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schiel OP

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  • schiel OP

    hallo

    mich würde mal ineressieren, welche voruntersuchungen bei einer schiel op anstehen.

    ich z.b schiele schon seit kindertagen auf dem rechten auge...es wurde mit tragen der brille besser, hatte aber wenn ich müde war immer einen leichten siberblick.
    nachdem ich dann 2007 einen infekt im auge hatte, wurde das schielen schlimmer..( der arzt meinte, das durch den infekt der muskel geschwächt wurde)....und es ist richtig unangnehm, nicht nur das ich anderen hemmungen gegenüber habe in die augen zu schauen, sondern ich hab auch das gefühl , das ich mein schielendes auge "fühle", wenn es im innenwinkel des auges ist...hab auch immer so einen leichten druck auf dem auge, so daß 2 äugig gucken für mich anstrengender ist, als nur mit einem auge..ich seh dann auch nicht so klar, wie nur mit einem auge....

    naja. wir auch immer....ich überlege schon lange, ob ich eine op machen soll..hab aber angst, das es dann evtl schiefgeht und noch schlimmer wird.

    ich hab ende des monats einen termin beim augenarzt und wollte ihm erstmal meine beschwerden schildern.

    würde aber gerne im vorfeld mal wissen, was gemacht werden muss, bevor der arzt zu einer schiel op rät....
    ich bin übrigens 36, geh aber von aus, dass das altersunabhängig ist....-))))

    für ne kurze info bezüglich des ablaufs würd ich mich freuen.

    danke und gruss...susanne


  • Re: schiel OP


    Hallo, zur Diagnostik von Schielerkrankungen gehören eine ganze Reihe von Untersuchungen. Diese sind im Wesentlichen:

    - Prüfung der Sehschärfe beider Augen
    - Messung der optischen Verhältnisse (Refraktionsmessung) beider Augen und ggf. Anpassung oder Aktualisierung von Brillengläsern / Kontaktlinsen
    - Messung der Augenfehlstellung (Schielwinkel) in Ferne und Nähe, sowie in weiteren 9 Blickrichtungen, in manchen Fällen in zusätzlichen 48 Blickrichtungen bei Fixation jeweils mit dem rechten und linken Auge (in der Regel nur bei Lähmungsschielen)
    - Messung der Strecken freier oder eingeschränkter Beweglichkeit des rechten und linken Auges
    - in manchen Fällen Prüfung der passiven Beweglichkeit mit einer Pinzette (Traktionstest)
    - Prüfung der Qualität des beidäugigen Sehens hinsichtlich des sogenannten Simultansehens, der Fusion und des räumlichen Sehens
    - in manchen Fällen Messung der Naheinstellungsfähigkeit der Augen (Akkommodationsbreite)
    - Inspektion und Untersuchung der vorderen, mittleren und hinteren Augenabschnitte, also ein vollständiger Organbefund beider Augen.

    Das alles wird jedoch nicht an einem Tag durchgeführt, sondern erfordert im Allgemeinen mehrere Besuche. Gerade bei Erwachsenen gehört zum weiteren diagnostischen Spektrum die Abklärung des Risikos postoperativer Doppelbilder. Dies wird in der Regel mit der Verordnung einer Prismenfolie, die auf ein Brillenglas geklebt wird und für einige Tage getragen werden muß, durchgeführt. Zur Prüfung, ob ein gemessener Schielwinkel auch stabil ist oder sich nicht etwa dynamisch verändert, kann man das schielende Auge für drei Tage mit einem Pflaster verschliessen und anschliessend nochmals die notwendigen Messungen durchführen.

    Der Augenarzt lässt den grössten Teil dieser Untersuchungen in der Regel von einer Orthoptistin durchführen, so seine Praxis eine solche Spezialistin beschäftigt. Auf deren Kenntnisse sollte in keinem Falle verzichtet werden. Im Zweifelsfall sollte man sich lieber einem anderen Augenarzt anvertrauen, der über eine angeschlossene Sehschule mit entsprechendem Personal verfügt. Sollte er selbst nicht operieren, dann werden die Untersuchungen in der in Frage kommenden Augenklinik nochmals wiederholt - nicht weil man den niedergelassenen Kollegen misstraut, sondern weil es üblich ist, seine eigenen Befunde als Grundlage für einen operativen Eingriff zu nutzen, und weil die Situation besser zu beurteilen ist, wenn mehrere Untersuchungsergebisse vorliegen.

    Alles in allem wird also ein ziemlicher Aufwand betrieben, um ein bestmögliches Ergebnis zu erreichen und alle denkbaren Risiken zu minimieren. Eine 100% ige Erfolgsgarantie gibt es jedoch nicht. Sie sollten sich vor einem Eingriff auch klar über das von Ihnen gewünschte Ergebnis werden. Für manche ist es schon ein Erfolg, wenn ihr Schielwinkel von 30° auf 15° reduziert wird, für einen anderen ein Misserfolg, wenn ein kleiner Restschielwinkel von 2° übrig bleibt. Alles ist also relativ. Die Dosierung einer Schiel-OP und Verkleinerung eines Schielens wird anhand medizinischer Notwendigkeiten und Möglichkeiten durchgeführt. Bei einer durchschnittlichen Genauigkeit von etwa 1-2 Grad wird auch in Abhängigkeit von der Art des Schielens häufig ein, wenn auch kosmetisch unauffälliger, Restwinkel bestehen bleiben.

    Fragen Sie also Ihren Augenarzt bzw. die Orthoptistin, was möglich ist und welches Ergebnis angestrebt werden kann. Dann können Sie selbst am besten einschätzen, ob Sie sich einer operativen Behandlung unterziehen möchten oder nicht. Die Chancen auf eine - meist deutliche - Besserung sind bei entsprechenden Befundergebnissen in der Regel sehr gut. Alles Gute!

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    • Re: schiel OP


      danke für die sehr informative mail......:-))
      ich werde das mal mit meinem augenarzt besprechen

      ich hatte sondt nie probleme mit meinem silberblick, aber seit dem infekt ist es eben schlimmer geworden und auch das wohlbefinden des auges, bzw des sehens ist eingeschränkt...wenn man das so sagen kann.
      das gefühl das schielen zu spüren ist unangenehm....

      vielleicht gehts auch ohne OP und es git tropfen, die das gefühl mindern, da ich auch ein trockenes auge habe........

      nochmals danke..-))

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      • Re: schiel OP


        Das wird sich dann bei den Untersuchungen erweisen. Zudem gibt es auch Schielerkrankungen, bei denen eine Operation nicht in Frage kommt und auch keine Besserung bringen würde. Man sollte also nicht spekulieren, sondern die Befunde abwarten.

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