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Aknenormin

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  • Aknenormin

    Hallo
    Ich habe mal eine Frage ich habe c.a 1Jahr und 3Monate Aknenormin genommen,laut Packungsbeilage dürfe man nach dem Absetzen 1Monat danach wieder Schwanger werden.Mein Freund und ich würden gerne ein Kind haben,aber weil ich die Tapletten genommen habe,habe ich Angst das es trotzdem zu schlimmen Ereignissen kommt.Am 8Januar sind es 2Monate wo ich nichts mehr nehmme.
    Kann man danach wircklich wieder Schwanger werden,und kann dem Baby auch wircklich nichts passieren?
    Grüße Jenny


  • Re: Aknenormin


    Hallo,
    haben Sie es so lange durchgehend eingenommen?

    Ich empfehle Ihnen, mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen und bis dahin mit einer möglichen Schwangerschaft zu warten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Heike Pipping

    Kommentar


    • Re: Aknenormin


      2 Monate nach Behandlungsende ist definitiv keine Fruchtschädigung mehr möglich:

      Elimination
      Nach oraler Verabreichung von radioaktiv
      markiertem Isotretinoin wurden etwa gleich
      große Dosisanteile im Urin und in den Fäzes
      gefunden. Nach oraler Gabe von Isotretinoin
      lag die terminale Eliminationshalbwertszeit
      der unveränderten Substanz bei Patienten
      mit Akne im Mittel bei 19 Stunden. Die terminale
      Eliminationshalbwertszeit von 4-Oxo-
      Isotretinoin ist länger, im Mittel bei 29 Stunden.

      Die 1,25 jährige Anwendungsdauer ist allerdings sehr bedenklich.
      Welcher Arzt hat dies so verordnet?

      Isotretinoin darf nur von einem in der Anwendung
      von systemischen Retinoiden zur Behandlung
      von schwerer Akne erfahrenen
      Arzt mit vollständiger Kenntnis der Risiken
      einer Isotretinointherapie und der Kontrollerfordernisse
      oder unter Überwachung durch
      einen solchen Arzt verschrieben werden.

      Bei der Mehrzahl der Patienten wird eine
      vollständige Beseitigung der Akne in einer
      einzigen Behandlungsphase erzielt. Bei
      einem sicheren Rezidiv kann eine weitere
      Behandlungsphase mit Isotretinoin mit derselben
      Tagesdosis und derselben kumulativen
      Behandlungsdosis in Betracht gezogen
      werden. Da eine weitere Besserung der
      Akne bis zu 8 Wochen nach Absetzen der
      Therapie beobachtet werden kann, sollte
      eine weitere Behandlungsphase nicht vor
      Ablauf dieses Zeitraums in Betracht gezogen
      werden.

      Fünf Wochen nach Absetzen der Behandlung
      sollten die Frauen einen abschließenden
      Schwangerschaftstest vornehmen lassen,
      um eine Schwangerschaft auszuschließen.
      Einschränkungen bei der Verschreibung
      und Abgabe Isotretinoin-Rezepte für Frauen im gebärfähigen Alter müssen auf einen Behandlungszeitraum von 30 Tagen limitiert sein und eine Fortsetzung der Therapie erfordert eine erneute Verschreibung.
      Idealerweise sollten Schwangerschaftstest, Verschreibung und Abgabe von Isotretinoin am selben Tag erfolgen.
      Die Abgabe von Isotretinoin muss innerhalb von maximal 7 Tagen nach der Verschreibung erfolgen.

      Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      für die Anwendung Schwangerschaftsverhütungsprogramm:

      Dieses Arzneimittel ist TERATOGEN
      Isotretinoin ist bei Frauen im gebärfähigen
      Alter kontraindiziert, sofern nicht alle folgenden
      Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms
      erfüllt sind:

      - Sie leidet unter schwerer Akne (wie noduläre
      Akne oder Acne conglobata oder
      Akne mit Gefahr einer dauerhaften Narbenbildung),
      die gegenüber einer angemessenen
      Standardbehandlung mit systemischen
      Antibiotika und lokaler Behandlung
      therapieresistent ist.

      - Sie ist sich des teratogenen Risikos bewusst.

      - Sie versteht die Notwendigkeit einer konsequenten Überwachung, auf einer monatlichen
      Basis.

      - Sie versteht und akzeptiert die Notwendigkeit
      einer wirksamen Empfängnisverhütung
      ohne Unterbrechung, beginnend 1 Monat vor Behandlungsbeginn, für die Gesamtdauer der Behandlung und bis 1 Monat nach Ende der Behandlung. Es sollten mindestens eine, vorzugsweise zwei ergänzende Methoden der Empfängnisverhütung einschließlich einer Barrieremethode verwendet werden.

      - Auch im Falle einer Amenorrhöe muss sie
      die Empfehlungen zur wirksamen Empfängnisverhütung
      befolgen.

      - Sie muss in der Lage sein, wirksame Verhütungsmethoden einzusetzen.

      - Sie ist über die potenziellen Folgen einer
      Schwangerschaft und die Notwendigkeit,
      sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn die
      Gefahr besteht, dass eine Schwangerschaft
      eingetreten sein könnte, aufgeklärt
      und versteht sie.

      - Sie versteht die Notwendigkeit von
      Schwangerschaftstests vor, während und
      5 Wochen nach Ende der Behandlung
      und ist dazu bereit.

      - Sie hat erklärt, dass sie die Gefahren und
      nötigen Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang
      mit der Anwendung von Isotretinoin
      verstanden hat.

      Diese Bedingungen gelten auch für Frauen,
      die derzeit sexuell nicht aktiv sind, es sei
      denn, der verschreibende Arzt sieht zwingende
      Gründe dafür, dass die Gefahr des
      Eintritts einer Schwangerschaft nicht besteht.

      Der verschreibende Arzt muss gewährleisten,
      dass:
      - die Patientin die oben aufgeführten Bedingungen
      zur Empfängnisverhütung einhält,
      einschließlich einer Bestätigung, dass sie
      sie ausreichend verstanden hat.

      - die Patientin bestätigt, dass sie die oben
      genannten Bedingungen erfüllt.

      - die Patientin seit mindestens 1 Monat vor
      Beginn der Behandlung mindestens eine,
      vorzugsweise zwei Methoden einer wirksamen
      Empfängnisverhütung einschließlich
      einer Barrieremethode benutzt und
      diese während der gesamten Behandlungsdauer
      und bis mindestens einen
      Monat nach Absetzen der Behandlung
      weiter verwendet.

      - Schwangerschaftstests mit negativem Ergebnis
      vor, während und 5 Wochen nach
      Ende der Behandlung durchgeführt wurden.
      Datum und Ergebnisse der Schwangerschaftstests
      müssen dokumentiert werden.

      Kommentar


      • Re: Aknenormin


        Sehr geehrte Frau Kollegin, haben sie keine Zugangsberechtigung zu www.fachinfo.de ?

        ggf. übermittle ich ihnen meine, es wäre mir eine ehre ihnen behilflich zu sein.

        m. E. nach sollten Sie deutlich mehr mut zeigen informationen weiterzugeben....

        mit kollegialen grüßen
        ph.

        Kommentar



        • Re: Aknenormin


          vielen danke,für die Antworten.Ich habe die Tapletten so lange genommen wie ich gesagt bekommen habe.Ich musste nur noch mal nachfragen weil ich Angst hatte,es könnte trotzdem noch etwas passieren.Sicherlich werde ich nicht gleich Schwanger,das dauert noch,aber in Foren habe ich verschiedenes gehört,deswegen meine Angst.
          Liebe Grüße Jennifer

          Kommentar


          • Re: Aknenormin


            Sehr geehrter Herr Pharmakologe,

            meine zurückhaltende Antwort hatte ich mir gut überlegt und verfüge selbstverständlich über Zugänge zu Dastenbanken.
            Ich halte es aber für ungeeignet, eine Ratsuchende mit Fachinformationen zu überhäufen, die eigentlich Fachpersonal vorbehalten sind.
            Wenn eine Frau vor einer Schwangerschaft in ernster Sorge ist und die Behandlung so ungewöhnlich lange durchgeführt wurde, dann ist für ein sicheres Gefühl als Beginn einer Schwangerschaft unbedingt ein ärztliches persönliches Gespräch erforderlich. Dabei geht es nicht nur um Halbwertzeiten von Wirkstoffen.
            Ich kann nicht formal eine Unbedenklichkeit bestätigen, wenn ernste Sorge zu spüren ist.

            Ich empfehle Ihnen, sich über die rechtlichen Rahmenbedingungen von Fachinformationen, online-Beratungen, Ferndiagnose und Therapieempfehlungen für Ärzte und Apotheker (die nicht in kognito arbeiten!) zu erkundigen.

            Mit freundlichen Grüßen
            Dr. Heike Pipping
            Apothekerin

            Kommentar


            • fragen sie ihren arzt oder apotheker


              oder "Wo drückt der Schuh - der interaktive Medikamentenratgeber bei Onmeda hat 24 Stunden für Sie geöffnet und weiß Rat"
              ***
              Sehr geehrte Frau Dr. Pipping,

              Ihre grundsätzlichen Bedenken sind bekannt.
              Allein der gesetzliche Beratungs-§ der dt. ApothekerInnen spricht für sich.

              (Nehmen wir als Beispielsweise Citalopram http://medikamente.onmeda.de/Medikam...ament-10.html# und für jederman zugänglich: Fachinformationen aus dem Arzneimittelkompendium der Schweiz, von Wikipedia, netdoktor u.a. ganz zu schweigen)

              Ihr Berufstand insbesondere hinsichtlich der wissenschaftlichen Aspekte, macht sich vermutlich in absehbarer Zeit überflüssig und wird nahezu widerstandslos von finanzkräftigen Kreisen unter rein pekuniären Aspekten mit "Schützenhilfe" der Regierung übernommen.

              Unter Berufung auf die Fachinformation, aktuelle Lehrbücher der Pharmakologie/Toxikologie und Dermatologie hätten Sie die Fragestellung zur Beruhigung der Patientin mit Leichtigkeit beantworten können, vielmehr noch, Sie hätten es ohne jeden Literaturhinweis tun können - denn Sie sind hier die anerkannte Expertin und haben somit, im Gegensatz zu mir, die entsprechende Kompetenz per se.

              MfG
              Ph.

              Kommentar



              • der beratungs-§


                der deutschen Apothekenbetriebsordnung entnommen

                § 20 Information und Beratung

                (1) Der Apotheker hat Kunden und die zur Ausübung der Heilkunde, Zahnheilkunde oder Tierheilkunde berechtigten Personen zu informieren und zu beraten, soweit dies aus Gründen der Arzneimittelsicherheit erforderlich ist.

                **Durch die Information und Beratung der Kunden darf die Therapie der zur Ausübung der Heilkunde, Zahnheilkunde oder Tierheilkunde berechtigten Personen nicht beeinträchtigt werden**.

                Soweit Arzneimittel ohne Verschreibung abgegeben werden, hat der Apotheker dem Kunden die zur sachgerechten Anwendung erforderlichen Informationen zu geben.

                (2) Dem Leiter einer krankenhausversorgenden Apotheke oder dem von ihm beauftragten Apotheker obliegt die Information und Beratung der Ärzte des Krankenhauses über Arzneimittel.
                Er ist Mitglied der Arzneimittelkommission des Krankenhauses.

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                • Re: Aknenormin

                  Tabletten gegen Pickel - http://track.derminax.de/product/Der...3&bid=advandec Ich kann die Effektivität nur bestätigen - nach ein paar Tagen begannen die Pickel kleiner und blasser zu werden, bis sie schließlich spurlos verschwunden waren.

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