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Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker

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  • Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker

    Dank der vielen „kranken“ Patienten, der Lobbyarbeit der Pharmaindustrie (es werden sogar Krankheiten erfunden, um die Umsätze zu steigern!) und der Verschreibungsfreudigkeit der Ärzte stiegen die Umsätze der Pharmafirmen in astronomische Höhen.



    So wurden im Jahre 2004 für mehr als ½ Billion nach deutschem Sprachgebrauch (500 Milliarden oder 500 000 Millionen) USD (Dollar) Arzneimittel weltweit verkauft. Zwischen 2001 und 2004 wurde eine Umsatzsteigerung um 28 % erreicht. 90 % des Umsatzes wurden in Nordamerika, Europa und Japan getätigt.

    Zu den Top-Arzneimitteln zählen übrigens Blutfett- und Blutdrucksenker, Blutverdünner, Mittel gegen Depressionen, Blutarmut, Sodbrennen, Magengeschwüre, Schnupfen und Allergien. Spitzenreiter sind die Blutfettsenker mit einem Umsatz von 26 Milliarden USD, gefolgt von Magenmitteln (24 Milliarden) und Mittel gegen Depressionen (19,5 Milliarden USD). Auch die Blutdrucksenker dürften in diesem Bereich liegen (allein die Blutdrucksenker von Pfizer schlagen mit 4,5 Milliarden USD pro Jahr zu Buche). Angesichts solcher Zahlen kommt Freude bei den Pillenherstellern auf. Aber nicht bei den Patienten, die nicht gesünder, sondern oftmals kränker werden.

    Die dankbarsten Patienten für die Pillenindustrie sind solche, die eine Unmenge der verschiedensten Medikamente verordnet bekommen. So teilte mir kürzlich ein Bekannter mit, dass ein Patient mit Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Problemen täglich 16 verschiedene Medikamente einnehmen muss. Diese Medikamentenverordnung finde ich unglaublich und verantwortungslos. Aber die Ärzte müssen das ja besser wissen. Vielleicht hat der betreffende Arzt Erbarmen mit seinem kranken Patienten, und bekämpft mit zusätzlichen Arzneien die auftretenden Nebenwirkungen ...

    29 000 Tonnen Arzneimittel
    In keinem Land der Welt gibt es so viele Fertigarzneimittel wie in Deutschland: 50 000 buhlen um die Gunst der Patienten. Wie Jörg Blech in seinem hochaktuellen Buch „Heillose Medizin“ berichtet, stieg der Pro-Kopf-Verbrauch seit 1950 um das 20-Fache. Die jährlichen Arzneimittelkosten betragen in D heute mehr als 21 Milliarden Euro.

    Insgesamt sollen in Deutschland pro Jahr 29 000 Tonnen Arzneimittel verkauft werden. Dazu kommen noch 2320 Tonnen Tierarzneimittel. Viele dieser Arzneimittel landen im Müll oder nach der Passage durch den Körper im Abwasser und in geringen Dosierungen auch in manchen Trinkwässern.
    Laut einer Studie, die das Industriewissenschaftliche Institut der Wirtschaftsuniversität Wien 2003 durchgeführt hatte, lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch an Medikamenten in Österreich bei 20,7 Packungen pro Jahr (Frankreich: 50,8 Packungen, Griechenland: 27,5, Italien: 27,2, Spanien: 26,4, Portugal: 23,8, Belgien: 22,7 Packungen). Damit liegt der Medikamentenverbrauch in Österreich deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Die Österreichische Apothekenkammer hat den Hauptgrund herausgefunden, warum die Österreicher träge Pillenschlucker sind: In Österreich werde nämlich„sehr sorgfältig mit Medikamenten umgegangen“. Vorbildlich!

    Insbesondere die Ärzte kurbeln den Pillenverbrauch an. In Holland verlassen beispielsweise 60 % aller Patienten ihren Arzt mit einem Rezept. In Deutschland sind 80 bis 95% Rezeptverordnungen üblich.

    Er diagnostizierte immer Krätze
    Ab und zu hörte ich von Ärzten, dass viele Patienten unglücklich seien, wenn sie nichts verordnet bekämen. Sie fühlen sich ja so schlecht ... also müssen sie eine Krankheit haben, und dagegen hilft nur eine Arznei, so die Ansicht dieser Kategorie Patienten. Wenn der „Kranke“ kein Rezept bekommt, sucht er einen verschreibungsfreudigeren Arzt auf.

    Dazu 2 nette Anekdoten aus vergangner Zeit: Dr. Eduard Kaiser (1813−1903) berichtete in seinem Werk „Aus alten Tagen – Lebenserinnerungen eines Markgräflers“ über einen Kollegen, der in Kandern praktizierte (es handelte sich um Carl Friedrich Brodhag, 1795–1855). Er hatte eine ungewöhnliche Art, die Kranken zu behandeln. Oft liess er die Kranken 2 bis 3 Stunden warten, bis er sich bequemte, sie zu untersuchen. Dann hörte er alle der Reihe nach ab und verteilte Rezepte. Die meisten erhielten Tinctura Guajaci volatilis, ein Mittel gegen Krätze. Ihm störte es wenig, wenn die Patienten klagten, die Tinktur brenne höllisch im Hals. Trotzdem behielt er bis zu seinem Tode eine grosse Patientenschar.

    Oder eine andere Geschichte, die Dr. Hermann Debus (1862−1927) erzählte:
    Einem überarbeiteten Mann riet er, er solle doch kürzer treten und sich hinlegen und viel schlafen. Der Mann, der in seinem Leben sehr hart gearbeitet hatte, konnte nicht begreifen, dass Ruhe gut für ihn sei. Er verlangte eine Medizin. Er bekam ein Rezept, das er beim Apotheker vorlegte. Dieser schmunzelte, lautete doch die Rezeptur „Aqua destillata“ (destilliertes Wasser) mit einem Schuss Himbeersaft. Nach einiger Zeit erkundigte sich der Arzt nach dem Befinden des Patienten. Hocherfreut meinte dieser: „Die schöne, rote Tropfe, wo Sie mir verschriebe hän, Herr Doktor, hemmer halt so guet do!“

    Das waren noch Ärzte! Ärzte, die nicht die Pharmaindustrie und deren Vertreter mit ihren Präsenten im Nacken hatten. Trotz solcher „Verordnungen“ waren alle zufrieden, der Arzt, der Patient und der Apotheker. Die mit Placebos (Scheinmedikamenten) behandelten Patienten lebten wohl gesünder, weil sie keine Nebenwirkungen befürchten mussten.

    Umsatzsteigerung durch Grenzwertverschiebungen
    Die Manager von Pharmafirmen finden immer neue Strategien, um ihre Umsätze zu steigern. So wurde beispielsweise der Grenzwert des Gesamtcholesterins im Laufe der Jahre immer weiter abgesenkt (zunächst in den USA, dann in anderen Ländern). Früher galt der Cholesterinwert von 280 Milligramm pro Deziliter Blut als zu hoch, dann wurde er auf 240 und später auf 200 abgesenkt. Durch diesen Trick wurde plötzlich das halbe Volk zu Risikopatienten und behandlungsbedürftig. Die Statin-Umsätze stiegen daraufhin ins Unermessliche. Eine Ernährungsumstellung und körperliche Betätigungen wurden von den meisten Patienten nicht akzeptiert.

    „Wenn ein Kind einen Wert von 200 hat, ist das bedenklich“, sagte der in Köln praktizierende Arzt Walter Dresch. „Aber wenn ein 50-Jähriger einen Wert um 250 hat, dann ist das ein Idealwert.“ (Quelle: „Heillose Medizin“). Im Buch „Der Pharmabluff“ von Marcia Angell wird auch über die Veränderung der Definition des Bluthochdrucks (Hypertonie) berichtet: Jahrelang galt ein Bluthochdruck von 140 zu 90 als Grenzwert. Dann entschied ein US-Gremium eine zusätzlich Kategorie, die Prähypertonie, einzuführen. Darunter versteht man einen Blutdruck zwischen 120 zu 80 und 140 zu 90. Nun wurden plötzlich die meisten Menschen behandlungsbedürftig. Scheinheiligerweise wurde die Empfehlung ausgegeben, dass man mit einer Ernährungsumstellung und Bewegung eine Besserung erzielen würde. Diese Empfehlung wurde von den Ärzten jedoch nicht mit Nachdruck vermittelt oder die Patienten wollten davon nichts wissen. Viele verlangen von ihren Ärzten eine schnelle Hilfe.„Durch diese Ausweitung der Definition vergrösserte sich die Zahl der Kunden für blutdrucksenkende Medikamente um viele Millionen – obwohl es keinenüberzeugenden Anhaltspunkt gibt, dass solche Präparate dieser ‚Patienten’-Gruppe einen Nutzen bringen“, so die Autorin des genannten Buches.

    Bluthochdruck: Heilung ohne Pillen ist möglich
    Dass Heilungen auch ohne Pillen möglich sind, möchte ich einmal am Beispiel des Bluthochdrucks demonstrieren. Hier hat Dr. Johann Georg Schnitzer grosse Vorarbeit geleistet. Er weist immer wieder darauf hin, dass es kostensenkende, da heilende, kausale (also die Ursache betreffende) Therapien gibt. Allein bei der von ihm entwickelten und in ihrer Wirksamkeit durch eine Studie nachgewiesene kausale Therapie der essenziellen Hypertonie könnten die Krankheitskosten innerhalb weniger Monate um 50 % gesenkt werden. Weitere Kostensenkungen würden sich durch die Verhütung der teuren Folgenkrankheiten ergeben.

    Dr. Schnitzer erzielte seine Heilungen des hohen Blutdruckes durch eine natürliche Ernährungstherapie. Die Erfolgsquote lag bei 93 %, bezogen auf die blutdrucknormalisierende Wirkung. In seinem aktuellen Buch„Bluthochdruck heilen“ sind die Vorgehensweise und Ergebnisse detailliert aufgelistet. Der Autor gibt in seinem Buch und auch im Internet Empfehlungen weiter an Bluthochdruck-Patienten (er appelliert an die Eigenverantwortung),Ärzte, die Bluthochdruckpatienten behandeln (sie sollten ihren Patienten sagen, dass Bluthochdruck heilbar ist, aber nicht mit Pillen) und an alle Politiker, und besonders jene „die Gesundheitspolitik“ betreiben. So ruft er
    den Politikern folgendes zu: „Packen Sies an und lassen Sie sich nicht mehr von der starken Lobby davon abhalten, die bisher Milliardeneinnahmen aus dieser einen Krankheit bezieht – so lange diese als unheilbar deklariert und mit lebenslanger Dauermedikation behandelt wird.“
    Führt hier Dr. Schnitzer einen Kampf gegen Windmühlen, so einst wie Don Quijote von der Mancha in Cervantes Dichtung? Ist er ein einsamer Rufer in der Wüste der verlorenen Gesundheit? Ich glaube es nicht. Denn ich glaube immer noch an das Gute im Arzt.

    Allerdings ist Glauben nicht Wissen. Ich denke nämlich, dass es für dieÄrzte (und für ihre Reputation als solche) höchste Zeit wird, das von Dr. J. G. Schnitzer bereits vor 2 Jahrzehnten (1987) auf der Medizinischen Woche Baden-Baden mit geheilten Patienten vorgestellte, gleichzeitig in 2 Büchern publizierte, natürliche und hoch wirksame Verfahren zur Heilung von Bluthochdruck in ihren Praxen bei jedem Fall von Bluthochdruck auch anzuwenden – selbst dann, wenn dadurch der lukrative „Patientenstamm“ chronischer Hypertoniker schrumpfen sollte, weil nicht mehr nur „behandelt“, sondern geheilt wird.
    Ich finde, wer als Arzt das Wohlergehen des Patienten im Sinn hat, sollte auch das Beste empfehlen. Und die Ärzte sollten sich in ethischer Hinsicht nicht nur auf Hippokrates berufen, sondern auch an dessen für den Arztberuf aufgestellte Anforderungen halten! Dieser lehrte unter anderem: „Lasst Eure Nahrung Eure Heilmittel sein!“ Im „Eid des Hippokrates“ ist auch Folgendes zu lesen: „Die diätetischen Massnahmen werde ich nach Kräften und gemäss meinem Urteil zum Nutzen der Patienten einsetzen, Schädigung und Unrecht aber ausschliessen.“

    Der Inhalt des Hippokratischen Eides wurde 1948 vom Weltärztebund modernisiert („Genfer Deklaration“). Was viele nicht wissen, ist, dass der Hippokratische Eid weder von Medizinstudenten noch von Ärzten abgelegt werden muss, um die Zulassung zu erhalten. Das sagt schon manches aus.



    Buchhinweise
    Blech, Jörg: „Heillose Medizin“ (Fragwürdige Therapien und wie Sie sich
    davor schützen können), S. Fischer Verlag, Frankfurt 2005, ISBN:
    3-10-004413-4.
    Angell, Marcia: „Der Pharmabluff“ (Wie innovativ die Pillenindustrie
    wirklich ist)“, KomPart Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Bonn/Bad Homburg
    2005, ISBN: 3-9806621-9-5.
    Infos zu den Büchern von Dr. Johann Georg Schnitzer: siehe
    Internet-Adressen.

  • Re: Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker


    Sehr geehrter Herr Weidemann,

    mit gesunder Ernährung kann man einige Krankheiten vermeiden oder lindern. Selbstverständlich.

    Es gibt jedoch eine Vielzahl von Krankheiten, für die wir Medikamente unbedingt brauchen und auch wollen, weil nur mit deren Unterstützung Besserung eintritt oder weiterer Schaden vermieden wird.

    Wir alle würden uns freuen, wenn die schwerkranken Patienten mit Himbeersaft geheilt werden könnten, wie Sie nahelegen. Aber es geht eben nicht.

    Bitte deshalb ausdrücklich nicht den Ärzten und Apothekern pauschal das Interesse am Wohl der Patienten absprechen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Heike Pipping
    Apothekerin

    Kommentar


    • Re: Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker


      sehr geehrte Frau Dr.Pipping ,
      leider ist es so das sich trotz Mrd. Gewinnen der Pharmaindustrie sämtliche Volkskrankheietn weiter ausbreiten .
      Dafür gibt es auch einen Grund Das Geschäft mit der Krankheit.
      Warum gibt es Teile in der Welt wo Krebs fast unbekannt ist ?
      Es gibt Studien wonach 80 % aller Medikamente keine nachfgewiesene Heilwirkung haben.
      Es Gibt aber eine Vielzahl von Medikamenten die andere Krankheiten auslösen.
      Die Gesundheit unseres Körpers wird auf der Ebene der Zellen entschieden , bekommen sie nicht genügend Nährstoffe werden wir Krank.
      Bluthochdruck wird zb. behandelt, indem mann die Pumpleistung des Herzen verringert. Wenn bei Ihnen zu Hause die Wasserleitung verstopft ist wird der Klempner auch nicht die Pumpleistung herunterfahren. Obwohl den meisten Ärtzten die Ursache des Bluthochdruck unbekannt ist, werden fleißig Blutdrucksenkende Mittel verschrieben.
      Dabei kann nachweislich durch ein paar Vitamine die Aterien elastischer gemacht werden und der Blutdruck sinkt auf natürliche Weise aber leider nicht patentierbar.
      Bei Viren und Bakterien wird schnell zu Medikamenten gegriffen. Dabei bekämpft alleine ein Vitamin die Viren und Bakterien wirkungsvoll leider nicht patentierbar.
      Hier mal ein Link der das eindrucksvoll bestätigt.
      []
      Es gibt aber eine vielzahl von Stoffen Vitaminen , Aminosäuren ,usw. die die Gesundheit beeinflussen leider sind alle diese Stoffe nicht patentierbar und somit ist kein Geschäft damit zu machen.

      Sollte der Eindruck enstanden sein das ich den Ärzten und Apotekern pauschal verurteilt habe , so möchte ich mich entschuldigen.
      Warum erfahren Ärzte und Apoteker in Ihrer Ausbildung nichts oder nur Lügen über Vitamine.

      Jeder Arzt und Apoteker hat die Pflicht sich weiterzubilden.
      Nicht nur von der Pharmaindustrie. Zur Gesundheit gehört mehr als Medikamente.
      Warum werden kritische Beiträge in diesen Forum gelöscht . ZB. im Diabetikerforum über Vitamin C und Glukosemolekühle

      Mit freundlichen Grüßen
      Wolfgang Weidemann

      Kommentar


      • Re: Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker


        > Es gibt aber eine Vielzahl von Stoffen Vitaminen , Aminosäuren usw., die die Gesundheit beeinflussen leider sind alle diese Stoffe nicht patentierbar und somit ist kein Geschäft damit zu machen.

        Quatsch hoch drei, Verzeihung. Was meinen Sie, wieviel Geld mit Vitaminpräparaten und allen möglichen anderen "Nahrungsergänzungsmitteln" verdient wird! Übrigens auch von der "bösen" Pharmaindustrie... Nicht immer braucht es einen Patentschutz, um gute Gewinne zu machen.

        > Dabei bekämpft alleine ein Vitamin die Viren und Bakterien wirkungsvoll leider nicht patentierbar.

        Sie meinen sicher das Vitamin C. In der Tat hat es eine Bedeutung für die Immunabwehr, man darf aber nicht glauben, daß alle und jegliche Infekte durch alleinige Vitamingabe geheilt werden könnten. Das wäre ja zu schön. Da haben Sie vielleicht etwas nicht ganz richtig verstanden...

        > Warum erfahren Ärzte und Apoteker in Ihrer Ausbildung nichts oder nur Lügen über Vitamine.

        Diese Unterstellung ist schwerwiegend und nicht sehr plausibel. Sicherlich wird dieses Thema auch behandelt. Aber der Arzt und Apotheker muß bzw. sollte über sehr vieles Bescheid wissen (der menschliche Organismus ist nun mal enorm komplex), und Vitamine sind da eben nur eines von sehr vielen Themen.

        Wer sich wirklich bewußt und vernünftig ernährt, nimmt damit alles notwendige zu sich. Aber viele Menschen sind zu einer gesunden Lebensweise kaum bereit oder in der Lage (Stichworte: Rauchen, Alkohol, Ernährung, Bewegung, Stress...). Die diesbezüglichen Mahnungen und Erläuterungen der Ärzte bleiben leider oft ohne Wirkung. (Eine Verwandte von mir rauchte stark, obwohl mehrere Ärzte und auch ich ihr dringend empfohlen haben, damit aufzuhören. Sie starb schließlich nach der soundsovielten Operation ihres "Raucherbeins" an einer Sepsis...)

        > Zur Gesundheit gehört mehr als Medikamente.

        Das ist eine Binsenweisheit. Sie sollten die Ärzte und Apotheker in ihrer Gesamtheit nicht für dümmer halten, als sie sind...

        mfG
        Thomas

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        • Re: Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker


          Sehr geehrter Herr Wiedemann,
          leider stellen Sie Ihre Meinung (und die zB von Herrn Dr. Schnitzer) als Wahrheit hin. Sie wiedersprechen der Auffassung der Mehrzahl der damit befassten Ärzte ect. Es handelt sich um Ihre persönliche Meinung. Bitte machen Sie dies in Ihren Beiträgen deutlich. Bitte vermeiden Sie Links auf Seiten, auf denen unmittelbar bestimmte Produkte beworben und diese auch bestellt werden können (wie leider im Diabetes-Forum geschehen). Ich bemühe mich in meinen Beiträgen, die Meinung der mit dem Thema vertrauten medizinischen Fachgesellschaften (zB Deutsche Diabetes Gesellschaft) wiederzugeben. Wenn zu einer bestimmten Frage meiner Kenntnis nach keine passende Aussage einer Fachgesellschaft vorliegt, bin ich bemüht meine persönliche Meinung auch als solche kenntlich zu machen.

          Kommentar


          • Re: Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker


            Sehr geehrter Herr Weidmann ,
            ich stimme da ganz mit Ihnen überein.Die Erfahrung habe auch ich gemacht ,das mir Naturmittel besser helfen als die Pharma-Tabletten mit den so schmerzhaften Nebenwirkungen. Wir sind aus der Natur gemacht wie kann uns da die Chemie helfen ??
            Für jede Krankheit ist nun mal ein Kraut gewachsen.
            Aber sind es nicht die Menschen selbst die es so wollen ?? Mit einigen Ausnahmen.
            Die Meisten wollen Ihr Bier den Schnaps den Wein und trotz allen noch gut und viel essen den Kuchen Pommes,
            Wurst und fettes Fleisch .Jeden Tag ein großes Eis mit Likör und Sahne und so weiter. Schlägt es auf die Gesundheit und die Ärzte sagen abnehmen so meckern sie rum und schimpfen auf den Doktor und gehen zum Nächsten. Sie wollen Essen und trinken und dazu noch Ihre Pille haben damit nix passiert und sie beruhigt sind. Das habe ich selbst erlebt in meiner Umgebung nur ja nix auslassen müssen. Es gibt ja ein Mittel gegen zu hohen Blutdruck und Blutfett und und und.
            Das war schon immer so ,denke man an Diabetes
            wenn sie zur Kontrolle mussten so wurde vorher fleissig Zitrone oder Essig getrunken damit die Werte positiv ausfallen und man dann wieder reinhauen kann.
            Ist es da ein Wunder wenn die Industrie die Dummheit der Menschen ausnutzt. Die meisten bewegen sich nicht sitzen nur vor der Klotze und die Muskeln sind fast zurück und da heißt es eben,
            ich kann doch nicht und basta .
            Jeder Mann an jeden Ort einmal in der Woche Sport,
            dazu zwingt sie auch kein Doktor.

            Kommentar


            • Re: Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker


              Es mag ja sein, dass manche Menschen unvernünftig sind, dadurch krank werden und viele Pillen schlucken.

              Bitte bedenke, jedoch, dass durch den Fortschritt in der Medizin die Menschen immer älter werden.

              Das spricht zweifelsohne für die vielen Medikamente, die es jetzt auf dem Markt gibt.

              Dass die Industrie Geschäfte damit macht, ist doch ganz logisch. Jeder möchte Geschäfte machen, jeder möchte reich sein.

              Du sprichst u.a. auch Antidepressiva an, was ich nicht in Ordnung finde.

              Antidepressiva gibt es seit Jahrzehnten und haben Millionen von Patienten das Leben wieder lebenswert gemacht. Sie sind ein Segen und nicht wegzudenken!

              Kommentar



              • Re: Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker


                Negative Eigenschaften von Antidepressiva und die natürliche Alternative.
                Negative Eigenschaften von Antidepressiva:
                Es treten nahezu immer Nebenwirkungen auf wie z.B. Mundtrockenheit, Sedierung, Blutdrucksenkung, Libidostörungen, Koordinationsstörungen, Schwitzen, Sehstörungen, Magen- Darm-Probleme, Verstopfung, Zittern, Kopfschmerzen, die zum Teil sehr unangenehm sein können, sich jedoch nach wenigen Tagen deutlich zurück bilden oder ganz verschwinden. Das Tückische an den Nebenwirkungen ist, dass sie zum Teil den Symptomen der Depression sehr ähnlich sind. Es gibt auch das Phänomen, dass sich wenige Tage nach Beginn der Einnahme die Symptome verstärken, bevor die dann die positive Wirkung durchbricht. Man erklärt sich dies mit einem kurzfristigen Mangel an bestimmten Neurotransmittern. Eine solche Erfahrung führt natürlich zu zusätzlicher Unsicherheit. Für den Krankheitsverlauf ist oft das Vertrauen des Patienten von Bedeutung. Daher ist es wichtig, dass depressive Patienten, wenn sie Zweifel an der Richtigkeit der medikamentösen Behandlung haben, darüber mit ihrem Arzt sprechen. Die Wirkung tritt leider erst nach 10 bis 20 Tagen oder nach noch längerer Zeit ein. Die Zeit bis zum Eintritt der Wirkung fordert die Geduld des Patienten heraus, auch eine gute Betreuung in dieser Phase ist sinnvoll und wichtig, um einen Abbruch zu verhindern.

                Generell ist anzumerken, dass oben genannte Nebenwirkungen auch in ähnlicher Form als Störungen bei Depressionen vorkommen können. Zu Beginn der Behandlung ist daher zu berücksichtigen, dass nicht die Beschwerden auch Ausdruck des depressiven Syndroms und nicht der Nebenwirkungen sein können. Dies dem Patienten klar zu machen, ist oft schwierig. Der Beipackzettel stellt hier eher ein therapeutisches Hindernis dar.


                Natürliche Mittel gegen eine Depression
                In der letzten Zeit hat kein Antidepressivum solch einen spektakulären Aufschwung erlebt wie das Johanniskraut. Das Kraut ist ein ausgesprochen wirksames und schonendes Mittel, das auf pflanzlicher Basis bei Depressionen hilft. Johanniskraut hat inzwischen durch mehr als 40 klinisch-therapeutische Studien belegt, dass sein Behandlungserfolg für leichtere bis mittelschwere Depressionen mit dem von chemischen Antidepressiva vergleichbar ist.

                Kommentar


                • Johanniskraut


                  Hallo,

                  ja, Johanniskraut gibt es als Pflanzenextrakt in Medikamenten, die in entsprechender Dosierung bei der Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen helfen können.

                  Im Allgemeinen ist es gut verträglich. Es sind jedoch auch Nebenwirkungen sowie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich. Deshalb die Einnahme von Johannsikraut bitte immer dem behandelnden Arzt angeben.

                  Mit freundlichen Grüßen
                  Dr. Heike Pipping

                  Kommentar


                  • Re: Johanniskraut


                    Pflanzliche Präparate sind nicht besser! Einige sogar sehr giftig!!!

                    Johanniskraut hilft nur bei leichten Verstimmungen, wenn überhaupt. Ich halte überhaupt nichts davon und schon gar nicht von "pflanzlichen" Präparaten. Entweder sind sie wirkungslos oder in größeren Mengen hoch giftig. Die Verharmlosung von "pflanzlichen" Präparaten schreit zum Himmel.

                    Eine echte Depression ist tausendmal schlimmer, als alle Nebenwirkungen, die Sie aufführen, zusammen. Diese Nebenwirkungen, die nicht bei jedem auftreten und auch nicht alle auf einmal, nimmt der schwerst Depressive gerne in Kauf, um sein Leben wieder lebenswert zu machen.

                    Die Nebenwirkungen der Antidepressiva sind minimal gegenüber den Beschwerden einer schweren Depression, wo vernichtende Gedanken an der Tagesordnung sind und der Betroffene unsagbar leidet.

                    Nur der Nichtbetroffene kann so negativ über Antidepressiva reden. Absolut Null Ahnung. Kopfschüttel.

                    Kommentar



                    • Re: Johanniskraut


                      Hallo,

                      ich bin nicht sicher, ob Sie mich gemeint haben. Aber ich bin weit davon entfernt, eine pflanzliche Therapie oder eine Depression zu verharmlosen.
                      Eine echte Depression braucht eine intensive Therapie.
                      Jede Medikamenteneinnahme ist ein Abwägen zwischen Nutzen und Risiko. Wenn der Leidensdruck groß ist, nimmt die Bedeutung möglicher Nebenwirkungen ab, das ist verständlich.
                      Aber insbesondere über mögliche Wechselwirkungen sollte man Bescheid wissen und das ist auch beim Johannsikraut der Fall.


                      Mit freundlichen Grüßen
                      Dr. Heike Pipping

                      Kommentar


                      • Re: Johanniskraut


                        Oh, Entschuldigung. Ich meinte Herrn Weidemann.

                        Kommentar


                        • Re: Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker


                          Ich kann es nicht verstehen, dass völlige Laien über depressive Erkrankungen "Referate" halten. Ist Ihnen bekannt, dass noch im vorigen Jahrhundert depressive Patienten die Hölle erlitten? Dass sie eine Qual durchmachten- wenn sie sich nicht vorher das Leben nahmen-die nichts Menschliches mehr hat? Erst ein Patient der dieses Jahre und Jahrzehnte hindurch erlebt hat, weiß mehr als zu schätzen, dass es
                          antidepressiv wirkende Pharmaka gibt.
                          Mehr läßt sich leider hier nicht diskutieren, da einfach das Wissen fehlt.

                          Kommentar


                          • oh herr sie dein volk an, sind...


                            sind lauter hornochsen un bählämmer"

                            > Wir sind aus der Natur gemacht wie kann uns da die Chemie helfen ?? <

                            yep, absolut richtig, wir bestehen zum größten teil aus H2O (Wasser) Kohlen-, Sauer- und Stickstoff, ein wenig Calium, Natrium, Kalium, Chlor, Eisen, Mangan usw.

                            und mit Chemie hat das menschwerden und -sein überhaupt und absolut und ganz und gar nichts zu tun...

                            alles klar, mein lieber andromeda, bist echt ein ganz schlauer, gaaanz großes Kompliment!

                            Kommentar


                            • Re: Die Pharmaindustrie jubelt im Land der Pillenschlucker


                              Ich war in einer solchen Hölle und bin selbst betroffen. Aber ich schreibe jetzt nichts mehr dazu, Schluss.

                              Kommentar