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Sehstörungen / Missempfindungen

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  • Sehstörungen / Missempfindungen

    Liebes Forum,

    ich mache mir bereits seit Monaten große Sorgen.
    Ich, Sebastian, 27 Jahre, 181cm, 91Kg. Bisher immer kern gesund gewesen.

    Es fing alles im ersten Quartal diesen Jahres an. Erstmalig Druck in der Brust. Blutuntersuchungen, Röntgenbilder und Untersuchung der Halsschlagader ergaben folgende Befunde: Leicht erhöhtes Cholesterin und Bluthochdruck (24 Std: 145/94 -> wahrscheinlich geerbt). Sonst alles gut. Normalgroßes Herz und Lunge unauffällig. Halsschlagader frei.

    Der Hausarzt wollte mein Bluthochdruck erstmal nicht behandeln, riet zu mehr Sport und abnehmen.

    Nun im dritten und vierten Quartal kamen Sehstörungen und Missempfindungen hinzu.

    Missempfindungen: Hinundwieder "blitzartiges", nicht schmerzhaftes Kribbeln / Zuckungen; "Einschüsse" - schwierig zu beschreiben. Manchmal auch sowas wie Juckreiz am Kopf. Alles nicht schmerzhaft, aber schwer nervig und besorgniserregend. An dem einen Tag mehr, am anderen Tag weniger. Meist wenn ich "drauf achte" kommt es akut.

    Sehrstörungen: Tagtäglich nehme ich helle und dunkle Punkte wahr. Selten auch mal "Blitze" im linken Augenwinkel. Vermutlich alles im linken Auge. Kommt und geht so schnell, dass es nicht zu kontrollieren ist.
    Wenn ich blinzel (oder aber einfach von dunkel zu hell wechsel (z.B. Licht an / aus), dann erscheint immer an der selben Stelle (linkes Auge; fast mittig; leicht rechts oben) ein heller Punkt. Nur für diesen "Augenblick" und in hellen Räumen.

    Hausarzt: Neurologisch gesehen erstmal keine negativen Anzeichen. Reflexe getestet, Gleichgewicht, Finger zu Nase etc. Alles Okay. Bluthochdruck noch immer.

    Auf eigene Faust zum Neurologen: EEG und VEP unauffällig, Reflexe okay.

    Augenarzt: Keine behandelbare Erkenntnisse: Mouches volantes, keine Risse oder Löcher. Glaskörper teils am abheben. Trockene Augen morgens.

    Diesen Punkt beim Blinzeln erklärt er so: Da soll eine Stelle sein, wo sich viele Trübungen sammeln bzw. irgendwie dünn ist, also er sieht da was, was aber kein Loch ist. Die Hand würde er aber nicht ins Feuer legen für diese Aussage.
    Dieser riet mir auch den Hausarzt zu wechseln, da er meinen Bluthochdruck nicht behandeln wollte.

    Zuletzt kamen neue Sehstörungen hinzu:
    Ein helleuchtender Punkt tritt im linken Auge unten auf und "malt" einen Strich ins Bild. Wenn ich auf meinen ausgestreckten Arm schauen würde, dann ist der Strich ca ein Finger lang und dick wie ein Kugelschreiber-Strich. Ist der Strich "zuende gemalt", dann verschwindet dieses sofort und ein weiterer Strich wurde etwas weiter rechts begonnen. Davon gab es 3 Stück innerhalb von ca 5 Sekunden.
    Das war einmalig an diesem Tag. Kurz vorher musste ich niesen.

    Augenarzt: Nichts zu sehen; keine Erklärung.

    Heute war ein stecknadelgroßer heller weißer Punkt im Sichtfeld (vermutlich linkes Auge) aufgetaucht, nicht zu übersehen und nach einer Sekunde verschwunden.
    Kopfschmerzen habe ich seltenst und bisher nicht zur selben Zeit/kurz danach. Auch nicht anhaltend oder schmerzhaft. Kurz drückend und nie an der selben Stelle.

    Bisher konnte mir keiner helfen. Den Hausarzt habe ich nun gewechselt und ein neuer 24 Stunden Blutdrucktest + Blutuntersuchung wurde diese Woche gemacht. Dienstag muss ich in die Praxis zur Besprechung/Auswertung.

    Nun bin ich weiterhin schwer besorgt und weiß kaum weiter / wohin / wer kann mir helfen.
    Sportlich gesehen habe ich keine Probleme bisher. Problemlos laufe ich 40 - 50 Minuten am Stück (+ zwischenzeitliches Dehnen).

    Habt Ihr eine Idee? Kennt Ihr das?

    Bitte um Unterstützung bzw. auch Hinweise, auf die ich meinen Arzt hinweisen kann.

    Beste Grüße
    Sebastian


  • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

    Edit:
    - Hin und wieder fühlt sich mein rechter Fußrücken warm an, obwohl dieser genau so warm / kalt ist wie der linke. (Dauer 3 - 5 Sekunden, danach normal)
    - Hin und wieder kribbeln die Fingespitzen, kann aber auch an meinen dann gebeugten Armen liegen. Meist nicht lange.

    Beste Grüße
    Sebastian

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    • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

      Guten Tag, Sebastian,
      das hört sich am ehesten nach harmlosen Glaskörpertrübungen an. Wenn alles augenärztlich untersucht ist, sollten Sie versuchen, sich nicht verrückt zu machen und die Beschwerden zu ignorieren.
      Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld

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      • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

        Guten Morgen Dr. Liekfeld,

        vielen Dank für Ihre Antwort.
        Wie würden Sie sich denn die "gemalten" Linien im Zusammenhand mit Trübungen erklären?

        Haben Sie auch eine Meinung zu den Missempfindungen bzw. wen oder wo könnte ich dies hier im Forum erfragen?

        Vielen Dank!

        Beste Grüße
        Sebastian

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        • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

          Hallo Sebastian,
          ich hab diese Missempfindungen auch. Bei mir war die neurologische Untersuchung unauffällig. Ich hab aber auch eine Angststörung und immer wenn ich viel Stress habe, werden diese Missempfindungen dann schlimmer. Da bei dir der Neurologe ja auch nichts gefunden hat, rate ich dir zur Stressreduktion.

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          • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

            Guten Abend, Sebastian,
            ich denke, auch Ihre "Missempfindungen" sind harmlos. Aber grundsätzlich ist dann, wenn es Sie beunruhigt oder die Beschwerden schlimmer werden, eine neurologische Abklärung sinnvoll.
            Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld

            Kommentar


            • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

              Hallo und vielen Dank für die Antworten, diese beruhigen mich ein wenig!

              @Nadeschda81: Wie reduzierst du aktiv Stress?
              Hattest du auch dieses Wärmeempfinden im Fuß?

              Ich fühle mich an sich nicht gestresst und hatte auch schon stressigere Zeiten. Deswegen kann ich das noch nicht darauf beruhen und "gut sein" lassen :-/

              Die nächsten Termine sind erst im nächsten Jahr Februar :-( mein Hausarzt möchte die Wirbelsäule checken lassen und neurologisch alles messen lassen.

              Falls eine ernsthafte Erkrankung anliegt, würde das dauerhaft Beschwerden hervorrufen oder aber auch, wie bei mir, zeitweise "auffallen"?

              Besten Gruß
              Sebastian

              Kommentar



              • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                Guten Abend, Sebastian,
                das kann man pauschal nicht beantworten. Es gibt auch Erkrankungen, die schubweise auftreten mit Beschwerde-freien Intervallen.
                Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld

                Kommentar


                • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                  Wie ich Stress reduziere:

                  Ich hab mehrere Entspannungsmethoden gelernt (Progressive Muskelentspannung, Meditieren, Autogenes Trainin) und praktiziere davon eine täglich (!). Wenn ich das mal paar Tage nicht mache, merke ich es schnell dass es mir fehlt

                  3 mal pro Woche Sport (fühle mich auch hier wieder unausgeglichen wenn ich mal nix mache)

                  Ich lege genügend Pausen ein beim Arbeiten, teile mir die Zeit gut ein, nehme mir nicht zu viel auf einmal vor sondern teile alles Anstehende ein dringend und weniger wichtig.

                  Kommentar


                  • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                    Wärmeempfinden am Fuß hab ich nicht, wenn dann eher Kälte. Oder Kribbeln.

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                    • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                      Na, das Blitzen dürfte von der Glaskörperabhebung kommen. Da du erst 27 Jahre alt bist, würde ich die Abhebung weiter vom Augenarzt kontrollieren lassen. Alles Gute!

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                      • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                        Guten Abend,
                        ich denke auch, dass es kein außergewöhnlicher "Alterungsprozess" der Augen ist....
                        Mit freundlichen Grüßen,
                        Prof. Dr. A. :Liekfeld.

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                        • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                          Hallo zusammen,

                          ich muss mich nochmal melden.
                          Die oben beschriebenen Missempfindungen sind nachwievor da, aber mal mehr, mal weniger. Auch oft an unterschiedlichen stellen.

                          Dann war ich aufgrund des Punkte-Sehens in einer Uni-Klinik. Diese haben festgestellt, dass die Nervenfaserschicht ausgedünnt ist. Was genau bedeutet das für mich?
                          Große Gefahr für Erblindung?

                          Weiter noch: Ich beobachte, meist in den hellgrauen Wolken, solche unzähligen Sternchen die herumwandern. Auf farbigem Hintergund ist nichts zu sehen, auch nicht wenn die Wolken zu hell bzw. zu dunkel sind.
                          Bei der "richtigen Wolkenhelligkeit" sehe ich aber unzählige weiße und schwarze Pünktchen, die wandern.

                          Vielen Dank für Eure Unterstützung!

                          Besten Gruß
                          Bastian

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                          • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                            Guten Abend, Bastian,

                            der Befund hat zunächst keine Konsequenz, sollte aber kontrolliert werden, und ist nur bedenklich, wenn die Nervenfaserschicht-"Ausdünnung" zunimmt.

                            Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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                            • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                              Hallo Dr Liekfeld,

                              vielen Dank für diese Information. Wieso schreiben Sie „Ausdünnung“ in Gänsefüßchen?

                              Ich habe dies beidseitig, was kann das bedeuten? Lässt sich das gut kontrollieren?

                              Danke und beste Grüße!

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                              • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                                Guten Tag, Bastian1710,
                                ggf. ist Ihre Nervenfaserschicht einfach statistisch betrachtete dünner als der Durchschnitt - dann ist es keine wirkliche Ausdünnung. Die findet mann dann nur im Verlauf heraus. Das lässt sich mit dem OCT gut nachweisen.
                                Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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                                • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                                  Hallo Dr. Liekfeld,

                                  ich war eben bei meiner Augenärztin, welche sich mein Auge nochmal anschaute. So (Spaltlampe) sehen meine Augen immer noch okay aus.

                                  Woche davor: MRT Schädel ist OK. Nichts auffälliges.

                                  Nachdem ich Ihr den Befund der Augenklinik mündlich mitteilte, dass die Uniklinik eine Ausdünnung der Nervenfaserschicht an beiden Sehnerven feststellte, wurde das Gespräch sehr unberuhigend. (Uniklinik hat es in 3 Woche nicht geschafft, einen Bericht anzufertigen und zu schicken)

                                  Sie wird wohl alle Termine für mich abtelefonieren und auf "so schnell wie möglich" legen. Das beunruhigt mich natürlich sehr, da es sich sehr ernst anhört.

                                  Sie meinte, dass eine Ausdünnung der Nervenfaserschicht eigentlich nicht normal sein KANN und ein OCT in nächster Zeit kein Sinn macht. Stimmt das?

                                  Wie schnell kann die Ausdünnung fortschreiten?

                                  Mein Neurologe möchte nun ein MRT von der HWS anfertigen lassen.

                                  Vielen Dank für Ihre Einschätzung!

                                  Beste Grüße
                                  Bastian.

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                                  • Re: Sehstörungen / Missempfindungen

                                    Guten Abend, Bastian,
                                    ich denke, um das zu beurteilen, müsste man die OCT-Bilder selber sehen. Ein Verlaufs-OCT macht erst nach einigen Monaten Sinn. Ansonsten sind Sie sicher bei einem Neurologen vorsichtshalber gut aufgehoben.
                                    Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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