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Medikament gegen Vorhofflimmern

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  • Medikament gegen Vorhofflimmern

    Liebe Experten,
    kurze und knappe Frage:
    Meine Mutter hat nach einer Attacke VHF im Krankenhaus Multaq verordnet bekommen. Auflage: Bestimmte Blutwerte und EKG unter Kontrolle halten. In letzter Zeit gab es Horrormeldungen, dass Dronedaron schwerwiegende Komplikationen auslösen kann (!!!), vom Leberversagen bis Lebertransplantation sei alles möglich. Darum:
    Welche Werte sollten regelmässig in welchen Abständen kontrolliert werden (betrifft auch EKG)? Soweit ich mich erinnere, sind vor ca. einem Jahr die letzten Kontrollen gelaufen (nach der KH-Entlassung). Das kommt mir nicht ganz geheuer vor.

    Viele Grüsse

    ThommyBee


  • Re: Medikament gegen Vorhofflimmern


    Hallo,

    es tut mir leid, daß ich erst jetzt antworte.

    Die Leberwerte sollten auf jeden Fall regelmäßig, mindestens vierteljährlich kontrolliert werden. Bitte auch auf Veränderungen achten, die auffällig sind.
    Sind denn andere Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen versucht worden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Heike Pipping

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    • Re: Medikament gegen Vorhofflimmern


      Hallo Fr. Dr. Pipping,
      vielen Dank für die Antwort.
      Soweit ich weiss, ist das das erste Mittel speziell gegen Vorhofflimmern. Es wurde im Krankenhaus als 'hochwirksames neues Medikament' eingesetzt und im Gegensatz zu vielen anderen Patienten, die es nicht vertragen haben, bei meiner Mutter als Ok befunden, sowohl was Verträglichkeit als auch Wirksamkeit betrifft. Sie nimmt übrigens 2x200mg täglich. Und dann die Meldungen bzgl. Dronedaron. Multaq soll, so Verlautbarungen von Ärzten, flächendeckend auf dem Rückzug sein, viele Patienten wurden und werden 'aufgrund der neuen Erkenntnisse' umgestellt. Die Hausärztin ist leider etwas schwierig 'zu handhaben'. Sie hält ein jährliches Blutbild für ausreichend und lässt sich da auch nicht reinreden. Das sorgt für ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Wir möchten die Risiken gern minimieren oder ausschalten, aber so klappt das ganz bestimmt nicht.

      Mit freundlichen Grüssen
      ThommyBee

      Kommentar


      • Re: Medikament gegen Vorhofflimmern


        Hallo,

        auf Multaq(R) wurden große Hoffnungen gesetzt, weil es für einige Patienten eine wichtige Alternative zu anderen Antiarrhythmica sein sollte. Nach den bekannt gewordenen möglichen ernsten Nebenwirkungen, wird es nur noch zurückhaltend verordnet.

        Wenn es es Ihrer Mutter hilft, ist das gut. Nun sollte das mögliche Risiko durch regelmäßige Kontrollen beobachtet werden. Dafür ist aber eine jährliche Kontrolle viel zu selten. Wird Ihre Mutter evt. auch von einem Internisten/Kardiologen betreut? Wenn Ihre Ärztin bei der jährlichen Kontrollen bleiben sollte und das Risiko unterschätzt, brauchen Sie eine Alternative.

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. Heike Pipping

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        • Re: Medikament gegen Vorhofflimmern


          Hallo Fr. Dr. Pipping,
          ja, das Medikament scheint zu helfen.
          Zu Ihren Fragen:
          Alle Unterlagen wurden nach dem KH-Aufenthalt zu einem Kardiologen geschickt. Nur tut sich da nichts. Keine Termine, keine Nachuntersuchungen. Internistin ist die Hausärztin übrigens selbst, weshalb es da auch keine Überweisung zu einem Fachkollegen gibt. Trotzdem bleibt es beim jährlichen Blutbild. Sonographie wurde m.E. auch noch nie gemacht. Das Schlimme ist, wie ich schon mal erwähnt habe, dass sich die Diskussion mit der Ärztin als nicht gerade einfach erweist. Eigeninitiative wird 'hart bestraft'. Beispiel am Rande: Bei meiner Mutter wurde 2007 im KH ein Knoten in der SD festgestellt und da man im Haus keine Spezialisten hatte, der Gang zum FA vorgeschlagen. Bis 2010 haben wir gemeinsam um eine Überweisung zum einzigen Spezialisten in der Gegend gekämpft. Nix zu machen. Bis ich die Geduld verloren, einfach einen Termin gemacht und die Ärztin vor vollendete Tatsachen gestellt habe. Ergebnis: Ein 'Einlauf' von der 'Chef'schwester (ihre Spezialität) vor allen anderen wartenden Patienten und ein Anpfiff von der Ärztin. Aber-mir egal. Meine Mutter hatte endlich den Termin und ist froh, dass sie dort gewesen ist.
          Ja, ich habe meiner Mutter geraten, den Arzt zu wechseln, zumal wir im Ort glücklicherweise eine Alternative haben. Bisher konnte ich sie nicht dazu bewegen. Da ist sie zu loyal. Wenn's mir reicht, werde ich die Sache im 'Hardcoreverfahren' regeln.

          Mit freundlichen Grüssen

          ThommyBee

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