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Keratokonus im Anfangsstadium bei 15jähriger

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  • Keratokonus im Anfangsstadium bei 15jähriger

    Bei unserer 15jährigen Tochter (Brillenträgerin seit ihrem 5. Lebensjahr) wurde ein beginnender Keratokonus auf dem rechten Auge diagnostiziert. Obwohl ihre Brille im Frühjahr erst verstärkt wurde, klagte sie im Sommer über häufiges Tränen des Auges, unangenehme Blendung durch Lichtquellen und schlechtes Sehen sowohl in der Ferne als auch bei der Naharbeit. Daraufhin wurde sie erneut beim Augenarzt untersucht und dieser stellte die Diagnose Anfangsstadium eines Keratokonus rechts. Wir hatten vorher noch nie etwas über diese Augenkrankheit gehört. Ihr Astigmatismus ist in kurzer Zeit von –0,5 auf –3,0 gestiegen. Mit ihrer neuen Brille kommt sie jetzt gerademal auf 40%. Ihr wurden formstabile Linsen angepasst, mit denen sie auf 80% kommt. Auf dem linken Auge hat sie 100%. Im Januar haben wir einen Termin in der Augenklinik. Jetzt möchten wir uns auch schon mal vorab etwas informieren. Unser sehr guter Augenarzt hat uns schon sehr viele Informationen gegeben und uns etwas beruhigt, aber trotzdem wäre es nett, vielleicht auch von anderen Betroffenen, weitere Informationen zu bekommen.
    Einige Fragen wären für uns sehr interessant.
    1. Warum ist eine Korrektur durch eine Brille so schwierig? Sie trägt jetzt ihre Kontaktlinsen ca. 16 Stunden täglich, was ich auch verstehen kann.
    2. Weiß man etwas über die Vererbung von KK? Unser Sohn ist ebenfalls kurzsichtig und die Krankheit seiner Schwester belastet ihn auch sehr.
    3. Wir haben im I-net gelesen, dass es eine Möglichkeit der Behandlung durch „cross-linking“ gibt. Unser Arzt hat nicht davon gesprochen. Wäre das eine Möglichkeit und wann wäre eine solche Behandlung empfehlenswert? Was wird bei cross-linking genau gemacht?
    Vielen Dank!
    Marc Anders


  • Re: Keratokonus im Anfangsstadium bei 15jähriger


    Guten Abend, Herr Anders,
    eine Brillenkorrektur ist bei hohen Hornhautverkrümmungen generell nicht so leicht möglich und vor allem bei einer etwas "unregelmäßigen" Oberfläche beim Keratokonus schlechter als die Korrektur mit harten Kontaktlinsen, die die Oberflächenunregelmäßigkeiten ausgleichen. Zusätzlich gibt es die Annahme, dass die harten Kontaktlinsen durch einen gewissen "Gegendruck" das Fortschreiten des Keratokonus verzögern könnten.
    Man geht von einer erblichen Komponente aus, Kurzsichtige sind in der Regel eher betroffen, allerdings ist es durchaus anzunehmen, dass der Bruder daran nicht erkranken wird.
    Beim "cross-linking" wird durch UV-Licht eine Stabilisierung der Hornhautstruktur bewirkt. IN dem Fall Ihrer Tochter würde ich dazu raten, wenn der Befund auch mit den Kontaktlinsen weiter deutlich fortschreitet.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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