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Schielen mit Doppelbildern

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  • Schielen mit Doppelbildern

    Hallo zusammen,

    ich schreibe hier diesen Beitrag, weil ich gerade verzweifelt bin und nicht weiter weiß.
    Deswegen suche ich hier Rat.
    Mein Name ist Patrick und ich bin 29 Jahre alt.

    Ich fange mal von vorne an mit meinen "Augenproblemen".
    Ich bin bereits mit einer Augenfehlstellung auf die Welt gekommen. Diese wurde 1993, also im Alter von 3 Jahren durch eine Schiel-OP korrigiert. Danach hat sich sogar ein räumliches Sehen entwickelt.
    Seit einiger Zeit bemerke ich, dass sich das Schielen wieder sehr verschlechtert hat. Ich leide auch unter Doppelbildern und fast täglichen Kopfschmerzen.
    Ich kann auf jeden Fall nie mit beiden Augen gleichzeitig schauen. Also entweder mit dem rechten oder mit dem linken Auge. Wobei das rechte Auge die meiste Zeit das "aktive" ist. Ich versuche einfach mal zu beschreiben, wie mein Seheindruck momentan ist. (Ziemlich schwer zu beschreiben...)
    Wenn ich mit dem rechten Auge etwas fixiere (z.B. beim Auto fahren oder beim Fernsehen), dann ist es so, bzw. habe ich das Gefühl, dass das Gehirn das linke Auge ausblendet, jedoch zeitw. das Bild des linken Auges "sichtbar" wird und dadurch die Doppelbilder entstehen. Das "inaktive" Auge dreht sich immer nach aussen. Also wenn ich mit dem rechten Auge schaue, dann wandert das linke Auge nach aussen; wenn ich mit dem linken Auge schaue, wandert das rechte Auge nach aussen.

    Jetzt zu meinem Problem. Ich war vor zwei Wochen wegen meinen Symptomen bei meiner Augenärztin. Diese meinte, als sie mich gesehen hat, dass ich schnellstmöglich wieder in die Klinik muss, in der ich auch mit 3 Jahren schon operiert worden bin. Die Augenarztpraxis hat dann sofort eine Terminanfrage an die Klinik geschickt. Am Dienstag habe ich einen Anruf erhalten, dass sie einen Termin bekommen haben. Als ich diesen Termin gehört habe, wäre ich beinahe umgekippt....im Mai 2020....also in einem HALBEN Jahr!!!! Eher hat die Klinik keine Termine mehr frei.
    Am Donnerstag war ich dann nochmal bei der Ärztin. Bei diesem Besuch bekam ich 3 Mal pupillenerweiternde Tropfen. Daraufhin hat sie mit dieser Spaltlampe meine Augen untersucht und anschließend noch meine Brillenwerte überprüft... (da dachte ich mir schon, ob das eigentlich mit den Augentropfen funktioniert...aber sie ist ja Ärztin und muss es ja wissen.).
    Daraufhin hat sie mir ein Rezept ausgestellt und gesagt, dass ich neue Brillengläser brauch.
    Gestern war ich bei meinem Optiker und habe mit dem Rezept gesagt, dass ich neue Gläser brauche. Er hat dann im PC nachgesehen, wann ich die letzte Brille bekommen hab (Januar 2019) und hat die Werte auf dem Rezept mit den Werten von Januar verglichen.
    Er hat die Welt nicht mehr verstanden....auf dem Rezept war die Spalte "Sphäre" gar nicht ausgefüllt und die Werte bei "Cylinder" und "Achse" wichen stark von den Werten von Januar ab. Er hat mir dann diese "Testbrille" mit den Werten aus dem Rezept aufgesetzt und mich gefragt, was ich jetzt sehe. Ich antwortete nur: Nichts! Alles verschwommen.
    Der Optiker hat heute bei einem Termin nochmal meine Werte geprüft und unter anderem auch Prismentest mit mir gemacht, wegen meinen Doppelbildern. Diese Tests haben aber auch nichts gebracht und helfen mir nicht weiter. Er will sich jetzt auf jeden Fall am Montag mit der Augenärztin wegen den falschen (?) Werten in der Verordnung in Verbindung setzen und abklären, wie sie auf diese Werte kommt. (Die Werte habe ich leider nicht mehr im Kopf).

    Jetzt kommt aber das, was mir am meisten Sorgen macht... Die Augenärztin hat mir am Donnerstag das Auto fahren untersagt und hat gemeint, dass sie das aktenkundig machen muss und melden muss (wohin? keine Ahnung!).
    Ich habe ihr dann gesagt, dass der Termin in der Augenklinik erst im Mai nächsten Jahres ist und ich auf meinen Führerschein angewiesen bin, weil ich in einem Autohaus arbeite. Daraufhin hat sie nur gemeint, dass manche Patienten schon länger auf einen Termin gewartet haben und ich mich selber drum kümmern muss, um einen zeitnaheren Termin zu bekommen. Dann wollte sie mich das halbe Jahr bis zu dem Termin krank schreiben... Worauf ich nur gesagt habe, dass ich dann meinen Job los bin.

    Also nochmal kurz zusammengefasst: Ich darf momentan wegen Doppelbildern nicht Auto fahren, bin aber durch meinen Beruf auf das fahren angewiesen. Außerdem leide ich unter ständigen Kopfschmerzen. Prismen schaffen keine Abhilfe. Der Kliniktermin ist erst im Mai 2020 und ich könnte deswegen ein halbes Jahr meinen Beruf nicht bzw. nicht vollständig ausüben.

    Was soll ich jetzt tun? Was kann ich in dieser Situation machen?
    Ich habe jetzt schon von mehreren Seiten gehört (auch von medizinischem Personal), dass dies unter Umständen auch als "Notfall" bezeichnet werden kann. Kann ich in die Notaufnahme in diese Klinik fahren? Bin im Moment wirklich sehr verzweifelt.
    Wäre es vielleicht auch möglich, die Behandlungen selbst zu zahlen, um schnellstmöglich an einen Termin zu kommen? Bin schon so weit, dass ich extra einen Kredit dafür aufnehmen würde...

    Ich hoffe, dass der Text nicht zu lange geworden ist und einigermaßen verständlich geworden ist und hoffe, dass mir jemand einen Rat geben kann.

    Vielen Dank schon mal fürs Lesen und ich würde mich über Antworten freuen!

    Viele Grüße,
    Patrick!


  • Re: Schielen mit Doppelbildern

    In der Aufregung können Sie verständlicherweise keinen klaren Gedanken mehr fassen. Sie sollten zudem niemals unter Zeitdruck zu einer schnellen Entscheidung verleitet werden - vor allem auch dann nicht, wenn es um eine OP geht.
    Machen Sie sich bitte auch von dem Gedanken frei, dass eine OP alle Ihre Probleme lösen könnte. In ungünstigen Fällen sehen Sie sogar nach der OP schlechter als zuvor. Es benötigt viel Zeit, Risiko und Nutzen abzuwägen.
    In Ihrem konkreten Fall ist durchaus davon auszugehen, dass eine OP u.U. kein besseres Ergebnis als eine optimal angepasste Brille bringen wird. Sie müssten somit zunächst einen Optiker finden, der Ihnen die Sehhilfe so anpasst, dass Sie auch ohne eine OP zurechtkommen können. Das ist auch nicht immer der zuerst aufgesuchte Optiker.
    Auch Einäugige dürfen und können Auto fahren. Sofern es Ihrem Optiker nicht gelingt, sie ein- oder beidäugig Autofahren zu lassen, sollten sie diesen wechseln.
    Die Augenärztin sollte Ihnen auch die Befunde und das von ihr vorgeschlagene Vorgehen verständlich erläutern. Gelingt ihr dies nicht, müssten Sie den Arzt wechseln. Die Notwendigkeit einer "Notaufnahme" geht aus Ihrem Beitrag nicht hervor. Bevor Sie sich einer solchen OP unterziehen, holen Sie sich unbedingt eine Zweitmeinung ein.

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