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Monukulare Doppelbilder. Hornhautkrümmung und Kurzsichtig? Probebrille hilft nicht!

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  • Monukulare Doppelbilder. Hornhautkrümmung und Kurzsichtig? Probebrille hilft nicht!

    Hallo,
    mein Freund (31) hat ein Problem: Er sieht monokulare Doppelbilder auf einem Auge (das gleiche Bild leicht nach oben versetzt weniger deutlich). Er hatte nie Probleme mit den Augen und sogar noch mit mitte 20 mehr als 100% Sehkraft, aber er bereitet sich derzeit auf eine Prüfung vor, wo er sehr viel Lesen muss und vor allem sehr viel klein gedruckte Tabellen auf sehr dünnem Papier (=alles ist ziemlich grau, da die Schrift auf der Rückseite der Blätter durchscheint - es gibt wenig Kontrast).
    Nun stand die Prüfung eigentlich bereits vor einiger Zeit an, aber kurz vorher merkte er, dass von einem auf den anderen Tag diese Doppelbilder da waren und er gerade auf diesem dünnen Papier extreme Schwierigkeiten hatte die Zeilen zu erkennen und zu halten, also nicht in andere Zeilen abzurutschen. Er verschob die Prüfung daher und ging erstmal zum Augenarzt. Der hat alle möglichen Tests gemacht und einen Keratokonus zwar zunächst vermutet, dann aber ausgeschlossen (irgendein Faktor mit drei Werten, die alle im grünen Bereich liegen).

    Festgestellt wurde: Eine schlitzförmige Rauheit der Hornhaut im Bereich der Lidöffnung und Hornhautverkrümmung.

    Mit Probebrille erreichte mein Freund nichtmal 70% Sehkraft. Er hat dann über Wochen befeuchtende Augentropfen genommen und mit Uhrglasverbänden geschlafen. Bei den Sehtests schaffte er irgendwann mit Probebrille 100%. Der Augenarzt schob das darauf, dass die oberflächliche Rauheit im Bereich der Lidöffnung abgenommen habe. Die Werte der Augen waren aber bei jeder Messung anders, sodass eine Brille zunächst nicht in Betracht kam.
    wie eine bei der Messung heute aber war es das erste mal so dass er mit der Brille vom letzten mal wieder 100% gesehen hätte. Das hört sich ja jetzt erst mal gut an, aber das Problem ist, dass er trotz der Brille Doppelbilder hat und die 100% im Sehtest nur erreicht, wenn er während des Tests ständig blinzelt. Es ist für ihn nicht leicht das zu beschreiben, aber er meint, dass er die Zahlen in dem Moment wo er das Auge wieder auf macht für einen Sekundenbruchteil dann deutlicher/schwärzer/fettgedruckter sieht aber immer noch überlagert. Danach wird es wieder undeutlich. Er braucht so für jede Zahl 5-10 Augenaufschläge trotz Probebrille. Ist das "normal"? Wäre das mit einer richtigen Brille anders? Eigentlich gleicht doch auch die Probebrille eine etwaige Hornhautverkrümmung aus?!

    Hintergrund ist auch, dass sein Prüfer gesagt hat dass er mit einer Seheinschränkung eine Schreibzeitverlängerung bekommen könnte, aber natürlich nur wenn die nicht durch ein Hilfsmittel ausgeglichen werden kann. Wenn sich jetzt der Augenarzt auf den Standpunkt stellt dass 100% im Sehtest 100% sind egal ob mit blinzeln oder nicht ist das doch irgendwie ungerecht. Schließlich kann er im Test ja nicht für eine Zeile mit hunderten von Zeichen 500 mal blinzeln...


  • Re: Monukulare Doppelbilder. Hornhautkrümmung und Kurzsichtig? Probebrille hilft nicht!

    Guten Abend, Miriam123,
    das hört sich wirklich nach einem massiv "trockenem" Auge an. Das sollte adäquat je nach Befundkonstellation therapiert werden. Das kann aber nicht aus der Ferne beurteilt und behandelt werden, ohne den Befund zu kennen. Diesbezüglich müsste der Augenarzt beraten.
    Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

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