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Medikamentenunverträglichkeiten bei Glaukom

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  • Medikamentenunverträglichkeiten bei Glaukom

    Hallo,
    Seit Jahren habe ich erhöhten Augeninnendruck. Die Tropfen kann ich leider nicht gut vertragen. Am li. Auge wurde ein Offenwinkelglaukom vor 3 Jahren operiert-mit Erfolg. Das andere Auge tropfe ich mit Travatan 40. Da bei mir ein kompletter Linksschenkel-Block besteht und hoher Blutdruck, kann ich nicht alle Tropfen nehmen. Brimonidin kann ich auch nicht vertragen, da hatte ich auch starke Geh und Bewegungseinschränkungen.
    Leider habe ich, mehr und mehr, große Schwierigkeiten mit den Tropfen. Und Tropfen wo der Hinweis steht, dass man Gedächtnisstörungen kriegen kann, würde ich nicht nehmen.Der Augenarzt weiß dass ich starke Beschwerden habe, sagt aber, daß ich trotzdem weiter tropfen muß. Eine Op. empfiehlt er nicht. Ich habe sehr starke Kurzatmigkeit, Hautprobleme, starke Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Müdigkeit, kann sehr schlecht sehen, starker Schwindel und Gleichgewichtsstörung, Depressionen und Bewegungsschwierigkeit. Es hatte sich im Oktober 2015 so zugespitzt, daß ich eine Woche lang kaum gehen konnte. Hausarzt +Orthopädin ratlos, angiologische Untersuchung o.B. Neurologin fand nichts. MRT-cerebral steht noch aus.Sie sagte mir, daß ich mehr gehen sollte. Da ich ja jeweils lange auf die Facharzttermine warten mußte, war ich wirklich ratlos und erschüttert über den Hinweis der Neurologin und daß ich so alleine damit gelassen werde. In meiner Not und Depression habe ich dann am 19.12.15 beschlossen, die Augentropfen abzusetzen um zu sehen was passiert-bis zum 19.02.16, da habe ich einen Kontrolltermin beim Augenarzt. Ich wollte wissen, ob es die A-Tropfen sind. Seit dem habe ich kaum noch Kurzatmigkeit, wenig Lichtempfindlichkeit, kann wieder gut sehen und lesen, der Schwindel ist fast weg und der Blutdruck ist auf einmal stabil, ich bin nicht mehr so müde und muß mich nicht ständig ausruhen und mit dem Gehen geht es auch wieder viel besser.
    Was macht man in so einem Fall? Sorry wegen der langen Geschichte.
    Viele Grüße von tippy

  • Re: Medikamentenunverträglichkeiten bei Glaukom

    Jeder verantwortungsvolle Arzt würde diese Hinweise ernst nehmen und versuchen, die Therapie zu ändern, falls möglich. Ev. den Arzt wechseln oder mehrere Ärzte aufsuchen.
    Zudem natürlich auch der Hinweis an Sie, dass ein eigenmächtiges Absetzen der Augentropfen zu einer ernsten Gefahr fürs Auge werden kann.

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    • Re: Medikamentenunverträglichkeiten bei Glaukom

      Hallo, ich wollte mal berichten wie meine Sache ausgegangen ist. Da es mir nach Absetzen der Tropfen in jeder Hinsicht besser ging war mein Hausarzt und die Neurologin erstaunt und erfreut. Ich habe dann eine Zweitmeinung von einem Arzt geholt, der für solche in meiner Gegend bekannt ist, der dann unbedingt eine Op empfohlen hat und ich könnte in der Wartephase noch einen Versuch mit Taflotan Tropfen machen. Nach 4 Tagen Taflotan hatte ich gleich wieder die alten Symptome, aber nicht ganz so stark. Dann hat auch mein Augenarzt gesagt, dass man das nicht weiterhin verantworten könne. Ich habe jetzt einen OP.-Termin für August dieses Jahres!! Mein letzter AD war 22.
      Was ich jetzt als sehr positiv sehe ist, dass ich nicht die Ärzte wechseln musste und dass alles in einem freundlichen verständnisvollen Umgang geregelt wurde.
      Danke für Ihre Hilfe und noch einen schönen Sonntag und viele Grüße von tippy

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      • Re: Medikamentenunverträglichkeiten bei Glaukom

        Guten Tag, tippy,
        mir ist nicht klar, was gegen eine Operation auch an dem zweiten Auge spricht..
        Vielleicht können Sie das mal in Erfahrung bringen.
        Mit freundlichen Grüßen,
        Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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        • Re: Medikamentenunverträglichkeiten bei Glaukom

          Hallo Frau Dr. Liekfeld,
          so richtig hat sich mein Augenarzt nicht dazu geäußert. Er meinte, er wollte es so lange wie nur möglich mit den Tropfen versuchen. Nicht gut fand ich das, weil er wusste, dass es mir nicht gut ging. Ich dachte nur, dass es wohl mit der Krankenkasse und den Einsparungen zusammenhängt. Obwohl ich die Logik dabei auch nicht sehe, man hätte den Angiologen und Neurologen +MRT gut einsparen können. Sein freundlicher und schneller Entschluss für eine Op war wohl, dass, was ich vorher nicht wusste, der Augenarzt meiner Zweitmeinung und mein Augenarzt sehr gut befreundet sind und dessen Zweitmeinung ich ihm schriftlich vorlegte. Die Hauptsache ist jetzt nur, dass es mir wieder viel besser geht auch wenn die Op erst im August gemacht wird.
          Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen von
          tippy

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          • Re: Medikamentenunverträglichkeiten bei Glaukom

            Guten Tag, tippy,
            ich denke, das ist sinnvoll. Warum soll die Operation erst im August stattfinden?
            Viele Grüße, frohe Ostern,
            A. Liekfeld.

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            • Re: Medikamentenunverträglichkeiten bei Glaukom

              Hallo Frau Dr. Liekfeld,
              ich lebe zwar in einer Großstadt, aber auf Op-Termine muss man schon warten-ich war auch sehr überrascht. Anfang Februar hatte ich montags versucht die Augenklinik anzurufen. Es ging nie jemand ans Telefon. Dienstag habe ich dann die Pforte angerufen, die mir sagten, ich solle den Termin über eMail machen. Das habe ich dann gleich gemacht und am Do. rief die Klinik zurück und sagte, dass mein Augenarzt die Op per FAX beantragen muss mit Hinweis auf Dringlichkeit. Dann musste ich bis zum Mittwoch warten bis der Termin kam. Da ich z.Z. gut sehen kann und keine Probleme mit dem Auge, habe ich es dann so hingenommen. Wenn ich eine Änderung merken sollte, kann ich es dann dringlicher machen.
              Vielen Dank und viele Grüße von tippy

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              • Re: Medikamentenunverträglichkeiten bei Glaukom

                Hallo Frau Dr. Liekfeld,
                ich muss mich wieder einmal melden. Ich habe die geplante Glaukom-Op, im Aug. 2016 nicht erhalten, weil die Augenklinik entschieden hatte eine Katarakt-Op. vorzunehmen, was in meinem Fall erst einmal besser wäre. Diese K-Op. sei in einem Jahr eh fällig. Ich hatte dann im Dez.16 einen Druck von 18 und jetzt im Februar an beiden Augen 14. Mein Augenarzt war sehr überrascht und ich auch.
                Meine Frage jetzt: Seit ein paar Wochen mache ich progressive Muskeltherapie nach Jacobson.
                Meine MT-Trainerin sagte mir, dass dadurch in bestimmten Fällen der Augendruck gesenkt werden kann. Sie hatte leider in dieser Richtung eine Erfahrungen.
                Meine Blutdrucktabletten nehme ich wie immer und der RR ist wie immer etwas instabil.
                Haben Sie Erfahrung mit progressive Muskeltherapie und dessen Heilerfolge bei Glaukom?
                Vielen Dank und viele Grüße von tippy

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                • Re: Medikamentenunverträglichkeiten bei Glaukom

                  Guten Tag, tippy,
                  mit der progressiven Muskeltherapie kenne ich mich nicht aus - habe allerdings noch nicht gehört, dass ein Glaukom dadurch "geheilt" wurde. Wenn sich die Werte so stabilisieren, wäre es ja prima. Gleichzeitig darf natürlich auch der Sehnerv/ das Gesichtsfeld nicht aus dem Auge verloren werden...
                  Mit freundlichen Grüßen,
                  PRiv.-Doz. Dr. A. Liekfeld

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