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Escitalopram

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  • Escitalopram

    Guten Tag.
    Mein Name ist Marc und ich komme aus der Schweiz.
    Ich bekam vor nun mehr alls einem Jahr schwere Depressionen und Panikattacken. Nach einem langen hin und her, unzähligen Auf und Ab's entschied ich mich zu meinem Hausartzt zu gehen und mein Leidensweg zu schildern. Er empfahl mir Escitalopram zu nehmen. Am Anfang 10 mg und nach 2 Wochen auf die Maximaldosis von 20 mg zu erhöhen.Die ersten 2 Wochen liefe ganz harmlos ab. Ich hatte nur kleine Nebenwirkungen. Vom ersten Tag an alls ich die Dosis erhöte kam für mich die Hölle auf Erden. Ich war zu dieser Zeit im Miltär. Es gieng mir zum Teil so schlecht, dass ich ernsthaft in erwägung zog mir meine Dienstwaffe an die Schläfe zu halten und abzudrücken. Nach ca. 2 Wochen gieng es mir von Tag zu Tag besser. Ich hatte keine Panickattacken mehr und die Lebensfreude kam zurück. Ich hatte anfangs Jahr noch ein Zwischentief sonst geht es mir aber sehr gut. Vor 2 Tagen hatte ich ein Termin bei meinem Artzt wegen einer Verletzung. Zudem wollte ich ihn noch fragen wie lange ich das Escitalopram noch nehmen muss bez. wie ich es absetzen soll usw. Er sagte mir nur wenn sie sich wider gut fühlen können sie es selber absetzen. Ich habe aber Angst weill ich schon mit dem Anfangen starke Nebenwirkungen hatte. Was könnt ihr mir sagen über die Nebenwirkungen des Absetzens und ob ich überhaupt schon bereit bin dafür. Ich danke schon im Voraus für ihre Antworten.

    Marc


  • Re: Escitalopram

    Antidepressiva wirken sehr langsam und haben eine lange Halbwertszeit. Deswegen verschlimmern sich Anfangs die Probleme erst. Die Zeitspanne sind etwa die ersten 14 Tage. Wenn hier nach ebenfalls keine Besserung eingetreten ist, kann man das Medikament für nicht wirksam abstempeln und ein anderes probieren.

    Wenn Du aktuell auf 20mg bist, würde ich die nächsten zwei Wochen auf 10mg reduzieren. Dann komplett absetzen. Im Zweifel nochmal die 5mg aufschreiben lassen.

    Es könnte aber gut sein, dass sich die Probleme erst wieder verschlimmern oder es gar wie vorher wird.
    Dann müsste man nochmal den Arzt aufsuchen.


    LG

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    • Re: Escitalopram

      Hallo Marc

      Ich bin Katia ebenfalls aus der Schweiz (Zürich).
      Ehrlich gesagt bin ich ziemlich erstaunt darüber, dass dir dein Hausarzt Antidepressiva verschrieben hat... so viel ich weiss sollten solche Medikamente unter strenger Aufsicht von Fachleuten (Psychotherapeuten) begleitet werden.
      Ich habe gerade eben einen Eintrag zu meiner Geschichte verfasst, liest ihn dir doch kurz durch wenn du magst.
      Ich habe ca. 5 Jahre lang Escitalopram genommen und seit ein paar Tagen nun komplett abgesetzt.
      Als ich damit angefangen habe war ich in psychotherapeutischer Behandlung. Zusammen mit meiner Therapeutin haben wir die Dosierung dann festgelegt. Ich ging 2x pro Woche in eine Therapiestunde zu ihr und war ebenfalls telefonisch mit ihr in Kontakt. Bei mir stellte sich sehr schnell heraus, dass ich eine extrem schwache Dosierung brauche um das Medikament einzuschleichen (beim ersten Versuch nahm ich 10mg und war wie weggeschmissen). Also wechselte ich von den Tabletten zu den Tropen, die viel leichter zu dosieren sind.
      Jedenfalls, ich schleichte das Medikament über ca. 2 Monate ein, jede bis jede zweite Woche 1mg. Das war für mich ein absolut "sanfter" Weg ohne Nebenwirkungen und nach 2 Monaten entfaltete sich die volle Wirkung. Ich hab mich selten so gut gefühlt ehrlich gesagt. Die nachfolgenden Jahre konnte ich nie irgendwelche Nebenwirkungen beklagen und auch wenn die Anfangszeit, bis der Stoff eingeschlichen ist, sehr mühsam war, ich hab es nie bereut. Hab etwas Geduld.

      Nun zum Thema Absetzen: kein einziger Arzt oder Therapeut wird/sollte dir jemals dazu raten, ein Antidepressiva selber und ohne ärztliche Kontrolle/Aufsicht abzusetzen. Dann kann schlimme Folgen haben.

      Wenn du dich aber trotzdem bereit fühlst und es nicht mehr brauchst, dann kann ich dir nur raten, setze es möglichst langsam ab. Das Medikament muss wieder ausgeschlichen werden und je langsamer das geschieht umso weniger wirst du an Entzugserscheinungen oder Nebenwirkungen leiden.

      Ganz allgemein würde ich dir raten dir einen neuen Arzt zu suchen. Ich persönlich finde das ziemlich verantwortungslos und unprofessionell, wie dein Hausarzt mit dir umgeht.
      Ein Psychopharmaka ist nicht einfach irgend ein Mittelchen sondern ein sehr ernstzunehmendes Medikament.

      Ich kann dir gerne auch meine Therapeutin empfehlen am Stadelhofen in Zürich wenn du magst. Für mich die beste Therapie (und ich habe 6 Jahre lang vorher praktisch jeden Arzt, Therapeuten, Spital usw. "ausprobiert"), und wie gesagt ich würde dir einfach ans Herz legen dir professionellen Rat zu holen.

      Lg & stay positive

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