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Schatten und Glaskörpertrübung nach Katarakt OP

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  • Schatten und Glaskörpertrübung nach Katarakt OP

    Hallo liebe Forumsteilnehmer,

    im März d.J. hatte ich eine Katarakt-OP am rechten Auge.I ch hatte mich für eine asphärische Premium-Linse mit Blaulichtfilter entschieden.
    Gleich nach der OP nahm ich einen sichelförmigen Schatten am rechten Rand des Sichtfeldes wahr, der sich auch noch etwas nach unten herumzieht.
    Besonders schlimm ist es, wenn ich etwas im Nahbereich fixiere oder nach oben schaue. Dann dreht sich dieser Rand weiter ins Sichtfeld hinein.
    Nach einer weiteren Untersuchung in der Augenklinik kam der Begriff negative Disphotopsie auf. Ich habe viel gegoogelt und dabei nur herausgefunden, dass die Ursache dafür nicht wirklich geklärt ist, es folglich auch keine wirkliche Behandlungsmöglichkeit gibt.

    Nach 3 Wochen bekam ich dann noch eine ziemlich heftige Glaskörpertrübung. Seitdem schwurbelt so ein Teilchen vor meinem Auge hin und her, wenn ich die Blickrichtung wechsele.

    Das Phänomen der negativen Disphotopsie soll in den meisten Fällen nach einiger Zeit verschwinden.

    Daher meine Frage: Gibt es in diesem Forum Menschen, die dieses auch erlebt haben und darüber berichten können, wie es ihnen ergangen ist?
    Gerne höre ich auch über Erfahrungen und evtl. Hilfe bei Glaskörpertrübungen.

    Ich freue mich auf Antworten.

    LG
    Mona


  • Re: Schatten und Glaskörpertrübung nach Katarakt OP

    Hallo Mona,
    mit der gleichen Diagnose wollte ich mich gerade an Frau Dr. Liekfeld wenden. Bei mir zieht sich das schon seit 2011 hin. Ich war schon bei mehreren Augenärzten, habe einen Biometrischen Sehtest machen lassen, aber organisch ist alles in Ordnung. Vorige Woche war ich endlich bei einem bekannten Augenarzt, der mir das Phänomen erklären konnte und mich nicht als Simulant hinstellte. Jetzt habe ich zumindest einen Namen dafür, aber letztendlich keine Lösung. Ich komme mir vor, wie mit Scheuklappen. Auf dem linken Auge empfinde ich es auch wesentlich schlimmer, als ob immer ein grauer Schleier von außen kommt, außerdem habe ich zusätzlich noch Glaskörpertrübungen, die immer hin- und herschwappen. Vielleicht kann uns Frau Dr. Liekfeld einen Rat geben. Kann man das mit einer Untersuchung feststellen? Vor einer 2. Linse im Auge habe ich doch etwas Angst.
    LG Mobri

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    • Re: Schatten und Glaskörpertrübung nach Katarakt OP

      Hallo Mobri,

      das ist ja schon sehr lange. Eigentlich heißt es immer, nach einigen Monaten sollte das Phänomen verschwinden.
      Das mit dem Schleier, von außen kommend, habe ich auch.

      Bei welchem bekannten Augenarzt warst du denn?

      Eine zweite, sogenannte Add-ON-Linse, war mir auch angeboten worden. Darüber habe ich aber auch schon Negatives gelesen. Außerdem ist mir der Gedanke nicht angenehmen, mein Auge so 'zumüllen' zu lassen.

      Kennst du Prof. Wenzel in Trier? Er ist der Ansicht, dass man Teile des Sehnervs oder der großen Gefäße sieht und das Gehirn sich umstellt. Ansonsten favorisiert er, das Auge 3 Wochen lang anzukleben.

      Auf jeden Fall hat er Recht damit, und das sagen auch andere, dass, wenn man es auf einem Auge hat, das andere auch betroffen sein wird. Das zeigt ja deine Geschichte u.a.

      Es gibt auch eine speziell für negative Disphotopsie entwickelte Linse von Morcher. Dazu gibt es auf YOUTUBE etwas von Dr. Tobias Neumann, München.
      Gern höre ich wieder von dir.

      LG
      Mona

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      • Re: Schatten und Glaskörpertrübung nach Katarakt OP

        Guten Abend, Augentrost_M,
        man kann versuchen, mit dem ein oder anderen Therapieansatz, die negativen Dyphotopsien zu beheben, wenn sie sich gar nicht bessern und sehr beeinträchtigen. Das Spektrum reicht von Brille über Augentropfen bis hin zum Linsenaustausch...
        Das müsste man dann im Einzelfall besprechen und versuchen. Aber solange Sie es nicht allzu sehr beeinträchtigt, kann man gut zuwarten.
        Auch hinsichtlich der Glaskörpertrübungen ist zu erwarten, dass es Sie irgendwann nicht mehr so stört (Gewöhnungs-Prozess).
        Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

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        • Re: Schatten und Glaskörpertrübung nach Katarakt OP

          Liebe Frau Dr. Liekfeld,

          vielen Dank für Ihre Antwort.
          Eine Fernbrille trage ich bereits aus diesem Grund, obwohl ich keine benötige. Augentropfen, ständig Chemie im Auge? Nein.
          Ja, das Ganze beeinträchtigt mich sehr und ich bin mittlerweile in einer heftigen Depression.
          Ich möchte gern wieder ein normales Leben ohne 'Krücken' führen und mich nicht qualvoll von einem Tag zum nächsten hangeln in der Hoffnung, dass dieses Phänomen endlich verschwindet.

          Zum Linsentausch sagte mein Operateur und Augenarzt, dass das risikoreich wäre.

          Ehrlich gesagt bin ich sehr, sehr enttäuscht. Mit dem Operieren ist man schnell dabei. Wenn aber das Ergebnis katastrophal ist, zuckt man nur mit den Schultern und man wird allein gelassen.
          Ich fühle mich auch nicht gut beraten. Der Arzt hätte mir von der OP abraten sollen. Ich konnte im Nahbereich gut sehen, lediglich in der Ferne sah ich verschwommen. Meine Sehqualität war 100 Mal besser als jetzt.

          Aber es ist zu spät….

          Viele Grüße
          Mona

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          • Re: Schatten und Glaskörpertrübung nach Katarakt OP

            Guten Morgen Frau Dr. Liekfeld,

            Sie erwähnten einen eventuellen Linsentausch.
            Können Sie mir sagen, in welcher/n Klinik/Kliniken man hierauf spezialisiert und qualifiziert ist.? Ich bin da leider etwas ratlos.

            Vielen Dank für Ihre Antwort.

            Viele Grüße
            Mona

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            • Re: Schatten und Glaskörpertrübung nach Katarakt OP

              ich erlebe gerade das Gleiche, habe vor fast 4 Wochen eine neue Linse im rechten Auge bekommen, seit dem ist mein Auge weitaus schlechter, wochenlang war ers morgens verklebt, ich sehe verschwommen, einen dunklen Balken, und als ob kleine Tiere vorbei fliegen. Diese Probleme hatte ich vorher nicht, nur dass ich etwas schlechter gesehen habe. Beim ersten Nachsorgeterim hieß es, die Hornhaut ist noch verkrümmt, beim zweiten Termin war es dann eine altersbedingte Makula Störung, obwohl zuvor eine Makula Untersuchung stattfand, die ohne Befund war. Mit meinen Bedenken wurde ich unfreundlich abgewiesen. Nun, nach mehreren Mails meinerseits, wurde reagiert, der Operateur will sich mein Auge noch mal ansehen, mir ist unwohl bei dem Gedanken, beim anderen Auge eine neue Linse einsetzen zu lassen.

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              • Re: Schatten und Glaskörpertrübung nach Katarakt OP

                Hallo Dara69,

                leider ist immer noch das Phänomen der negativen Disphotopsie auch unter Ärzten relativ unbekannt bzw. wird verschwiegen. Ich bin vor der OP nicht darauf aufmerksam gemacht worden, dass so etwas passieren kann.

                Bei mir sind die Probleme nach wie vor vorhanden, ich habe mich aber etwas daran gewöhnt. Schön ist es jedoch nicht.

                Ich war u.a. bei Dr. Tobias Neumann in München deswegen. Er kennt sich damit aus und verwendet eine spezielle Linse, bei der das Phänomen nicht auftreten soll. Leider hat mein Operateur den Schnitt zu groß gemacht, so dass diese Linse bei mir nicht passen würde. Sonst hätte ich sie evtl. austauschen lassen.

                Das zweite Auge lasse ich nicht operieren. Ich sehe damit noch ganz gut. Falls es mal notwendig sein sollte, würde ich wahrscheinlich zu Dr. Neumann in München gehen. Mir wurde mehrfach bestätigt, dass das Phänomen in den meisten Fällen bei beiden Augen auftritt.

                Versuche doch erst einmal, eine vernünftige Diagnose zu bekommen. Ich würde auf jeden Fall eine zweite oder auch dritte Meinung einholen. Vielleicht ist es ja auch etwas anderes, aber überstürze nichts mit der OP am zweiten Auge.

                Falls du dich weiter austauschen möchtest oder noch Fragen hast, schreib gern wieder.

                Liebe Grüße und alles Gute
                Mona

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                • Re: Schatten und Glaskörpertrübung nach Katarakt OP

                  Guten Tag, Mona, guten Tag, Dara,
                  der Kollege heißt übrigens Tobias Neuhann...
                  Statt eines Linsenaustausches ist auch ggf. eine zusätzliche Linsen-Implantation möglich ("Add-on"-Linse), die dann einen größeren Durchmesser hat.
                  Ansonsten denke ich auch, die Operation auch des zweiten Auges muss nicht überstürzt werden.
                  Ich gebe Ihnen Recht, dass leider manchmal nach Problemen die Nachbetreuung durch den Operateur nicht ideal ist. Da sollte man dranbleiben und insistieren. Der Operateur hat eine Verantwortung dem Patienten gegenüber...
                  Mit freundlichen Grüßen,
                  Prof. Dr. A. Liekfeld.

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