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Beschwerden nach Laserkoagulation

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  • Beschwerden nach Laserkoagulation

    Guten Tag,

    ich hatte vor mehr als 3 Monaten eine Laserkoagulation (also Netzhautlaserung) mit einem Argonlaser an beiden Augen wegen Netzhautveränderungen. Der behandelnde Arzt meinte es wäre bei meiner familiären Vorgeschichte sinnvoll dies durchzuführen (Mutter hatte wassereintritt zwischen Glaskörper und Netzhaut). Ich bin damals zum Arzt gegangen weil ich immer mehr weisse Punkte und Schliere vor meinen Augen gesehen habe.

    Nun hatte ich leider von Anfang an nach der Operation Komplikationen - FYI gleich vorab: der behandelnde Arzt gilt eigentlich als Koriphäe und hat mich nach der Operation bereits mehrfach angeschaut, jedoch keine wirkliche Erklärung für meine Komplikationen.

    Komplikationen:
    • Schmerzen:
      • Nun habe ich auf beiden Augen während der Operation bereits Schmerzen durch den Laser gespürt. An den nächsten Tagen hat sich mein linkes Auge relativ gut erholt und die Schmerzen waren bald fast verschwunden.
      • Am rechten Auge hatte ich anfangs starke unvorstellbare Schmerzen beim fokussieren (das heisst beim lesen). Das hat sich gottseidank gelegt. Allerdings habe ich bis heute konstant Schmerzen am rechten Auge. Zur Schmerzlinderung habe ich Yellox bekommen 2x am Tag. Das hilft, aber ganz schmerzfrei werde ich nie.
      • Ebenfalls spüre ich ein Ziehen am rechten Auge, also in meiner Augenhöhle, als ob seit der Operation etwas blockiert wäre.
    • Sehprobleme:
      • Von anfang an hab ich nach der Operation starke Strahlenkränze und Halos wahrgenommen - die sind bis heute da
      • Rechts sehe ich nun Dreifachbilder
      • Links sehe ich Doppebilder
      • Meine Werte seit der operation: Rechts Sphärisch: -1, cylindrisch -0,5 und Axe Tabo 175; Links Sphärisch: -0,5, cylindrisch - 0,25 und Axe Tabo 85; davor weiss ich es leider nicht, da ich immer 90% links und 100% rechts gehabt hab.
      • Der Arzt meint hierzu, dass der Argonlaser unmöglich dieses Doppelt und Dreifach sehen ausgelöst haben kann, da er anscheinend an der Hornhaut gar nicht operiert und ich vielleicht das vorher nicht wahrgenommen habe => ist das wirklich so?
      • Die Hornhaut wurde auch angeschaut, die hat anscheinend nix, laut Arzthelferin.
      • Die Netzhaut selbst hat er mehrmals angeschaut (das letzte mal vor 2 Wochen), ein anderer Oberarzt hat sich 3 Wochen nach der Operation die Netzhaut ebenfalls angeschaut und einen Ultraschall gemacht - anscheinend ist alles in Ordnung damit und es wurden keine Fehler bei der OP gemacht. Es wurde nur peripher operiert.
    • Sonstiges:
      • Gelegentlich sehe ich Funken und Blitze - allerdings sieht der Arzt eben keine Probleme mit der Netzhaut
      • Meine Augen haben immer mehr und mehr Adern gebildet
      • Ich habe einzelne schwarze Punkte auf der weissen Bindehaut bekommen. Ich glaube der Arzt hat gesagt das is sowas wie ein Ausscheidungskanals des Auges der verstopft ist? Ich bin mir aber bei der Erklärung nicht mehr ganz sicher, weil er gesagt hat dass das überhaupt kein Problem ist und ich mich auf meine relevanteren Symptome konzentriert habe.
    • Therapie, die der behandelnde Arzt mir im moment vorschreibt: Yellox 2x täglich, Cerebokan 3 mal täglich u. Vitrocap 1 mal täglich - ausserdem eine Fernbrille um meine Fehlsichtigkeiten auszugleichen. Zwecks besser werden hält er sich sehr bedeckt - scheint anscheinend wirklich ungewöhnlich zu sein, meine Symptome
    Fällt Ihnen was ein warum ich diese Probleme (Schmerzen und Fehlsichtigkeiten) bekommen habe? Leider finde ich bei der Suche nach Laserkoagulation fast keine dieser Symptome, sondern eher bei Lasik - jedoch war dies sicher eine Nethautlaserung mit einem Argonlaser.


  • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

    Guten Tag,asdf123,
    vor allem die Schmerzsymptomatik sollte versucht werden, zu lindern. Es könnte u.U. durch eine stark zu trockene Hornhaut-Oberfläche begründet sein. Versuchen Sie einfach mal sogenannte Tränenersatzmittel (frei verkäuflich) sehr häufig (zu Beginn mal mindestens jede Stunde) (am besten eine Sorte ohne Konservierungsmittel). ES kann sogar sein, dass sch das Sehen dadurch verbessert, weil die Oberfläche dann nicht mehr so irregulär ist.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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    • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

      Vielen Dank Frau Dr. Liekfeld,

      ich schätze sehr, dass Sie sich am Wochenende um 2 in der Früh Zeit nehmen auch noch Internetanfragen zu beantworten. Ich habe mir das Tränenersatzmittel besorgt und werde es die nächsten Wochen mal stündlich anwenden. Ich werde berichten wie es mir damit geht. Das wäre natürlich toll wenn sowohl die Schmerzen als auch die Fehlsichtigkeiten wieder verschwinden. Ich kann mir gut vorstellen dass die Hornhaut irregular geworden ist, weil wenn ich die Augen sehr klein mache (also mein Auge fast schliesse), sehe ich in der Mitte ein extrem scharfes Bild so wie früher und rund herum halt nochmal Abbilder von dem betrachteten Objekt.

      Auf alle Fälle vielen Dank erstmals für den Rat!

      Mit freundlichen Grüssen

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      • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

        Guten Abend, asdf123,
        ist denn mal überprüft worden, ob Sie vielleicht eine (andere) Brille benötigen? Auf jeden Fall drücke ich die Daumen, dass sich die Beschwerden bessern.
        Mit freundlichen Grüßen,
        Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

        Kommentar



        • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

          Guten Abend Frau Dr. Liekfeld,

          ja, vor der Operation habe ich keine benötigt. Seit der Operation haben sich meine Fernsichtwerte eben verschlechtert. Ich lasse mir gerade eine Fernsichtbrille anfertigen, die die Fehlsichtigkeiten dann hoffentlich ausgleicht.

          Mit freundlichen Grüssen

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          • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

            Ah, ok. Dann werden vielleicht auch die Schmerzen geringer...
            MfG, A. Liekfeld.

            Kommentar


            • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

              Sehr geehrte Frau Liekfeld,

              dürfte ich Sie noch im Speziellen zu den Blitzen fragen, die ich nun gelegentlich sehe (1x alle 2 Tage). Sie kommen, wenn dann nur für eine Minute vor (und immer beim Blinzeln). Ich sehe diese meistens rechts von meinem Blickfeld, aber nicht ganz aussen, sondern wenn ich es in grad beschreiben müsste wobei 0 grad gerade aus ist und 90 grad genau peripher, dann sind die Blitze bei etwa bei 20-30 grad anzufinden.
              Ich will mich natürlich nicht selbst verrückt machen. Aber leider suche ich mir nicht aus was ich wahrnehme und ich weiss ja dass Blitze generelle ein warnzeichen sind, will aber jetzt auch nicht alle paar wochen zum augenarzt rennen wenn nicht nötig.

              Der Augenarzt selbst hat mir eben immer eine gesunde Netzhaut bescheinigt (das letzte mal vor 3 Wochen). Kann das von den Laserherden kommen, diese Blitze? Es wurde jedoch nur peripher operiert. Die Blitze sind doch eher zentraler.
              Leider verändern sich auch laufend meine Wahrnehmungen - Am Anfang hatte ich noch andere Lichterscheinungen ganz aussen rechts, bei 90 grad. Dann eben ein paar funken - und jetzt sind diese umgestiegen zu blitzen.
              Ist es generell möglich / wahrscheinlich, dass eine Laserkoagulation einen Netzhautriss auslöst, den es versucht zu verhindern oder gibt es hierzu keine bekannten Fälle?

              Vielen Dank im Voraus und mit freundlichen Grüssen

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              • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

                Sehr geehrte Frau Liekfeld,

                dürfte ich Sie noch im Speziellen zu den Blitzen fragen, die ich nun gelegentlich sehe (1x alle 2 Tage). Sie kommen, wenn dann nur für eine Minute vor (und immer beim Blinzeln). Ich sehe diese meistens rechts von meinem Blickfeld, aber nicht ganz aussen, sondern wenn ich es in grad beschreiben müsste wobei 0 grad gerade aus ist und 90 grad genau peripher, dann sind die Blitze bei etwa bei 20-30 grad anzufinden.
                Ich will mich natürlich nicht selbst verrückt machen. Aber leider suche ich mir nicht aus was ich wahrnehme und ich weiss ja dass Blitze generelle ein warnzeichen sind, will aber jetzt auch nicht alle paar wochen zum augenarzt rennen wenn nicht nötig.

                Der Augenarzt selbst hat mir eben immer eine gesunde Netzhaut bescheinigt (das letzte mal vor 3 Wochen). Kann das von den Laserherden kommen, diese Blitze? Es wurde jedoch nur peripher operiert. Die Blitze sind doch eher zentraler.
                Leider verändern sich auch laufend meine Wahrnehmungen - Am Anfang hatte ich noch andere Lichterscheinungen ganz aussen rechts, bei 90 grad. Dann eben ein paar funken - und jetzt sind diese umgestiegen zu blitzen.
                Ist es generell möglich / wahrscheinlich, dass eine Laserkoagulation einen Netzhautriss auslöst, den es versucht zu verhindern oder gibt es hierzu keine bekannten Fälle?

                Vielen Dank im Voraus und mit freundlichen Grüssen
                Vielleicht noch als Hinweis. Die Blitze, sehe ich bei Licht - Im Dunkeln habe ich Blitze noch nie wahrgenommen.

                Mit freundlichen Grüssen

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                • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

                  Guten Abend, asdf123,
                  wenn Sie die Blitze nur bei Licht sehen, sollten Sie eher durch Reflexionen (z.B. an Glaskörpertrübungen) zustande kommen, nicht aber von der Netzhaut selber ausgehen (wie z.B. bei einem Loch).
                  Eine sehr intensiv durchgeführte Laserkoagulation kann theoretisch auch Schrumpfungsprozesse mit folgender Netzhaut-Ablösung auslösen, nicht aber einen Riss.
                  Mit freundlichen Grüßen,
                  Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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                  • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

                    Sehr geehrte Frau Liekfeld,

                    vielen Dank für Ihre Unterstützung - ich war nun vorsorglich doch in der Augenambulanz um das nochmals abzuklären. Die Ärzte meinen es ist weder ein Riss, noch eine Ablösung noch irgendetwas anderes. Die Blitze die ich sehe sind wahrscheinlich Fehlimpulse oder ähnliches gewesen.
                    Und ich soll viel tropfen - wie auch Sie gesagt hab - da das Auge sehr trocken ist. Dann sollten die Schmerzen vergehen.

                    Mit freundlichen Grüssen

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                    • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

                      Guten Abend, asdf123,
                      das beruhigt, dass es nichts Schlimmes ist...
                      Mit freundlichen Grüßen und alles Gute,
                      A. Liekfeld.

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                      • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

                        Sehr geehrte Frau Liekfeld,

                        ich habe am 8.2. wieder einen Kontrolltermin bezüglich meiner Laserkoagulation beim Arzt. Letzte Untersuchung war Ende November. Schmerzen sind nun grossteils abgeklungen, ich habe nun angenehme Augentropfen gefunden.
                        In der Zwischenzeit hätte ich noch ein paar Fragen, bei denen ich über eine Antwort dankbar wäre:
                        1. Sie haben gesagt, ein Netzhautriss könnte praktisch nicht ausgelöst werden nach einer Laserkoagulation. Kann denn ein peripheres Netzhautloch oder ein Makulaforamen aufgrund der Behandlung noch entstehen? - Koagulation ist nun fast 5 Monate her, oder kann ein Netzhautloch oder Foramen auch Jahre später noch aufgrund der Behandlung entstehen?
                        2. Re Netzhautablösung aufgrund Schrumpfung - ich hatte soweit ich weiss 200 laserherde pro Auge - sind diese genug um einen Schrumpfungsprozess einzuleiten bzw. ist generell gesprochen nach 5 Monaten alles stabil, wenn es noch zu keiner Schrumpfung gekommen ist?
                        3. Generell die Frage - ab wann kann man davon ausgehen, dass eine Laserkoagulation keine negativen Auswirkungen mehr auf das Auge haben kann? Oder ist aufgrund der Narben und der möglichen Traktion durch die Narben nun immer ein grösseres Risiko vorhanden?
                        4. Wie sind die Langzeitprognosen (also 30 Jahre aufwärts nach einer Laserkoagulation)? Könnte die Glaskörperschrumpfung in Zusammenhang mit den Narben ein Problem auslösen?
                        5. Warum ist man heutzutage eigentlich zurückhaltender mit Laserkoagulationen von Netzhautdegenerationen? Gibt es denn wirklich so viele Probleme nach einer Koagulation?
                        Naja, eigentlich hab ich mich zur Laserung überreden lassen, weil der Arzt meinte es ist ein sehr risikoarmer Eingriff und er würde es mir empfehlen, da nur sehr selten etwas passiert (vor allem bei ihm), und der Nutzen aufgrund der Abriegelung durch den Laser sehr groß ist, aber schön langsam glaub ich das war nur Geldmacherei auf Kosten meiner Gesundheit.

                        Ich würde mich sehr über eine Rückantwort freuen. Ich werde natürlich meinem behandelnden Arzt die gleichen Fragen stellen. Da der Termin jedoch erst in einem Monat ist, wäre ich dankbar über Ihre Einschätzung.

                        Mit freundlichen Grüssen

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                        • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

                          Guten Tag, asfd123,
                          ich denke, Sie sollten sich nicht allzu große Sorgen machen. Bei Ihrer Behandlung ist das Risiko sicher nicht sehr groß, dass es zu Folgeerscheinungen kommt. Auch unabhängig von der Behandlung kann natürlich irgendwann noch mal ein Loch auftauchen (auch am anderen Auge).
                          Ein gering größeres Risiko ist durch die Behandlung immer gegeben (zeitlich nicht begrenzt). Diese möglichen (wenn auch seltenen) Spätkomplikationen sind ein Grund, dass man mit dem Lasern zurückhaltender geworden ist. Außerdem bedeutet die Laserbehandlung auch, dass es zu Gesichtsfelddefekten kommen (wenn eine große Fläche, relativ zentral, gelasert wird) kann.
                          Mit freundlichen Grüßen,
                          PRiv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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                          • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

                            Vielen Dank,

                            das beruhigt mich schon mal ein bisschen. Was mir halt vorher nicht bewusst war, ist dass ich durch die Behandlung eine Netzhautablösung auslösen kann bzw. das Risiko erhöhen kann. Wurde mir von meinem Arzt auch nicht gesagt / hab ich dann auch nicht nachgefragt, da mir das damals noch nicht klar war.
                            Solange das Risiko nur gering sich erhöht hat, werd ich wohl damit leben können. Wie oft würden Sie denn die Koagulation anschauen lassen? Alle 3 Monate? Oder 1 x im Jahr? Ist ein Kontaktglas aureichend oder würden Sie auch mal ein OCT machen lassen bzw. eine andere Diagnostik?

                            Mit freundlichen Grüssen

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                            • Re: Beschwerden nach Laserkoagulation

                              Guten Tag,
                              wenn Sie keine Symptome oder eine Sehverschlechterung bemerken, reichen Kontrollen sicher 1x/ Jahr. Auch dann ist sicher eine Kontaktglasuntersuchung ausreichend.
                              Mit freundlichen Grüßen,
                              Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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