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Weissring nach Glaskörperabhebung

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  • Weissring nach Glaskörperabhebung

    Hallo zusammen,
    Nach einer in dieser Woche stattgefundenen Glaskörperabhebung am rechten Auge habe ich einen sehr lästigen Weissring Floater im Blickfeld.

    Mit meinen, wie der Augenarzt bemerkte 'massiven Glaskörpertrübungen' bin ich bisher gut zure HT gekommen. Aber das hier scheint eine ganz andere Nummer zu sein....

    Deshalb stelle ich mal folgende Fragen, in der Hoffnung, jemand kann mich aufklären:

    Sinkt das Ding ab wie die anderen oder nistet es sich da bis zum Rest meines Lebens ein?
    Kann man das ausblenden wie den Rest der Floaterbande?
    Verändert sich h das noch?

    Mein Arzt meinte weglassen wäre nicht so gut, man weiss ja nicht was man so treffen könnte....

    Es wundert mich ein wenig das man so gar nichts hier im Forum drüber findet. Ich hoffe die Prognosen sind nicht so schlecht, dass Anfragen dieser Art gleich gelöscht werden :-))

    Viele Grüsse
    Rittersporn


  • Re: Weissring nach Glaskörperabhebung

    Sollte weglasern heissen

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    • Re: Weissring nach Glaskörperabhebung

      Oh, Verwunderung ist hier fehl am Platze, denn hier im Forum wimmelt es nur so von "Weissringen". Das liegt an den unterschiedlichen Bezeichnungen für diese Symptome. Wer weiß denn schon wie diese Dinger heißen, die da plötzlich auftauchen (nicht selten nach "Augenbehandlungen") und pausenlos im Auge herum flottieren und einem die Sicht nehmen? Dazu noch von der Augenheilkunde als "harmlos" beschrieben werden (alles längst überholte Erkenntnisse, denn es ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass Glaskörperdestruktion der Auslöser für den größten Teil der Netzhauterkrankungen, Katarakt und andere Augenleiden ist).

      Betroffene Laien benutzen zur Umschreibung dieser Phänomene Begriffe wie "Trübungen", "Glaskörpertrübungen", "Floater", "mouches volantes"," trübes Sehen", "schmierige Sicht", "Pünktchen" etc. Dazu kommt noch, dass Normalsichtige, Weitsichtige und Kurzsichtige diese Phänomene vollkommen unterschiedlich wahrnehmen. Ebenfalls eine Rolle spielt das Stadium: eine Glaskörperabhebung kann "beginnend", "partiell abgehoben" oder "vollständig abgehoben" sein. Je kleiner der Abstand hintere Glaskörpermembran/Netzhaut, desto schärfer das Bild, je größer der Abstand, desto diffuser aber auch desto größer und desto verschwommener das Phänomen. Augenheilkundler sehen ins Auge, häufig mit eigener Brillenkorrektur, und sehen dabei immer nur das Bild, was auf ihre eigene Netzhaut fällt. Das stimmt logischerweise nicht mit dem überein, was auf der Netzhaut des Betroffenen abgebildet bzw. als "visuelle Information" an das Sehzentrum im Gehirn des Betroffenen weitergeleitet wird. Kurz: das, was sich zwischen Linse und Netzhaut befindet, kann zwar ein Dritter sehen. Was aber der Betroffene "sieht", bleibt dem Dritten völlig verborgen. Denn "sehen" tut man nicht mit der Netzhaut, sondern die Sinneswahrnehmung ist eine filmische Gestaltverleihung der optischen Information, die an das Sehzentrum im betroffenen Gehirn weitergeleitet wird.

      Der Weissfloater befindet sich auf der retrovitrealen Seite des Glaskörpers, der nach stattgefundener Glaskörperablösung wie ein nasser Sack in einer Flüssigkeit (Kammerwasser) in der Augenhöhle mit jeder Augen-, Kopf- und Körperbewegung hin und her geschleudert wird - und an der Innenseite des Hohlgefäßes (Augenhöhle) wie ein Ball an einer Wand abprallt und anschließend zurückgeschleudert wird. Das können Augenärzte nur eingeschränkt beobachten, denn sie können das Auge nur im "Ruhestatus", wenn der Patient bewegungslos dasitzt, mit dem Augenspiegel (Ophthalmoskop) betrachten. Da der Glaskörper nach der Ablösung von der Netzhaut nach wie vor vorne fest an der Glaskörperbasis haftet, sackt er auch nicht ab. http://www.eisner-georg.ch/Medizinis...laskoerper.pdf

      Das Gehirn gewöhnt sich nicht an diese Trübungen, sondern die Irritationen sind dauerhaft vorhanden, jedenfalls bei "Normalsichtigen". Einiges hängt auch ab von der Menge der Fasern der inneren Netzhautmembran, die bei dem Vorgang mit abgerissen wurden und an der rückwärtigen Glaskörpermembran kleben, wie Fasern von abgestorbener Haut an Tesafilm oder an einem Pflaster. Zusammen mit Falten in der frei flottierenden Glaskörpermembran verursachen sie Lichtstreuung - ein ganz besonderer Genuss vor allem in üppig weihnachtsbeleuchteten Ortschaften.

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      • Re: Weissring nach Glaskörperabhebung

        Guten Tag, Rittersporn,
        der Weiss-Ring ist tatsächlich eine spezielle Form der Glaskörpertrübung/ -abhebung. Er kann sich ebenso verändern wie andere Glaskörperveränderungen und möglichst ignoriert werden.
        Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

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        • Re: Weissring nach Glaskörperabhebung

          Seit Februar diesen Jahres hatte ich im linken Auge einen Weißring-Floater. Bei entsprechenden Licht konnte ich die Form einer 8 erkennen. Bei jeder Kopfdrehhung rauschte er mitten durchs Gesichtsfeld, PC-Arbeiten, Autofahren, laufen, Sonnenschein, eine Qual, ein echtes Miststück im Auge.

          Was kann man nachen. Augenarzttermin in 4 Monaten, sowas ist nicht schlimm, haben viele, man gewöhnt sich dran. Na Danke!

          Im Internet gab es dann einige Artikel über Laserbehandlungen bei Glaskörpertrübungen. (Vitreolyse)

          Wer macht so was. Der nächste Möglichkeit für mich war Köln. (Sehkraft)
          Anfrage per E-Mail: Kosten? Termin?

          Antwort kam einen Tag später und zwei Tage später hatte ich einen Untersungungstermin telefonisch vereinbart. Wartezeit enen Monat.

          Dann mit dem Zug nach Köln gefahren. Normale Augenuntersuchung, Sehtest, dann Augentropfen, dann Spaltlampe beim Chef Dr. Maus. (Kassenleistung)
          Soweit alles in Ordnung bis auf den Floater. Den zeigte er mir auf dem Monitor nach der Untersuchung. Er sah tatsächlich wie eine 8 aus, den Schatten, den er auf der Netzhaut warf, war klar zu sehen.

          Kurzes Gespräch, der Bediener des Lasers kam hinzu, alles klar. Dann 700 Euronen per Scheckkarte bezahlt, nochmal Augentropfen und los gings.

          Die Behandlung dauerte ca. eine halbe Stunde. Man bekommt ein Glas aufs Auge gedrückt und schaut dann in des Lasergerät..Der Kopf wird mit einem Band etwas fixiert. Man sieht die Spaltlampe und manchmal 2 rote Zielfäden. Das freie Auge schaut auf ein grünes Licht. Erst wird gezielt und dann tackert leise das Gerät, den Laserstrahl sieht man nicht, Schmerzen hat man auch keine. Es gibt Anweisungen wo man hinschauen soll.

          Da am nächsten Tag ein Feiertag war wurde direkt nach der Behandlung der Augeninnendruck gemessen, der war i.O. Dann bekommt man noch Augentropfen mit um das gereizte Auge zu beruhigen.

          Ergebnis: Der Floater ist weg, ein paar Mücken sind geblieben, die ich aber immer weniger wahrnehme. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.

          Mein Fazit:
          Für einen Weißring-Floater ist die Laser-Vitreolyse ein geeignetes Therapieverfahren, wobei klar sein sollte, dass einige kleine Mücken als Trübung bleiben, die mich jedoch kaum stören.



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          • Re: Weissring nach Glaskörperabhebung

            Guten Tag, Johannes R.
            danke für Ihre ausführlichen Schilderungen! Das ist sicher hilfreich für einige Leser.
            Leider funktioniert die Vitreolyse nicht immer so zufriedenstellend wie bei Ihnen.
            Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

            Kommentar


            • Re: Weissring nach Glaskörperabhebung

              Mir wurde heute auch ein Weissring Floater in Wien gelasert. Ergebnis ist sehr zufriedenstellend, allerdings kann ein 2. Eingriff nötig sein um die verbleibenden Floater zu lasern.

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              • Re: Weissring nach Glaskörperabhebung

                Guten Tag, eyesonme,
                das hört sich gut an. Gruß, Liekfeld.

                Kommentar