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Probleme nach OP Torische Kunstlinse

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  • Probleme nach OP Torische Kunstlinse

    Hallo in die Runde,

    mein Name ist Conny (W) und bin 49 Jahre alt.
    Schon mein ganzes Leben wünschte ich mir ein brillenfreies Leben. Nachdem wir unser Erspartes zusammengekratzt haben, was ja auch ne Stange Geld ist, habe ich mich entschlossen meine Augen Lasern zu lassen. Nach dem ersten Beratungstermin wurde schnell klar, dass dieses jedoch nicht in Frage kommt. Kurzsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Altersfehlsichtigkeit war zuviel des Guten. Eine Linse muss her! Empfohlen wurde mir eine Torische Linse, da mir eine Lesebrille nichts ausmacht. Eine Multifocale Linse macht bei mit keinen Sinn, da sich meine Sehhkraft damit evtl. verschlechtern könne und sogenannte Halos auftreten würden, wurde mir so vom Chefarzt erklärt. Am 05.03.2018 wurde das rechte Auge operiert und am 07.03.2018 das linke. Bei der OP keine Problem und alles gut gelaufen. Nach dem der Verband abgenommen wurde, konnte ich auch bereits gucken. In die Ferne sehr gut, im Nahbereich noch ein wenig Probleme. Das würde immer besser werden wurde mir nach der ersten Nachuntersuchung gesagt. Die ersten Tage hatte ich auch das Gefühl, es würde langsam besser werden. Mittlerweile , 10 Tage nach der letzten OP, ist es jedoch deutlich schlechter geworden. Die Ferne ist nach wie vor sehr gut, jedoch der Nahbereich macht mir große Sorgen und Angstzustände. Im Umkreis von ca. 2,0m sehe ich alles verschwommen. Alltägliche Sachen wie das Nagelschneiden, Kochen u.s.w. werden für mich zur Qual. Die Zahlen der Fernbedienung beispielsweise erkenne ich überhaupt nicht mehr, obwohl ich diese direkt nach der OP noch lesen konnte.
    Gestern hatte ich eine Nachuntersuchung. Diese habe ich in der Augenklinik gemacht, die direkt mit der Klinik in Verbindung steht, in der ich die OP machen lassen habe. Hier wurde mir erst gesagt das alles gut sei. Eine Lesebrille brauche ich sowieso. Ja, klar! Aber doch nur zum Lesen??? Naja, eine Brille werden Sie noch brauchen sagte der Arzt.
    Danach ist mein Mann fast aus der Haut gefahren. Wir zahlen doch nicht fast 6000€ das meine Frau anschließend eine Brille braucht?????
    Ja, sagte der Arzt... Das zahlen Sie doch nicht alles, nur den Teil den die Kasse nicht übernimmt!
    Ich fass es nicht... Wir müssen alles zahlen! Meine Frau hatte keinen grauen Star oder dergleichen. Sie wollte die Brille los werden!
    Danach kam er kurzfristig ins grübeln und meinte das die Linse um 4 Grad nicht richtig sitzt. das wäre jedoch nicht so schlimm. Er wolle das noch einmal mit dem Oberarzt besprechen. Vor Ostern jedoch nicht mehr!

    So.... Nun bin ich erstmal Platt!
    Wo sind wir nur gelandet :-(
    Nun meine Fragen: Ist dei Fehllage von 4 Grad ein Problem, oder nicht?
    Kann das nachkorigiert werden?
    Besteht die Möglichkeit die Linsen gegen Multifocale auszutauschen?

    Danke schon mal vorab...
    Liebe Grüße Conny

    Hier mal die Linsen die ich bekommen habe:



  • Re: Probleme nach OP Torische Kunstlinse

    Anhand des Beitrages ergibt sich für mich erstmal keine Unstimmigkeit. Die Aussage "Ferne sehr gut" deutet darauf hin, dass wohl die richtige Stärke der Linse ausgewählt wurde. Voraussetzung ist natürlich, dass dies auch das Ziel der OP gewesen ist.
    Das Verschwommensehen bis 2 Meter erscheint mir ebenso nachvollziehbar, da bei einer monofokalen Linse nur eine einzelne Sehentfernung optimal eingestellt sein kann (Ferne, Mitte oder Nähe). Bei Ihnen wurde als Ziel wohl eine optimale Fernkorrektur (z.B. fürs Autofahren) vorgenommen.
    Sie benötigen somit z.B. zwei verschiedene Sehilfen fürs Lesen und die Kocherei. Das war zu erwarten.
    Die Fehllage von 4 Grad (sofern die Angabe tatsächlich der Realität entspricht), dürfe im Rahmen der Ungenauigkeit einer Messung und / oder der OP selbst liegen. Eine solche Fehllage wirkt sich dann aber auch auf die Ferne aus (was Sie ja nicht bestätigen).
    Auf die Höhe der OP-Kosten werden Sie zuvor schriftlich hingewiesen und müssen dies auch per Unterschrift bestätigen. Wurde dies (nachweisbar) nicht gemacht, wäre die komplette OP für Sie nun kostenfrei.
    Ob Sie mit einer multifokalen Linse besser zurechtkommen, kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Erwarten Sie mit diesen aber bitte keine perfekte Sicht in allen Entfernungen (wie von Ihnen selber geschrieben).

    Kommentar


    • Re: Probleme nach OP Torische Kunstlinse

      Hallo,
      danke erstmal für die Antwort.
      Das wir für die OP bezahlen müssen, war klar und natürlich unterschrieben.
      Mir wurde nur gesagt, dass ich eine Lesebrille benötige. Da war für mich nicht klar, dass ich bis auf 2m kaum noch was sehen kann. Lesebrille bedeutet für mich wenn ich ein Buch lese, oder am PC arbeite.
      Ziel war das ich keine Brille außer für das lesen benötige. Das wurde mir so eigentlich zugesagt.
      Die Lesebrille war auch für mich kein Problem. Ich denke nur das ich mit multificalen Linsen wenigstens den fern/Nahbereich abgedeckt hätte.
      Das ich im Nahbereich schlecht sehen kann und dafür eine Brille benötige war nie Thema, sonst hätte ich mich dafür nicht entscheiden.
      Ich kann doch auch nicht ständig Brillen bei der Arbeit tauschen

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      • Re: Probleme nach OP Torische Kunstlinse

        Noch zur Info:
        Vor der OP wurden 61Grad festgelegt. Bei der Vermessung gestern sagte er, dass sie bei 65 Grad sitzt.

        Kommentar



        • Re: Probleme nach OP Torische Kunstlinse

          Guten Tag, C0nny,
          ich befürchte, Sie sind nicht ausreichend aufgeklärt und beraten worden. Es ist nicht verwunderlich, dass Sie in der Nähe (und das trifft natürlich nicht nur für das Lesen zu, sondern für alles, was in der Nähe gemacht wird) nicht ohne Brille auskommen, denn dafür sind die Linsen nicht ausgelegt. Das ist für ehemals Kurzsichtige oft eine unangenehme Umstellung, weil sie vor allem in der Nähe immer alles sehr gut sehen konnten.
          Die 4 Grad der Verdrehung machen vermutlich nicht das Problem.
          Theoretisch kann man die Linsen austauschen, was allerdings auch zu Schwierigkeiten führen kann. Eine weitere Möglichkeit wäre ggf. eine zusätzliche "Huckepack"-Linse, die dann die Nähe übernehmen kann.
          Insgesamt muss man das natürlich alles genau besprechen und Vor- und Nachteile abwägen - auch in Abhängigkeit des individuellen Befundes und der individuellen Bedürfnisse.
          Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

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          • Re: Probleme nach OP Torische Kunstlinse

            Hallo Frau Dr. Liekfeld,
            vielen Dank erst einmal für die Antwort.
            Nach Recherchen im Internet ist mir mittlerweile bewusst, dass ich hier nicht genug/richtig beraten wurde. Vielleicht Zuviel Vertrauen in den Arzt, vom „Hörensagen“ u.s.w.
            Ich denke auch, dass meine Erwartung einfach zu hoch war. Mit den Multifocalen Linsen werden sich sicher auch andere, vielleicht sogar schlechtere Ergebnisse erzielen. Ich denke nicht, dass ich mir das antun sollte.
            Wenn ich richtig liege, müsste ich nun ein Brille für das Autofahren haben (Ferne ist sehr gut, Nahbereich verschwommen - sprich Amaturen, Navi u.s.w.) als Gleitsichtbrille, oder wie löst ma das?
            Für das Umfeld bis zu 3m eine sogenannte „Raumkomfortbrille“ die ich bei Mr. Spex gefunden habe? Diese soll Nähe, Zwischenentfernung, Mittlere Entfernung und ganz oben sogar einen keinen Bereich für die Ferne abdecken. Kommt man mit so etwas überhaupt klar??
            Dann habe ich noch eine Frage:
            Muss ich tatsächlich 6 Wochen warten, biss ich eine Brille für die Nähe anfertigen lassen kann?
            Ich kann so nicht arbeiten

            Liebe Grüße
            Conny

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