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Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

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  • Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

    Liebes Forum,

    vor 10 Tagen wurde mir (m, 45 a) die linke Linse durch eine torische Zeiss Trifokallinse ersetzt (die OP in Vollnarkose verlief reibungslos und ohne Komplikationen).
    Nach zwei Tagen mit etwas erhöhtem Augeninnendruck wurde dieser medikamentös erfolgreich abgesenkt und ist seitdem im "grünen" Bereich.
    Am dritten Tag nach der OP hatte ich - subjektiv - einen fantastisch scharfen Seheindruck und eine gemessene Sehleistung von 100 % auf dem linken Auge. Doch leider...
    ... ab Tag vier verschlechterte sich die Sehleistung des Auges merklich (subjektiv empfundene deutliche Unschärfe in allen drei Distanzbereichen) und bei der Nachuntersuchung des Auges wurde eine Sehleistung von nur noch 80 % sowie eine Fehlsichtigkeit von -1 dpt gemessen.

    Nun frage ich mich:
    Warum hat die zuerst hohe Sehschärfe auf dem operierten Auge wieder so deutlich abgenommen? Pendelt die Sehschärfe in den Tagen/Wochen nach einer solchen OP wirklich in solchen Ausprägungen?
    Ist zu erwarten, dass sich diese wieder "fängt" und zu den 100 % zurückkehrt oder werde ich mich damit abfinden müssen, bei -1 dpt zu bleiben (immerhin ist die OP ja schon 10 Tage her).

    Die OP des rechten Auges vor drei Tagen verlief ebenfalls problemlos (ohne Augeninnendruckerhöhung) und bis jetzt ist der Seheindruck nahezu perfekt.
    (Aber das war beim linken Auge anfangs ja auch so...)

    Vielen Dank im Voraus für erhellende Kommentare

    Schöne Grüße
    Bluefox


  • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

    Es kann (sich) in beiden Richtungen (also besser oder schlechter) (ein)pendeln. Eine Aussage ist nur durch eine Untersuchung möglich (nur dann weiß man die Ursache).

    Kommentar


    • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

      Hallo Rdani0,

      vielen Dank für die schnelle Antwort.

      Mich interessiert sehr, welche physikalischen/mechanischen(?) Gründe denkbar sind (bin halt ein typischer Naturwissenschaftler).

      Ist die Linse im Linsensack wirklich so mobil, dass sie sich vor- und zurück verschieben kann? Oder gibt es weitere optische "Störfaktoren" innerhalb des Auges (evtl. reversibel?).

      Die Ärztin meinte, im linken Auge "tue sich wohl gerade etwas", konnte allerdings nichts Spezifischeres dazu sagen.

      Ein weiteres sehr massives Problem hat sich entgegen der Versprechen vor der OP nicht gelöst:

      Ich sehe mit dem linken Auge (enthält eine torische Trifokallinse von Zeiss) ein ganz massives Doppelbild (Richtung elf Uhr; Intensität vergleichbar mit dem Originalbild).
      Das Doppelbild ist so stark, das Text auf einem Bildschirm (z.B. Teletext oder die Schrift bei Netflix, etc.) nahezu unentzifferbar ist.
      Woher kommt das? Ich kenne so etwas nur von Brechungen an Oberflächen bzw. bei Diffraktionseffekten.

      Wenn jemand im Forum ähnliche Beobachtungen (Doppel- und Mehrfachbilder) gemacht bzw. Kenntnisse dazu hat hat, bitte melden.

      Das rechte Auge (enthält eine non-toric Trifokallinse) zeigt keinerlei Doppel/Mehrfachbilder.

      Schöne Grüße
      Bluefox

      Kommentar


      • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

        Die Achse für den Astigmatismus in der Linse könnte nicht exakt berechnet worden sein, die Linse im Kapselsack nicht genau platziert worden sein oder die Linse hat sich in der Zwischenzeit eben etwas verschoben / gedreht. Das könnte die Doppelbilder recht gut erklären.
        Gemäß dem Beschwerdebild (Unschärfe in allen Entfernungen) kann es sich zudem nun um eine Trübung des Kapselsacks handeln, die aber nachbehandelt werden kann.
        Letztlich ist es auch nicht ausgeschlossen, dass das Auge/Gehirn nicht in der Lage ist, aus den 3 überlagerten Bildern nur das in der betrachteten Distanz benötigte zu "verwenden" und die anderen Ebenen ausblendet. Dies wird erschwert, wenn die Linse (Sphäre) nicht exakt berechnet werden konnte (also ein restlicher Sehfehler verbleibt) und/oder beim Sehen nun eine Zwischendistanz benötigt wird, die eben nicht genau auf einer der 3 vorhandenen Entfernungen liegt.

        Kommentar



        • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

          Hallo Bluefox,

          also ich habe nach der OP, die vor drei Monaten gemacht wurde, auf dem rechten Auge eine monofukale Intrakuarlinse eingesetzt bekommen, als Triple-r DMEK, einer Hornhauttransplantation. Die Hornhaut ist gut angewachsen, allerdings macht die Linse mir Sorgen. Seit der OP habe ich genau die von dir, Bluefox, beschriebenen Symtome. Völlig verzerrte Buchstaben, gepaart mit Doppelbildern. Der hiesige Augenarzt, bei dem ich zur Nachbehandlung war, sagte mir, dass die daraus entstandene Fehlsichtigkeit wohl Folge der OP wäre, was vorkommen könnte. Da würde sich nicht mehr viel ändern. Ich habe jetzt nicht nur eine Kurzsichtigkeit sondern wegen der OP auch noch eine Fernsichtigkeit bekommen (wegen der verzerrten Schrift und den Doppelbildern), brauche dafür eine Brille mit +5 dpt. und sehe auch im mittleren Bereich nicht scharf. Dazu das Problem mit den Doppelbildern, die mit eingebauten Prismen in der Brille zu beheben wären. Habe ich spontan für mich abgelehnt nachdem ich durch eine solche Brille geschaut habe. Was tun? Linse tauschen? Add- Linse nachrüsten? Ich bin wegen der Risiken einer solchen Nach-.OP unschlüssig. Die Linse ist jetzt schon eingewachsen und könnte beim Herausnehmen Kapselsack sowie Hornhaut beschädigen. Wie soll denn das rechte Auge operiert werden, wenn die Linse solche Ungenauigkeiten zeigt?

          Kommentar


          • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

            Hallo Rdani0,

            was halten Sie von einem Austausch der Linse, mein jetziger Wert des Zylinders beträgt -0,75, neu ist der Wert von +2,5 vorher +2 dpt bei Weitsichtigkeit. Durch die Doppelbilder ist die Schrift nicht lesbar, verzerrt und unscharf - und auf allen drei Ebenen gibt es Unschärfe, für die Ferne benötige ich auch +2,5 bei einem Achsenwert von 90.
            Da bei mir die Unschärfe auf allen drei Ebenen ist: Wie funktioniert das mit der Behandlung des Kapselsackes?
            Danke!
            Herzliche Grüße
            Waljoanna

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            • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

              Hallo Waljoanna, hallo Rdani0,

              ich bin kein Mediziner, sodass ich Ihnen leider keinen "medizinischen" Rat geben kann. Gleichwohl kann ich Ihre Frustration über das Ergebnis sehr gut nachempfinden.Wir haben diese OPs gemacht, um unser Sehvermögen signifikant zu verbessern. Und das genaue Gegenteil davon ist - zumindest teilweise - eingetreten.

              Ehrlich gesagt, denke ich inzwischen zunehmend, dass diese Art der Kunstlinsenimplantation eben doch nicht so unproblematisch und im Ergebnis so vorhersagbar ist, wie die Hochglanzprospekte von Zeiss, etc. behaupten.

              Meine OPs sind jetzt drei Wochen (links) bzw. zwei Wochen (rechts) her.
              Rechts ist das Ergebnis sehr gut, links unverändert schlecht, sodass das Gesamtergebnis (da wir ja im Alltag überwiegend beide Augen simultan benutzen)
              allenfalls als "Naja" zu bezeichnen ist.

              Bei der letzten sehr ausführlichen Untersuchung wurde mir erneut etwas von Falten im Kapselsack und von Hornhautschwellungen sowie Wassereinlagerungen im Kapselsack erzählt. Ich solle noch warten.

              Das höre ich nun seit drei Wochen, ohne jegliche - auch nur minimale - Veränderung im linken Auge!

              Würde ich diese OPs nochmal machen? Ich weiss es nicht! Vermutlich kann man diese Frage wirklich erst nach zwei Monaten beantworten, aber sollte es so bleiben, dann lautet die Antwort ganz klar "Nein!".
              Ich war jetzt drei Wochen krankgeschrieben, kann nicht mehr richtig lesen und Autofahren kann ich jetzt auch nicht.

              Insofern - bisher - ganz klar ein deutlicher Verlust (!) an Lebensqualität.
              Vielleicht hätte ich doch einfach eine Gleitsichtbrille akzeptieren sollen.

              Mal sehen wie es weitergeht.
              Ich werde berichten.

              Schöne Güsse und gute Besserung!
              Bluefox

              Kommentar



              • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                Guten Tag, Bluefox, guten Tag, Waljoanna,
                grundsätzlich ist eine Spekulation über die Ursache der beschriebenen Probleme schwierig, ohne die Augen selber zu kennen und die Befunde komplett erhoben zu haben. Daher rate ich unbedingt, mit den behandelnden Ärzten in Kontakt zu bleiben und dort Erklärungen einzufordern.
                Eine Zeit von 4 Wochen nach der Operation ist tatsächlich manchmal nicht ausreichend, um das Endresultat zu kennen. Gelegentlich braucht man deutlich länger Geduld.
                Die Behandlung der Linsenkapsel wäre eine Laserung (sollte mann allerdings besser frühestens 3 Monate nach der Operation durchführen). Ob das Sinn macht, ist schwer aus der Ferne zu beurteilen.
                Und ja, natürlich haben vor allem Multifokallinsen auch so ihre Tücken, und nicht immer endet alles so wie in den "Reklame"- Prospekten (aber das gilt ja grundsätzlich für alles, was vermarktet wird). Aber ich denke, die Vor- und Nachteile hat der Operateur vorher mit Ihnen besprochen...
                Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld

                Kommentar


                • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                  Guten Abend Bluefox, guten Abend Frau Prof. Dr. Liekfeld,

                  ja, der Kontakt zu den behandelnden Ärzten ist auf jeden Fall sehr wichtig. Ich habe mich noch einmal komplett untersuchen lassen und in der Tat braucht das Auge Zeit und Geduld für die Heilung. Selbst drei Monate sind noch zu früh um etwas zu beurteilen was gerade im Prozess ist. Ich glaube auch und habe mir die Bestätigung durch den Arzt geholt, dass mindestens noch ein weiteres halbes Jahr abzuwarten ist. Ich habe schon oft hier und woanders Beiträge gelesen, in denen ich vernahm, dass die Geduld der meisten Patienten etwas zu kurz kommt. (Da schließe auch ich mich nicht aus) Die Ursache liegt vielleicht auch an den wenigen Erfahrungsberichten der Patienten, das es nur wenig Kenntnisse über den Verlauf nach der OP gibt. Es gibt Patienten, die kurz nach der DMEK ganz gut sehen können. Es gibt aber auch Patienten, bei denen es sehr sehr lange dauert, bis alles abgeheilt ist und die Ergebnisse des Sehens stabil sind. Ich denke, dass ich zu den letzteren Patoenten gehöre. Laut Aussage des Arztes ist mein Hornhautödem nach drei Monaten verschwunden. Geblieben ist aber ein wenig stromales HAZE, also eine Vernarbung. Ich denke, dass auch das abheilt oder sich glättet - damit verschwinden auch die oben genannten Probleme vielleicht. Hoffe ich. Meine Monofokallinse. und auch der Linsensack sind gut.
                  Mit freundlichen Grüßen und guten Heilungsverlauf!
                  Waljoanna

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                  • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                    Guten Tag, Waljoanna,
                    ja, das hört sich sinnvoll an. Drücke die Daumen, dass sich der Befund weiter verbessert.
                    Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

                    Kommentar



                    • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                      Hallo,

                      hier ein Update zu den - in der Tat überraschenden - neuen Erkenntnissen:

                      Es hat sich herausgestellt, dass sich die torische Linse (im linken Auge) in den Wochen nach der OP um ca. 50 Grad gedreht hat!
                      Das erklärt die gute Sicht bis zum dritten Tag nach der OP und die kontinuierliche Verschlechterung seitdem.

                      Ich bin schon überrascht, dass so etwas überhaupt möglich ist!
                      Eigentlich sollte doch operativ bzw. konstruktiv sichergestellt sein, dass die Linsen eben nicht rotieren, zumal dadurch die gesamte Astigmatismus-Korrektur obsolet wird.

                      Als "Lösung" des Problems wird nun eine PRK der Hornhaut-Oberfläche überlegt, damit diese so "umgestaltet" wird, dass sie zur nun verdrehten IO-Linse passt.

                      Ich finde das durchaus etwas unschön, weil mir das ungefähr so erscheint, wie wenn ich eine Stadt umbaue, nur damit diese zu einem falsch gedruckten Stadtplan passt.

                      Ein operative Rückrotation der Linse (sei grundsätzlich ok, aufgrund des ebenfalls implantierten Kapselspannrings) möchte der AA nicht machen, da der Linsensack wohl nicht mehr allzu stabil aufgehängt ist und befürchtet wird, dass dieser abreisst, wenn nochmals darin manipuliert wird.

                      Ich bin jetzt sehr unsicher, was ich tun soll!
                      Angenommen ich mache die PRK und die implantierte Linse rotiert weiter.
                      Muss ich dann in ein paar Monaten nochmals eine PRK machen lassen?
                      Und wie oft geht das überhaupt?

                      Gibt es einen Mindestzeitraum, den es abzuwarten gilt, sodass ich sicher sein kann, das die IO-Linse nun wirklich festsitzt und nicht mehr rotieren kann?

                      Was ist Ihre Meinung dazu?

                      Ist dieses Vorgehen (die PRK) "state-of-the-art" oder gibt es noch andere Möglichkeiten die "rotierte" Linse zu kompensieren?


                      Schöne Grüße
                      Bluefox

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                      • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                        Guten Tag, Bluefox,
                        in der Regel sind die Verhältnisse nach 2 Wochen stabil, eine spätere Rotation ist eher nicht zu erwarten. Die Rotation der Kunstlinse ist in der Regel die Therapie der Wahl, aber wenn die Verhältnisse im Auge das nicht hergeben (kann ich natürlich aus der Ferne nicht beurteilen), ist eine Hornhaut-Lagerung durchaus auch eine Option, die langfristig stabile Verhältnisse bringen kann.
                        Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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                        • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                          Hallo Fr. Dr. Liekfeld,

                          vielen Dank für Ihre Antworten.

                          In der Zwischenzeit hat sich die Situation im wesentlichen auf dem ... naja .. etwas unerfreulichen Niveau stabilisiert. Beide Augen weisen inzwischen zudem stark ausgeprägte Kapselfibrosen auf, die in ca. 4 Wochen mittels YAG-Laser entfernt werden.

                          Darüberhinaus drängt mich mein behandelnder Augenarzt ein bisschen zu einer PRK im Sommer.

                          In den letzen Wochen habe ich allerdings einen sehr merkwürdigen Effekt beobachtet, dessen Ursache ich für die Entscheidung weiterer Schritte gerne verstehen würde:

                          Im Prinzip ist der Visus jetzt mit einer Brille, die den Seh-"Fehler" des linken Auges kompensiert grundsätzlich akzeptabel.

                          Nur leider stelle ich Folgendes fest:

                          Sobald ich etwas lese bzw. in die "Nähe", d.h. 30 bis 40 cm blicke, wird der Visus links signifikant schlechter. Hierfür reichen bereits 10 Minuten (!) lesen oder zeichnen. Es äussert sich so, dass das linke Auge ein massiv unscharfes Bild liefert, mit deutlichen Doppel/Schattenbilder (und zwar in allen Entfernungen, nah, mittel und fern). Auch die Brille ist in diesem Zustand (links) vollkommen wirkungslos. Dieser Zustand bleibt über mehre Stunden so. Üblicherweise ist das linke Auge erst am nächsten Morgen wieder "auf brauchbar zurückgesetzt".
                          Sobald ich dann aber im Büro wieder ein paar Minuten lese oder programmiere ist der Visus wieder für den Rest des Tages "kaputt".


                          Nun meine Fragen:

                          1.) Ist Ihnen so ein Effekt bekannt? Mir ist klar, dass Sie keine Ferndiagnose geben können, aber bitte spekulieren Sie! Vllt kennen Sie ja eine vergleichbare Symptomatik aus Ihrer Praxis bzw. aus der Literatur.

                          2.) Bevor ich weitere operative Massnahmen ergreife, möchte ich eine fundierte (diagnostisch abgesicherte) zweite Meinung einholen. Insbesondere auch wegen dieses merkwürdigen "Effektes". Können Sie mir bitte eine Praxis/Klinik empfehlen, die ich hierfür aufsuchen kann. Idealerweise eine, die auf "schief" gegangene IOL-Implantationen spezialisiert ist.


                          Vielen Dank im voraus und schöne Grüße
                          Bluefox

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                          • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                            ... Nachtrag zum vorigen Post: auch Tropfen mit künstlicher Tränenflüssigkeit bewirken bei dem beschrieben Effekt absolut gar nichts. Der Visus verbleibt über Stunden "geschädigt".

                            Kommentar


                            • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                              Guten Abend, Bluefox,
                              da habe ich wirklich keine sofortige Erklärung parat und kann auch wenig spekulieren ohne den Befund zu sehen.
                              Hinsichtlich einer Empfehlung für eine Zweitmeinung: Schauen Sie mal in Ihrer Nähe nach einer Augenklinik - da macht vielleicht am meisten Sinn.
                              Auch mit der Nachstar-Laserung (Fibrose-Laserung mit dem YAG) würde ich warten, bis Sie die Zweitmeinung eingeholt haben. Da läuft die Zeit nicht davon...
                              Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

                              Kommentar


                              • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                                Hallo Bluefox! Wie ist es ihnen denn zwischenzeitlich ergangen? Hat die Nachkorrektur mit dem Laser den gewünschten Erfolg gebracht? Ich stehe vor einer ähnlichen Situation und überlege ob ich einer Nachkorrektur zustimme. Beste Grüße

                                Kommentar


                                • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                                  Guten Tag, Stromberg123,
                                  eine Laserung des Nachstars und eine Nachkorrektur mittels Laser sind eigentlich zwei verschiedene Dinge. Wie ist denn die Ausgangssituation bei Ihnen, was ist vorausgegangen und was ist jetzt das Problem?
                                  Mit freundlichen Grüßen, Prof. Dr. med. A. Liekfeld.

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                                  • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                                    Hallo zusammen,

                                    nach etwas längerer Zeit nun ein Update:

                                    Das YAG-Laserung zur "Entfernung" des Nachstars (präzise: ein Loch in die zentrale Sehachse brennen) hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Sicht wurde dadurch zwar nicht schärfer, jedoch deutlich klarer, d.h. weniger "verschmiert".

                                    Leider hört es aber jetzt schon auf mit den guten Nachrichten.

                                    Ich war letzen Sommer (2019) dermassen genervt und sauer auf diesen ganzen Augen-OP-Mist,
                                    dass ich beschlossen habe bis zum Winter diese Sache komplett zu verdrängen.

                                    Vor drei Monaten - Im November 2019 - habe ich dann eine PRK-Laserung durchführen lassen,
                                    um den Rest-Astigmatismus von ca -1.25 dpt zu entfernen (zur Erinnerung: die Implantation einer torischen Trifokallinse ist vollkommen schiefgegangen: die Linse hat sich im Auge gedreht!)


                                    Zur PRK an sich sei folgendes gesagt:

                                    Nach der OP hatte ich 4 Tage lang HÖLLISCHE Schmerzen!!!
                                    Ich nahm jeden Tag 6 Tabletten Ibuprofen600.
                                    Nur so konnte ich die Zeit einigermassen überstehen.

                                    Ganz ehrlich: die Ärzte untertreiben die Schmerzen massiv!
                                    Das ist für mich fast schon an der Grenze zur justiziablen Falschberatung!

                                    Eine PRK ist einfach nur HÖLLISCH!
                                    Das mache ich NIE NIE NIE WIEDER!

                                    So, und hat sich die PRK jetzt gelohnt??

                                    -- > Bisher: ganz eindeutig NEIN!

                                    (Ja, ich weiss, dass ich zu viel in Grossbuchstaben schreibe.
                                    Das ist etwas umprofessionell, aber ich bin so SAUER auf dieses ganze Laser-Augenarzt-Syndikat!)

                                    Also, mein Visus ist jetzt 3 Monate nach (!) der PRK immer noch schlechter als vor der PRK!
                                    (jetzt ca. 60 %, vor der PRK war er 75%)

                                    Obwohl nur -1.25 dpt gelasert wurden (Zitat: "Bei so wenig werden Sie ganz sicher kein Haze bekommen") habe ich nun eben doch ein fettes Haze ausgebildet.

                                    Ich habe auf eigene Rechnung ein Vorderkammer-OCT-machen lassen, bei dem herauskam, dass die äußere und innere Grenzschicht der Epithelschicht im gelaserten Bereich signifikant verdickt (gequollen?) seien. Diese - für PRK angeblich typischen - Verdickungen/Quellungen seien die Ursache für eine nun resultierende Kurzsichtigkeit von -1 dpt.

                                    Man hat mir gesagt, dass diese sich im Laufe der kommenden 12 Monate abbauen würde und ich soll weiterhin 3 x Tag Efflumidex tropfen.
                                    Ausserdem hieß es, ich müsse mir keine Sorge wegen des Augeninnendrucks machen, da
                                    Efflumidex diesen nicht erhöht. Deswegen wird der Augeninnendruck auch nicht durch Messungen überwacht. Dabei schreibt der Hersteller von Efflumidex selber im Beipackzettel, man soll es keinesfalls länger als drei Wochen (!) anwenden!


                                    Sehr geehrte Fr. Dr. Liekfeld,

                                    ich habe nun vier Fragen, um die ich Sie nochmals um Ihre Einschätzung bitte:

                                    1.) Sind diese Verdickungen der Epithelgrenzschichten nach einer PRK bekannt?

                                    2.) Ist diese als Erklärung für die wahrgenommene Kurzsichtigkeit von -1dpt und damit für die Verschlechterung des Vitus plausibel?

                                    3.) Ist es wirklich unschädlich, weitere 8 Monate Efflumidex zu nehmen (3 x Tag)?
                                    Ist es denn wissenschaftlich hinreichend beweisen, dass Efflumidex derartige "Quellungen" überhaupt wirksam abbaut?

                                    4.) Stimmt es, dass Efflumidex den Augeninnendruck nicht beeinflusst?


                                    Vielen Dank im voraus und schöne Grüße
                                    Bluefox





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                                    • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                                      Guten Abend, Bluefox,
                                      1) Ich bin mir nicht sicher, ob es sich wirklich um die "Epithelgrenzschichten" handelt und welche sollen diese sein? Es gibt lediglich eine Grenzmembran zum Stroma hin. Das ist die Bowman-Membran, die nach einer PRK in dem gelaserten Bereich in der alten Form nicht mehr vorhanden ist. Eine Verdickung in dem Bereich kann durchaus sein.
                                      2) könnte sein.
                                      3) Efflumidex macht langfristig Sinn.
                                      4) Eine Beeinflussung des Augendrucks ist durchaus möglich, wenn auch unwahrscheinlicher als bei anderen Kortison-Präparaten. Daher empfehle ich durchaus eine regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks...
                                      Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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                                      • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                                        kurzes Update: bin im Gespräch mit meiner Rechtschutzversicherung.
                                        Ich lasse gerade prüfen, ob ich Anklage wegen Verdachts der Fehlbehandlung stelle.

                                        Es reicht jetzt!

                                        Ich kann nur allen Geschädigten empfehlen, ebenfalls juristische Schritte zu erwägen.

                                        Es wird höchste Zeit, dass wir diesen unverschämt kommerziell getrieben Augenlaser-Zirkus bändigen!

                                        Schöne Grüße
                                        Bluefox

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                                        • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                                          Guten Tag, Bluefox,
                                          Sie haben sich aber doch freiwillig operieren lassen und sind doch auch sicher über mögliche Komplikationen aufgeklärt worden, oder? Was konkret werfen Sie denn für eine Fehlbehandlung vor? Entscheidend ist vor allem immer die Aufklärung vor der Operation...
                                          Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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                                          • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                                            Hallo,

                                            die Basis meiner Klage wird sein, dass die Implantation an sich nicht angezeigt war.

                                            Ich hatte im Jahr 1993 eine schwere Verletzung im linken Auge, sodass dieses im Klinikum Augsburg operiert werden musste (Entfernung von Glassplittern aus der Hornhaut und diverse Nähte).
                                            Hierzu habe ich der Augenärztin VOR der Implantation einen Bericht der Klinik gegeben.

                                            Sie war also über die massive Vorschädigung des Auges informiert.

                                            Insofern ist es absolut unverantwortlich, in ein solches, traumatisch vorbelastetes, Auge eine IOL zu implantieren.

                                            Die anschliessende PRK (vor 7 Monaten) hat übrigens ausser Schmerzen, Krankheitstage und viel Frustration rein gar nicht gebracht! Visus links ist weiterhin bei 70 % .

                                            Ich habe inzwischen einen ausgeprägten Hass auf diese, mMn rein gewinnorientiert arbeitende, Augen-OP-Mafia entwickelt und werde nicht müde gegen diese zu kämpfen!

                                            Btw: die Lichthöfe und Artefakte der Trifokallinsen haben sich in nun 1.5 Jahren seit der Implantation in keinster Weise verringert. Im Dunklen Autofahren ist absolut unmöglich! Auch darüber wurde ich vor der OP nicht vollumfänglich aufgeklärt.

                                            Was bleibt jetzt: deutlich reduzierter Visus links, kein Autofahren im Dunklen und grenzenloser Hass auf die Augen-OP-Mafia!


                                            Schöne Grüße
                                            bluefox

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                                            • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                                              hallo Bleufox,

                                              Die Aufklärung in der Augenheilkunde ist miserabel. Sie entspricht i.d.R. nicht den Anforderungen an § 630e bzw. § 630d des Patientenrechtegesetzes. Ich gehe davon aus, dass bei Ihnen eine nicht notwendige, d. h. eine nicht-medizinisch indizierte Augenoperation stattgefunden hat. Eine Clear-Lens-Extraction z. B. wäre eine sog. Lifestyle- oder Schönheitsoperation. An diesen Operationen werden besondere Anforderungen in Bezug auf Aufklärung gestellt. Laut BHG müss "schonungslos" über alle Risiken aufgeklärt werden.

                                              Die Aufklärungsbögen sind sehr arztfreundlich gestaltet, so dass Risiken, die zwar bekannt sind aber die Vorstellungskraft des Patienten bei weitem überschreiten, durch seine Unterschrift mit abgedeckt sind. Es sieht dann so aus als ob darüber aufgeklärt wurde. Inzwischen werden Aufklärungen kaum noch vom operierenden Augenarzt/von der Augenärztin selbst durchgeführt, sondern von einem/einer durch die Pharmaindustrie dazu speziell ausgebildete Person (welche berufliche Ausbildung diese Person hat, ist für den Patienten meist nicht ersichtlich!). Das eine gewisse "Verkaufstrategie" dabei gefahren wird, darf zumindest vermutet werden. I. d. R. wird der Patient aufgefordert den Bogen zu unterschreiben BEVOR er ihn in die Hand bekommt und hat nachlesen können. Häufig kommen inzwischen Tablets zum Einsatz, auf denen der Patient unterschreiben soll. Dafür wird geworben mit "wir wollen doch umweltfreundlich agieren und Papierverschwendung vermeiden!". Dass der Patient den vielen Seiten umfassenden Aufklärungsbogen in dem Fall NICHT lesen kann, durfte jedem klar sein (er unterschreibt aber gerade, dass er ihn gelesen hat!) Erst NACH geleisteter Unterschrift wird er zum Augenarzt reingelassen, unterschreibt er nicht, bekommt er ihn auch gar nicht zu sehen. Diese (nach meinem Empfinden erpresserische) Methodik ist in einem Arzthaftungsprozess, bei dem die volle Beweislast beim geschädigten Patienten liegt, nicht beweisbar.

                                              Es gibt noch weitere Makel in den Aufklärungsbögen und -praktiken, z. B. bezüglich der risikoreichen Retro - und Parabulbärspritze zwecks Betäubung, die mit Verlust des Auges einhergehen kann. Er gibt Alternativen, worüber seitens des Gesetzgebers zwingend aufzuklären ist, damit der Patient von seinem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch machen kann.

                                              Hier sollte zwingend nachgebessert werden!

                                              Alles Gute!

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                                              • Re: Verschlechterung der Sehschärfe nach Katarakt-OP

                                                Guten Tag,
                                                ich gebe zu bedenken, dass ich davon ausgehe, dass es sich tatsächlich um eine medizinische Indikation mit vorliegen eines Grauen Stars gehandelt hat und nicht um eine refraktiv-chirurgische Indikation. Allerdings ist es tatsächlich fragwürdig, in ein vor-geschädigtes Auge eine Multifokallinse einzusetzen. Eine IOL einzusetzen, ist nicht kontraindiziert - das ist immer anzustreben, wenn die natürliche Linse entfernt wird.
                                                Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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