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Makulaödem nach Venenastverschluss

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  • Makulaödem nach Venenastverschluss

    Ich hatte im März einen Venenastverschluss mit nachfolgendem Makulalödem.
    Die Avastin-Spritzen ins Auge haben sehr gut angeschlagen, und so lange das Medikament wirkt geht das Ödem zurück. Dann habe ich fast keine Einschränkungen. Der Sehtest mit dem Amlser Gitter zeigt trotzdem noch einige unscharfe Flecken. Das eigentliche Problem ist die nachlassende Sehschärfe ab ca 5 Woche nach den Spritzen. Das Makulaödem wird dann wieder größer. Inzwischen bin ich bei Spritze Nr. 8.
    Wer hat positive Erfahrungen damit?
    Was kann man sonst noch tun, damit das Makulaödem nicht wieder zurück kommt?
    Ich bin 58, Nichtraucher, habe Normalgewicht und ernähre mich auch halbwegs gesund?
    Wie sind eure Erfahrungen mit körperlicher Betätigung und Sport? Ich habe mich zuerst sehr zurück gehalten, bewege mich jetzt aber normal, versuche jedoch große Anstrengungen zu vermeiden.
    Wie ist der Stressfaktor einzustufen? Familiär ist alles bestens. Beruflich bin ich stark beansprucht, sehe das aber überwiegend als positiven Stress
    Hat jemand positive Erfahrungen mit Maßnahmen zum Stressabbau?

    Bitte nur eigene Erfahrungen oder aus dem direkten Bekanntenkreis mitteilen. Vermutungen oder gehört von Dritten hilft mir nicht weiter.

  • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss

    Hallo Leidensgenosse, ich bin 58 Jahre alt und habe seit Oktober 2015 mit einem Venenastverschluß und den Folgen zu kämpfen.
    Der Verschluß kam über Nacht, dann 5 Tage Krankenhaus, ohne dass man herausgefunden hat, wieso dies passiert ist.
    Seit 2015 bekomme ich nun im Abstand von 4-5 Wochen jeweils eine Avastin Spritze.
    Nach 4 Wochen merke ich immer, wie die Sehkraft nachlässt, nach der Spritze ist sie nach 1 Tag sofort wieder bei 100 %.
    Die ärztin meinte, sie möchte das medikament wechseln, jetzt umsteigen auf Lucentis in der Hoffnung, dass sich die Abstände vergrößern.
    Daneben rät sie zu einer Laserbehandlung der Netzhaut ( gesunde Netzhaut wird zerstört, damit der dann kleinere Teil der Netzhaut besser versorgt werden kann).
    Hier kann ich mich noch nicht anfreunden, da ja gesundes Gewebe zerstört wird. Ich habe mir jetzt einen termin in einer weiteren Augenklinik geben lassen, um eine Zweitmeinung zu erhalten.
    Das Ganze ist sehr langwierig, man weiß auch nicht, warum die Netzhaut schlecht durchblutet ist.
    Anscheinend muß ich damit leben in der Hoffnung, dass es nicht schlimmer wird.
    Viele Grüße

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    • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss

      Hallo Chrissie.3334, danke für die Nachricht. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Weitere Behandlungen wurden aber bei mir noch nicht beabsichtigt.
      Nach dem letzten Spritzenzyklus sagte mein Augenarzt nach dem OCT "kein Ödem, als wenn nie etwas gewesen wäre." jedoch hielt das nur so lange an, wie das Medikamt im Auge wirkte.
      Beim Sehtest mit dem Amser Gitter sind die unteren Linien gestört, was sich auch nach der Spritze nicht ändert. Die Sehschärfe wird aber auch bei mir kurz nach der Spritze besser.
      Ich habe etwas erhöhte Blutfettwerte und nehme dagegen Simvastatin. Erhöhte Blutfettwerte wurden als mögliche Ursache des Venenverschlusses diagnostiziert, aber eindeutig kann das keiner sagen.
      Eine lebenslange Spritzentherapie ist auch nicht das, was ich mir als wünsche.
      Es wäre schön, wenn jemand irgendwelche positiven Erfahrungen hat und die hier preis gibt. Aber leider gehen gesunde Menschen selten in solche Foren.

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      • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss

        Doch, sie tun es. Ich habe dir eine PN geschrieben. Schau bitte mal nach. Verwendest du Augentropfen?

        Kommentar



        • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss

          Hallo Extranjero
          hast du positive Erfahrungen gemacht nach einem Venenverschluß ???

          Kommentar


          • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss

            Hallo extranjero
            hast du positive Erfahrungen nach einem Venenverschluß gemacht ?

            Kommentar


            • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss

              Hier ein Flyer des BVA und der DOG mit Angaben, was man selber tun kann. http://cms.augeninfo.de/fileadmin/pa...verschluss.pdf

              Oberstes Gebot bei einem Verschluss ist die Förderung der Durchblutung. Das Blut kann nur fließen, wenn es auch dünnflüssig genug ist. Die Gefäße der Netzhaut sind teilweise so eng, dass die roten Blutkörperchen darin einzeln passieren müssen. Deshalb muss dem Organismus genügend Flüssigkeit zugeführt werden..

              Zucker macht das Blut dick. Deshalb Verzicht auf alles, was Zucker enthält, auch auf Weißmehl, weil es sich im Körper zuerst in Stärke, dann in Zucker umwandelt. Wenn man doch mal gesündigt hat, mit Natron (Natriumhydrogencarbonat) neutralisieren. Kann auch so zwischendurch genommen werden, wirkt unterstützend zur Blutverdünnung (wenn keine anderen Blutverdünner genommen oder gespritzt werden). Es ist ja kein Arzneimittel.

              Gefäßkrämpfe können Ursache für einen Verschluss sein. Der hohe Calciumgehalt in unserer Nahrung (Milchprodukte; Fleisch etc.) begünstigt sie; Magnesium, der Gegenspieler, sorgt für Ausgleich.

              Ansonsten gesunder Lebensstil, viel trinken und Diät wie bei zu hohen Blutfettwerten, auch wenn man nicht so viel Gewicht auf die Waage bringt. Nach zwei Wochen Gemüse und Obstdiät, ergänzt mit wenig Fisch und weißem Fleisch (nicht täglich!), sollte das Blut wieder fließen. Nüsse und pflanzliches Öl in Maßen sind ebenfalls erlaubt. Solange es sich nicht um eine Thrombose oder Gefäßerkrankung gehandelt hat, sollte die Ursache behoben sein.

              Bei einem Verschluss bildet der Organismus Umgehungsgefäße. Avastin oder Lucentis hemmen eigentlich nur den Wachstumsfaktor VEGF und damit die Gefäßneubildung. Diese sind anfangs noch undicht; deshalb lecken sie. Ödeme entstehen, die zu einer Sehverschlechterung führen. Zur Ausschwemmung von Wassereinlagerungen führen die Spritzen eigentlich nicht. Wieso es zu einer sofortigen Verbesserung der Sehleistung direkt nach der Spritze kommt, lässt sich mir nicht erklären. Vielleicht der Placebo Effekt?

              Wenn du (Chrissie) seit Oktober 2015 im 4-5-wochen-Rhythmus eine Spritze-ins-Auge bekommen hast, dann hast du jetzt schon über 20 Spritzen bekommen. Ich kann mir beim Besten Willen nicht vorstellen, dass soviel Chemie dem Auge gut tut. Bei der Menge muss der Glaskörper (GK) schon längst verflüssigt sein. Durch die Degeneration entsteht, bedingt durch die Körperbewegungen, vitreomakuläre bzw. vitreoretinale Traktion (VMT), d. h. der verflüssigte GK zieht an die Netzhaut. Ausgetretene Flüssigkeit aus den undichten Gefäßen kann sich in der Folge zwischen den Netzhautschichten bis zum retinalen Pigmentepithel verteilen. In dem Fall wären die Spritzen nicht mehr sinnvoll. Die eigentliche Ursache, nämlich die VTM sollte behoben werden.

              Bei der Zweitmeinung unbedingt die Glaskörperverflüssigung bzw. die VTM abklären lassen.

              Wird noch Begleitmedikation in Form von Augentropfen angewendet?

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              • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss

                Hallo, ich wollte mich wieder mal melden und berichten.
                Danke für die Beiträge.
                Zum Beitrag von extranjero: Ein Absetzen von Simvastatin und gleichzeitig eine grundlegende Veränderung der Ernährung hat bei mir leider nicht zur wesentlichen Verbesserung der Blutfettwerte geführt, sogar zu einer Erhöhung. Danach wieder Sivastatin 40 genommen und nach 3 Monaten Blutfettwerte im Normalbereich. Ich achte aber trotzden weiter auf gesunde Ernährung, allerdings werde ich kein Vegetarier.
                Leider muss das Auge nach wie vor gespritzt werden. Der längste spritzenfreie Zeitraum nach der jeweils 3. Spritze war 72 Tage. Meistens bemerke ich bereits ab der 5. Woche eine vermehrte Unschärfe. Die Wirkung der Spritze ist kein Placebo-Effekt. Das ist zum einen messbar am deutlich besseren Lesen und zum anderen prüfe ich fast täglich die Augen mit dem Amser Gitter. Wahrscheinlich durch abgestorbene Sehzellen sind immer ein paar unscharfe Stellen drin. Wenn die Wirkung der Spritze nachlässt, werden die unscharfen Stellen aber größer, verwaschener und weiten sich bis ins Zentrum aus. Dann habe ich auch zunehmend Probleme beim Lesen. Wenige Tage nach der Spritze ist das deutlich besser. Ich erkläre mir das so, dass durch die VEGF-Hemmer das Makulaödem reduziert wird. Die OCT-Auswertungen sind bisher 4 Wochen nach der dritten Spritze immer "als wenn nie etwas gewesen wäre" (O-Ton Augenarzt).
                Morgen bekomme ich meine 12.Spritze. Durch die Feiertage war die dritte des laufenden Spritzenzyklus nicht nach genau 4 Wochen möglich. Es sind jetzt 5 Wochen und schon wieder verstärkt sich die Unschärfe.
                Leider sind die Aussichten nicht sonderlich rosig, dass sich das mal grundlegend verbessert.
                Als einziges zusätzliches Medikament nehme ich Omaprazol. Das hat mit dem Auge nichts zu tun. Ich kann es allerdings nicht absetzen weil ich sonst schwere Magenprobleme bekomme. Habe es versucht und die letzte Magenspiegelung vor ein paar Monaten hat die Notwendigleit bestätigt.
                Andere Medikamente, wie Augentropfen, Blutverdünner, usw. nehme ich nicht mehr. Die Augentropfen hatten schwere Nebenwirkungen, wie Herzrhythmusstörungen und eine bleierne Müdigkeit.

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                • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss


                  Als einziges zusätzliches Medikament nehme ich Omaprazol. Das hat mit dem Auge nichts zu tun.


                  hallo Jürgen,

                  nicht so schnell mit Schlussfolgerungen: Omeprazol ist ein sog. "Protonenpumpenhemmer". Eine "Protonenpumpe" gibt es in allen Zellen, auch in den Zellen der Netzhaut. Der Wirkstoff kann nicht unterscheiden zwischen "Magen" und "Auge". Also wirkt er überall. Wird die Pumpe gehemmt, kann der Abfall, die Zellen nun mal produzieren, nicht mehr entsorgt werden. In der Netzhaut führt dies zu Makuladegeneration.

                  Auf die Schnelle habe ich nichts Aktuelleres gefunden, aber in dem Artikel "Warum die Netzhaut im Stoffwechselmüll erstickt" wird die Thematik ganz gut beschrieben:
                  https://www.klinikum.uni-heidelberg....648c8ff27c468f

                  Zu den Nebenwirkungen von Omeprazol zählen laut Beipackzettel:
                  2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

                  [...] Durch die Einnahme von Omeprazol können jedoch Nebenwirkungen auftreten, die das Nervensystem oder die Sehfähigkeit betreffen (siehe Abschnitt 4.) und durch die die Fähigkeit, Kraftfahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen, eingeschränkt wird.

                  4.1.h) Sinnesorgane Gelegentlich: Störungen der Sehfähigkeit (Verschwommensehen, Schleiersehen und Einschränkung des Gesichtsfeldes), Hörstörungen (z.B. Ohrgeräusche ) und Geschmacksveränderungen. Diese Zustände sind in der Regel reversibel.

                  Quelle: http://www.beipackzettel.de/medikame...Kapseln/AC4404

                  Wenn das Medikament schon lange genommen wird, hat der Körper verlernt, die Blutfette in Eigenregie abzubauen. Auf jedenfall sollte unter ärzlicher Aufsicht "ausgeschlichen" werden. Es gibt noch andere Mittel und Wege um den Magen gegen Übersäuerung zu schützen.

                  Das Sehvermögen ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Das Wichstigste, gleichzeitig das Problematischte, ist das Finden des geeigneten Arztes, der einem an die Hand nimmt.

                  Alles Gute


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                  • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss

                    Guten Abend, Silver Klein,
                    es ist nicht selten, dass die Spritzen über Monate und Jahre gegeben werden müssen. Ich persönlich favorisiere allerdings, nicht immer erst wieder auf die Verschlechterung zu warten, sondern bereits vorher feste Intervalle anhand der Befunde festlegt und dann langsam die Intervalle vergrößert ("Treat and extend"). Alternativ kann man auch ein Kortison-Präparat einspritzen, das dann länger wirken soll, wobei man dann gut auf den Augeninnendruck achten muss...
                    Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie schnell die Intervalle verlängern können.
                    Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

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                    • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss

                      Guten Tag Dr. Liekfeld, herzlichen Dank für Ihre Einschätzung. Die decken sich im Wesentlichen mit den Aussagen meines behandelnden Arztes. Nicht warten, wenn eine Verschlechterung auftritt, sondern ein OCT machen, sobald es subjektiv schlechter wird. Die Spritzenzyklen sind jeweis 3 Spritzen im Abstand von etwa 4 Wochen, danach OCT-Kontrolle, weitere 4 Wochen später die nächste OCT-Kontrolle (Ergebnis bisher immer trocken) und dann die nächste Kontrolle in größerem Abstand. Diesen nächsten Termin habe ich leider noch nie erreicht. Der letzte Zeitraum ohne subjektiv empfundene Verschlechterung war ca. 6 - 7 Wochen nach der jeweils dritten Spritze. Das geht dann aber sehr schleichend. Ich merke das beim Zeitung lesen oder bei der Arbeit am PC. Habe mir in der vergangenen Woche die 19. Spritze abgeholt. Die Spritzen wirkt rasant. 1 Tag nach der Spritze ist eine deutliche Visus- und Schärfeverbesserung feststellbar. Spätestens nach 2 Tagen ist die Sehleistung hervorragend. Am Amsler Gitter sind dann aber immer noch im unteren Bereich kleine Fehlstellen, die wohl aus abgestorbenen Sehzellen infolge des Venenastverschlusses resultieren. Im Alltag ist das aber nicht zu spüren.
                      Mein Augenarzt sagt, ich wäre noch zu jung und zu fit (fast 60). Der Körper sei noch zu aktiv. Bei Älteren bleibt die Makula nach Venenastverschlüssen und Spritzenbehandlung eher trocken als bei Jüngeren.
                      Randbemerkung:
                      Nach 13 Jahren mit Omeprazol und einer weiteren Magenspiegelung, die einen nervösen Magen mit Oberflächengastrits ergeben hat, habe ich ein für mich neues Medikament verschrieben bekommen, Gastrovegetalin, pflanzlich. Und siehe da, ick verzichte seit ca. 2 Wochen auf Omeprazol, und es geht. Auf eine magenschonende Ernährung muss ich trotzdem achten, das war aber auch mit Omeprazol notwendig. Ich bin gespannt, ob das anhält und wie es sich auswirkt.

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                      • Re: Makulaödem nach Venenastverschluss

                        Guten Abend, Silver Klein,
                        es hört sich doch wirklich so an, als seien Sie in guter augenärztlicher Betreuung... Drücke die Daumen, dass Sie von den Spritzen in absehbarer Zeit "loskommen"...
                        Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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