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Simvastatin und Grapefruitsaft

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  • Simvastatin und Grapefruitsaft

    Der Beipackzettel von Simvabeta 20 mg Filmtabletten warnt:
    'Da Grapefruitsaft einen oder mehrere Bestandteile enthält,die den Stoffwechsel einiger Arzneistoffe einschließlich Simvastatin verändern können, sollten sie Simvabeta 20 mg nicht gleichzeitig mit Grapefruitsaft einnehmen.'
    Ich trinke abends mehrfach ein Gemisch aus ca. 8 cl Grapefruitsaft und ca. 17 cl koffein- und zuckerfreier Cola. Damit nehme ich auch meine abendlichen Medikamente, u.a. 40 mg Simvabeta, ein.
    Die Herstellerwarnung ist mir zu allgemein. Was genau passiert durch die gleichzeitige Einnahme und welche Wirkung des Medikaments wird negativ beeinflußt? Für mich ist die Senkung des Cholesterinspiegels von Bedeutung.


  • Re: Simvastatin und Grapefruitsaft


    Hallo,

    Das mit dem Grapefruitsaft ist so:
    Ein Großteil aller Medikamente wird über das Cytochrom p450-Enzymsystem der Leber abgebaut. Stoffe, die über solche CYP-Enzyme abgebaut werden, heißen Substrate. Dann gibt es noch Stoffe, die diese Enzyme blockieren, was dann bedeutet, daß die Substrate langsamer abgebaut werden, d.h. ihr Spiegel im Blut steigt an. Solche Hemmstoffe werden Inhibitoren genannt. (Es gibt auch Stoffe, die den Abbau der Substrate beschleunigen, die Induktoren.)
    Grapefruitsaft enthält Bitterstoffe, die Hemmstoffe für das CYP-System sind. Folglich werden unter ihrem Einfluß Medikamente, die über CYP-Enzyme verstoffwechselt werden (darunter eben auch Simvastatin), in ihrer Wirkung UND IN IHREN NEBENWIRKUNGEN verstärkt. Es empfiehlt sich daher NICHT, regelmäßig Grapefruitsaft zu trinken, wenn solche Medikamente eingenommen werden.

    Tabellen mit allen bekannten Substraten, Inhibitoren und Induktoren gibt es dort:
    http://medicine.iupui.edu/flockhart/table.htm

    Viele Grüße,
    Braunauge

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    • Re: Simvastatin und Grapefruitsaft


      In den USA, wo Grapefruitsaft wohl recht beliebt ist, soll es sogar Todesfälle gegeben haben. Die Patienten haben regelmäßig bestimmte Medikamente genommen und ebenso regelmäßig ihren Gr.saft getrunken. Die Medikamente reicherten sich nach einiger Zeit so stark im Körper an, daß die toxische Wirkung überhandnahm...

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      • noch ein Link zum Thema


        http://www.leukaemie-online.de/modul...rticle&sid=195

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