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Seroquel-Einnahme - möchte aber reduzieren

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  • Seroquel-Einnahme - möchte aber reduzieren

    Hallo an alle da draußen!

    Im Alter von 21 erlitt ich eine schwere schizo-affektive Psychose. Es dauerte ca 1 Jahr bis diese korrekt diagnostiziert wurde (dieses Jahr war die Hölle), und noch länger, bis ich endlich in Behandlung kam (und die richtigen Medikamente bekam).

    War einige Monate in stationärer Behandlung, und ca ein dreiviertel Jahr anschließend in tagesklinischer Betreuung. Anschließend Wiedereingliederung.

    Nun bin ich fast 27, und nehme seit vielen Jahren Seroquel und Cipramil. Mir geht es heute sehr gut, bin seit vielen Jahren wieder erfolgreich im Job.

    Tages-Dosierung: 20 mg Cipramil, 100 mg Seroquel

    Mit Cipramil habe ich keinerlei Probleme, jedoch mit Seroquel - es macht mich SO müde und ich komme morgens verflucht schwer aus dem Bett!!

    Gerade am Wochenende schlafe ich sehr lange (einfach weil es da möglich ist), und kann nachts nicht aufstehen, wenn unsere Tochter (5 Monate) weint. Unter der Woche fällt es mir sehr schwer, frühs aus dem Bett zu kommen. Ich nehme Seroquel zum schlafen gehn - unterm Tag könnte ich es unmöglich nehmen. Es macht mich so "platt" und "träge".

    Ich möchte daher am liebsten von Seroquel weg, oder zumindest es reduzieren!! Welche Alternative zu Seroquel gibt es?

    Mein letzter Psychiater wollte nur immer auf "Nummer Sicher" gehen und an der Medikation nichts ändern - sogar das Seroquel erhöhen!!! Obwohl ich keinerlei Symptome habe.

    Daher habe ich jetzt in 4 Wochen einen Termin bei einer "neuen" Psychiaterin.

    Meine Frage ist ... Ich habe versucht, das Seroquel auf 75mg zu reduzieren (durch Teilung der Seroquel). Mein jetziger Psychiater war davon zwar nicht begeistert (von der Reduzierung), aber sagte, eine Teilung der Tablette wäre möglich!!

    Ist es möglich, dass eine Teilung der Seroquel die Wirkung aufhebt oder verändert? zB dass dann die Schutzschicht zerstört ist und das Medikament nicht richtig wirkt? Es sind ja keine Teilungskerben vorgesehen und ich habe schon öfters gelesen dass die Teilung von Medikamenten (die nicht dazu vorgesehen sind) nicht immer unproblematisch ist!

    Denn - mit 75 mg Seroquel hatte ich (nach eigenem Empfinden) so gut wie gar keine Wirkung mehr und innerhalb weniger Tage kamen die psychotischen Symptome wieder.

    Aber eine Reduzierung um 25% könnte das meiner Meinung nach nicht rechtfertigen! Ich spreche aus Erfahrung. Die Reduzierung 200mg auf 100mg war kein Problem - da musste ich aber auch keine Tabletten teilen.

    Glauben Sie, dass die Einnahme von 3x25 mg besser wäre, als eine 100mg Tablette zu teilen? Wäre es möglich dass sich durch die Teilung die Wirkung verschiebt oder aufhebt? Welche Alternativen zu Seroquel gibt es? Gibt es eine Möglichkeit, die Sedierung durch Seroquel erträglicher zu machen, oder sie gar zu verhindern??

    Viele Grüße
    Valandil


  • Re: Seroquel-Einnahme - möchte aber reduziere


    Hallo,

    da bin ich wieder - zwar hat noch niemand geantwortet, aber ich habe möglicherweise selbst eine Möglichkeit "gefunden", diesem - meinem - Problem Herr zu werden.

    Vielleicht liest ja der eine oder andere Betroffene auch diesen Thread, der ebenfalls auf Seroquel angewiesen ist, aber unter den Nebenwirkungen leidet.

    Ich stöberte nämlich auf der Astrazeneca Seite (die Hersteller von Seroquel), und habe dort etwas von einer Neuentwicklung gelesen.

    Denn: Im Grunde tut mir Seroquel SEHR gut - es bekämpft die Psychose bzw die Symptome der Psychose so gut, dass ich keinerlei psychotische "Erfahrungen" mehr habe. Und es erlaubt mir, frei und unabhängig zu leben und mein Leben nach meinen Vorstellungen zu gestalten. Nur einzig und allein die Nebenwirkung der extremen Sedierung und Abgeschlagenheit macht mir zu schaffen!!

    Aber - es gibt nun ab morgen, dem 1.3.2008 ein neues Medikament - bzw, es gibt dieses schon länger, nur erst ab morgen erhält es die Zulassung in Deutschland.

    "Seroquel Prolong" - eine Retardtablette, welche den Wirkstoff von Seroquel nicht wie gewohnt nach 1 Stunde voll abgibt, sondern verteilt über 20 Stunden!!

    Ich habe schon mit meinem Psychiater geredet, er empfiehlt mir auch, auszuprobieren, ob mit diesem neuen Medikament die Nebenwirkungen weniger auftreten oder gar ganz ausbleiben.

    Darüberhinaus habe ich schon ein paar mal über die Support-Hotline von Astrazeneca mit dem Hersteller gesprochen, und auch Erfahrungsberichte gelesen, von Patienten, die IRGENDWIE schon jetzt das neue Medikament nehmen konnten. (Vielleicht vorab-tests?)

    Alle Stimmen klingen SEHR optimistisch:

    Dass das neue Medikament sogar noch besser vor einem Rückfall schützt, dass es wesentlich WENIGER schlapp macht, und dass diese extreme Müdigkeit nicht mehr wie ein Holzhammer einschlägt. Ich las von einer "Mitleidenden", dass sie nicht mehr so müde wird, dass sie nachts fit ist wenn sie einmal aufwacht und auch morgens fitter ist!

    Wenn dem so wäre, würde ein Traum von mir in Erfüllung gehen, da ich sehr darunter leide morgens immer so extrem schwer aus dem Bett zu kommen.

    Ich werde meinen Erfahrungsbericht - insofern das gewünscht ist - hier in diesen Thread schreiben, sobald ich die neuen Medikamente von meinem Psychiater verschrieben bekommen und ausprobiert habe.

    Natürlich bin ich voller Hoffnung - aber es würde mir einfach extrem viel Lebensqualität zurückgeben...

    Kommentar


    • Re: Seroquel-Einnahme - möchte aber reduziere


      Hi
      Ich bin sicher ,dass es einige hier interessiert . Das sie aber vielleicht nicht in dem Maß wie du betroffen sind .


      Lb Gruss und alles Gute

      Kommentar


      • Re: Seroquel-Einnahme - möchte aber reduziere


        Hallo,

        Vielleicht versuchst Du es mit Deinen Fragen mal in einem der folgenden Foren:

        http://www.forumromanum.de/member/fo...633&threadid=2
        http://www.psychiatriegespraech.de/p...forum.php?f=61
        http://www.kompetenznetz-schizophren...orum/index.php

        Viele Grüße,
        Braunauge

        Kommentar



        • Re: Seroquel-Einnahme - möchte aber reduziere


          Hallo Valandil,

          ich leide selbst unter eine schizo-affektiven Psychose und mich würde dein Erfahrungsbericht sehr interessieren.

          Ich nehme selbst Seroquel und Abilify. Allerdings nehme ich von Seroquel 600 mg!!!

          Ich hatte unter Seroquel als Monotherapie zweimal bei starkem Stress einen Rückfall, daher soll ich zusätzlich morgens 10 mg Seroquel nehmen.

          Ich habe übrigens die Seroquel Tabletten auch eine lange Zeit geteilt, weil sie sonst nicht in meine Tabletteneinteilungsbox gepasst haben. (Die 300-er Tabletten sind ziemlich groß). Mir hat dann irgendwann mal ein Arzt gesagt, dass das bei Seroquel nicht gut sei. Da habe ich mir dann eine Box mit größeren Fächern gekauft.
          Ich habe allerdings nicht gemerkt, dass die Wirkung abgeschwächt war. Und die Tabletten lagen eine ganze Woche geteilt in meiner Box.

          Das mit dem Seroquel Prolong hört sich ja wirklich gut an. Allerdings habe ich nicht so das Problem mit dem Aufstehen. Morgens bin ich eigentlich wieder fit. Bei mir dauert die müdemachende Wirkung nur so ca. 3 Stunden an.
          Und zum Einschlafen abends ist es super. Fast wie eine Schlaftablette. Ich weiß gar nicht, ob ich ohne diese Wirkung noch so gut einschlafen könnte.
          Bei 600 mg kannst du dir sicher gut vorstellen, dass das wirklich ein ganz schöner Hammer ist.

          Was mich noch interessieren würde, ist, dass du eine kleine Tochter hast. Hast du in der Schwangerschaft die Medikamente abgesetzt?

          Ich bin nämlich in der 16. Woche schwanger. Mir hat man gesagt, bislang sei bei den atypischen Neuroleptika nichts über eine teratogene Wirkung bekannt und ich sollte sie weiternehmen, weil ein Rückfall schlimmer wäre.

          Ich hatte in der 13. SSW auch schon eine feindiagnostische Untersuchung und da war zum Glück alles i.O.

          Ich werde dieses Seroquel Prolong vielleicht auch mal ausprobieren. Aber meld dich doch mal, wie es dir bekommen ist.

          Würde mich freuen von dir zu hören. Kannst mir auch gerne eine Privatnachricht schicken.

          LG
          Tessa

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          • Re: Seroquel-Einnahme - möchte aber reduziere


            Hallo Valandil,

            auch ich bin vor Jahren an Psychose erkrankt und nehme Amisulprid dagegen ein. Zur Nacht nehme ich noch 25mg Seroquel und kann damit phantastisch Schlafen- nutze also diese Nebenwirkung! Ich vertrage das Amisulprid sehr gut und spüre nicht das geringste außer daß meine Periode ausbleibt und damit mein Kinderwunsch- hat auch andere Gründe- unerfüllt blieb.Will damit sagen es gibt noch viele andere gute Antipsychotika, moderner Art (Atypische Neuroleptika)!

            Ich bin sehr daran interessiert, daß Du hier Deinen Erfahrungsbericht mitteilst- wäre echt toll!!!

            Ich wünsche Dir alles Gute bei der Umstellung!!!

            Alles Liebe
            die
            Kessi

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            • Re: Seroquel-Einnahme - möchte aber reduzieren


              Lieber Valandil,

              ich erlitt zu Beginn des letzten Jahres auch eine schwere schizo- affektive Psychose (2 Monate geschlossene Unterbringung).

              Nachdem Risperdal nicht den gewünschten Effekt erzielte (war ganz schlimm, konnte immer schlechter sehen und wurde mit 22 Jahren pakinsonoid), probierten wir Seroquel (als Retardtabletten) aus.

              Bei jeden wirken die Medikamente ja anders, aber für mich war Seroquel die Rettung.. Jetzt stehe ich wieder voll im Leben und mache meinen Studienabschluss. Eine Nebenwirkung war leider, dass ich durch das Medikament extrem zugenommen habe. Aber da ich zuvor in der manischen Phase viel abgenommen habe, ist es noch auszuhalten (lieber als psychotisch..).

              Auf jeden Fall hatte ich in der Klinik 800 mg täglich! (immer abends vorm schlafen). Anscheinend habe ich die Dosis gebraucht. Sobald ich entlassen war, habe ich fast nur noch geschlafen (bis zu 16 Stunden am Tag), was mein Leben ziemlich eingeschränkt hat. Ich habe seit meinem Klinikbesuch (neben meiner Familie und Freunden) einen sehr tollen Neurologen und eine Therapeutin (mache jede Woche eine Stunde Verhaltenstherapie) an meiner Seite. Mein Ziel ist definitiv ganz weg von den Medikamenten zu sein!

              Früher war ich ganz anti-was Medikamente betrifft. In der Klinik hatte ich keine Wahl und seit einem Rückfall in der Klinik habe ich gemerkt, wie wichtig sie für mich sind.

              Aber nicht als Dauerlösung! Ich kenne viele, die über Jahre, oder Jahrzehnte Psychofarmaka nehmen.. Ich kann die Angst vor dem Reduzieren verstehen, aber ich denke, man sollte sich auf sein eigenes Gefühl (was schwer sein kann, wenn man mal gesehen und gespürt hat, wie sehr man selbst sich täuschen kann) verlassen.

              Ich bin ca. ein halbes Jahr auf 800 mg Retardtabletten geblieben. Ich fühlte mich aber immer total matt. Ich bin aufgewacht und fühlte mich so, als wenn ich mich gleich wieder hinlegen könnte. Und im Kopf fühlte ich mich wie in Watte gepackt und irgendwie dumm (oder dumpf...). Daraufhin (nach Absprache mit meiner Neurologin und Therapeutin) haben wir auf 600 mg reduziert. Ich schlief weniger und wurde fitter (auch im Kopf). Nach ca. 2 Monaten hatte ich genau das gleiche Gefühl, wie unter 800 mg! Wir reduzierten dann auf 500, dann auf 400, auf 300, auf 200, auf 150,.. Jetzt sind wir nach 1,5 Jahren bei 100 mg angekommen und ich spüre wieder die gleichen Nebenwirkungen. Sobald sich meine äußeren Lebensumstände wieder entspannen will ich weiter reduzieren und bald ganz ohne leben.

              Ach ja, das Gewicht zu regulieren fällt mir mit weniger Seruquel deutlich leichter

              Vom Teilen der Tabletten habe ich unterschiedliches gehört. Eine Apothekerin meinte, dass gerade bei den Retardtabletten der Überzug äußerst wichtig ist (was ich auch logisch finde, da die ja den Wirkstoff erst verzögert abgeben) und meinte, man darf die auf keinen Fall zerteilen! Ich würde es also auch nicht machen..!
              Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Verschlechterung darauf zurückzuführen sind, dass du die Tabletten geteilt hast.

              Und auch sonst, war da gerade viel los in deinem Leben oder gab es Probelme? Reduzieren sollte man nur, wenn es einem gerade relativ gut geht und keine Stresssituation (z.B. euer Kind?) gegeben ist.

              Ich wünsche dir alles Gute und Vertrauen auf dein Gefühl, wenn du merkst, es ist zu viel, sprich mit deinem Neurologen (wenn der nicht reduzieren möchte, oder sogar erhöhen will(!!!) -> such dir schnell einen anderen, der dir hilft, auf Dauer ganz abzusetzen. Und eine psychologische Verhaltenstherapie würde ich zusätzlich empfehlen..

              Ach ja, zum anderen Forenbeitrag: Abilify regt an. Da du neben Seroquel Abilify nimmst, ist es klar, dass du keine Probleme hast, aufzustehen. Eine mögliche Nebenwirkung von Abilify können Schlafprobleme sein. Da meine Psychose auch viel damit zu tun hatte, dass ich nicht mehr Schlafen konnte, kam das Medikament für mich nicht in Frage.
              Dann lieber Seroquel reduzieren, anstatt noch ein weiteres Medikament nehmen.

              Welches Buch mir übrigens SEHR geholfen hat, zu verstehen, was mit mir passiert und mich auch selbst mit den Medikamenten zu beschäftigen und somit mitzureden ist von: Joseph Bäuml. Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis. Das würde ich JEDEM erkranktem weiterempfehlen...

              Viel Erfolg bei der Reduzierung
              Es würde mich sehr interessieren, wie es bei dir weitergegangen ist. Ist dein neuer Neurologe besser? Machst du auch eine Therapie?
              LG

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              • Re: Seroquel-Einnahme - möchte aber reduzieren


                Hallo Tsetse,

                Ein kleiner Hinweis von mir: Du hast auf einen Beitrag aus dem Jahr 2008 geantwortet.

                Viele Grüße,
                Braunauge

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