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Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?

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  • Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?

    Hallo zusammen,

    ich hab vor 3 Tagen einen Schlag auf mein rechts Auge abekommen. Am Abend wurde einen Röntgenaufnahme gemacht bei der keine Fraktur zu erkennen war. Gestern bin ich nochmal ins Krankenhaus und nach einem CT wurde folgender Befund festgestellt:

    Isolierter Orbitabodenfraktur.

    An dem Abend schien es den Anschein zu haben, dass Doppelbilder im rechten Sichtfeld vorliegen. Dies scheint so blöd es vlt. klingen mag durch den Brillenrand meiner "Ersatzbrille" gekommen zu sein, denn ohne Brille gibt es keine Doppelbilder.

    Die unzähligen im Internet gefunden negativ Erfahrung mit einer Orbitabodenfraktur Operation haben mich nun vollends verunsichert. Vorallen unter dem Aspekt, dass keine Bewegungseinschränkung, sowie keine Doppelbilder vorhanden sind.

    Meine Frage ist daher vor allen, werden Orbitabodenfrakture auch dann operativ behandelt, wenn keine Doppelbilder und auch keine Bewegungseinschränkungen vorliegen?

    In wie weit könnte ich die Operation vlt. herauszögern um zu schauen, ob vlt. eine Selbstheilung möglich ist?

    Bitte um schnelle Antwort - ich bin echt verunsichert und drauf und dran die Operation abzusagen.


  • Re: Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?


    Hallo, der Nutzen einer operativen Behandlung von Orbitabodenfrakturen ist meines Wissens nachwievor umstritten, zumal sich in den ersten 4-6 Wochen nach dem auslösenden Ereignis häufig von allein deutliche Verbesserungen einstellen. Zudem ist die Frage nach einer chirurgischen Intervention immer auch abhängig von dem Beschwerdebild. Wenn Sie tatsächlich keine Doppelbilder und Bewegungseinschränkungen haben, dann dürfte es sich auch nur um ein sehr diskretes Ereignis handeln, ohne eingeklemmte Muskeln oder Bindegewebe in einer grösseren Bruchspalte. Nach meinen Erfahrungen werden vor Ablauf einer posttraumatischen Frist von etwa 4 Wochen keinerlei diesbezüglichen Operationen durchgeführt. Ich frage mich auch, was hier operiert werden soll. Wissen Sie etwas über Art, Sinn und Zweck der Maßnahme?

    Zudem sollte die Notwendigkeit einer OP ggf. interdisziplinär durch Kieferchirurgen, HNO-Ärzte und Augenärzte erfolgen. Ich würde die OP zum jetzigen Zeitpunkt nicht durchführen lassen und umgehend eine zweite Meinung einholen.

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    • Re: Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?


      Nach Rücksprache mit dem Arzt habe ich folgende Informationen erhalten. Es handelt sich um einen "großflächigen Bruch" des Orbitabodens mit Verbindung in die "Kieferhöhle" (Fachebgriff entfallen). Er meinte die Senkung des Auges nach Abschwellung sei sehr wahrscheinlich. Da Fett und Muskelgewebe in den Bruch eintauchen werden. Zudem könnte eine Verknöcherung der Bruchstelle auch später noch Bewegungseinschränkungen / Doppelbilder hervorrufen. Zudem bin ich anfällig für Nasennebenhöhlenentzündungen diese Entzündungen könnten durch den Bruch auch auf die Augenhöhle gehen.

      Es soll eine PSD?!-Folie über einen Einschnitt in der unteren Bindehaut auf dem Bruch platziert werden und damit auch die Verbindung zwischen Augen und Kieferhöhle unterbunden werden. Zudem auch die Absenkung des Auges berhindert werden.

      Der Arzt sagte auch, dass Doppelbilder nach der OP durch stärke Anschwellungen wahrscheinlich sind, diese sich aber innerhalb von 7-10 Tagen dann wieder legen. Er rät mir dringend dieses OP durchzuführen. Zudem sagte er mir, dass es sich um einen Standardeingriff handeln würde, der in diesem Klikum 2-3 Woche durchgeführt werden würde. Wobei ich ohne Vergleichzahlen dieses nicht bewerten kann.

      Es handel sich um die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirugie:
      http://www.mkk-nrw.de/klinikum-minde...chirurgie.html

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      • Re: Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?


        *2-3 mal die Woche.

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        • Re: Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?


          Ein großflächiger Bruch mit akutem Risiko einer Bulbusabsenkung oder Entzündung der Orbita könnten ein ausreichender Grund für eine operative Intervention sein. Die Befunde müssen halt zur Maßnahme passen, was zuvor nicht ganz ersichtlich war. Zudem scheint die Klinik über einige Erfahrung zu verfügen und auch interdisziplinär zu agieren. Das alles verringert natürlich nicht die Risiken, spricht aber momentan für die empfohlene Maßnahme einer OP.

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          • Re: Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?


            Diesen Eindruck habe ich nach dem Gespräch mit dem Arzt auch. Der OP-Termin steht somit für morgen an. Werde dieses Forum hier mal auf dem laufenden halten und hoffen, dass ich zukünftige Interessierte positives Berichten kann. Denn wie gesagt recherchiert man im Internet überweigend die negativ Erfahrungen, dies liegt aber auch wohl daran, dass diese mehr Grund haben, sich darüer auszulassen, als Pat., bei denen alles gut ging.

            Ich danke dir für deine Einschätzung und Informationen.

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            • Re: Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?


              Die Diskussion über negative Behandlungsergebnisse hat natürlich historische Gründe. Operationen bei Blowout-Frakturen waren früher nicht selten Flickwerk, stützten sich auf unzureichende Erfahrungswerte und wenig ausgereifte Techniken. Aber der medizinische Fortschritt macht ja auch hier nicht Halt und solange die möglichen Auswirkungen einer Nicht-Behandlung die (Rest-)Risiken einer OP deutlich übersteigen ist eine entsprechende Maßnahme durchaus indiziert. Alles Gute für morgen und viel Erfolg!

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              • Re: Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?


                Hallo Smileys!

                Kürzlich hatte ich das Pech, auf das Auge zu fallen und dabei zog ich mir eine Orpitabodenfraktur zu. Der Heilungsprozess ist bis jetzt recht gut, Beeintächtigungen sind aber noch vorhanden.
                Somit stehe ich auch vor der Überlegung, den Bruch operieren zu lassen. Daher bin ich an Ihren Erfahrungen interessiert.
                Für eine Antwort wäre ich dankbar.

                Mit freunldichem Gruß

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                • Re: Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?


                  Guten Tag,
                  wenn keinerlei Symptome/ Beschwerden vorliegen, muss eine Orbitabodenfraktur nicht operiert werden.
                  Mit freundlichen Grüßen,
                  PRiv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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                  • Re: Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?

                    Hallo miteinander,
                    hatte am sonntag einen Zwischenfall beim Fussballspiel, ich bekam einen tritt gegen meine rechte gesichtshälfte, dabe ging der schlag mehr auf das auge. Ich musste in die augenklinik dort wurde ich untersucht. Es wurde voerst keine schlimmere diagnose festgestellt. Beim Röntgen jedoch fiel dem Arzt eine Orbitabodenfraktur auf. Am nächste Tag war ich bei einem HNO Doktor, der mir sagte das ich keine Op machen muss. Nun stand der Dinge, nach dem Sclag sahe ich nur Milchig auf meinem rechten auge, wurde mit der zeit besser. Jedoch sehe ich niht scharf, wenn ich nur mit dem rechten auge schaue. Ich habe Angst das dass für immer so bleibt????!

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                    • Re: Isolierter Orbitabodenfraktur - Operation?

                      Guten Tag,
                      das kann nur der behandelnde Augenarzt beurteilen und beraten, weil er ersehen kann, was die Ursache ist.
                      Mit freundlichen Grüßen,
                      Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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