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Gesichtsfeldausfall

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  • Gesichtsfeldausfall

    Guten Abend. Ich hoffe mir kann jemand helfen.

    Ich hatte vor ca. 2 Jahren eine Graue Star OP. Komplikationslos und perfekt. Seit einiger Zeit habe ich auf meinem rechten Auge einen Gesichtsfeldausfall. Etwa die Hälfte meines Sehfeldes zur Nase hin fehlt. Helles Licht, z.B. von einer Lampe kommt gerade noch so durch. Ich habe den Eindruck, dass der Bereich in seiner Größe schwankt. Der Bereich selbst ist dunkel, an Übergang zum normalen Sehfeld habe ich einen grünlichen Streifen.
    Bei geschossenem Auge ist der Bereich, in dem ich nichts sehe eigenartig hell.

    Seit ca. 1 1/2 Jahren muss ich Marcumar nehmen, ich bin gut eingestellt und komme mit 1/4 Tablette am Tag aus.

    Ich war bei einer Augenärztin, die nach einer gründlichen Untersuchung eine Glaskörpertrübung festgestellt hat. Ich sollte einfach ruhig sein, keinen Sport treiben und nicht lesen. Den Augendruck hat sie nicht gemessen. Nicht weil ich es nicht wollte, sondern vielleicht, weil viele es wegen der Kosten ablehnen.

    Das Ruhigsein und nicht lesen geht nicht. Ich bin 61, noch berufstätig und Lesen gehört zu meinem täglichen Brot.

    Ach ja: Nach der Katarakt-OP hatte ich kurzzeitig einen erhöhten Augendruck; die Symptome damals waren aber anders.

    Können Sie mir einen Rat geben? Zu einem anderen Arzt werde ich wohl noch gehen.

  • Re: Gesichtsfeldausfall

    Guten Abend,
    ich möchte Sie nicht beunruhigen. Aber eine Glaskörpertrübung deckt sich m. E. nicht mit Ihren Symptomen. Bei einem aufsteigenden Schatten im Gesichtsfeld könnte u. U. eine Netzhautablösung vorliegen. Um das ausschliessen zu können, würde ich SOFORT (!) eine erneute Untersuchung des Augenhintergrundes ggf. bei einem anderen AA unter Weitstellung der Pupillen vornehmen lassen. Nur zu Ihrer eigenen Sicherheit. mfg.

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    • Re: Gesichtsfeldausfall

      Guten Tag, nematode,
      der von Ihnen beschriebene und bemerkte Gesichtsfeldausfall sollte unbedingt objektiviert werden, indem eine Gesichtsfelduntersuchung durchgeführt wird. Auch eine Messung das Augeninnendrucks sollte unbedingt erfolgen, um sich ein vollständiges Bild von Ihrem Auge zu machen. Wenn wirklich ein Gesichtsfeldausfall reproduziert werden kann, halte ich die Diagnose der Glaskörpertrübung nicht für angemessen.
      Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

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      • Re: Gesichtsfeldausfall

        Hallo Frau Dr. Liekeld,

        es war in der Tat eine Netzhautablösung. Das hat die Vertreterin meines "Haus"augenarztes nicht erkannt. Ich war am 09. Januar bei ihr und habe ihr meine Symptome geschildert. Sie untersuchte ausgiebig mit der Spaltlampe und stellte eine Glaskörpertrübung fest. Ich habe ihr natürlich vertraut und erst als die Symptome ganz schlimm wurden, bin ich am Tag meiner Forumanfrage zum Augenarzt meines Vertrauens geeilt. Es gab auch Tege, an denen die Symptome wieder nachgelassen haben.
        Er stellte sofort eine Netzhautablösung fest und schickte mich als Notfall in die Augenklinik nach Ulm. Weil ich Marcumar nehmen muss, konnte die OP ers nach 2 Gaben von Vitamin K am Freitag, 19.01. erfolgen. Seit gestern bin ich wieder entlassen.
        Nun habe ich Kochsalzlösung und eine Gasblase im Auge. Das wackelt so im Gesichtsfeld in und her, dass ich beinahe seekrank werde. Ich sehe alles noch viel zu groß und unscharf. Mein Hausarzt, der mich mit Marcumar neu einstellt, machte mir Mut. In den allermeisten Fällen sei das Sehvermögen nach der OP nicht wesentlich verschlechtert. Ich hoffe, er hat recht.
        Sie und Gerix lagen mit Ihrer Einschätzung völlig richtig.

        Viele Grüße
        Klaus
        PS: Letzte Nacht habe ich 2 mal die gefährlichen "Lichtblitze" gesehen, vor denen ich vom Augenarzt eindringlich gewarnt worden war.
        Das war aber nur die LED des neu eingebauten Rauchmelders.

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        • Re: Gesichtsfeldausfall

          Hatte denn die Ärztin damals die Augen weit getropft bzw. warum hat sie es nicht erkannt? Es wäre sehr wichtig, hier nach de Ursache zu forschen, damit nicht andere Patienten das gleiche Leid einer Fehldiagnose durchmachen müssen. Danke.

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          • Re: Gesichtsfeldausfall

            Hallo Frau Dr. Liekfeld,
            hallo Rdani0,

            die Gasblase, die mir gerade im Auge rumschwappt, gibt mir seit gestern einen Teil des Blickes auf die Außenwelt frei.
            Gut:
            Helligkeit, Farbsehen und Sehschärfe sind so wie vorher. Es ist, wie mein Augenarzt schon gesagt hat: Die Netzhaut ist erstaunlich regenerationsfähig. Verlorengegangene Nerven werden zwar nicht ersetzt, aber die Nerven überleben recht lang.
            Schlecht:
            Mein operiertes Auge nimmt gerade Linien etwas wellig wahr. Das macht das Sehen momentan sehr anstrengend. Ich versuche, das zu ignorieren, bekomme aber ziemlich Schädelweh deswegen.

            Mein nächster Termin beim Augenarzt ist erst am Dienstag.

            Deshalb:
            Wie ist denn die allgemeine Erfahrung? Werden die Verzerrungen mit der Zeit geringer? Oder kompensiert das Gehirn etwa diesen optischen Mangel mit der Zeit? Soll ich mich schonen oder mich an den Fehler gewöhnen?

            Sorry, aber für die Ursachenforschung bei der eigenartigen Augenärztin fehlt mir momentan der Nerv und wenn ich wieder gesund bin, muss ich wieder arbeiten gehen. Wenn Sie für mich einen nervensparenden Tipp haben, werde ich ihn auch gern befolgen.

            Viele herzliche Grüße an das Team hier
            Klaus

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            • Re: Gesichtsfeldausfall

              Guten Tag, Klaus,
              solange noch Luft/ Gas im Auge ist, kann das endgültige Resultat nicht beurteilt werden und möglich sind verschiedene Seheindrücke (ggf. auch die Wellen). Wenn das Gas komplett resorbiert ist, sollte das Auge unbedingt erneut kontrolliert werden, ob alles stabil und verheilt ist.
              Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

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