• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

unterschiedliche Messergebnisse bei Sehtest

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • unterschiedliche Messergebnisse bei Sehtest

    Hallo liebes Onmeda-Team,

    bei insgesamt 4 Messungen durch verschiedene Optiker wurden auch 4 völlig verschiedene Ergebnisse ermittelt, was mich jetzt natürlich stark verunsichert und weshalb ich die Augen auch noch beim Augenarzt überprüfen lassen habe.

    Der Augenarzt hat folgende Werte ermittelt:
    Rechts: Sphär. -1,0 Cyl. +0,5 Achse 90°
    Links: Sphär. -1,0 Cyl. +0,5 Achse 85°

    Beim Optiker wurde folgendes ermittelt:
    Rechts: Sphär. -0,25 Cyl. -0,5 Achse 0°
    Links: Sphär. Plan Cyl. -0,5 Achse 0°

    Als Laie erscheinen mir diese Werte völlig gegensätzlich. Mich würde interessieren, ob man zur Ermittlung der reinen Dioptrienzahl den Sphärischen Wert mit dem Cylinderwert addieren muss und wie man die unterschiedlichen Ergebnisse interpretieren muss. Der Augenarzt meinte nur, dass auch er starke Schwankungen bei den Messergebnissen erkennen könne. Beim Optiker wurde gesagt, dass schon Hormonschwankungen zu völlig verschiedenen Ergebnissen führen können, was mir doch ziemlich abwegig erscheint.

    Meine abschließende Frage wäre noch, ob ich eine vor Jahren angefertigte Brille für die jetzt ermittelten Werte noch verwenden kann? Ich habe diese Brille nie getragen, weil ich schon nach kurzem Tragen sofort Kopfschmerzen bekam.
    Die Messwerte der schon vorhandenen Brille sehen wie folgt aus:
    Rechts: Sphär. -0,5 Cyl. +0,5 Achse 97°
    Links: Sphär. -0,75 Cyl. +0,5 Achse 74°

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir die Messergebnisse kurz erläutern und einen Rat bezüglich meiner Fragen geben könnten. Vorab möchte ich Ihnen bereits dafür danken.

    Liebe Grüße Jana


  • Re: unterschiedliche Messergebnisse bei Sehtest


    Guten Morgen, Jana,
    die Werte sind nicht ganz so unterschiedlich wie sie scheinen, weil sich die Werte durch Umkehr des Vorzeichens beim Zylinder deutlich verändern.
    Auch Ihre alte Brille weicht nicht so sehr von den Werten ab. Falls Sie sich mit der Brille wohlfühlen und gut sehen können (auch das kann der Optiker oder der Augenarzt objektivieren), ist die noch vollkommen in Ordnung.
    Ansonsten sollten Sie vielleicht besser beim Optiker eine PRobebrille für eine gewisse Zeit probieren, um auszuschließen, dass Sie Kopfschmerzen auch mit der neuen Brille bekommen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

    Kommentar


    • Re: unterschiedliche Messergebnisse bei Sehtest


      Hallo, die unterschiedlichen Wert bei Augenarzt und Optiker kommen zustande, weil erster den Zylinder als positiven, der Optiker aber als negativen Wert dargestellt hat. Beide Messungen in identischer Notation eregeben folgende Ergebnisse:

      Augenarzt:
      Rechts: Sphär. -1,0 Cyl. +0,5 Achse 90°
      Links: Sphär. -1,0 Cyl. +0,5 Achse 85°

      Optiker:
      Rechts: Sphär. -0,75 Cyl. +0,5 Achse 90°
      Links: Sphär. -0,5 Cyl. +0,5 Achse 90°

      Die Werte sind also doch sehr ähnlich und somit nachvollziehbar. Man könnte auch die ersten Werte als Minus-Zylinder ausdrücken. Dann sähe das so aus:

      Augenarzt:
      Rechts: Sphär. -0,5 Cyl. -0,5 Achse 0°
      Links: Sphär. -0,5 Cyl. -0,5 Achse 175°

      Optiker:
      Rechts: Sphär. -0,25 Cyl. -0,5 Achse 0°
      Links: Sphär. Plan Cyl. -0,5 Achse 0°

      Starke Schwankungen bei der Messung der optischen Brechungsverhältnisse kommen auch deshalb zustande, weil es in den Augen ein Regulativ gibt, das solche Messungen verfälscht, wenn man es nicht zuvor mit entsprechenden Tropfen kurzfristig ausschaltet. Es nennt sich Akkommodation. Mit Hormonschwankungen hat das allerdings gar nichts zu tun. Bei Erwachsenen macht man sich häufig nicht die Mühe dieser "Tropfenuntersuchung", weil sie dann für einige Stunden nicht Autofahren dürfen, sehr schlecht sehen und überaus lichtempfindlich sind. Optiker dürfen solche medikamentösen Maßnahmen überhaupt nicht ergreifen. Man kämpft also immer irgendwie mit der Möglichkeit eines Messfehlers.

      Kommentar