sie nach 3 Jahren noch erheblich belastet, dann holen wir Ihnen die Linsen raus. Das habe ich sehr gut verstanden.

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        • Re: Graue Star OP: gut planen und abwägen

          Welche Art von Linse wurde eingesetzt? Trifokal, Gleitsicht etc? Danke.

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          • Re: Graue Star OP: gut planen und abwägen

            Eine ganz normale Standard Linse, Rayner Ray One, Aspheric.
            ich hatte mich vorher schlau gemacht und bewusst die anderen verworfen - um Komplikationen, die dort häufiger sind, komplett aus dem Weg zu gehen. Die Bewertung zu Behandlingsfehler - op Fehler - ist noch nicht abgeschlossen.

            Anders:
            wenn es deutliche Vorteile gäbe würde ich es diskutieren, nur das Argument kein Brillenwechsel notwendig ist zu wenig. Ich arbeite am Tablett ohne Brille, auch am Laptop, das sollte man klären. Wenn viel mit dem pc gearbeitet werden muss: aufpassen.
            Ebenso: Reisen, Nachtfahrten.

            Im meinem Fall gibt es eine Notlösung, Einkauf bei Edeka z.B. immer Sonnenbrille anziehen. Das geht bei Autofahren nicht. Bisher habe ich fuer 5 Brillen nominell 5000 Euro in die Hand nehmen müssen - falls dt. Markenware.

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            • Re: Graue Star OP: gut planen und abwägen

              Guten Abend, Peter66,
              Ihre Leidensgeschichte ist sicher tragisch, gleichzeitig sicher auch hilfreich für die Entscheidungsfindung für Patienten, die vor einer entsprechenden OP stehen. Dennoch muss festgestellt werden, dass es sich bei Ihnen um eine sehr seltene Komplikation handelt (wenn auch darüber in wissenschaftlichen Vorträgen berichtet wird, und natürlich angestrebt wird, dass auch solche seltenen Komplikationen noch minimiert werden) und der Schluss daraus nicht zu ziehen ist, dass ausschließlich aus Profit operiert wird oder Operationen des grauen Stars möglichst lange hinauszuziehen sind.
              Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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              • Re: Graue Star OP: gut planen und abwägen

                Um es abschliessend aus Sicht eines Patienten darzustellen: wenn ein Risiko da ist, selbst bei 1:1000, möchte ich meinen Arzt fragen dürfen: können wir noch warten? Er entscheidet in meinem persönlichen Fall. Es wird nicht immer nur aus Profit operiert, ich hatte den Eindruck bei privaten Medizinzenten gewonnen, dass der Druck zu Auslastung teilweise da ist und gerne operiert wird. Da ich selbst beruflich in einem beratenden tätig bin, wo es erheblich auf Vertrauen und nicht nur verkaufen ankommt, habe ich meine Erwartungen. Der vorliegende Fall ist ein Einzelfall, da ich aber zwei Jahre gesucht und gefunden habe, erlaube ich mir auch einmal überbetont betriebswirtschaftliche Praktiken darzustellen. Das wird den einen oder anderen Patienten verunsichern: soll es aber nich.Der Weckruf fordert nur auf sich Gedanken zu machen. Hätte ich so etwas vorher erfahren, wäre die Frage in meinen letzten Jahren vor der Rente, gewesen: wie lange können wir schieben, im fordernden Berufalltag will ich dieses Risiko definitiv nicht eingehen.

                Und alleine meine Suche einer Lösungsfindung spricht Bände.

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                • Re: Graue Star OP: gut planen und abwägen

                  Guten Abend, Peter66,
                  danke für Ihre differenzierte Betrachtung und Hinweise für andere mögliche Patienten.
                  Und natürlich haben Sie recht, dass es auch den ein oder anderen Mediziner gibt, der unter wirtschaftlichem Druck agiert...
                  Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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