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Erfahrungsbericht Winkelfehlsichtigkeit

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  • Erfahrungsbericht Winkelfehlsichtigkeit

    Hallo,

    ​da wir mit unserer Tochter (heute 17) 2 schlimme Jahre hatten, wollte ich unsere Erfahrung mit Prismen weitergeben, auch wenn wir wahrscheinlich ein Ausnahmefall sind. Aber die Zeit war für uns alle wirklich aufreibend und vielleicht betrifft es noch jemanden, der sich auf seine Symptome keinen Reim machen kann.

    Meine Tochter ist seit der Grundschule Brillenträgerin. Vor ca. 3 Jahren bekam sie Prismen. Am Anfang war soweit alles gut, gesehen hat sie damit super. Vor ca. einem halben Jahr, wurde sie von einer Optikerin (die wir noch gar nicht kannten und auch heute nicht mehr bei unserem Optiker ist) getestet. Sie kam dann mit der Diagnose das meine Tochter so ca. 22 Prismen bräuchte und dann irgendwann eine OP.

    Wir waren erst einmal völlig fertig. Ich habe mich dann erstmal bewusst in das Thema eingelesen. Alle Symptome die für eine Brille mit Prismen sprechen, hatte meine Tochter durch die Prismen.
    Kopfschmerzen, bis hin zu Migräne, Übelkeit, Schwindel, Antriebslosigkeit, dauern Müde, dadurch erhebliche Gewichtszunahme, keinen Lebensmut mehr.

    Sie hat nach der Schule geschlafen und ist auch schon abends um sieben Uhr schlafen gegangen. Dadurch natürlich auch Schlafstörungen.

    Sie hat vom Hausarzt Medikamente bekommen, dadurch einen Allergieschock, das war ein sehr traumatisches Erlebnis. Kopf-MRT wurde gemacht, ohne Ergebnis. Wir waren beim Osteopathen... also viel Zeit bei Ärzten und im Krankenhaus verbracht, vom Geld ganz zu schweigen.

    Nun ja, nachdem ich mich mit dem Thema intensiv auseinander gesetzt hatte, meinte ich zu meiner Tochter, ob wir mal Gläser ohne Prismen ausprobieren sollen, was hatten wir zu verlieren? Seit dem ist nun ein halbes Jahr vergangen und es war für uns die beste Entscheidung, die wir machen konnten.

    Meine Tochter ist ein ganz neuer Mensch! Die ganzen Beschwerden ließen schnell nach. Heute ist sie ein ganz normaler Teenager der auch mal bis nachts aufbleiben kann, wieder leistungsfähig und hat fast ihr früheres Gewicht wieder erlangt. Also ein ganz normaler Teenager Und sie ist glücklich. So hat sich unser ganzes Leben wieder normalisiert.

    Ich will die Prismen überhaupt nicht verteufeln, denn ich glaube das sie vielen Menschen Lebensqualität geben, nur bei uns war es nicht so. Und vielleicht gibt es noch verzweifelte Menschen, die die gleichen Erfahrung wie wir machen und denen möchte ich mit meinem Beitrag helfen, auch wieder Lebensqualität zu erlangen. Denn wir haben über zwei Jahre gebraucht, den Beschwerden auf den Grund zu kommen.

    Liebe Grüße
    Horizonfirst










  • Re: Erfahrungsbericht Winkelfehlsichtigkeit

    Hallo, ein Augenoptiker, der ohne ärztliche Verordnung eine Anpassung von wieviel Prismendioptrien auch immer veranlasst und dies auch noch als eine operationsvorbereitende Maßnahme sieht, handelt kriminell und verstösst mit dieser erlaubsnispflichtigen Behandlung gegen das Heilpraktikergesetz. Man sollte ihn standes- und strafrechtlich belangen! Das Thema ist indes nicht neu. Hier gibt es ausführliche Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Winkelfehlsichtigkeit . Es freut mich, dass Sie zu denjenigen gehören, die kritisch eine Therapie hinterfragen und sich nicht durch blumiges, gleichwohl inkompetentes Geschwafel haben einschüchtern lassen. Andere gehen lange Leidenswege und sind nicht selten vollkommen beratungsresistent. Ihre Tochter wird's Ihnen danken.

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    • Re: Erfahrungsbericht Winkelfehlsichtigkeit

      Guten Abend, Horizonfirst,
      herzlichen Dank für Ihre Hinweise. Tatsächlich sollten Prismen eher zurückhaltend eingesetzt werden und unbedingt in Zusammenarbeit mit einem "Schiel-Spezialisten".
      Mit freundlichen Grüßen,
      Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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