• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Gefährliche Wechselwirkungen?

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Gefährliche Wechselwirkungen?

    Liebe Expertin,

    ich habe folgendes Problem und hoffe Sie können mir helfen. Meine Mutter ist an Rheuma erkrankt und nimmt schon seit Jahren wegen ihrer starken Schmerzen und Probleme diverse Medikamente. So nimmt sie ein Depotmorphium, Arava, ein anderes Schmerzmittel, Cortison und anderes.
    Das Problem ist, dass sie viel Alkohol trinkt, was sie aber den Ärzten nicht sagt, obwohl ich schon seit länger Zeit mit ihr darüber streite. Muss ich mir Ihrer Meinung nach Sorgen machen, dass sie eines morgens wegen der Kombination aus den Medikamenten und dem Alkohol nicht wieder aufwacht?

    Ich hoffe Sie können mich etwas beruhigen.

    Danke

  • Re: Gefährliche Wechselwirkungen?


    Hallo Giraffe,

    ich bin zwar keine Expertin aber eins ist klar, Alkohol und Schmerzmittel vertragen sich nicht.
    Davon abgesehen muss man sich auch schon bei hohem und regelmäßigem Alkoholkonsum Sorgen machen, selbst wenn zusätzlich keine Medikamente genommen werden.
    Ändern kann es nur deine Mutter, sie muss es wollen.
    Versuch doch mal mit ihr zu reden, mach ihr aber keine Vorwürfe und setze sie nicht unter Druck. Sag ihr einfach wie es dir dabei geht, welche Sorgen du dir machst und das sie dir fehlen würde wenn was passiert und biete ihr deine Unterstützung an wenn sie Probleme hat das Trinken sein zu lassen.
    Vielleicht bringt sie das zum Denken, evtl. will sie gerne aufhören, wagt diese Schritt aber nicht da es zu Entzugserscheinungen kommt, oder Probleme da sind die ihr über den Kopf wachsen.

    Eine Möglichkeit wäre noch das du ihre Ärzte informierst, so das sie mal gezielt nachfragen, es kann aber passieren das sie bemerkt von wem dieser Tipp kommt und dich als Verräterin ansieht.

    Kommentar


    • Re: Gefährliche Wechselwirkungen?


      [quote Tired]Eine Möglichkeit wäre noch dass du ihre Ärzte informierst, so das sie mal gezielt nachfragen, es kann aber passieren das sie bemerkt von wem dieser Tipp kommt und dich als Verräterin ansieht.[/quote]

      Stimmt. Aber selbst wenn einer der Ärzte von sich aus auf die Idee kommt, die Patientin auf Alkohol anzusprechen (es ist ja nicht so, daß Ärzte nie etwas merken würden), wird evtl. die Tochter "verdächtigt", auch wenn sie in Wirklichkeit gar nichts gesagt hat. Mit diesem "Risiko" muß man wohl leben.

      Ein kluger Arzt wird sicher nicht anfangen "Ihre Tochter hat mir gesagt...", sondern vielleicht "Ihr Blutbild weist bestimmte Veränderungen auf, die vermuten lassen, daß Sie mehr trinken als Ihnen gut tut."

      Ich meine, wenigstens der hauptsächlich behandelnde Arzt sollte über den Alkoholkonsum informiert sein, um diesen ggfs. bei der Medikation bzw. Dosierung berücksichtigen zu können.

      Kommentar


      • Re: Gefährliche Wechselwirkungen?

        Bin chr.on Schmerzpat.(Diab.mell II ,Polyneuropathie,Arthrose u.s.w.Nehme schon seit Jahren Tramal ( bin auch schon abhängig).Bin vor 3Monaten am li.Knie operiert worden.Jetzt schlimmste Schmerzen in anderen Knie.Wurde auch diagnostiziert -nächste TEP-.Da die Tramaltrpf.nicht mehr wirken (sowie andere diverse Schmerzmittel ) hat mir mein Arzt heute Tilidin verschrieben.Jetzt habe ich Angst vor Wechselwirkungen bezw.das die Nebenwirkungen zum Entzugsyndrom führen.-Weiss keinen Ausweg mehr.Bitte herzlichst um Antworten
        Vielen Dank Ladyaua

        Kommentar



        • Re: Gefährliche Wechselwirkungen?

          Ich denke hier ist ein Schmerztherapeut gefragt! Tropfen gegen chron. Schmerzen vom Opioid-Typ sind nicht im Sinne der Anwendung. Hierzu gehören retardierte, langwirkende Schmerzmittel, auch wenn nötig vom Opi.-Typ.
          Ein Wechsel bei Schmerzmitteln kann immer Problemchen bereiten. Wenn Sie sicher sind, ernsthaft sich in einer Abhängigkeit zu befinden, dann wäre es ratsam sich an einen Arzt zu wenden und offen darüber zu sprechen. Im Normalfall sollten keine Probleme beim Wechsel zu Tilidin auftreten. Jedoch ist die Gefahr einer Abhängigkeit von Tilidin-Tropfen noch höher wie die bei Tramal und somit ein Teufelskreis.
          Im günstigsten Fall wäre es sinnig sich stationär auf ein Schmerzmittel einstellen zu lassen. Sollten Probleme beim Absetzen des Tramals auftreten, wäre immer jemand zur Stelle einzugreifen.

          Seit vielen Jahren bin ich selbst Schmerzpatient und habe schon die verschiedensten Medikamente bekommen. Aktuell nehme ich Hydromorphon und bin eigentlich ganz zufrieden damit. Doch habe ich auch einen guten Schmerzdoc an meiner Seite, der mit mir die Therapie erstellt.

          LG
          LaSa

          Kommentar