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Doppelsichtig

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  • Doppelsichtig

    Hallo
    Heiße Peter komme aus dem Westerwald bin 56 Jahre. Leide seit zwei Tagen an Doppelsichtigkeit. Geäussert hat es sich Zuerst für ca. eine Stunde bei fernsicht dann war wieder alles gut. am nächsten Tag als ich morgens aufstand war es wieder da.Und zwar im nah so wie im fernbereich. Die Symtome sind folgende. Ich sehe alles doppelt und zwar über einander. Das zweite Bild kippt von links oben nach rechts unten. Wenn ich den Kopf gerade nach vorne halt und schaue nur mit den Augen nach rechts oben oder unten ist alles in Ordnung, aber wenn ich nach links oben schaue wird alles doppelt. Am schlimmsten ist es wenn ich nach links unten schaue. War gestern beim Augenarzt, der hat weiter zum Neurologen geschickt. Beim Neurologen wurden einige Tests gemacht so wie ein CT vom Kopf so wie ein Ultraschall von den Halsaterien. Beide befunde waren negativ. Man sagte mir es sei eine kleine durchblutungsstörung.Der Neurologe klebte mir ein Brillenglas zu und sagte es geht in ca. 14 Tagen vorbei dann währe wieder alles normal. Ich habe da aber so meine bedenken. Das ist ein schei.. Gefüll so dur die Gegend zulaufen. Gibt es da denn keine andere Lösung? Hoffe hie reinpaar Tips zubekommen.


  • Re: Doppelsichtig


    Hallo Peter,

    die von Ihnen geschilderten Beschwerden deuten möglichersweise auf eine Lähmungserscheinung eines äusseren Augenmuskels am rechten Auge hin, genauer gesagt: des oberen, schrägen. Seine Aufgabe ist es, das Auge zu senken, nach innen zu rollen und zur Schläfe hin zu drehen. Wenn er das aufgrund einer Lähmung nicht mehr kann, entsteht ein Ungleichgewicht - unter anderem mit dem Ergebnis, dass man alles doppelt sieht.

    Vermutlich nehmen Ihre Doppelbilder auch zu, wenn Sie Ihren Kopf zur rechten Seite neigen. Ihr Abstand wird in der Regel grösser, je mehr Ihr betroffenes Auge in die Richtung blickt, in der der Muskel aktiv wird. Das ist - wie Sie selbst auch beschreiben - bei Linksblick und Blick nach unten der Fall. Möglicherweise werden Sie zudem bei Blick nach rechts hin und wieder Doppelbilder wahrnehmen, die verkippt sind.

    Sollte sich diese Vermutung bestätigen, handelt es sich hierbei um ein neurologisches Geschehen, dass durchaus nach einiger Zeit wieder von alleine verschwinden kann - aber nicht muß. Insofern sind Sie bei einem Neurologen schon sehr gut aufgehoben. Die momentanen Doppelbilder können Sie möglicherweise verhindern, indem Sie die Blickrichtung vermeiden, in der der Muskel aktiv wird, also nach links und nach unten. Lesen oder vor dem Fernseher liegen ist also ungünstig. Bei mäßgem Rechtsblick könnte die Situation jedoch einigermaßen zufriedenstellend sein. Das Tragen eines Pflasters auf der Brille behebt zwar nun die Beschwerden in vollem Umfang, da Ihr rechtes Auge (ich unterstelle, der Neurologe hat das rechte Brillenglas verschlossen) momentan nicht benutzt wird. Der Nachteil daran ist allerdings, dass Sie in dieser Situation über keinerlei räumliches Sehen verfügen.

    Um von augenärztlicher Seite eine entsprechend klare Aussage zu bekommen, sollten Sie eine Praxis wählen, die eine angeschlossene Sehschule besitzt, und in der eine sog. Orthoptistin arbeitet. Im Westerwald gibt es einige davon. Hier könnte man auch ggf. über eine weitere Form der symptomatischen Behandlung der Doppelbilder nachdenken, nämlich mittels einer Prismenfolie, die man auf das Brillenglas klebt.

    Sie sollten eigentlich krankgeschrieben sein, da Ihre Orientierungsfähigkeit teils sehr stark eingeschränkt sein müsste. Auch das Fahren eines KFZ sollten Sie bis zu einer deutlichen Besserung unbedingt unterlassen. Wenn innerhalb der nächsten Tage keine spürbare Besserung eintritt, wäre eine weiterführende neurologische Abklärung sicherlich empfehlenswert.

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    • Re: Doppelsichtig


      Vielen Dank für die schnelle Antwort. Daraus schöpfe ich wieder Hoffnung. Könnten Sie mir vieleicht einige Praxen im Westerwald nennen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Peter

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      • Re: Doppelsichtig


        Hallo Peter,

        wenn es sich wirklich um eine Durchblutungsstörung handelt und alles andere ausgeschlossen ist, hilft zur Zeit tatsächlich nur Geduld und Abwarten, weil sich dann noch etwas ändern kann.

        Mit freundlichen Grüßen,
        Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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