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Hornhautverkrümmung und falsche Achse

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  • Hornhautverkrümmung und falsche Achse

    Hallo zusammen,

    wie ist das, wenn man eine Hornhautverkrümmung hat, und man im Endeffekt eine flasche Achse bestimmt bekommen hat? Wie ist dann das sehen?

    Ich hab mir eine neue Brille vom Optiker messen lassen der ermittelte die Werte wie folgt:
    L : -1,25
    R : -1,25 und den Cyl -0,75 auf Achse 173° hat er von den alten Brillen übernommen.

    Er schliff mir die Brille aber auf 178°! Ich ließ das Glas neu schleifen und dann hat er es auf 175° geschliffen.

    Ich bin auch beim Augenarzt gewesen und der hat die Werte wie oben ermittelt
    (L : -1,25 R : -1,25 und den Cyl -0,75 auf Achse 173°)

    Meine alte Brille hat angeblich die Werte L : -1,00 R : -1,25 Cyl -0,75 auf Achse 173°, gemessen ist die Achse aber auf 170° und ich komme mit dieser Brille besser klar als mit der neuen.

    Also bin ich nochmal zu einem anderen Optiker gegangen und dieser hat die Werte von mir bekommen aber meinte nachher, ich solle mal selbst an dem Achsenrad drehen und ich drehte mir die Achse auf 166°.

    Kann es sein, das sich die Achse mit den Jahren verschiebt bzw wie kann es sein das ein Augenarzt auch auf die 173° kommt und mir sagt, das wäre optimal für meine Augen so und das kann bis zu 6Wochen dauern, bis die Augen sich dran gewöhnen.

    Ich habe mit der Brille ein ganz komisches Sehen, kann es gar nicht beschreiben und mir wird etwas übel beim tragen der Brille.

    Vielen Dank für Eure Antworten!!!

    LG

    Jenny

  • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse


    Guten Tag, Jenny,

    die Beschwerden, die Sie beschreiben, können durchaus mit einer veränderten oder "falschen" Achsenlage zusammenhängen. In der Regel machen bis zu 5° bei geringen Werten nichts aus, aber bei Ihnen scheinen die Werte doch zu weit auseinander zu liegen. Ich denke, Sie sollten das noch einmal mit Optiker und dem Augenarzt, der die Brille verschrieben hat, besprechen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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    • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse


      Hallo Frau Liekfeld,

      vielen Dank für die Antwort. Der Augenarzt sagte ich hätte ein entspanntes sehen und dies könnte bis zu 6Wochen dauern.

      Der optiker sagt ich ahbe die Brille innerhalb der Toleranz und nach Verordnung gefertigt.

      Ich würde mich freuen, wenn es nur daran liegen würde und ich dann wieder vernünftig sehen kann.

      Kann es denn sein, das sich die Achse ändert??? Wenn man älter wird?

      LG
      Jenny

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      • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

        Hallo Frau Liekfeld

        Mein dt. Optiker hat für meine Achse R 168 Grad und L 40 Grad ermittelt.
        4 Jahre später ermittelt der span. Optiker - ich war sogar 2x da - R 10 Grad und L 40 Grad.

        Können sich diese Werte im Alter so stark veränder?

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        • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

          Man müsste das vollständige Rezept kennen. Rechts liegt der Unterschied zunächst nur bei ca. 20 Grad, ist jetzt nicht so viel.

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          • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

            Guten Tag, tog,
            tatsächlich hängt das vor allem auch mit der Höhe des Zylinders ab, ob es sich da wirklich um eine starke Achsverschiebung handelt.
            Mit freundlichen Grüßen,
            Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld

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            • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

              Hallo Frau Liekfeld.
              Ich wollte mich dieser Thematik gerne anschließen, da sich die gestellte Frage auch recht mit meinem Problem meiner neuen Brille deckt, auch wenn die Abweichungen noch minimaler ausfallen. Auch hier geht es um die Achse. Daher dachte ich, dass ich dies eventuell auch hier rein schreiben könnte, ohne einen eigenen Thread auf zu machen, ich hoffe das ist so ok.

              Die Daten meiner alten Brille sind folgend:
              R: F +0.75 / -1.00 / 175°
              L: F +2.25 / -1.25 / 10°
              Für die Arbeit nutze ich eine Schutzbrille mit exakt den selben Werten, die vom Tragegefühl und dem Sehen gleich ist.

              Die Daten meiner neuen Brille sind:
              R: F +0.75 / -1.00 / 175°
              L: F +2.25 / -1.25 / 12°

              Man sieht, dass sich nur ein Glas um 2° geändert hat. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es nicht so 100% ist, wie es sein sollte, oder ich es gewohnt bin. Sie erwähnten, dass bis zu 5° bei geringen Werten nicht auffallen würden. Aber ich denke, dass dieses Glas schon etwas stärker ist, wodurch die 2° eventuell doch merkbar sein könnte?

              Meine beiden alten Brillen sind grundlegend verschieden. Die eine Brille ist eine "normale" Brille. Die Schutzbrille auf der Arbeit ist hingegen ganz anders von der Form und Glasgröße, da ja die Augen ringherum geschützt sein müssen. Dennoch bemerke ich keinen Unterschied, wenn ich zwischen den beiden Brillen wechsle. Ziehe ich aber die neue Brille an, merke ich schon einen schlagartigen Unterschied, den man kaum beschreiben kann... Wenn ich die neue Brille für längere Zeit trage und dann ausziehe, dann fühlt es sich die ersten 2-3 Sekunden so an, als würden sich meine Augen "verschieben". Dieses Gefühl habe ich bei meinen alten Brillen nicht.
              Kann es also doch möglich sein, dass ich auf diese 2° relativ empfindlich reagiere?
              Ich hoffe der Text war soweit verständlich, es ist immer schwierig anderen etwas zu erklären, was man selbst kaum in Worte fassen kann :/
              Für Ihre aufgewendete Zeit bedanke ich mich schon mal im Voraus

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              • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                Der Text ist schon verständlich. Diese 2 Grad sollten nichts ausmachen, jedoch sind alle diese Brillen nicht genau identisch hinsichtlich
                - Fokussierung der eigenen Pupillenmitte zur Mitte des Glases
                - Abstand Auge zum Glas
                - korrekter Einbau der bestellten Gläser in den Rahmen
                Hier können sich natürlich Abweichungen ergeben.

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                • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                  Guten Abend, Nerro,
                  tatsächlich kommt es bei einer Brille nicht ausschließlich auf die Achse an, wie Rdani0 bereits schrieb (danke!). Sie sollten das aber unbedingt noch mal mit dem Optiker besprechen und ggf. "reklamieren"...
                  Mit freundlichen Grüßen,
                  PRiv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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                  • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                    Vielen Dank Rdani0 und Fr. Liekfeld. Das werde ich machen

                    Kommentar



                    • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                      Guten Abend, Nerro,
                      ich hoffe, inzwischen ließ sich alles klären und Sie kommen mit Ihrer Brille gut zurecht.
                      Mit freundlichen Grüßen,
                      Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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                      • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                        In einigen einschlägigen Foren tauchen Themen zu Gleichgewichtsstörungen und Doppelbildern und verzerrter Visusgeometrie im Zusammenhang mit der Achslage bei Hornhäutverkrümmungen auf. Weiterhin gibt es regelmäßig Beiträge, die sich mit unterschiedlichen Achslagen, je nach messendem Optiker, befassen.
                        Die Achslage ergibt sich aus einer objektiven und einer subjektiven Messung.Objektiv sind am Beispiel von Max Mustermann verschiedene Ergebnisse bei der Achsmessung korrekt. Subjektiv ebenfalls. Der scheinbaren Widerspruch sollte erklärt werden. Bei der Achsmessung gehen Optiker und Messgerät von einer waagerechten Ausrichtung des Auges im Raum aus. Betrachtet man das ganzheitlich, reicht es also bereits den Kopf in zwei aufeinander folgenden Messungen in einer Messreihe, also bei z.B. dem gleichen Optiker, in verschiedenen Winkeln zu neigen/schräg zu legen. Dies geschieht oft unbewusst oder aufgrund einer Muskelverhärtung im Nackenbereich, eines Haltungsfehlers (Wirbelsäule, Becken durch verkürztes Bein). So ergeben sich verschiedene Achswerte. Die Optik geht von einem starren Gerüst aus, dass den Körper abbildet, dem ist aber alters, verletzungs- oder haltungsbedingt nicht so. Eine verlässliche Methode, diesen "Messfehler" auszugleichen, gibt es nicht. Eine mögliche Lösung ist eine individuelle Anpassung von Kontaktlinsen mit verschiedenen Achslagen, um so die nötige Achslage für den optimalen Linsensitz zu finden. Diese Methode ist aufwendig (vor allem für den Optiker), kann sich aber lohnen. In sehr, sehr seltenen Fällen kann bei korrekt gemessener Achslage, Refraktion und Brillengestelleinstellung eine visuelle Abberation bestehen bleiben, hierfür können dann Veränderungen an der Augenlinse, des Glaskörpers oder der Netzhaut verantwortlich sein. Wie gesagt, in selten Fällen, der Mainstream sieht anders aus und sollte die Optiker zum Umdenken bewegen. Es geht um eine ganzheitliche Betrachtung des Kunden und um Austausch mit Ärzten und Fachpersonal aus dem orthopädischen Bereich.

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                        • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                          Guten Tag, Optikfan84,
                          herzlichen Dank für die gedanklichen "Ausflüge" und Denk-Anstöße.
                          Bei der Methode mit den Kontaktlinsen sei anzumerken, dass die Kontaktlinsen auf dem Auge leicht rotatorisch beweglich sind und daher auch damit gewisse Fehler entstehen...
                          Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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                          • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                            Guten Abend Frau Liekfeld,

                            sie haben Recht, Kontaktlinsen haben leicht rotatorische Eigenschaften auf der Hornhaut, allerdings sollten diese bei einer individuell angepassten Linse (weich oder hart) mit individuellen Werten und nicht den handelsüblichen Standardwerten, auf die bei einer einfachen Anpassung durch den Optiker angenähert wird, bei optimalem Sitz kaum spürbar oder merkbar sein, d.h. für dien Tragenden sollte die Linse kaum bis nicht merklich spürbar sein. Merkliche Rotationoen und damit verbundene optische Einschränkungen sollte man nicht beim Optiker nicht als "okay" akzeptieren, er kann es besser.

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                            • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                              Guten Tag, Optikfan84,
                              es ist sicher gut, einen Kontaktlinsen-Spezialisten für komplexere Anpassungen aufzusuchen. Und oftmals benötigt mehrere Anläufe, bis man die richtige Linse gefunden hat...
                              Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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                              • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                                Hallo,
                                eine Frage habe ich noch... Wie wirkt sich die falsche Achsenangabe aus? Ganz klar war das jetzt nicht. Unscharfes Sehen/ doppeltes Sehen/ nach einiger Zeit Kopfschmerzen??? Ich hatte vermutet, dass man die falsche Achse daran erkennen kann, indem man einen Punkt oder Gegenstand ansieht und dann schnell wechselweise das linke und rechte Auge öffnet und schließt... Wenn dieser Punkt versetzt ist, dann stimmt die Achse nicht....
                                Freundliche Grüße
                                Walter Waschk

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                                • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                                  Unscharfes Sehen, Kopfschmerzen, Anstrengung etc.: Ja;
                                  Das mit dem "versetzten Punkt" kenne ich so aber nicht.

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                                  • Re: Hornhautverkrümmung und falsche Achse

                                    Guten Tag, Herr Waschk,
                                    der von Ihnen beschriebene Test wird genutzt, um das Führungsauge herauszufinden. Das nicht dominante Auge bewirkt, dass Gegenstände im Vergleich zum anderen Auge und vor allem im Vergleich mit dem Seheindruck durch beide Augen leicht versetzt wirken. Das ist "normal", da jedes Auge einen leicht andern Winkel auf ein Objekt hat (dadurch haben wir ein "Stereosehen"). Eine "falsche" Achse macht sich durch leicht verschwommenes, verzerrtes Sehen bemerkbar, Kopfschmerzen können auftreten..
                                    Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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