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Dermatopcreme in der Schwangerschaft

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  • Dermatopcreme in der Schwangerschaft

    Liebe Frau Dr. Pipping!

    Bin Ende der 15. Woche schwanger und habe seit 2,5 Wochen an den Beinen (besonders Oberschenkeln und am Popo) einen stark juckenden Ausschlag.

    Meine Hautärztin hat mich zur Abklärung in die Abmulanz der Hautklinik geschickt. Die Ärzte waren sich meiner Meinung nach auch nicht so sicher, was ich nun habe.

    Als Diagnose wurde gestellt: - pringinöses ? Exanthem der Schwangerschaft

    - z.B. atopisches Ekzem
    - zum Ausschluss Pupp
    - zum Ausschluss Cholestase
    und zum Ausschluss Pemphijoid gestationis ?????

    (leider kann ich nicht alles noch deutlich ablesen, entschuldigung).

    Mir wurde Blut abgenommen u. a. zur bestimmung der Gallensäure.

    Der Arzt versicherte mir, es sei "nichts schlimmes"

    ja, und hat mir folgende Creme verordnet Dermatopcreme, die soll ich 2 x täglich auftragen, nach Besserung 1 x gäglich Nun lese ich in der Packungsbeilage, dass keine Untersuchungen zu der Creme in der SS vorliegen und man sie nicht anwenden sollte.

    Vor allem müsste ich meinen gesamten Unterleib damit cremen, da der Ausschlag überall ist.

    Habe auch Angst, dass in diesen frühen SS-Wochen mit dem Kind dadurch etwas passieren könnte. Wie sehen sie das? Lt. Klinikum ist die Creme kein Problem.... !? Das verstehe ich nicht.

    Für mich sieht das ganze übrigens eher aus wie Nesselsucht.

    Wüssten sie evtl. eine Tinktur gegen den Juckreiz?

    Zur unterstützenden Behandlung benutze ich übrigens Harnstoffcreme (Optiderm Lotion).

    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus !

    MfG Simone M.

  • Re: Dermatopcreme in der Schwangerschaft


    Glukokortikoide, wie Dermatop, zeigten in Tierversuchen nach Einnahme embryogiftige und fruchtschädigende Wirkungen, wie z. B. Gaumenspalten und Skelettanomalien, Wachstumsstörungen der Frucht in der Gebärmutter sowie eine erhöhte Sterblichkeit für den Embryo.

    Auch bei menschlichen Feten wird ein erhöhtes
    Risiko für orale Spaltbildungen bei der oralen Anwendung (nicht bei der örtlichen:

    Nach Verabreichung auf die Haut konnten
    weder der der Wirkstoff von Dermatop (Prednicarbat) noch seine Abbauprodukte systemisch (im Blut) nachgewiesen werden -
    örtlich angewendetes Prednicarbat hat eine geringe systemische Verfügbarkeit.

    Weiterhin haben Tierstudien gezeigt, dass
    die Gabe von Glukokortikoiden in Dosierungen,
    die unterhalb einer Fruchtschädigung liegen, während der Schwangerschaft zu einem erhöhten Risiko für Wachstumsverzögerung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und/oder Stoffwechselkrankheiten im Erwachsenenalter und zu bleibenden Veränderung der Glukokortikoidrezeptordichte, des Neurotransmitterumsatzes und des Verhaltens beiträgt.

    Deswegen ist es wichtig den behandelnden Arzt noch einmal bzgl. der genannten Risiken zu befragen.

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    • Re: Dermatopcreme in der Schwangerschaft


      Hallo,

      großflächiges Eincremen in diesem Bereich kann durchaus zur Wirkstoffaufnahme in den Körper führen. Deshalb ist Vorsicht geboten.
      Möglicherweise wäre ein Anithistaminikum geeignet, um den Juckreiz zu beherrschen. Aber das ginge nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Bitte also ncohmals nachfragen.

      Bis dahin (sofern der Ausschlag trocken ist!)ab und zu kurz laukalt abduschen; das reduziert die oberflächliche Hauttemperatur und Histaminwirkung und führt dadurch auch zu einer Linderung des Juckreizes.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Heike Pipping

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