• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

    Bei mir liegt eine Hornhautverdünnung vor, 499 µm an der dünnsten Stelle. RA: Sph: +0,25, Zyl: -1,5, A: 100°, LA: Sph +0,25, kein Astigmatismus. Sehleistung links ohne Brille 150%, Sehleistung Rechts mit Zylinderbrille 120%. Beide Diagnosen stehen im Raum. Für Konus würde sprechen, dass die Verdünnung eher zentral ist, für PMD, dass man auf der Topographie sich ausbildende "kissing birds" erkennen kann. Ich bin bei insgesamt 6 Ärzten gewesen, wovon 5 sich potitiv oder neutral zu einem stabilisierenden CXL geäußert haben. Lediglich der Entscheider (Chefarzt einer Klinik), hat ohne weiteres abgelehnt, da er der Meinung ist, dass man ein Auge, welches mit Sehhilfe in der Lage ist 120% zu erreichen, nicht operieren dürfte. Eine PMD kann er allerdings auch nicht ausschliessen....

    Was mir sorgen macht, ist dass die Verdünnung auf 499µm sich innerhalb von exakt 2 Monaten von der ersten Untersuchung sich um 15µm weiter verdünnt hat und sich zwar nicht rasant aber doch schon besorgniserregend schnell Richtung Grenze (meines Wissens, abhängig ob Epi-on oder -off 450 bzw 400 µm) zur Operation nähert.

    Wie ist Ihr Ratschlag? Dem Rat des Chefarztes folgen und 6 Monate bis zur nächsten Untersuchung abwarten oder ggf. Zweitmeinung holen? Es klingt wie eine absurde Frage, aber Spezialisten zu finden, ist alles andere als einfach. Und mir macht eben Sorgen, dass es die aggressivere Diagnose PMD sein könnte..


  • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

    Guten Tag, Alister1,
    tatsächlich ist die Diagnose-Stellung einer PMD nicht immer so einfach (vor allem im Anfangsstadion) und auch die Behandlung mit CXL nicht so banal (vor allem, wenn man am Rand der Hornhaut therapiert). Ich würde dem Rat des Chefarztes folgen und zunächst 6 Monate abwarten und den Verlauf kontrollieren.
    Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

    Kommentar


    • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

      Guten Tag,

      danke für Ihre Antwort.

      Das Problem besteht bei mir immer noch unkorrigiert. An den Zylinderwerten hat sich nichts geändert. Mit Brille konnte das Problem nciht gelöst werden, da Schrägen wahrgenommen wurden. Man hatte übergangsweise die Ache auf 90° rechts gestellt, da man gehofft hatte, dass ich besser damit klar komme, was nicht der Fall gewesen ist. Brille mit einem Zylinderglas fällt damit dann wohl weg.
      Zwischenzeitlich war ich in einem weitern Klinikum in Behandlung. Man rät zu Kontaktlinsen. Und jetzt kommts: der Optiker hat nach Anfertigung der Keratographie geäußert, dass eine harte Linse aufgrund der Form der Augenhornhaut (diese sei der glatt/flach) gar nicht in Frage käme und schiebt jetzt wieder die Schuld den Ärzten zurück in die Schuhe, weshalb dies denen (immerhin waren es doch mehrere) nicht aufgefallen sei. Lt. Optiker hätte der Arzt die Kontaktlinsenform berechnen müssen (habe ich in dieser Form allerdings auhc noch nicht gehört!?)
      Irgendwie habe ich den Eindruck, dass so wirklich keiner Bescheid weiss, was zu tun ist, während ich auf dem einen Auge nicht viel sehe.........
      Zwischenzeitlich habe ich mich selbst in die Materie eingelesen, da ich die ganzen, teilweise widersprüchlichen Meinungen, Leid bin. Auf dem rechten Auge sind zwar diese "kissing birds" zu sehen, die Verdünnung ist aber zentral. Soweit ich recherchieren konnte, ist dieses o.g. Abbild bei nahezu jedem Keratokonus erkennbar, bzw. bei allen Bildern, die mit Keratokonus in Verbindung gebracht wurden, genauso zu sehen. Ich frage mich daher echt, ob ein auf KK spezialisierten Optiker so irren kann? Auf dem linken Auge ist die Verdünnung nicht zentral, sondern weiter unten, wie es wohl bei der PMD zu sein scheint. Allerdings ist links forme fruste ohne Symptomatik.
      Subjektiv habe ich den Eindruck, dass sich rechts der Visus weiter verschlechtert hat, die nächste Untersuchung ist in 10 Tagen. Vom Arzt brauche ich dann wohl wirklich mal langsam eine Stellungnahme, wie es weitergehen soll, denn auf einem Auge kaum zu sehen, ist auf Dauer wirklich nicht so prächtig (lt. Test beim Optiker, reagiert das rechte Auge einige Sekunden verzögert und das linke Auge macht die komplette Arbeit). Von den Ärzten habe ich bisher leider sonst nicht viel gehört, außer "kann man nicht viel machen" und "kommen Sie wieder"....


      Ich habe mir etwas Gedanken gemacht, was der Auslöser gewesen sein könnte( da ich keine Hautkrankheit/Schilddrüsenunterfunktion u.ä. habe, die mit der Disgnose in Verbindung steht), da mit Anfang/Mitte 30 ein Keratokonus-Ausbruch ja nciht die Regel ist.
      Zwei Theorien:
      - Lufttrockenheit im Haus. Es herrschen 40% Luftfeuchtigkeit bei mir, es wurden Luftbefeuchter ausprobiert, Dauerlüften, ein anderes Meßgerät (da schon die Vermutung bestand, es sei defekt), die Luft ist immer sehr trocken bei mir. Soweit ich gelesen habe, ist Keratokonus in trockener Gebieten der Erde um vieles weiter verbreitet. Kann eine dauerhafte Lufttrockenheit ggf. zu diesem Krankheitsbild führen oder ist es zu weit hergeholt?
      - Der Ausruch in Februar/März 2017 gewesen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade ein neues Möbilar gekauft mit dunkelblauem LED-Licht, welches auch stark strahlt. Ohne zu diesem Zeitpunkt auf die Idee zu kommen, dass dies schädlich sein könnte, habe ich locker mal mehrere, vllt 30 Sekunden am Stück, in den blauen Strahl so während des Liegens gerade reingeschaut. Man sagt ja, dass Laser(bahandlungen) dieses Krankheitsbild hervorufen kann. Ggf. auch oben beschriebenes?
      - rein interessehalber: welche Konsistenz hat die Hornhaut des Auges? Welche sind ihre Bestandteile bzw. die Zusammensetzung? Sofern es sich kurz aufzählen/erklären lässt, wäre ich dankbar, ansonsten freue ich mich auch auf den Verweis auf eine Lektüre, die für eine Laien verständlich sein könnte.

      Vielen Dank!

      Kommentar


      • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

        Guten Tag, Alister1,
        wichtig ist tatsächlich, den Verlauf zu objektivieren. Wie hat sich die Sehschärfe entwickelt, sie die Topografie? Bei Zunahme der Veränderungen wäre ggf. doch ein Crosslinking zu diskutieren. Dass keine Kontaktlinsen angepasst werden können, finde ich eher verwunderlich. Gibt es ggf. noch einen andern Optiker, der sich damit auskennt?
        Die Hornhaut besteht im Wesentlichen aus Kollagen-Fibrillen.
        Die Theorie hinsichtlich der Entstehung der Veränderung bei Ihnen ist in Bezug auf die LED-Lichter sicherlich nicht haltbar, in Bezug auf die Lufttrockenheit eher auch nicht wahrscheinlich. Aber eine Befeuchtung der Luft ist so oder so nicht verkehrt.
        Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

        Kommentar



        • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

          Danke noch einmal für Ihre Antwort.

          Was mich immer wieder verwundert, ist, dass jeder sagt, wo es nicht herkommt oder herkommen kann aber niemand sagen kann, woher es denn kommt, was auf mich nur logisch betrachtet paradox wirkt.

          Der Visus rechts scheint sehr schwankend zu sein, während ich hier den letzten Beitrag schrieb und innerhalb der Woche davor, konnte ich mit dem rechten Auge nicht einmal bis zum Monitor schauen und lesen, jetzt keine zwei Tage später, sind - wenn auch nur mit Anstrengung - die Buchstaben und Worte erkennbar.

          Was mich auch sehr wundert, sind die sehr geteilten Meinungen über die Eingriffe bei den Ärzten vor Ort. Wie gesagt, ein Arzt war schon vor Monaten bereit den CXL-Eingriff sofort durchzuführen, ein weiterer sagte, dass das Risiko einer Vernarbung, Trübung oder Infektion (der erste schloss letzteres als Risiko nahezu kategorisch aus, was den zweiten Arzt sehr verärgert hatte, als ich dies weitergab). Der zweite Arzt nannte alternativ zum CXL Ringssegmente als Möglichkeit, im dritten Klinikum hat man Rigsegmente aus dem Behandlungsplan genommen, da mit diesen "schwerwiegende Komplikationen" in der Vergangenheit vorhanden gewesen seien.

          Insbesondere daher, da sich dies alles für mich massiv widerspricht (ich sehe beim besten Willen keine Überschneidung der Meinungen der Ärzte) bin ich doch sehr skeptisch. Wenn man mal nachfragt, was diese Komplikationen gewesen sind (man will ja für sich selbst auch abwägen), kommt irgendwie von niemandem wirklich eine Antwort. Die Krankenversicherungen können überhaupt gar nichts dazu sagen und verweisen darauf, dass sie vom MDK beraten werden. Im Kontakt mit dem MDK sagt man mir, man gäbe Patienten keine Auskunft, man müsse wieder bei der Krankenversicherung oder im Krankenhaus nachfragen. Von beiden kommt aber genau gar nichts. Ich verstehe schlicht nicht, was das ganze soll!?

          Wenn ich auf dieser Seite nachlese

          https://www.aerzteblatt.de/archiv/14...k-sind-wirksam

          finde ich folgendes: "Der mittlere Visus stieg bei mäßigem Keratokonus im Jahr nach dem Crosslinking von 0,63 auf 1,0, bei starkem Keratokonus von 0,45 auf 0,63. Nennenswerte Komplikationen gab es nicht, einen Fehlschlag der Behandlung (Progression des Kmax-Wertes trotz Crosslink) trat in 9 % der Augen auf."

          Wenn man das rechte Auge demzufolge crosslinken würde, wäre demnach eine Verbesserung des Visus zu erwarten, worum es mir doch gerade geht?
          Widersprüchliches lese ich auch zum Thema "Myoring". Von einigen als "Wundermittel" genannt, sagen andere es wäre nonsens.

          Ich wäre wirklich froh, wenn da ein wenig Klarheit reinkäme.

          Danke.

          Kommentar


          • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

            Guten Abend,
            ohne konkrete Diagnose (die sich gelegentlich erst im Verlauf erhärtet) ist auch eine Beratung hinsichtlich der Therapie nicht möglich. Daher ist es wirklich entscheidend, wie sich Ihre Hornhaut und die Sehschärfe im Verlauf verhalten. Stimmt die Diagnose überhaupt. Nur bei einer Dynamik und der entsprechenden Diagnose würde ich ein Crosslinking empfehlen. Bei den Ringsegmenten wäre ich auch eher zurückhaltend (es handelt sich v.a. nicht um eine kausale Therapie). Es kann grundsätzlich schon mal vorkommen, dass Ärzte unterschiedlicher Meinung sind, v.a. wenn sie unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben und die Diagnose nicht eindeutig ist. Sie sollten am besten den Verlauf durch einen Augenarzt Ihres Vertrauens kontrollieren lassen und sich ggf. dann, wenn eine Behandlung ansteht auch noch einmal in einer Klinik beraten lassen.
            Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

            Kommentar


            • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

              Guten Abend,

              was heisst "ohne konkrete Diagnose" bzw. "Stimmt die Diagnose überhaupt."?
              Der erste Arzt nannte es zu "90% ein Keratokonus", wobei er nicht dazu kam zu erläutern, was die anderen 10% sein könnten. Der Chefarzt im ersten der beiden Kliniken ging einen Schritt weiter und hat die Diagnose "beginnender Keratokonus" bereits gestellt. Was käme denn sonst als Differentialdiagnose überhaupt in Betracht? eine PMD? ein (wohl äußerst unwahrscheinlicher) Keratoglobus? selbst in diesen Fällen steht ja hauptsächlich CXL zur Wahl, soweit man mir gesagt hat und ich gelesen habe. Im Klinikum 2 sagte man mir, dass in der Pentacam-Aufzeichnung Veränderungen an der Hornhautrückwand erkennen würde, was auch typisch sei.

              Ich verstehe auch den Sinn nicht, weshalb man warten sollte bis der Visus schlechter geworden ist, damit effektiv weniger davon gerettet werden kann. Man lässt ja auch kein Kind erstmal in den Brunnen fallen, um es rauszuholen zu versuchen und zu schauen, ob und was davon übrig geblieben ist.

              Ich frage mich auch, wie es weiter gehen soll, wenn eben keine Dynamik mehr festgestellt wird? Effektiv sehe ich ja immernoch auf einem Auge nur verschwommen, wobei Brille als Lösung wegfällt und bei Linsen jetzt irgendwie immernoch absolute Unklarheit besteht, ob es harte sein sollen; weiche wie sie der Optiker gerade angefertigt hat (Abholtermin ist in einigen Tagen), Linse beidseitig wie einige sagen (wegen Gleichgewichtsgefühl), Linse einseitig wie andere sagen (Optiker: "warum sollte man eine Linse auf ein gesundes Auge machen?"). Wie gesagt, es ist ein durcheinander seit einem Jahr, in dem irgendwie keiner eine wirkliche Lösung bringt, auf jemand anderes verweist oder sagt, man solle abwarten...
              Ist ja wirklich super, ich sehe in der Zwischenzeit nur nicht viel......

              Mich würde, wie gesagt, noch Ihre Meinung hinsichtlich des "Myoring"-Eingriffs interessieren.

              Vielen Dank....

              Kommentar



              • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                Guten Abend,
                hinsichtlich des Myorings wäre ich auch zurückhaltend euphorisch. Die Daten und Langzeiterfahrungen zeigen die besten Resultate für das Crosslinking.
                Eine Therapie ist tatsächlich noch nicht indiziert, wenn Ihre Sehschärfe über 100% betragen (Sie schriebe von 150% und 120%). Da sollte dann wirklich eine nachgewiesene Verschlechterung hinsichtlich Sehschärfe und Topografie erfolgen, um die Indikation zu stellen. Kein Verfahren ist komplett ohne Nebenwirkungen und Risiken - das sollte immer abgewogen werden. Insofern halte ich die Versorgung mit harten Kontaktlinsen (ggf. auch für beide Augen, wenn der Verdacht eines Keratokonus beiseits besteht) für das geringste Risiko.
                Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

                Kommentar


                • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                  Entschuldigung, es liegt möglicherweise ein Mißverständnis vor. Die Sehschärfe links beträgt >120%, die Sehleistung rechts würde theoretisch mit Sehhilfe wieder 120% betragen. Tatsächlich hat die Brille keinen Erfolg gebracht. Derzeit und seit einem Jahr habe ich keine Sehhilfe, da die Anpassung stets scheitert und sehe so seit einem Jahr durchgehend auf dem rechten Auge verschwommen. In der Nähe ist es, wie gesagt, schwankend, am 20-30 cm entfernten Monitor kann ich gelegentlich mit Anstregung lesen. In mittlerer Ferne (z.B. 3m bis zum Fernseher) sieht das rechte Auge höchstens Großbuchstaben, was mitnichten ein Visus von 100% sein kann. Das ist seit einem Jahr ein Zustand, der kaum tragbar ist!

                  Selbstverständlich forciere ich kein CXL bei einem Visus von >= 100%, das wäre natürlich Unsinn einen Eingriff durchzuführen. Ich bekomme lediglich von Ärzten gesagt, wie meine Werte sein KÖNNTEN, vorausgesetzt eine Sehhilfe wird angepasst, die Anpassung scheitert nur lediglich ständig, weswegen ich, und ich kann es nur wiederholen, seit einem Jahr auf dem rechten Augen, mal mehr, mal weniger, in jedem Fall aber immer, verschwommen sehe.

                  Ggf. lade ich die Bilder von Topographie/Pentacam mal hoch und verlinke diese (sofern in diesem Forum gestattet).

                  Kommentar


                  • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                    Guten Abend, Alister1,
                    wie ist denn dann Ihre Sehschärfe objektiv tatsächlich unkorrigiert? Und gab es eine Dynamik in der Topografie (wenn, in welcher Zeit?)?
                    Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

                    Kommentar



                    • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                      Guten Tag,

                      ich hatte Ihre Antwort gerade noch rechtzeitig vor meinem Arzttermin heute gelesen, welchen ich vor der morgigen eventuellen Abnahme der weichen Linsen zur Beratung gemacht hatte. Aus diesem Grund war es mir möglich aktiv nach der unkorrigierten Sehschärfe zu fragen, welche bisher entweder (von einigen Augenärzten und einem mehrfachen an Optikern) entweder nie gemessen wurde oder mir nie mitgeteilt wurde. Jedenfalls liegt die obj. Sehschärge unkorrigiert bei 50%, wobei heute einer der "besseren" Tage ist, ich berichtete auch hier, dass diese schwankt, der Arzt (übrigens auch Priv-Doz., ehemals angestellt bei Klinikum 1) sagte, dass dies auch KK-typisch sei und er sich der Diagnose mittlerweise auch recht sicher sei.

                      Weiche Kontaktlinsen hielt er, ebenso wie Sie hier beschrieben und ich auch in anderen Quellen gelesen hatte, als unüblich, in diesem Stadium ggf. noch als tragbar. Vom Optiker würde ich, sofern ich morgen die Linsen abnehme, bei dieser Gelegenheit auch die neuere Topographie mitbekommen (er kann sie nur auf ein Speichermedium aufspielen, welches ich mitbringen würde). Die Topographie sah bei erster Betrachtung vor Ort leicht anders aus, es könne aber auch mit den Tangentialradien und Sagittal-(?)radien zusammenhängen lt. Optiker.

                      Mit dem Arzt habe ich weiter auf die Eingriffsmöglichkeiten angesprochen, den Eingriff mit ICRS (wie auch CXL mit Ausnahme von ggf. vorrübergehender (?) Abnahme des Kontrastsehens) hält er für üblicherweise komplikationslos, wobei diese erst in einem späteren Stadium in Frage kämen und riet zur Weiterbehandlung in Klinikum 1. Zum Thema Myoring könne er nicht viel sagen, da die Langzeitergebnisse fehlen würden...

                      Kommentar


                      • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                        ... so, der Wahnsinn geht weiter. Augenoptikermeisterin X (heute) sagt, dass Augenoptikermeisterin Y (letztes Mal) nicht viel Ahnung habe von harten Linsen und die weiche Linse doch nicht rausgegeben würde. Es kommt jetzt eine harte Linse, nur für das rechte Augen, da AOM X auch der Meinung ist, dass die Verdünnung links ohne Symptome keine Linse brauche. Die gemessenen Werte sind: +0,75, -1,75, 86 (Sph, Cyl, A). Irgendjemand behauptete auch zwischenzeitlich, ich sei abgesehen von den positiven Sphärewerten kurzsichtig, da man Sph und Atismatismus von einander subtrahieren müsste und sofern der Wert kleiner o. gleich 0 sei, sei man kurzsichtig. Der AA sagte, ich sei weitsichtig, aber ok.

                        Beim gleichen Optiker war ich schon im Oktober '17, wo man mir wegen schwankender Werte erst gar keine Brille anfertigen wurde, sodass noch eine Topographie vorlag, seitdem gibt es keine Verändrung in der Topographie (wäre innerhlab von wenigen Monaten vermutlich auch äußerst ungewöhnlich).

                        Bin ja ansonsten mittlerweile in allen nationalen/internationalen KK-Foren vertreten, während man sich in den deutschen Foren hauptsächlich bemitleidet, versucht man wenigstens in den US-Foren konstruktiv zu sein. Man liest von Zusammenhängen zu Vitamin D und Calcium. Eine Vitamin D-Unterversorgung wurde tatsächlich festgestellt, ich nehme seit einem halben Jahr Dekristol IE 20.000. Calcium soll, wenn ich dies im parallel geöffneten Tab richtig interpretiere auch eine Rolle in Sachen Haare, die bei mir auch dünner werden.

                        Was mir persönlich auffällt, allerdings wozu ich leider im Rahmen der Anamnese nie komme zu erwähnen: Ich stelle v.a. seit Ausbruch der Krankheit Augenringe fest. Unter dem rechten (symptomatischeren) Auge stets intensiver als links. Möglicher Zusammenhang zu irgendetwas, ggf. einem Mangel?

                        Kommentar


                        • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                          Guten Tag, Alister1,
                          mir ist kein Zusammenhang zu Augenringen bekannt.
                          Wie ist denn nun Ihre best-korrigierte Sehschärfe mit Brille bzw. mit Kontaktlinsen? Davon hängt natürlich auch ab, ob man schon zu einer operativen Therapie raten sollte.
                          Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

                          Kommentar


                          • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                            Guten Abend,

                            die Sehschärfe würde mit Sehhilfe (bisher habe ich nie eine solche gehabt) theoretisch 120% rechts betragen.
                            Die Sehschärfe links beträgt ohne Sehhilfe >120%.

                            Da die Sehhilfenanpassung bisher praktisch gescheitert ist, ist die Sehschärfe seit einem Jahr durchgehend Rechts 50% (lt. AA), Links 120%.

                            Die Sehschärfe, die ich beim AA hatte, habe ich heute z.B. definitiv nicht, da (möglicherweise aufgrund der Schankungen) ich heute erneut keine Buchstaben am Monitor mit dem rechten Auge erkennen kann (was vor ein paar Tagen kurzzeitig wieder möglich gewesen ist).

                            Mit freundlichen Grüßen




                            Kommentar


                            • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                              Deine Keratokonus-Diagnose wird aber nicht allein anhand der Dicke deiner Hornhaut bestimmt oder? Ich hab schon 480µm gemessen bekommen und niemand hat von KK geredet, geschweige dem von einer pathologisch dünnen Hornhaut. Allerdings auch schon mal 508µm. Also von daher würde ich deinen "Schwankungen" erstmal keine Wichtigkeit beimessen.

                              Kommentar


                              • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                                wissen1 : Der Grund, weshalb die Hornhautdicke überhaupt gemessen wurde, ist, dass das rechte Auge seit mittlerweile ca. einem Jahr nachgelassen hat. Das rechte Auge sieht nur verschwommen, wenn der vom AA-Personal gemessene Sehschräfewerte von 50% so als richtig angenommen wird (Im Prinzip hieß es "lesen Sie da mal die Buchstaben, Sie erkennen nur die Hälfte, also sind es 50%"), dann habe ich links eine Sehschärfe von 120%, rechts 50% (da immer noch keine Sehhilfe). Das eigentliche Probleme sind Kopfschmerzen, man kann sich vermutlich denken, dass das Resultat sehr unangenehm ist, wenn man stets nicht in der Lage ist, "ganze" Bilder zu erfassen. Vor ca. einem Jahr, nach Ausbruch, als man noch gar keine Ahnung hatte, was es sein könnte, hatte ich massive Panik, da ich den Eindruck hatte, ganze Autos im Straßenverkehr zu übersehen (rechts vor links). Ich bin folglich bei einigen Ärzten gewesen, bis zufälligerweise ein niedergelassener Arzt (dies muss ca. im August 2017 gewesen sein) , den KK kannte, und schnell eine Wahrscheinlichkeit von 90% als Wahrscheinlichkeit nannte. Da beim gleichen Arzt auch noch Totalausfälle im Sichtfeld festgestellt wurden, bin ich auch noch in die Neurologie eines Krankenhauses überwiesen worden. Was dann kam seitens des Krankenhauspersonals, war CT mit "Verdacht auf Tumor im Auge" mit Ergebnis eines "lakunären Stammgangliniendefekts rechtsseitig", was ggf. als Infarkt interpretiert wurde, MRT ohne Befund (ehrlich gesagt, bin ich hinsichtlich des Ergebnisses im CT dann komplett im Dunkeln gelassen worden, man solle es sich vom Allgemeinmediziner/Hausarzt vor Ort erklären sollen -an den der Arztbrief geht-, der es übrigens nicht erklären konnte (!!!!)).

                                Mal abgesehen davon, habe ich den Eindruck, dass mir noch eine Lumbalpunktion buchstäblich verkauft wurde mit aufgeschriebenen Beschwerden seitens des Arztpersonals, die ich teilweise mit Sicherheit niemals geäußert hatte und/oder nichts davon wusste oder weiss, wie z.B. "Rückenschmerzen, Hautinfektionen, Nerven; Gewebeschädigungen". Man müsse ja noch Meningitis ausschliessen. Ist klar. Dass ich dem nicht eingewilligt habe ist auch klar. Natürlich habe ich den Chefarzt vor Ort mal gefragt, was das Ganze soll, es sei "wie ein Mosaik", er hat selbst die Verantwortung übernommen zu stechen (einen Assi, der da kompletten Unsinn erzählt und dann auch noch die Einwilligung suggerieren will " Sie müssen bis in 90 Minuten hier unterschrieben haben!", lasse ich das garantiert nicht machen, v.a. wenn er beim Zimmerkollegen den Arm 10fach blutig sticht, um nur Blut abzunehmen). Jedenfalls was die LP - welch Wunder - auch ohne Befund.

                                Nur zur Info zwischendurch: Ich bin Anfang 30, das Schlimmste, was ich sonst bis dahin hatte, ist leicht erhöhrt Harnsäure. Also ich bin nicht der Vollinvalide, nach dem sich der Text hier sonst lesen könnte.

                                Jedenfalls habe ich seit der Erstaufnahme mit Pentacam, noch zwei weitere gemacht, wobei die HH-Dicke links schwankend ist, das niedrigste gemessene ist 499µm gewesen, das höchste ca. 510-515µm (letzteres habe ich jetzt nicht nochmal genau nachgeschlagen). Was mir Sorgen macht und v.a. der Grund für die hiesige und sonstige Anfragen ist: Die schlechte belastende Sehschärfe rechts und die Sorge, dass es sich links wie rechts verschlechtern könnte (visuell), wobei bei einem späteren Eingriff weniger zu erhalten wäre, als bei einen frühreren.

                                Kommentar


                                • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                                  hoppla, kleiner Fehler im letzten Absatz: bei der gemessenen 499µm handelt es sich natürlich um das rechte und nicht das linke Auge!
                                  Habe die Werte (dünnste Stelle) gerade noch einmal nachgeschlagen.
                                  RA, 1. Messung: 503µm, 2. Messung 499µm, 3. Messung 511µm
                                  LA, 1 Messung: 516µm, 2. Messung 518 µm, 3. Messung 526µm

                                  Kommentar


                                  • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                                    Guten Abend,

                                    heute war ich beim Hautarzt, nachdem wiederholt Rötungen im Gesicht zu erkennen waren. Es soll eine Rosazea sein (bin ja mal wieder total begeistert). Ich gehe davon aus, dass kein Zusammenhang zu Keratokonus besteht?

                                    MfG

                                    Kommentar


                                    • Re: Differentialdiagnose Kerotokonus / PMD

                                      Guten Tag, hallo,

                                      ich führe mal meinen Monolog hier ein wenig weiter.

                                      Zwischenzeitlich wurden ernuet harte Linsen ausprobiert. Das Tragen dieser an sich war weniger das Problem als das Einsetzen und v.a. Ausnehmen. Von Optiker wird es gehandhabt, dass der Kunde dazwischen eine Stunde mit harten Linsen unterwegs ist. Leider hat es nach einer Stunde praktisch überhaupt gar keine Visusverbesserung gegeben. Der Optiker gab zu, dass die Anpassung für ihn sehr schwer sei, da die Verdünnung in meinem Fall nicht zentral ist, wie es bei KK üblich sei. Dazu wurden mir die Abbilder der Hornhäute anderer Kunden mit KK zum Vergleich gezeigt (Datenschutz olé).

                                      Zwischenzeitlich war ich im Laufe der letzten Woche beim hiesigen Universitätsklinikum zur Kontrolle. Während der AA, bei dem ich zuletzt vor einem Monat gewesen bin (der mit den urspünglich 90%) sich unter Vorlage der zwischzeitlichen UNtersuchungsergebnisse sich endgültig auf Keratokonus als Diagnose festgelegt hat, ist man im Klinikum zurückgerudert. Der Grund ist, dass beidseitig eine Verdickung der Hornhaut stattgefunden hat. Die ursprünglichen Ergebisse an diesem Standort sind 499µm und 518 µm gewesen und haben sich auf 520 µm bzw. 530 µm geändert. Die Hornhaut sei in diesem Zustand weder krank noch gesund lt. OA. Vielmehr brachte der OA unter diesen Voraussetzungen refraktive Chirurgie ins Spiel. Er betonte dabei Netzhautspezialist zu sein, weshalb noch jmd anderes drauf schauen sollte. Ggf. Lasek/Lasik. Eigenen Recherchen zufolge habe ich bei Verdünnungen von der Kombination CXL + PRK gelesen.

                                      Ihrer Erfahrung nach, wäre welche Eingriffsmöglichkeit vorzuziehen?


                                      Weiterhin schrieb ich in meinem letzten Post hier über meine Rosaceadiagnose. Folgendes habe ich dazu im Netz gefunden: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11473174

                                      Ist es möglich/wahrscheinlich, dass es sich um einen solchen Pseudokeratokonus handelt? Wäre dies festzustellen, wenn dies so wäre? Wer wäre der Ansprechpartner? Hautarzt oder Augenarzt? Würde es unter diesen Umständen Sinn machen sich einer refraktiven Chirurgie zu unterziehen. Dafür, sofern die These überhaupt tragbar, würde sprechen, dass ich Rosazea in der Famlie habe (Schwester der Mutter), während der klassische Keratokonus mir von Anfang an, zumindest genetisch, abwegig erscheint, da in der gesamten Großfamilie nicht einmal regulärer Astigmatismus vorhanden ist.

                                      Abschließend (und ich bin immer noch auf der Suche nach der Ursache) ist mir doch aufgefallen, dass ich seit Jahren auf der rechten Gesichtshälfte schlafe (die sowohl von KK als auch Rosazea stärker betroffen ist). Ob dies ein Auslöser gewesen sein mag, bleibt wohl unklar...

                                      Für Ihre Meinung bin ich dankbar!

                                      Kommentar