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untypische Glaskörpertrübung

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  • untypische Glaskörpertrübung

    Sehr geehrte Frau Dr. Liekfeld, liebe User,

    seit einem dreiviertel Jahr habe ich in beiden Augen Glaskörpertrübungen, die mich - mal mehr, mal weniger - stören. Während die ungebetenen Gäste im rechten Auge sich so verhalten, wie Glaskörpertrübungen dies tun sollten (asynchrone Bewegungen, Hin- und Hergeschwimmen, Absinken beim Stillhalten des Auges etc.), sind die Trübungen im linken Auge ganz anders. Sie sehen zwar in ihrer Gesamterscheinung so ähnlich aus wie die im rechten Auge, sind aber seltsam starr. Sie bewegen sich exakt mit dem Blick mit und verharren in ihrer Position; sinken nicht ab, bewegen sich nicht asynchron. Und dies ist auch der Grund, warum ich mit diesen weniger gut klarkomme, weil ich immer genau weiß, wo sie sind und sie auch häufiger gut sehen kann. Der eine graue Punkt hängt z. B., wenn ich jemanden vor hellerem Hintergrund ansehe, ca. über dem rechten Ohr des Gegenübers.

    Meine erste Frage ist nun: Können das normale Trübungen sein?
    Ich habe mir überlegt, dass mein rechter Glaskörper sich ggf. schon mehr verflüssigt hat und der linke noch sehr fest ist und die Trübungen daher nicht vom Platz kommen. Kann das sein? Können sich in einem festen Glaskörper überhaupt Trübungen bilden?
    Wenn meine Theorie stimmt, ist meine zweite Frage, ob diese irgendwann beweglicher werden, wenn sich der Glaskörper mehr verflüssigt. Das wäre mir, so glaube ich, lieber , weil sie dann auch mal aus dem Blickfeld verschwinden würden, wie es ihre "Kollegen" im rechten Auge tun. So fällt mir das Ignorieren einfach sehr schwer.

    Ich war beim AA und die Netzhaut ist in Ordnung.

    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

  • Re: untypische Glaskörpertrübung


    Die Angabe des Alters und die Fehlsichtigkeit / Vorgeschichte der Augen und der sonstigen Gesundheit wäre noch hilfreich für eine Antwort.
    Zur Frage: Die Punkte können durchaus auch normale Trübungen sein, in der Regel sind gerade die üblichen Trübungen (die zukünftig hinzu kommen können und werden) so störend, dass eine punktuelle Störung letztlich dann mehr oder weniger "egal" ist bzw. von den meisten so empfunden wird.
    Sind denn die relativen zentralen Punktstörungen stets und immer vorhanden und sichtbar oder wie die anderen Trübungen nur bei bestimmten Lichtbedingungen / Zuständen?
    Sofern die Punktstörung im für die Ferne "dominanten" Auge ist, könnte es ev. helfen, das andere Auge für die Ferne etwas auf Dominanz hin zu trainieren (ich kann es nicht besser erklären) bzw. die Brillen / Linsenkorrektur nochmal zu überprüfen. Bei optimal eingestelltem Auge dürften die Trübungen insgesamt weniger störend sein. Letzlich sind diese Trübungen nur lästig, nicht behandelbar bzw. eine OP nur mit einem zu hohen Risiko verbunden und wird daher nur ganz selten gemacht.

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    • Re: untypische Glaskörpertrübung


      Hier der Nachtrag:
      Ich bin weiblich und 35 Jahre alt. Die nun störenden Glaskörpertrübungen traten plötzlich während meiner Schwangerschaft auf. Ich hatte aber schon vorher ein, zwei davon, welche allerdings rein durchsichtig waren (die üblichen Bläschen) und mich daher gar nicht störten. Die erste davon fiel mir mit neun Jahren auf.
      Die jetzigen Fäden sind an den störenden Stellen so "geknubbelt/ geballt", das sie grau erscheinen und deswegen besser sichtbar sind.
      Ich sehe alle Punkte bei Dämmerlicht oder bei Kerzenscheinlicht nicht mehr. Bei abnehmendem Licht sehe ich fast nur noch den oben beschriebene, feststehende Punkt immer - wenn auch blasser, weil er so starr ist.

      Ich bin kurzsichtig (-5 und -5,25). Meine Augen - und ich auch - sind ansonsten gesund. Ich nehme keinerlei Medikamente ein.

      Allerdings würde mich interessieren, ob jemand meiner Theorie zustimmt - ist der linke Glaskörper ggf. noch nicht so verflüssigt? Ich habe sonst keine Erklärung dafür, dass da nichts schwimmt, sondern gleich bleibt.

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      • Re: untypische Glaskörpertrübung


        Die Trübungen befinden sich an verschiedener Stelle im Glaskörper und werden daher unterschiedlichst wahrgenommen. Nicht alle werden "gesehen". Der Glaskörper verändert sich mit dem Alter, gefährlich kann es werden, wenn dieser sich noch nicht von der Netzhaut "abgehoben" hat, einen entsprechenden Zug auf die Netzhaut ausübt und dann beim Abheben ggf. Löcher oder gar ein Einreissen der Netzhaut verursacht. Dieser "Abhebevorgang" passiert aber meist erst mit zunehmendem Alter und läuft auch überwiegend völlig problemlos ab. Leider aber nicht immer.

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        • Re: untypische Glaskörpertrübung


          Die Informationen, die mir Rdani0 gegeben hat, sind mir inhaltlich alle durchaus bekannt. Lieb, dass Sie mich über die Trübungen an sich aufklären wollen - aber das weiß ich alles schon, weil ich mich darüber umfassend informiert habe.
          Meine Frage allerdings, warum diese auf dem einen Auge als starr und auf dem anderen als beweglich wahrgenommen werden, sind durch die Tatsache, dass "nicht alle gesehen" werden, ja nicht beantwortet.

          Es wäre schön, wenn sich jemand - ggf. auch jemand mit ähnlichen Wahrnehmungen - melden könnte. Mir würde es, so glaube ich, helfen, wenn ich wüsste, dass die starren Trübungen irgendwann auch beweglicher werden, damit ich sie ignorieren kann.

          Danke!

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          • Re: untypische Glaskörpertrübung


            Wenn sich die Trübung im Glaskörper nicht bewegt, bleibt sie erstmal starr an dieser Stelle und wird dann auch nicht als beweglich wahrgenommen. Ich denke, das ist verständlich und ist auch nicht unbedingt untypisch.

            Ich würde mir an Ihrer Stelle keinesfalls die weitere alters- oder gar myopiebedingte "Verflüssigung" erhoffen, da dadurch mögliche Komplikationen (wenn auch in wenigen Fällen) eintreten können, die aber massive negative Auswirkungen haben. Wie von mir beschrieben und von Ihnen ja vorab bereits gelesen. Seien Sie also froh, wenn sich möglichst lange, auch zentral, nichts verändert.

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            • Re: untypische Glaskörpertrübung


              Guten Abend,
              eigentlich gibt es keine starren Glaskörpertrübungen (der Glaskörper ist auch niemals starr). Vielleicht steckt doch noch etwas anderes dahinter (Trübung der Linse?). Ich würde ggf. eine erneute Beratung/ Untersuchung vom Augenarzt anstreben, zumindes aber eine Verlaufskontrolle in einiger Zeit (Monate) empfehlen (bei Verschlechterung eher).
              Mit freundlichen Grüßen,
              Pirv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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              • Re: untypische Glaskörpertrübung

                Hallo Pönktchen, was ist denn nun nach 3 Jahren heraus gekommen? Hat sich was verändert? Ich habe die gleichen Phänomene, die sich keine Augenarzt so richtig erklären kann.

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                • Re: untypische Glaskörpertrübung

                  Hallo Pönktchen und Patient11, ich habe ähnliche Phänomene und auch die Diagnose (bzw. Vermutung...) Glaskörpertrübung erhalten. Gibt es bei Euch inzwischen Veränderungen oder neue Erkenntnisse?

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