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Untersuchung des Sehnerven

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  • Untersuchung des Sehnerven

    Sehr geehrte Frau Dr. Liekfeld,

    vor 10 Tagen wurden meine Sehnerven in der Universitätsaugenklinik Kiel fotographiert, weil ich hohen Augeninnendruck habe. Zum Glück ergaben die Fotographien keinen Schaden.
    Im linken Auge wurden 3 Aufnahmen gemacht, das war problemlos. Im rechten Auge habe ich einen beginnenden grauen Star. Deswegen hatte der Arzt große Probleme, gute Bilder zu machen. Er hat es immer wieder versucht. Mehr als 40 mal (ich habe mitgezählt) hat er mit gleißend hellem Blitz das Auge bei dilatierter Pupille fotographiert. Dann endlich hatte er ein gutes Bild.
    Auf dem linken Auge konnte ich bald wieder normal sehen. Auf dem rechten Auge bemerkte ich, dass ich noch nach 2 Stunden alles verschwommen sah und keine Farben sehen konnte. Der Arzt beruhigte mich und sagte, das Sehen käme bald wieder.
    Jetzt, 10 Tage später, ist das Sehen etwas besser geworden, aber noch nicht so wie vorher. Ich sehe alles mit weißen Streifen durchzogen. Außerdem sehe ich runde Ringe, außen dunkelgrau, innen hellgrau. Diese Ringe treten besonders bei äußeren Konturen auf. Wenn ich z. B. eine grüne Tür ansehe, so sehe ich sie mit dem linken Auge normal. Mit dem rechten Auge sind die Konturen mit diesen vielen Ringen bedeckt und die grüne Farbe ist heller und von anderem Grün. Alle weißen Flächen sehen bläulich aus, dunkelrote Flächen sehen blaßrot aus. Hellgelbe Flächen nehme ich als weiß wahr.
    Hinzu kommt, dass ich alle Objekte mit dem rechten Auge doppelt sehe, und zwar ist das zweite Bild nach rechts oben und gleichzeitig nach hinten verschoben und etwas blasser als das richtige Bild.
    Meine Sehschärfe war vor der Fotographie auf dem rechten Auge 1,0p. Ich war gestern bei meinem Optiker, der mir meine Brille angepasst hat. Dort betrug die Sehschärfe, natürlich bedingt durch das Verschwommensehen, 0,4p.

    Können Sie mir erklären, wie es zu diesen Sehstörungen kommt? Haben sich die Photorezeptoren noch nicht wieder gefüllt? Wodurch enstehen die Doppelbilder (nur auf dem rechten Auge)?
    Leider ist mein Augenarzt im Urlaub, und bei seinem Vertreter kann ich erst in fünf Wochen einen Termin bekommen. Und in der Universitätsaugenklinik, wo die Fotographien gemacht wurden, ist sogar erst ein Termin Ende Mai frei.
    Wenn 40 Aufnahmen hintereinander von einem Sehnerven gemacht werden, wie lange dauert es dann normalerweise, bis man wieder normal sehen kann? Ich hoffe ja, dass sich das Sehen wieder erholt. Bin ich nach 10 Tagen zu ungeduldig?


  • Re: Untersuchung des Sehnerven


    Ich glaube, du musst dich noch ein wenig gedulden. Und die wichtigste Sache ist die passende http://de.wikipedia.org/]Brille

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    • Re: Untersuchung des Sehnerven


      Guten Tag,
      im Moment müssen Sie nicht in "Panik" verfallen, es hilft zunächst abwarten. Theoretisch kann sehr starke Lichteinstrahlung am Auge einen Schaden bewirken. Das würde man der Netzhaut ansehen und könnte vom Augenarzt erkannt werden. Ihre Beschwerden passen allerdings auch gut zu dem Bild eines grauen Stars. Auch das kann der Augenarzt feststellen. Lassen Sie sich nach seinem Urlaub noch einmal untersuchen und beraten.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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      • Re: Untersuchung des Sehnerven


        Sehr geehrte Frau Dr. Liekfeld,

        vielen Dank für Ihre Antwort.
        Ich habe laut Auskunft des Augenarztes beginnenden Grauen Star. Vor der Fluoreszenzangiographie hatte ich keinerlei Sehprobleme auf dem Auge aund einen Visus von 1,0.
        Direkt nach der Angiographie hatte ich die geschilderten massiven Farbsinnstörungen, Doppelbilder und am nächsten Tag einen Visus von 0,4. Alle diese Störungen halten bis heute an. Kann ein beginnender Katarakt innerhalb von Minuten so stark fortschreiten, dass sich damit die nunmehr seit 2 Wochen anhaltenden Störungen erklären lassen?
        Vielen Dank für Ihre Antwort.
        Annemarie

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